<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lig%C3%A9rien</id>
	<title>Ligérien - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lig%C3%A9rien"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lig%C3%A9rien&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T23:25:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lig%C3%A9rien&amp;diff=2261852&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lig%C3%A9rien&amp;diff=2261852&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-14T16:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ligérien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Geologie|geologische]] [[Stufe (Geologie)|Unterstufe]] des [[Turonium]]s. Der Begriff wird für [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentschichten]] des Unterturons im westlichen [[Frankreich]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Ligérien leitet sich ab vom [[Lateinische Sprache|Lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;Ligera&amp;#039;&amp;#039; für den Fluss [[Loire]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Ligérien wird in der [[Touraine]] ([[Pariser Becken]]) in der Nähe von [[Saumur]] entlang der Loire angetroffen ([[Typlokalität]] des Turoniums), es tritt aber auch im nördlichen [[Aquitanisches Becken|Aquitanischen Becken]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ligerian.jpg|mini|Flachliegendes Ligérien im Nizonne-Tal bei &amp;#039;&amp;#039;Les Bernardières&amp;#039;&amp;#039;, Gemeinde [[Champeaux-et-la-Chapelle-Pommier]]]]&lt;br /&gt;
Das Ligérien, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;C3a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf [[Geologische Karte|geologischen Karten]] Frankreichs, ist die unterste Unterstufe des Turoniums und folgt unmittelbar auf das [[Cenomanium]]. Es wird vom [[Angoumien]] überlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nördlichen Aquitanischen Becken zeigt das Ligérien als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Villars-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; folgende Abfolge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An seiner Basis setzt das Ligérien mit einer Wechselfolge (im Meterbereich) von weißen, [[Kreide (Geologie)|kreidigen]] [[Kalk (Gestein)|Kalken]] und recht dünnen, mehr [[Mergel|mergeligen]] grauen Zwischenlagen ein. Zum [[Hangendes|Hangenden]] treten die Mergellagen allmählich zurück und machen dann weißen, massiven, sehr homogenen, kryptokristallinen Kreidekalken Platz (Mächtigkeit 5 bis 10 Meter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzschicht zum Cenoman hat noch detritischen Charakter und kann größere [[Quarz]]körner, kleinere Gerölle sowie zerriebene [[Muscheln|Lamellibranchia]]- und [[Stachelhäuter]]reste enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichtung des Ligériens, wenn zu erkennen, ist typisch knollig bis plattig ausgebildet. Die Kalke zerfallen meist zu kurzen, prismatischen Säulen. Aufgrund ihrer leichten Erodierbarkeit bilden sie den Hangfuß der darüberfolgenden Steilwand des wesentlich kompetenteren Angoumiens. Ackerbaulich werden diese Kalklagen zum Anbau von Getreide genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang zum darüberfolgenden Angoumien erfolgt sehr progressiv, lässt sich aber anhand von erstmaligen detritischen Einschaltungen, [[Peloide]]n verschiedener Größenordnungen und häufigen [[Anneliden]]röhren sowie dem Verschwinden der pelagischen [[Foraminiferen]] definieren. Die untersten 5 bis 8 Meter des Angoumiens lassen sich folglich nur schlecht vom eigentlichen Ligérien unterscheiden; kartographisch werden sie daher meist noch dem Ligérien zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mächtigkeit des Ligériens im nördlichen Aquitanischen Becken bewegt sich meist zwischen 15 und 20 Meter, kann in Synklinalbereichen aber auch bis auf 42 Meter anschwellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilinhalt ==&lt;br /&gt;
Das Ligérien besitzt eine relativ arme [[Fossil]]fauna. Sie besteht im Wesentlichen aus Lamellibranchia wie &amp;#039;&amp;#039;[[Arca (Gattung)|Arca noueliana]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Archenmuscheln|Archenmuschel]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Cardium|Cardium productum]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Herzmuscheln|Herzmuschel]]), &amp;#039;&amp;#039;[[Exogyra|Exogyra columba]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Austern|Auster]]) und &amp;#039;&amp;#039;[[Inoceramus|Inoceramus labiatus]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Inoceramen|Inocerame]]), aus [[Schnecken|Gastropoden]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Pleurotomaria|Pleurotomaria galliennei]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Hexakorallen]] und aus [[Bryozoen]], im oberen Bereich treten auch noch Anneliden hinzu. [[Ammoniten]] wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Collignoniceras|Collignoniceras peramplum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Eutrophoceras|Eutrophoceras sublaevigatus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lewesiceras|Lewesiceras peramplum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mammites|Mammites revelieri]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Spathites|Spathites reveliereanum]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Nautiloideen]] wie &amp;#039;&amp;#039;[[Perlboote|Nautilus sublaevigatus]]&amp;#039;&amp;#039; werden nur sehr selten angetroffen. Die [[Mikrofossil|Mikrofauna]] ist ebenfalls nur wenig diversifiziert, es überwiegen [[Ostrakoden]] (in den Mergeln), [[Textulariida]] und pelagische Foraminiferen (&amp;#039;&amp;#039;[[Hedbergella|Hedbergella delrioensis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Heterohelix]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Globotruncana]]&amp;#039;&amp;#039;). Ferner treten [[Discorbidae]] auf und benthische Foraminiferen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Dorothia|Dorothia sp.]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Marsonella|Marsonnella oxycona]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Eggerella|Eggerella sp.]]&amp;#039;&amp;#039;, und &amp;#039;&amp;#039;[[Tritaxia|Tritaxia sp.]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr häufig ist das Vorkommen von Wurmbauten und [[Pyrit]]knollen in den Kreidekalken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerungsbedingungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LigerianSlicko.jpg|mini|links|Horizontale Harnischstriemung im Ligérien bei [[Mareuil (Dordogne)|Mareuil]]]]&lt;br /&gt;
Die sehr feingeriebenen bioklastischen Reste, die pelagischen Foraminiferen und die gelegentlichen Ammonitenfunde lassen auf ein Ablagerungsmilieu schließen, welches den Übergang zum offenen Meer repräsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Meeresspiegel]] war global während des Ligériens am Ansteigen und erreichte gegen Ende der Unterstufe ein transgressives Maximum, um dann während des Angoumiens wieder abzufallen (das Angoumien ist eine wesentlich küstennähere Fazies). Die Wassertemperaturen waren kurz vor ihrem Optimum im Oberturon sehr hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitraum ==&lt;br /&gt;
Das Ligérien ist weitestgehend mit dem &amp;#039;&amp;#039;Unterturon&amp;#039;&amp;#039; zeitgleich; es repräsentiert daher den Zeitraum 93,5 bis 92,0 Millionen Jahre [[Before Present|BP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ligérien folgt unmittelbar auf das [[Ozeanisches anoxisches Ereignis|Ozeanische anoxische Ereignis]] &amp;#039;&amp;#039;OAE-2&amp;#039;&amp;#039;, welches das Cenoman beendete (und die Hälfte der Ammonitentaxa auslöschte). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tektonik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LigerianPC-.jpg|mini|Druckkegel aus dem Ligérien. Fundort nahe [[Quinsac (Dordogne)|Quinsac]], Dordogne.]]&lt;br /&gt;
Neben den gemeinhin üblichen Brüchen und [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]], sowie auch selteneren Horizontalverschiebungen (siehe obenstehende Abbildung), führt das Ligérien reichhaltig [[Stylolith]]en und an Elefantenfüsse erinnernde Druckkegel (bis in den Dezimeterbereich gehend), die von [[Harnisch]]striemen gesäumt werden. Letztere dürften wahrscheinlich noch während der [[Diagenese]] aufgrund differentieller Überlastdrucke angelegt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. Cassoudebat, J.-P. Platel|Titel=Sédimentologie et paléogéographie du Turonien de la bordure septentrionale du bassin aquitain|Sammelwerk=Bulletin BRGM, (2), section I, n° 2|Seiten=85–102|Jahr=1973}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=F. Gradstein, J. Ogg, A. Smith, A.|Titel=A Geologic Time Scale 2004|Verlag=Cambridge University Press|ISBN=0-521-78673-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J.-P. Platel et al.|Titel=Feuille Périgueux (Ouest)|Sammelwerk=Carte géologique de la France à 1/50 000|Verlag=BRGM|Jahr=1989}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ligerien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitalter der Kreide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nouvelle-Aquitaine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Département Charente]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Département Dordogne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>