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	<title>Liebeslyrik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T06:28:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liebeslyrik&amp;diff=250532&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;B.A.Enz: /* Literatur */ WiLi, vorhin vergessen</title>
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		<updated>2026-04-19T15:43:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; WiLi, vorhin vergessen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:A Love Song of Shu-Sin (Shu-Suen B) – Istanbul 2461 cropped.jpg|mini|Das &amp;#039;&amp;#039;[[Liebeslied einer Frau auf Schusuena von Ur III]]&amp;#039;&amp;#039; ist eines der ältesten überlieferten Liebesgedichte.]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liebeslyrik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine spezielle Form der [[Lyrik]] und der [[Musik]] (dort eher &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liebeslied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt), in der die [[Liebe]] zwischen zwei Menschen besungen wird. Einige Ausprägungen können unterschieden werden:&lt;br /&gt;
* als [[Gedicht]] oder als [[Lied]] – dieses wieder in mehreren Formen,&lt;br /&gt;
* als [[Hymne]] an die geliebte Person,&lt;br /&gt;
* über [[Glück]] und [[Kuss|Küssen]], Erfüllung oder [[Vertrauen]],&lt;br /&gt;
* als [[Dank]] oder als [[Gebet]],&lt;br /&gt;
* über [[Schmerz]] oder [[Verzweiflung]] des oder der Abgewiesenen,&lt;br /&gt;
* als [[Todessehnsucht]] – z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Romantik]],&lt;br /&gt;
* Sinnieren über die Bandbreite von [[Freude]] bis [[Angst]], Qual und [[Trauer]]&lt;br /&gt;
* und weitere (seltenere) Formen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher und regionaler Überblick ==&lt;br /&gt;
Liebeslyrik ist schon aus den Jahrtausenden vor der [[v. u. Z.|Zeitenwende]] überliefert (z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Sumer]], in der [[Bibel]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hoheslied]]), im [[Kamasutra]]) und hat in der Antike (u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Ovid]]) einen ersten Höhepunkt gefunden. Aber auch im 12./13. Jahrhundert erreichten Liebeslieder einen weiteren Höhepunkt: So sagte man [[Minnesang|Minnesängern]] (von minne = Liebe) ein besonderes Geschick im Erfinden und Vortragen von gefühlvollen Liedern nach. Unter den jungen Adligen war die Kunst des Minnesangs hoch angesehen: Es kam unter anderem auch zu Sängerwettstreiten unter den besten Minnesängern, in denen man um die Gunst der „edlen Frouwen“ buhlte. [[Hartmann von Aue]] und [[Wolfram von Eschenbach]] waren für ihre Dichtkunst berühmt; [[Walther von der Vogelweide]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa H. Sievert: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Liebeslyrik Walthers von der Vogelweide&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Göppinger Arbeiten zur Germanistik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 506). Kümmerle Verlag, Göppingen 1989, &lt;br /&gt;
ISBN 3-87452-743-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; galt als derjenige, der die schönsten Melodien erfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebeslieder waren über alle Bevölkerungsschichten hinaus bekannt und beliebt. Diese wurden mündlich verbreitet; ab dem 15. Jahrhundert auch in handschriftlich verfassten Liederbüchern festgehalten. Das 1450 in Nürnberg verfasste [[Lochamer-Liederbuch]], welches unter anderem auch das Lied &amp;#039;&amp;#039;[[All mein Gedanken, die ich hab|All mein’ Gedanken]]&amp;#039;&amp;#039; enthält, ist eine der ältesten Liedersammlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der weiteren Entwicklung der [[europäisch]]en Literatur sind als besondere Stadien des Liebesliedes zu erwähnen: der Minnesang, die Zeit des [[Barock]], die Romantik und das [[Volkslied]]. Doch finden sich auch in der [[Popmusik]] erstaunliche Texte, wie unlängst die Reprise des [[Austropop]] zusammenfassend gezeigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versmaße in der Liebeslyrik ==&lt;br /&gt;
Das verwendete [[Versmaß]] ist sehr verschieden, doch hat jede Zeit ihre [[Mode]]n. So bevorzugt z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Zweite Schlesische Schule]] (etwa 1650–1700) den [[Jambus]]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mit was vor Süßigkeit / o zarter Mund&lt;br /&gt;
 Beküß ich den Rubinen-Grund!&lt;br /&gt;
 Mit was vor Süßigkeit hör ich die Lippen sprechen&lt;br /&gt;
 Die voller Honig-Worte seyn!&lt;br /&gt;
 Ach aber / schöpff ich ein Vergnügen ein&lt;br /&gt;
 So muß ich unterdeß des andern mich entbrechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dein Himmels-Geist belebt der Worte Fluß&lt;br /&gt;
 Der Seelen Seele deinen Kuß.&lt;br /&gt;
 Wie soll ich mich der Wahl / der schweren Wahl entbrechen?&lt;br /&gt;
 Ach / könte doch dein edler Mund&lt;br /&gt;
 Dem so viel Gunst der Himmel hat vergunnt&lt;br /&gt;
 Mit Reden küssen / und mit Küssen sprechen!&lt;br /&gt;
     ([[Hans Aßmann von Abschatz]], 1646–1699).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Romantik sei etwa das von [[Franz Schubert|Schubert]] vertonte &amp;#039;&amp;#039;[[Ständchen]]&amp;#039;&amp;#039; erwähnt, oder die Trauer um einen Verlust:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Ich stand in dunklen [[Traum|Träumen]] – und starrt ihr Bildnis an,&lt;br /&gt;
  und das geliebte Antlitz / heimlich zu leben begann ...&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ebenso alt sind die Texte vieler [[Volkslied]]er. Stellvertretend seien zwei aus dem bayrisch-oberösterreichischen Sprachraum genannt. Viele gehen auf Texte früherer Dichter zurück.&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
  I(ch) liab di so fest – wie der Bam seine [[Ast|Äst’]] –&lt;br /&gt;
  wia der Him-mel seine Stern – grad so hab i di gern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Das Lieben bringt groß’ Freud’&lt;br /&gt;
  Das wissen alle Leut’&lt;br /&gt;
  Weiß mir ein schönes Schätzelein&lt;br /&gt;
  Mit zwei schwarzbraunen Äugelein&lt;br /&gt;
  Das mir, das mir,&lt;br /&gt;
  Das mir das Herz erfreut.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem reichen Werk [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] sticht ein kurzes [[Distichon|elegisches Distichon]] hervor, das die Grenze zwischen Liebeslyrik und [[Epigramm]] aufzeigt:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
   [[Junge|Knaben]] liebt ich wohl auch, doch lieber sind mir die Mädchen:&lt;br /&gt;
   Hab ich als [[Mädchen]] sie satt, dient sie als Knabe mir noch.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Air de Cour]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Liebeslied|Liebeslied|GH}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Härle]]: &amp;#039;&amp;#039;Lyrik – Liebe – Leidenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Streifzug durch die Liebeslyrik von Sappho bis Sarah Kirsch. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht. Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-20850-2.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Kittstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprachen des Begehrens. Eine Geschichte der deutschen Liebeslyrik.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2026, ISBN 978-3-8353-9301-1.&lt;br /&gt;
* [[Meinolf Schumacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Liebe in der Lyrik zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutschunterricht.&amp;#039;&amp;#039; 65 (1), 2013, S. 2–11 ([https://pub.uni-bielefeld.de/download/2556473/2913961 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Doris Sittig: &amp;#039;&amp;#039;„Vyl wonders machet minne“. Das deutsche Liebeslied in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Versuch einer Typologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Göppinger Arbeiten zur Germanistik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 465). Kümmerle Verlag, Göppingen 1987, ISBN 3-87452-700-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liebeslyrik-Sammlungen ==&lt;br /&gt;
Für viele [[Lyriker]] sind Einzelsammlungen ihrer Liebesgedichte herausgegeben worden. So zum Beispiel für [[Michelangelo Buonarotti]],&amp;lt;ref&amp;gt;Michelangelo Buonarotti: &amp;#039;&amp;#039;Liebesgedichte.&amp;#039;&amp;#039; italienisch und deutsch, ausgewählt von [[Boris von Brauchitsch]]. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2007, ISBN 978-3-458-34944-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bertolt Brecht]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bertolt Brecht: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte über die Liebe.&amp;#039;&amp;#039; ausgewählt von [[Werner Hecht]]. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-02470-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Joachim Ringelnatz]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wie ich mich auf dich freue – Liebesgedichte.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., marixverlag, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-7374-0955-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Joseph von Eichendorff]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph von Eichendorff: &amp;#039;&amp;#039;Liebesgedichte.&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben von Wilfrid Lutz. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2000, ISBN 3-458-34291-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Anthologie]]n, die das breite Spektrum der Liebeslyrik abdecken, liegen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Wagener (Germanist)|Hans Wagener]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Liebeslyrik.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Stuttgart 1982, ISBN 3-15-027759-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die schönsten Liebesgedichte&amp;#039;&amp;#039;, ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von [[Sigrid Damm]]. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 2009, ISBN 978-3-458-35169-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Werner A. Fischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schönster Schatz auf Erden. Liebeslieder aus neun Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Mit Illustrationen von Veronika Heimer-Dieterle. Osang Verlag, München 1966.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4114413-2}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-liebeslyrik.de/ Schöne Anthologie] (nicht nur) deutscher Liebeslyrik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4114413-2|LCCN=sh85078539}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;B.A.Enz</name></author>
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