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	<title>Lieberoser Wüste - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;32X: Linkfix</title>
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		<updated>2025-03-30T01:22:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |NS=51/56/17.5/N |EW=14/21/57.5/E |type=landmark |region=DE-BB |dim=10000}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 21.jpg|mini|hochkant=1.3|Die Lieberoser Wüste ist die größte [[Wüste]] Deutschlands.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lieberoser Wüste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz auch nur &amp;#039;&amp;#039;Wüste&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Klein Sibirien&amp;#039;&amp;#039; genannt,&amp;lt;ref name=MOZ2010&amp;gt;Ina Matthes: {{Literatur| Datum=2010-08-07| Titel=Die Wüste lebt| Sammelwerk=[[Märkische Oderzeitung]]| Online={{Webarchiv | url=http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/249303 | wayback=20190405123553 | text=moz.de}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine rund fünf Quadratkilometer&amp;lt;ref name=Seliger1&amp;gt;Claus-Rüdiger Seliger: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte von Lieberose seit 1990&amp;#039;&amp;#039;. In Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Regia-Verlag, Cottbus 2010, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; große sandige Offenfläche innerhalb der [[Lieberoser Heide]] in der [[brandenburg]]ischen [[Niederlausitz]], rund 95 Kilometer südöstlich von [[Berlin]] und 20 Kilometer nördlich von [[Cottbus]]. Sie ist damit die größte [[Wüste]] Deutschlands.&amp;lt;ref name=Seliger1/&amp;gt; In [[Mitteleuropa]] dürfte sie ansonsten wohl nur von der noch ausgedehnteren polnischen [[Błędów-Wüste]] übertroffen werden. Entstanden durch einen großen [[Waldbrand]] im Jahr 1942, war sie später Kern des sowjetischen Truppenübungsplatzes Lieberose.&amp;lt;ref name=Seliger1/&amp;gt; Durch die ständige Nutzung mit schwerem militärischen Gerät blieb das Gelände dauerhaft offen und entwickelte sich zu einer so genannten [[Panzerwüste]]. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] und dem endgültigen Abzug der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland]] blieb das Gelände seit 1994 weitgehend sich selbst überlassen und ist nun Teil des Naturschutzgebietes [[Lieberoser Endmoräne]]. Weite Teile der Wüste befinden sich seit 2006 im Besitz der [[Stiftung Naturlandschaften Brandenburg]], die sich auch dort die Entwicklung eines [[Wildnis]]gebietes zum Ziel gesetzt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu {{Internetquelle |url=https://www.wildnisstiftung.de/wp-content/uploads/2024/11/Infoblatt_Lieberose.pdf |titel=Wildnisgebiet Lieberose |hrsg=Stiftung Naturlandschaften Brandenburg |format=PDF; 8,3&amp;amp;nbsp;MB |datum=2024-11-19 |abruf=2025-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide&amp;#039;&amp;#039;. In Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Regia-Verlag, Cottbus 2010, S. 14ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Landschaftscharakteristika ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 11.jpg|mini|Die Lieberoser Wüste ist größtenteils von [[Waldkiefer]]n-Wäldern umschlossen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lieberoser Wüste erstreckt sich östlich der [[Bundesstraße 168|B&amp;amp;nbsp;168]] (Frankfurter Straße) zwischen den Städten [[Lieberose]] und [[Peitz]] auf der [[Lieberoser Hochfläche]]. Sie befindet sich überwiegend im [[Landkreis Dahme-Spreewald]], ein kleiner Teil im Süden liegt auf dem Gebiet des [[Landkreis Spree-Neiße|Landkreises Spree-Neiße]]. Das gut fünf Quadratkilometer große Sandgebiet im Zentrum der Lieberoser Heide ist eine vollständig baumlose, annähernd rechteckige Offenfläche, die von ausgedehnten [[Kiefernwald|Kiefernwäldern]] umgeben ist. Von dort aus dringen vereinzelt [[Waldkiefer]]n auf die Fläche vor. An den Rändern ist das Gebiet von größeren [[Binnendüne]]n gekennzeichnet, die vor allem im südöstlichen Teil stellenweise auch den Charakter von [[Wanderdüne]]n haben. Größere Sandverwehungen oder gar [[Sandsturm|Sandstürme]] sind jedoch selten geworden. Das war früher anders: Zu Zeiten des Übungsbetriebs mit fahrenden Panzern wurde zum Beispiel die B&amp;amp;nbsp;168 trotz Erosionsschutzpflanzungen aus verschiedenen Kiefernarten regelmäßig von Sand überweht.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 62–63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch Anfang der 1990er-Jahre prägten strahlend heller Sand und zahlreiche Dünen das Landschaftsbild der Lieberoser Wüste.&amp;lt;ref name=MOZ2010/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als extrem degradiertes Gelände ist auch die Lieberoser Wüste von stark zerstörten und nährstoffarmen Sandböden gekennzeichnet, die ihre Funktionen für den Nährstoff- und Wasserhaushalt in der Landschaft weitgehend verloren haben. Zudem herrscht dort ein außergewöhnliches [[Mikroklima]] mit erheblichen Temperaturgegensätzen zwischen Tag und Nacht. So werden auf dem nackten Sandboden tagsüber Temperaturspitzen bis zu 60&amp;amp;nbsp;°C erreicht, während der ungeschützte Boden nachts stark auskühlt. Die Verdunstungsrate ist sehr hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 63–66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
{{Klimatabelle&lt;br /&gt;
| TABELLE = &lt;br /&gt;
| DIAGRAMM TEMPERATUR = deaktiviert&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG = deaktiviert&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG HÖHE = &lt;br /&gt;
| QUELLE = Deutscher Wetterdienst, Station Cottbus, Höhe {{Höhe|96}}, Beobachtungszeitraum 1981–2010&amp;lt;ref&amp;gt;Deutscher Wetterdienst (DWD) Climate Data Center (CDC): Langjährige Stationsmittelwerte für die Klimareferenzperiode 1981–2010, Station 880 Cottbus. {{Webarchiv |wayback=20151202020252 |url=ftp://ftp-cdc.dwd.de/pub/CDC/observations_germany/climate/multi_annual/mean_81-10/Temperatur_1981-2010_festerStandort.txt |text=Temperaturen}}, {{Webarchiv |wayback=20151202020216 |url=ftp://ftp-cdc.dwd.de/pub/CDC/observations_germany/climate/multi_annual/mean_81-10/Niederschlag_1981-2010_festerStandort.txt |text=Niederschläge}}, {{Webarchiv |wayback=20151202020240 |url=ftp://ftp-cdc.dwd.de/pub/CDC/observations_germany/climate/multi_annual/mean_81-10/Sonnenscheindauer_1981-2010_festerStandort.txt |text=Sonnenscheindauer}} (auf Tage umgerechnet), {{Webarchiv |wayback=20151202020247 |url=ftp://ftp-cdc.dwd.de/pub/CDC/observations_germany/climate/multi_annual/mean_81-10/Temperatur_1981-2010_Stationsliste_festerStandort.txt |text=Metadaten der Messstation}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Überschrift = &lt;br /&gt;
| Ort = Cottbus&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Temperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| avjan = 0.3&lt;br /&gt;
| avfeb = 1.1&lt;br /&gt;
| avmär = 4.7&lt;br /&gt;
| avapr = 9.3&lt;br /&gt;
| avmai = 14.4&lt;br /&gt;
| avjun = 17.1&lt;br /&gt;
| avjul = 19.4&lt;br /&gt;
| avaug = 18.7&lt;br /&gt;
| avsep = 14.3&lt;br /&gt;
| avokt = 9.7&lt;br /&gt;
| avnov = 4.6&lt;br /&gt;
| avdez = 1.2&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Niederschlagsmenge für den jeweiligen Monat in mm --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nbjan = 40&lt;br /&gt;
| nbfeb = 34&lt;br /&gt;
| nbmär = 42&lt;br /&gt;
| nbapr = 37&lt;br /&gt;
| nbmai = 59&lt;br /&gt;
| nbjun = 50&lt;br /&gt;
| nbjul = 68&lt;br /&gt;
| nbaug = 65&lt;br /&gt;
| nbsep = 45&lt;br /&gt;
| nbokt = 35&lt;br /&gt;
| nbnov = 47&lt;br /&gt;
| nbdez = 47&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Anzahl täglicher Sonnenstunden für den jeweiligen Monat in h/d --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| shjan = 1.8&lt;br /&gt;
| shfeb = 2.6&lt;br /&gt;
| shmär = 3.9&lt;br /&gt;
| shapr = 6.1&lt;br /&gt;
| shmai = 7.5&lt;br /&gt;
| shjun = 7.3&lt;br /&gt;
| shjul = 7.7&lt;br /&gt;
| shaug = 7.3&lt;br /&gt;
| shsep = 5.3&lt;br /&gt;
| shokt = 3.9&lt;br /&gt;
| shnov = 2.0&lt;br /&gt;
| shdez = 1.5&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom „Großen Brand“ zur „Panzerwüste“ ==&lt;br /&gt;
Die Lieberoser Wüste entstand im Mai 1942, als sich aus einem Feuer, das [[Waldarbeiter]] der Brigade Paschke im Revier Burghof entzündet hatten, ein gewaltiger Waldbrand entwickelte. Der breitete sich vom Burghof in Richtung Steiner Berg/Lieberose bis zur Grenze der Königlichen Oberförsterei Peitz aus, übersprang die Bahnlinie von [[Turnow-Preilack|Preilack]] nach [[Jamlitz]] und kam erst vor [[Schönhöhe]] zum Stehen.&amp;lt;ref name=Seliger2&amp;gt;Claus-Rüdiger Seliger: &amp;#039;&amp;#039;Forstgeschichte von Lieberose seit 1990&amp;#039;&amp;#039;. In Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Regia-Verlag, Cottbus 2010, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Löschkräfte waren machtlos gegen die Flammen. Nach Räumung der Brandstelle blieb eine 1700&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] große Kahlfläche zurück. Wegen ihrer schieren Größe und aufgrund der [[Zweiter Weltkrieg|kriegsbedingt]] nicht ausreichenden Zahl von Arbeitskräften konnte sie nicht sofort wieder [[Aufforstung|aufgeforstet]] werden. Die Fläche erhielt bald den Namen &amp;#039;&amp;#039;Großer Brand&amp;#039;&amp;#039; (später oft nur kurz &amp;#039;&amp;#039;Brand&amp;#039;&amp;#039; genannt). 1944 wollte dann auch die [[Waffen-SS]] das kahle Gelände für ihren [[SS-Truppenübungsplatz Kurmark|Truppenübungsplatz Kurmark]] nutzen.&amp;lt;ref name=Seliger2/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Kriegsende übernahm die [[Rote Armee]] das Gelände, zunächst für Schießübungen der [[Artillerie]]. Ab 1949 begann die Rote Armee dann mit zielgerichteten militärischen Baumaßnahmen und Nutzungen als [[Truppenübungsplatz Lieberose]].&amp;lt;ref name=Seliger2/&amp;gt; Die Fläche der heutigen Wüste wurde dabei so in das Gelände integriert, dass sie genau gegenüber der Schießbahn lag. Panzerfahrer und andere Bodentruppen trainierten nun dort bis zur Wiedervereinigung. Das viel befahrene und teilweise beschossene Gelände wurde zur Panzerwüste. Westlich der Wüste entstand eine Kommandantur mit insgesamt 27 Gebäuden. Als „Generalshügel“ zur Beobachtung des Geschehens fungierte die „Tribüne“, ein erhöht angelegter Betonbau. Von dort verfolgten beispielsweise auch [[Leonid Iljitsch Breschnew|Leonid Breschnew]] und [[Erich Honecker]] 1970 das Manöver &amp;#039;&amp;#039;Waffenbrüderschaft&amp;#039;&amp;#039; der Vereinten Streitkräfte der Staaten des [[Warschauer Pakt]]es. Dabei bewegten sich 50.000 Soldaten samt Panzern durch den Sand des Truppenübungsplatzes Lieberose.&amp;lt;ref name=MOZ2010/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die übrigen sowjetischen Truppenübungsplätze kennzeichneten den Truppenübungsplatz Lieberose trotz der gewaltigen militärischen Nutzung insgesamt ein geringer Grad an Erschließung und Infrastruktur sowie eine recht flexible Flächennutzung. So gab es kein durch Pläne festgelegtes Fahrwegenetz, keine befestigten Straßen oder größeren versiegelten Bereiche.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Brände, die bei den Schießübungen nicht selten entstanden, wurden nur im äußersten Notfall gelöscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 30.jpg|mini|Vor allem im Südosten der Lieberoser Wüste gibt es noch völlig offene Flugsanddünen. Dort formen sich auch beständig schmale linienförmige Strichdünen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ende der DDR ging auch der TÜP Lieberose im Zuge des [[Einigungsvertrag]]es 1990 in das [[Allgemeines Grundvermögen|Allgemeine Grundvermögen]] (Bundesvermögen) der Bundesrepublik Deutschland über. Da an einer weiteren militärischen Nutzung kein Interesse bestand, wurde auch die Lieberoser Wüste nach dem Abzug des russischen Militärs zunächst weitgehend sich selbst und damit der natürlichen [[Sukzession (Biologie)|Sukzession]] überlassen. Als problematisch stellten sich vor allem unzählige ober- und unterirdische Munitionsreste heraus, da die Soldaten längst nicht alle ihre Hinterlassenschaften ordnungsgemäß entsorgt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Lieberoser Wüste hinterließen sie eine seinerzeit rund sieben Quadratkilometer große Panzerwüste aus fließendem Sand.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus formten sich einige Binnendünen, zumeist schmale linienförmige Strichdünen oder die haufenähnlichen &amp;#039;&amp;#039;Kupsten&amp;#039;&amp;#039;. Zudem entstanden einige niedrige Bogendünenketten, die von der Forstverwaltung später bepflanzt wurden. Daneben gab und gibt es auch von [[Flugsand]]en überwehte Altdünen und völlig offene Flugsanddünen.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 58–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt gehört die Lieberoser Wüste damit zu den größten zusammenhängenden Flugsandgebieten Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Entwicklung nach 1992 ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der militärischen Nutzung ab 1992 gab es auch für die Lieberoser Wüste und die dortigen Militäranlagen Ideen für mögliche Nachfolgenutzungen. Pläne, aus der Kommandantur eine alternative Siedlung zu machen, zerschlugen sich jedoch ebenso wie Projekte für Pyramidenstädte oder ein Testgelände für Flugzeugtriebwerke.&amp;lt;ref name=MOZ2010/&amp;gt; Südöstlich der Wüste entstand jedoch 2009 mit dem [[Solarpark Lieberose]] eines der größten Sonnenkraftwerke Europas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Alternative zu rein wirtschaftlichen Nachfolgenutzungen bot sich an, ehemalige Truppenübungsplätze dem Naturschutz zu widmen. Diese Idee formulierte im Zuge der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende]] als Erster der Ökologe [[Hermann Remmert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitte 1997 übernahm die Landesforstverwaltung Brandenburg auch die Bewirtschaftung der Lieberoser Heide.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Große Teile davon – darunter auch die Lieberoser Wüste – wurden 1999 Teil des neuen rund 6800 Hektar großen Naturschutzgebiets Lieberoser Endmoräne.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die [https://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.15655.de Verordnung über das Naturschutzgebiet „Lieberoser Endmoräne“] im Brandenburgischen Vorschriftensystem (BRAVORS); abgerufen am 15. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig gehört die Wüste zum [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]]-Gebiet „Lieberoser Endmoräne und Staakower Läuche“ und zum [[Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten|Europäischen Vogelschutzgebiet (SPA)]] „Spreewald und Lieberoser Endmoräne“.&amp;lt;ref&amp;gt;Fugmann Janotta, Gruppe Planwerk und [[Dittmar Machule]]: &amp;#039;&amp;#039;Masterplan Region Lieberose&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2009, u.&amp;amp;nbsp;a. S. 17–18 ([https://lieberoser-heide.de/visioncontent/mediendatenbank/abschlussbericht_masterplan_lieberose_2009.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2006 erwarb die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg einen Großteil der Wüste. Nach den Vorstellungen des Ende 2009 fertiggestellten &amp;#039;&amp;#039;Masterplans Region Lieberose&amp;#039;&amp;#039; im Auftrag des brandenburgischen Umweltministeriums sollen diese Flächen auch künftig offen gehalten werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Fugmann Janotta, Gruppe Planwerk und [[Dittmar Machule]]: &amp;#039;&amp;#039;Masterplan Region Lieberose&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2009, u.&amp;amp;nbsp;a. S. 36 ([https://lieberoser-heide.de/visioncontent/mediendatenbank/abschlussbericht_masterplan_lieberose_2009.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich die Lieberoser Wüste im Zuge der Sukzession mittlerweile allmählich zu einer Steppe entwickelt, sind laut Masterplan im Zuge einer [[Landschaftspflege]] künftig Eingriffe angedacht, um eine Wiederbewaldung zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem soll die Lieberoser Heide – und als besondere Besucherattraktion auch die Wüste – nach diesem Plan touristisch erschlossen werden. Bislang darf das Gelände nur ansatzweise auf ausgewiesenen Wegen betreten werden. Grund dafür sind neben den generellen Einschränkungen in [[Naturschutzgebiet (Deutschland) |Naturschutzgebieten]] hauptsächlich die nach wie vor hohen Gefahren, die von den militärischen Hinterlassenschaften ausgehen. Die &amp;#039;&amp;#039;Stiftung Naturlandschaften Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, der Landesforstbetrieb und weitere lokale Akteure sind beständig damit beschäftigt, kontaminierte Flächen zu untersuchen und räumen zu lassen. Dennoch setzen vor allem diese explosiven Altlasten Naturschutz und Tourismus Schranken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kommandantur Lieberose Tribuene 2.jpg|mini|Anstelle der verfallenden „Tribüne“ soll ein Aussichtsturm errichtet werden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Interessierte dennoch einen Überblick über die Wüste erhalten können, plant die Stiftung, die unmittelbar an der B&amp;amp;nbsp;168 gelegene „Tribüne“, den ehemaligen „Generalshügel“, zu einem Besucherinformationspunkt umzugestalten. Im Rahmen der großflächig in der Region geplanten Internationalen Naturausstellung (INA) ist dabei unter anderem vorgesehen, einen rund 30&amp;amp;nbsp;m hohen [[Aussichtsturm]] an der Stelle der Betontribüne zu errichten.&amp;lt;ref name=MOZ2010/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu auch den {{Webarchiv | url=http://ina-lieberose.de/ina.html | archive-is=20130211082632 | text=&amp;#039;&amp;#039;Masterplan Lieberose&amp;#039;&amp;#039; und die geplante Internationale Naturausstellung (INA) Lieberose}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Turm soll einen Panoramablick auf die weitläufigen Flächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes und die umliegende Landschaft ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;N.N.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.stiftung-nlb.de/de/pdf/066_Bericht_Gabriel_Danckert10_8_09Endf.pdf Internationale Naturausstellung Region Lieberose (INA): Stiftung Naturlandschaften Brandenburg bringt Pläne für innovative Erlebnisangebote ein]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 98&amp;amp;nbsp;kB), Bericht zum Infogespräch auf Einladung von MdB Dr. [[Peter Danckert]], Straupitz, 10. August 2009; Pressemitteilung der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg; abgerufen am 14. Juni 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Wanderweg]]e sind geplant. Diese Einrichtungen sollen auch zur [[Besucherlenkung in Natur- und Landschaftsschutz|Besucherlenkung]] innerhalb des Schutzgebietes dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vorbereitung wurde im Zuge der [[Konversion (Stadtplanung)|Konversion]] in den Jahren 2009 und 2010 der Abriss der ehemaligen Kommandantur Lieberose geplant und vorgenommen. Das geschah als [[Ausgleichsmaßnahme]] für den Neubau der Ortsumgehung [[Drebkau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit Mitte der 2000er Jahre veranstaltet die [[Stiftung Naturlandschaften Brandenburg]] zusammen mit der Oberförsterei Lieberose, Wandervereinen und der örtlichen Gruppe des [[Naturschutzbund Deutschland|Naturschutzbundes Deutschland]] regelmäßig [[Exkursion]]en sowie „Wüstenwanderungen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2015 wurde unmittelbar an der B&amp;amp;nbsp;168 der &amp;#039;&amp;#039;Sukzessionspark Lieberoser Heide&amp;#039;&amp;#039; der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nabu.de/news/2015/05/18931.html &amp;#039;&amp;#039;Wildnis erleben und die Aussicht genießen – Barrierefreier „Sukzessionspark Lieberose“ eingeweiht&amp;#039;&amp;#039;], Internetpräsenz des [[Naturschutzbund Deutschland|NABU]], 21. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Natur- und Wildnisentwicklung soll hier auf einer Demonstrationsfläche barrierefrei erlebbar gemacht werden. Auf einem zwei Kilometer langen Rundweg wurden zahlreiche Infotafeln aufgestellt und der Aussichtspunkt auf dem Generalshügel wurde wieder hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stiftung-nlb.de/lieberose/component/content/article/261.html | wayback=20151119003732 | text=Der Sukzessionspark}} auf der Internetpräsenz der [[Stiftung Naturlandschaften Brandenburg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen auf der Fläche während der 1990er Jahre haben vor allem der Biologe Horst Beutler und seine Frau Doris umfangreich dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu etwa ihr gemeinsames Buch &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tier- und Pflanzenarten ==&lt;br /&gt;
Die Lieberoser Wüste ist eine eiszeitliche [[Sander]]fläche, die durch die jahrzehntelange Panzerbefahrung zudem einen stark [[Rohboden|rohbodenartigen]] Charakter mit fast blankem Sand erhalten hat. Diese noch vorhandene Ausprägung ist ausschließlich auf die militärische Nutzung zurückzuführen.&amp;lt;ref name=Schumacher31&amp;gt;Heiko Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide&amp;#039;&amp;#039;. In Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Regia-Verlag, Cottbus 2010, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 25.jpg|mini|Zähen Pionierpflanzen wie [[Polytrichum piliferum|Glashaar-Widertonmoos]] und [[Silbergras]] gelingt es zuerst, auf den offenen Sandflächen Fuß zu fassen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil im total zerstörten Boden der Wüste die [[Samenbank]] fehlte, war eine Wiederbesiedlung mit Vegetation nur in Form einer [[Sukzession (Biologie)|primären Sukzession]] über aus der Umgebung eingetragene Samen und Sporen möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den ersten Organismen, die überhaupt in der Lage waren, die erodierten Sandböden zu besiedeln, gehörten verschiedene Arten von [[Krustenflechten]]. Typische Pionierpflanzen, die auf dem extrem nährstoffarmen Standort mit seinem besonderen [[Mikroklima]] zurechtkommen, sind vor allem das [[Polytrichum piliferum|Glashaar-Widertonmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Polytrichum piliferum&amp;#039;&amp;#039;) und das [[Silbergras]].&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler und Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 66 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzteres kommt mit gelegentlicher [[Übersandung]] und dem ständigen [[Windschliff]] zurecht und bildet rasch [[Horst (Botanik)|Horste]]. So prägen seit Anfang der 2000er Jahre zunehmend lückige Silbergrasfluren das Bild der Offensandfelder, die Wüste wandelt sich allmählich zur [[Steppe]]. Zu den besonderen dort vorkommenden Arten gehört die [[Sand-Strohblume]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 2.jpg|mini|Natürliche Sukzession: Von den Rändern aus rücken zunehmend [[Waldkiefer]]n auf die Offenfläche vor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben verschiedenen [[Webspinnen|Spinnenarten]] sind in der Wüste auch [[Insekten]] wie die [[Ameisenlöwe]]n – Larven der [[Ameisenjungfern]] –, [[Sandlaufkäfer]], verschiedene [[Wegwespen]] und [[Grabwespen]], wie etwa die [[Kreiselwespe]] zu finden. Auch [[Steppengrashüpfer]], [[Blauflügelige Ödlandschrecke]] oder die [[Italienische Schönschrecke]] kommen vor. Zu den Vogelarten, die auf den Offenflächen ihre Reviere haben, gehören [[Brachpieper]], [[Heidelerche]] und [[Steinschmätzer (Gattung)|Steinschmätzer]]. Der [[Mornellregenpfeifer]] ist regelmäßiger Durchzugsgast. [[Seeadler (Gattung)|Seeadler]], die ihre Ruhe-, Schlaf- und Brutplätze ansonsten in den umliegenden Wäldern haben, ruhen tagsüber gern in der Wüste und lassen sich dort von der über den Sandflächen entstehenden [[Thermik]] in die Höhe tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heiko Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide&amp;#039;&amp;#039;. In Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Regia-Verlag, Cottbus 2010, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzfachliche Diskussion ==&lt;br /&gt;
Ob und in welchem Umfang die Lieberoser Wüste – und vergleichbare Panzerwüsten – auch künftig offen gehalten werden sollen oder können und welche naturschutzfachliche Bedeutung sie letztlich haben, darüber gehen auch unter Naturschützern die Meinungen auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So betont der &amp;#039;&amp;#039;Masterplan Region Lieberose&amp;#039;&amp;#039; die grundsätzliche naturschutzfachliche Bedeutung der Wüste für die gesamte Lieberoser Heide und sieht ausdrücklich deren Offenhaltung vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Fugmann Janotta, Gruppe Planwerk und [[Dittmar Machule]]: &amp;#039;&amp;#039;Masterplan Region Lieberose&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2009, u.&amp;amp;nbsp;a. S. 21 u. 36 ([https://lieberoser-heide.de/visioncontent/mediendatenbank/abschlussbericht_masterplan_lieberose_2009.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum zugehörigen Projekt gehören auch Gehölzentnahme sowie [[Schoppern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Heiko Schumacher, Lieberoser Repräsentant der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, stellt die grundsätzliche Bedeutung von Flächen wie der Lieberoser Wüste heraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unabhängig von ihrer Entstehung sind diese Landschaften auf nationaler Ebene als selten einzustufen und mit ihrer speziellen Artenausstattung naturschutzfachlich besonders interessant.|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher31&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber sprach sich Horst Beutler, Biologe und langjähriger Kenner der Lieberoser Heide, nicht zuletzt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung&amp;#039;&amp;#039; (2000) dafür aus, die Panzerwüsten einer natürlichen Sukzession zu überlassen. Zur Begründung führte er aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Landschaftsökologisch und aus Naturschutzsicht ist es bei näherer Betrachtung ja auch unbegründet, die großen Offensandfelder mit hohem finanziellen Aufwand weiter in ihrem derzeitig naturfernen Zustand erhalten zu wollen. Selbst wenn aus Kreisen des Naturschutzes mit engem Blick auf wenige Tierarten gelegentlich die Forderung zu hören ist, die großen ‚Sandwüsten‘ der Panzerarmeen seien ‚Refugien‘ oder sogar vermeintliche ‚Urlandschaften‘ und deshalb unbedingt erhaltenswert, ergibt das genaugenommen keinen Sinn. Sie sind es einfach nicht. Es sind nun einmal Kunstprodukte aus Menschenhand, ein Erbe an jahrzehntelang durch [[Übernutzung]] geschundener Natur.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beutler kann sich eine Ausweisung der Lieberoser Heide als [[Nationalpark]] mitsamt einer Wildnisentwicklung vorstellen, jedenfalls dann, wenn denn dort die Natur der alleinige Gestalter bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, z.&amp;amp;nbsp;B. S. 52 und S. 138 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Torsten Richter, Heiko Schumacher, Claus-Rüdiger Seliger, Wolfgang Roick: &amp;#039;&amp;#039;Faszination Lieberoser Heide. Landschaft zwischen Wald, Wasser und Weite&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Regia-Verlag, Cottbus 2010, ISBN 978-3-86929-180-2.&lt;br /&gt;
* Horst Beutler, Doris Beutler: &amp;#039;&amp;#039;Landschaft in neuer Bestimmung. Russische Truppenübungsplätze&amp;#039;&amp;#039;. Findling – Buch- und Zeitschriften-Verlag, Neuenhagen 2000, ISBN 3-933603-11-0 (vor allem S. 55–96).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lieberoser Wüste}}&lt;br /&gt;
* Die [[Stiftung Naturlandschaften Brandenburg]] [https://www.wildnisstiftung.de/besuchen-erleben/unsere-wildnisgebiete/wildnisgebiet-lieberose/ zu ihren Flächen innerhalb der &amp;#039;&amp;#039;Lieberoser Heide&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüste in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lieberose)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lausitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Dahme-Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Naturschutzgebiete]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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