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	<title>Ligand - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Bedeutung des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ligand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der Komplexchemie. Für die Bedeutung in der Biochemie siehe [[Ligand (Biochemie)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ligand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|ligare|de=binden}}) ist in der [[Komplexchemie]] (sowie in [[Organometallchemie]] und [[Bioanorganische Chemie|Bioanorganik]]) ein [[Atom]] oder [[Molekül]], welches sich über eine [[koordinative Bindung]] (veraltet auch „dative Bindung“) an ein zentrales bzw. im Falle von [[Brücke (Chemie)|verbrückenden]] und [[Chelatkomplexe|chelatisierenden]] Liganden wenigen [[Metalle|Metallatomen]] oder -[[Metallion|ionen]] binden („koordinieren“) kann. Die koordinative Bindung kommt durch den Lewis-Charakter der beteiligten Bindungspartner zustande: In vielen Komplexen sind die Liganden [[Lewis-Base]]n (Elektronenpaar-Donatoren) und die Metallzentren [[Lewis-Säure]]n (Elektronenpaar-Akzeptoren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Anmerkung: Ist zwar fast immer so, aber eben nicht immer (siehe Z-Typ) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Besonderheit der koordinativen Bindung besteht darin, dass (im Unterschied zur klassischen [[kovalent]]en Bindung) beide Bindungselektronen vom Liganden oder Metall zur Verfügung gestellt werden. Komplexverbindungen sind zum Beispiel das rote Blutlaugensalz ([[Kaliumhexacyanidoferrat(III)]]), bei dem das zentrale [[Eisen]](III)-Ion von sechs Liganden, in diesem Fall [[Cyanid]]-Ionen, umgeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Protoporphyrin IX.png|mini|Protoporphyrin IX als Ligand für Eisen-Ionen im Häm &amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus der [[Bioanorganische Chemie|Bioanorganik]] sind das [[Häm]] und das [[Chlorophyll]]: hier agieren die vier Stickstoffatome im [[Porphyrin]]gerüst als mehrzähniger Ligand für das zentrale [[Eisen]]- bzw. [[Magnesium]]-Ion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschreibung der Metall-Ligand-Bindung als rein donative Bindung ist stark vereinfachend. Vor allem bei schweren [[Übergangsmetalle|Übergangsmetall]]&amp;amp;shy;verbindungen haben die Bindungen meist einen hohen klassisch-[[kovalent]]en Anteil (beispielsweise bei [[Hydride#Komplexe Hydride|Hydrid]]-Liganden). Auch spielen [[Rückbindung]]seffekte vom Metall zum Ligand oftmals eine entscheidende Rolle bei der Bindungsstärke ([[Bindungsenergie]]). Dies ist bei vielen Liganden mit [[Konjugation (Chemie)|π-Systemen]] der Fall, da die Metallzentren [[Elektronendichte]] in die π*-Orbitale verschieben können; Beispiele für solche Liganden sind [[Kohlenstoffmonoxid|CO]], dessen Komplexe als [[Metallcarbonyle]] bezeichnet werden, und [[Ethen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[CBC-Formalismus]] können Liganden als L-, X- oder Z-Typ klassifiziert werden. Liganden vom L-Typ stellen für die Bindung ein [[Elektronenpaar]] zur Verfügung. Dies sind [[Lewis-Base]]n wie [[Phosphan]]e oder das [[Carbonyl]]-Molekül. Neutrale X-Typ-Liganden können dagegen nur ein Elektron für die Bindung an das Zentralatom bereitstellen, weshalb für die Bindung ein Elektron des Metallatoms benötigt wird. Beispiele für Liganden dieses Typs sind Chlor-, Wasserstoff- oder organische Radikale. Handelt es sich bei dem Liganden dagegen um eine Lewis-Säure, so wird er als Z-Typ-Ligand eingestuft. Hierbei handelt es sich um Elektronenmangelverbindungen wie AlCl&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; oder BR&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;, sodass vom Metallatom zwei Elektronen für die Bindung gestellt werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[James E. Huheey]], Ellen A. Keiter, Richard L. Keiter |Titel=Anorganische Chemie |Hrsg=[[Ralf Steudel]] |Auflage=5 |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin/Boston |Datum=2014 |Kapitel=11.5 |Seiten=450-451 |ISBN=978-3-11-030433-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der metallorganischen Chemie werden Liganden seit jeher eingesetzt, um aktive Metallzentren stabil in [[Lösung (Chemie)|Lösung]] zu halten und sie daran zu hindern, zu metallischen [[Kolloid]]en ([[Nanopartikel]]n) zu agglomerieren. Diese löslichen Metallkomplexe können durch geeignete Wahl der [[elektronisch]]en und [[sterische Hinderung|sterischen]] Eigenschaften der Liganden zu hochaktiven [[Katalysator]]en für die [[homogene Katalyse]] optimiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chelatligand]]&lt;br /&gt;
* [[Non-innocent Ligand]]&lt;br /&gt;
* [[Liganden-Abkürzungen]]&lt;br /&gt;
* [[Ligandenfeldtheorie]]&lt;br /&gt;
* [[Ligandenkegelwinkel]]&lt;br /&gt;
* [[Komplexbildungsreaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Phosphanliganden]]&lt;br /&gt;
* [[Tolman Electronic Parameter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{MeshName|Ligands}}&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=phZcSma9ps0C&amp;amp;pg=PA48&amp;amp;dq=Liganden+Katalysecyclen+Elementarschritte+Metallkomplexe&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=cguhTJDoE4vLswaA8pTmDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CCsQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Liganden%20Katalysecyclen%20Elementarschritte%20Metallkomplexe&amp;amp;f=false Angewandte homogene Katalyse], von [[Arno Behr (Chemiker, 1952)|Arno Behr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komplexchemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peperoni44hd</name></author>
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