<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Liederweib</id>
	<title>Liederweib - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Liederweib"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liederweib&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T07:13:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liederweib&amp;diff=2254438&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Frauen und Musik</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liederweib&amp;diff=2254438&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-02T07:15:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Frauen_und_Musik&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Frauen und Musik (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Frauen und Musik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liederweib&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Urteilweib&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Urt(h)elweib&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fratschelweib&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Papierweib&amp;#039;&amp;#039; nannte man historisch insbesondere in [[Wien]] eine Straßenverkäuferin von sogenannten „[[Flugblatt|fliegenden Blättern]]“ zur Verbreitung von aktuellen Nachrichten über Ereignisse wie Mordtaten, Katastrophen, außergewöhnliche Schicksale, Gerichtsurteile und von Liedern verschiedener Art wie dem [[Bänkelsang]], Liebeslied, [[Moritat]] oder Theaterlied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OeM&amp;quot;&amp;gt;{{OeML|Liederweiber|Liederweiber|EWe}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Dichter sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Zeitungslieder&amp;#039;&amp;#039;, die oft religiöse, politische und gesellschaftskritische Inhalte bis hin zu [[Kuriosität]]en hatten und häufig in [[lied]]hafter Form vorgetragen wurden, waren anonym publizierende Gelehrte wie Geistliche, Lehrer und auch Studenten, deren [[Kolporteur]]e jedoch häufig zweifelhaften Rufes waren. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Liederweiber&amp;#039;&amp;#039; wurde im 18. Jahrhundert für den weiblichen Anteil dieser Gruppe populär.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ferdinand Opll]], [[Peter Csendes]], [[Karl Vocelka]], Anita Traninger: &amp;#039;&amp;#039;Wien. Geschichte einer Stadt. Band 2: Die frühneuzeitliche Residenz (16. bis 18. Jahrhundert)&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 2003, S. 537 ([https://books.google.de/books?id=pXZqyXsfgKwC&amp;amp;lpg=PA537&amp;amp;dq=Liederweib&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA537#v=onepage&amp;amp;q=Liederweib&amp;amp;f=false online] in [[Google Bücher]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach Angaben des [[Oesterreichisches Musiklexikon|Oesterreichischen Musiklexikons]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;OeM&amp;quot; /&amp;gt; diente der zunächst von beiderlei Geschlecht ausgeübte Berufsstand der [[Kolportage]] von literarischen Erzeugnissen den Bedürfnissen der unteren Volksschichten seit der Erfindung des [[Buchdruck]]es. Ausübende waren zunächst [[Fahrendes Volk|fahrende]] Sänger, Vaganten, „Zeitungssinger“, „Bänkelsänger“ und ihre Ehefrauen, die Nachrichten auf Wochen- oder [[Jahrmarkt|Jahresmärkten]] vorsangen und in gedruckter Form zum Verkauf anboten. Anfang des 18. Jahrhunderts etablierten sich insbesondere in Wien auch sesshafte Liederhändler, die ihre Erzeugnisse an ihre beauftragten Frauen oder Kinder mit „Ausrufen“ und dem Verkauf der Flugblätter delegierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damaligen Obrigkeit war diese Form der Berichterstattung meist unerwünscht sowie Gegenstand verschiedener [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensurbemühungen]], teils aufgrund Befürchtungen der Verletzung und Zersetzung der öffentlichen Moral, teils weil man dadurch ernsthafte literarische Bestrebungen geschädigt sah. Jedoch gelang es nicht durch Polizeiverordnungen und Strafen die Tätigkeit zu unterbinden. 1793 wurde „der Verkauf derlei Blätter durch Ausrufen und Herumziehen bei [[Zuchthaus]]strafe verboten“ und 1795 trat eine Generalverordnung gegen die Kolportage der amtlich genannten „Papierweiber“ in Kraft. Diese wiederum bildeten einen Verband, der mit den [[Buchdruck]]ern in engem Verhältnis stand und [[Lizenz]]en für ihr Gewerbe ersuchten, der zu einem Kompromiss zum Handel mit zensurierten Flugblättern an bestimmten Stellen der Stadt an alten und gebrechlichen Personen führte. Nachdem das [[Dekret]] umgangen wurde und die Anzahl der Liederweiber weiter zunahm, wurden weitere behördliche Maßnahmen ergriffen. 1797 verwies ein Dekret den Handel endgültig an den festen [[Buchhandel]]. Dennoch musste bis zum [[Vormärz]] von Behörden eingeschritten werden, bis 1848 der Berufsstand sein Ende fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Bereits zeitgenössische Publikationen wie die [[Eipeldauer-Briefe]] berichteten mehrfach über die &amp;#039;&amp;#039;Urteilweiber&amp;#039;&amp;#039;. In verschiedenen graphischen Serien wie beispielsweise um 1823 von [[Georg Emanuel Opitz]] wurden sie abgebildet. 1852 berichtete die &amp;#039;&amp;#039;[[Theater-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; über ein Verkaufsverbot der Publikationen. Heute besitzt die [[Wiener Stadt- und Landesbibliothek]] eine umfangreiche Sammlung von Einblattdrucken, die von Textdichtern wie z. B. [[Michael Ambros]] gestaltet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Czeike]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 2004, S. 234, ISBN 3-218-00741-0 / ISBN 978-3-218-00740-5 (Bände 1–6). (Online: {{Wien Geschichte Wiki|Urteilweib|Urteilweib}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, Kremayr &amp;amp; Scheriau, Wien 2004, S. 234, ISBN 3-218-00741-0 / ISBN 978-3-218-00740-5 (Bände 1–6).&lt;br /&gt;
* [[Gustav Gugitz (Heimatforscher)|Gustav Gugitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lieder der Straße. Die Bänkelsänger im josephinischen Wien&amp;#039;&amp;#039;, Hollinek, Wien 1954, {{DNB|451727800}}.&lt;br /&gt;
* Otto Krammer: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Volkstypen: Von Buttenweibern, Zwiefel-Krowoten und anderen Wiener Originalen.&amp;#039;&amp;#039; New academic press, Wien 1983, ISBN 3-7003-0512-5.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Richter (Schriftsteller)|Joseph Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe eines Eipeldauers an seinen Herrn Vetter in Kakran über d’ Wienstadt&amp;#039;&amp;#039; 1795, H. 18, 3. Brief u. H. 22, 48; Reprint: Winkler, München 1970, {{DNB|457937548}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Wiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediengeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik des 18. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauengeschichte (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen und Musik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
	</entry>
</feed>