<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lieberose</id>
	<title>Lieberose - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lieberose"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lieberose&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T05:09:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lieberose&amp;diff=209101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lieberose&amp;diff=209101&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-17T08:38:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Art              = Stadt&lt;br /&gt;
| Wappen           = Wappen Lieberose.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad      = 51/59/18.3/N&lt;br /&gt;
| Längengrad       = 14/18/01.6/E&lt;br /&gt;
| Lageplan         = Lieberose in LDS.png&lt;br /&gt;
| Bundesland       = Brandenburg&lt;br /&gt;
| Landkreis        = Dahme-Spreewald&lt;br /&gt;
| Amt              = Lieberose/Oberspreewald&lt;br /&gt;
| Höhe             = 50&lt;br /&gt;
| PLZ              = 15868&lt;br /&gt;
| Vorwahl          = 033671&lt;br /&gt;
| Gemeindeschlüssel = 12061308&lt;br /&gt;
| Gliederung       = 5 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
| Adresse-Verband  = Markt 4&amp;lt;br /&amp;gt;15868 Lieberose&lt;br /&gt;
| Website          = [http://www.lieberose-niederlausitz.de/ www.Lieberose-Niederlausitz.de.]&lt;br /&gt;
| Bürgermeister    = Kerstin Michelchen&lt;br /&gt;
| Bürgermeistertitel = Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lieberose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{dsbS|Luboraz}})&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Domowina-Verlag, Bautzen 1975, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Landstadt]] im [[Landkreis Dahme-Spreewald]] in [[Brandenburg]]. Sie wird vom [[Amt Lieberose/Oberspreewald]] mit Sitz in der Gemeinde [[Straupitz (Spreewald)]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose aus der Vogelperspektive.jpg|mini|Lieberose aus der Vogelperspektive.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberoser Wueste 49.jpg|mini|Südlich der Stadt gelegene [[Lieberoser Wüste]].]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Lieberose liegt circa 30&amp;amp;nbsp;Kilometer nördlich von [[Cottbus]] inmitten einer sehr unterschiedlichen Waldlandschaft: während im Westen der [[Spreewald]] mit seiner Lagunen-, Sumpf- und Kanallandschaft mit Erlenwaldgesellschaften anschließt, grenzt im Osten das von Eichen und Buchen geprägte [[Schlaube]]tal. Südlich liegt innerhalb der [[Lieberoser Heide]] der mit rund 25.000 Hektar größte ehemalige Truppenübungsplatz der DDR (davon sind allerdings nur rund 4.000 ha „echte“ Übungsflächen, der überwiegende Teil sind naturnah bewirtschaftete Kiefernwälder). Hier finden sich vor allem Kiefernwaldgesellschaften des (eiszeitlichen) [[Sander]]s, sowie auf den ehemaligen Schießbahnen alle Formen von Wiederbewaldung, Sukzession etc., die nach einer derartigen Waldverwüstung typisch sind: angefangen von Sand[[offenland]]schaften – mit der [[Lieberoser Wüste]] als der größten [[Wüste]] Deutschlands –, Silbergrasfluren, Calluna-Heiden, Sandheiden, Besenginsterfluren, Birken-[[Vorwald|Vorwälder]] etc. und entsprechend eine einzigartige Vielfalt von Biotopen. Im Gebiet sind viele „[[Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands|Rote-Liste]]“-Arten Brandenburgs zu finden. 142 der vorzufindenden Pflanzenarten gelten als gefährdet, darunter 16 als vom Aussterben bedroht. [[Seeadler (Art)|See-]] und [[Fischadler]], [[Wiedehopf]], [[Raufußkauz]], [[Eisvogel]], [[Bekassine]] und [[Ziegenmelker]] sind nur einige der in und um Lieberose lebenden Vogelarten. Das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzgebietes ist durch von sowjetischen Truppen hinterlassene Munitionsreste kontaminiert, kann aber auf zahlreichen geführten Wanderungen vor allem der Forstverwaltung, aber auch der [[Stiftung Naturlandschaften Brandenburg]] erkundet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Naturschutzgebiet [[Stockshof – Behlower Wiesen]] zu Lieberose sind zahlreichen Tier- und Pflanzenarten vertreten, darunter der vom Aussterben bedrohte [[Europäischer Laubfrosch|Europäische Laubfrosch]], seltene „Eremiten“ sowie sonstige Alt- und Totholzspezialisten. Der Stockshof ist ein Buchen-Eichen-Waldrelikt in der ansonsten waldfreien Schmelzwasserrinne zum [[Schwielochsee]]. Hier befindet sich das „Alte Schloss“, ein bronzezeitlicher [[Ringwall]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtgliederung ==&lt;br /&gt;
Die Hauptsatzung der amtsangehörigen Stadt Lieberose weist vier Ortsteile aus:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptsatzung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Blasdorf (Lieberose)|Blasdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Doberburg]] (bis 25. November 1937 Dobberbus)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GemVerz250&amp;quot;&amp;gt;Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; S. 250&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Goschen (Lieberose)|Goschen]] (bis 2. November 1937 Goschzschen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GemVerz250&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Trebitz (Lieberose)|Trebitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewohnte Gemeindeteile sind [[Behlow]], Hollbrunn und Münchhofe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dienstleistungsportal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wohnplatz|Wohnplätze]] sind [[Baroldmühle]], Damme, Friedrichshöhe, Hilles Ansiedlung, Schweizerhaus und Stockshof&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dienstleistungsportal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose-Sammlung Duncker (5365598).jpg|mini|Schloss Lieberose um 1861/62, Sammlung [[Alexander Duncker]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose Schloss.jpg|mini|Schloss.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose Rathaus.jpg|mini|Rathaus.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose Kirchen 01.JPG|mini|Stadtkirche (vorn) und Landkirche.]]&lt;br /&gt;
Die früheste Erwähnung einer Schutzburg stammt aus dem Jahr 1301. Unter dem Schutz der Burgherren hatte sich schon vorher eine [[Sorben|wendische]] Siedlung entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im hiesigen slawisch besiedelten Gebiet, das im 10. Jahrhundert an das Reich [[Otto I. (HRR)|Ottos&amp;amp;nbsp;I.]] gefallen war, wurde eine deutsche Kolonistensiedlung angelegt, die 1272 beziehungsweise 1295 urkundlich erwähnt wird (&amp;#039;&amp;#039;Lubraz&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise „Luberase“ war die damalige Schreibweise). Am 29.&amp;amp;nbsp;November 1302 bestätigte Markgraf [[Dietrich IV. (Lausitz)|Dietrich&amp;amp;nbsp;IV.]] die Rechte und Privilegien der Gemarkung Lieberose und verlieh dem Ort das [[Stadtrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieberose unterstand in der Folgezeit mehreren [[Herrschaft]]en und wurde am 11.&amp;amp;nbsp;November 1519 von den Brüdern Jakob und Richard [[Schulenburg (Adelsgeschlecht)|von der Schulenburg]] erworben. Dieses aus der [[Altmark]] stammende Geschlecht, dessen Zweig &amp;#039;&amp;#039;Haus Lieberose&amp;#039;&amp;#039; aus dem &amp;#039;&amp;#039;Schwarzen Stamm&amp;#039;&amp;#039; bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hier saß, prägte die Geschichte der Kleinstadt 400 Jahre lang. Unter den Schulenburgs stieg die Herrschaft zur [[Standesherrschaft Lieberose]] auf, die Sitz und Stimme in der Herrenkurie der Landtage der [[Markgrafschaft Niederlausitz]] hatte, die zu den [[Länder der Böhmischen Krone|Ländern der Böhmischen Krone]] gehörte. Unmittelbare Lehnsherren der Herrschaft Lieberose waren bis 1848 die böhmischen Grafen [[Sternberg]]. In den Stiftsmatrikeln des [[Bistum Meißen|Bistums Meißen]] von 1346 und 1495 wird Lieberose an fünfter Stelle aller wichtigen Lausitzer Städte gezählt. 1505 hatten die Schulenburg bereits die [[Standesherrschaft Lübbenau|Herrschaft Lübbenau]] und [[Amt Neu Zauche|Neu Zauche]] erworben, die 1560 durch Erbschaft mit Lieberose zusammenfielen, 1578 wurde die [[Standesherrschaft Straupitz|Herrschaft Straupitz]] gekauft. Nach weiteren Zukäufen und Erbteilungen fiel der gesamte Niederlausitzer Besitz der Schulenburg 1601 an Joachim&amp;amp;nbsp;VII., der allerdings durch seine aufwändige Hofhaltung einen Schuldenberg anhäufte. 1615 veräußerte er seine Besitzungen in der Altmark und Pommern sowie Straupitz, 1619 übernahmen die Gläubiger von seiner Witwe auch Lübbenau und Neu Zauche. Die Herrschaft Lieberose konnte jedoch durch die Wirren des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] gehalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts besaß Lieberose den Charakter einer kleinen [[Residenzstadt]], geprägt vom Schloss der Standesherren von der Schulenburg. Bis zu den [[Befreiungskriege]]n war Lieberose unter [[Sachsen|sächsischer Hoheit]] und in der Lage und Pflicht, den sächsischen König und seinen Hof aufzunehmen. Nach dem [[Wiener Kongress]] kam es an Preußen. 1816 wurden die Herren von der Schulenburg-Lieberose in den Grafenstand erhoben und trugen teils die Titulatur eines Landesältesten der Niederlausitz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913 |Sammelwerk=Alumnats-und Schülerverzeichnis |Band=I von IV |Nummer=Graf von der Schulenburg, Friedrich Ferdinand Bernhard Achatz-Zögling-RA-No. 644 |Verlag=Selbstverlag. Gedruckt in der Buchdruckerei P. Riemann |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1913 |Seiten=121–122 |Online=https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1046507885&amp;amp;PHYSID=PHYS_0137&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0001 |DNB=361143532}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1759 versammelte [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] in der Nähe von Lieberose sein neues, zuvor bei [[Schlacht bei Kunersdorf|Kunersdorf]] geschlagenes Heer, um nach einer Verfolgung die [[Russland|russischen]] und [[österreich]]ischen Truppen in [[Schlesien]] zu schlagen. Den „[[Friedrichstein (Goschen)|Friedrichstein]]“, der den Sammelpunkt markiert, steht am Weg zwischen Behlow und Goschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Lieberose und vor allem in den umliegenden eingepfarrten Dörfern noch [[Niedersorbische Sprache|niedersorbisch]] (wendisch) gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Andree]]: &amp;#039;&amp;#039;Wendische Wanderstudien.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1874, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Abschaffung des wendischen Gottesdienstes wechselte auch die Dorfbevölkerung allmählich zum Deutschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich in Lieberose mit einer Gesamtfläche von 130&amp;amp;nbsp;km² – davon 113&amp;amp;nbsp;km² Forst und Fischerei – einer der bedeutendsten Forstbetriebe der [[Provinz Brandenburg]] mit einem [[Sägewerk]] und einer Dampfziegelei. Anschluss an das Bahnnetz bestand über den Bahnhof Lieberose (1958 umbenannt in [[Bahnhof Jamlitz]]) und über die [[Spreewaldbahn]], die ab dem Abzweig [[Byhlen]] nach Lieberose führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS]]-Herrschaft errichtete die [[Schutzstaffel|SS]] 1943 das [[KZ Lieberose]]. Es war ein [[Liste der Außenlager des KZ Sachsenhausen|Außenlager]] des [[KZ Sachsenhausen]], und die Insassen sollten den „größten Truppenübungsplatz der deutschen [[Waffen-SS]] in Europa“ ([[Heinrich Himmler|Himmler]]) errichten. 1943 forderte die SS von [[Schulenburg (Adelsgeschlecht)|Graf Albrecht von der Schulenburg]] 8000 Hektar Forst zur Erweiterung ihres [[Truppenübungsplatz Kurmark|Truppenübungsplatzes „Kurmark“]] und drohte mit Enteignung. Auch sollte der Graf freiwillig Schloss Lieberose verlassen und seine Herrschaft verkaufen, was er jedoch bis Kriegsende durch Verhandlungen hinausschob. Danach wurde sein Besitz von der späteren [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] entschädigungslos enteignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1943 wurden die ersten Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen nach Jamlitz überstellt. Sie wurden zum Ausbau des Außenlagers Lieberose eingesetzt. Im Frühjahr 1944 trafen weitere Häftlingstransporte aus den Lagern [[KZ Auschwitz-Birkenau]] und [[KZ Groß-Rosen]] ein. Zunächst handelte es sich um [[Juden in Ungarn|ungarische]] und [[Juden in Polen|polnische Juden]]. Unter unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen errichteten sie die Anlagen des Truppenübungsplatzes. 1.342 marschunfähige Häftlinge wurden von der SS ermordet, die anderen Häftlinge auf einen [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] ins Hauptlager nach Sachsenhausen gebracht, wo 400 von ihnen getötet wurden. 1945 wurde das KZ Lieberose aufgelöst und die restlichen Überlebenden ins [[KZ Mauthausen]] geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 besteht vor Ort eine Dokumentationsstätte mit Ausstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/235/Die-Lager-Jamlitz Jamlitz] Gedenkstättenportal der Stiftung Denkmal, abgerufen am 8. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurde im April 2018 um einen Gedenkort für jene 1.342 Häftlinge erweitert, die die SS Anfang Februar 1945 noch vor dem Todesmarsch nach Sachsenhausen ermordete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LagerJamlitz&amp;quot;&amp;gt;[https://die-lager-jamlitz.de/kz-aussenlager-lieberose/ Die Lager Jamlitz], abgerufen am 8. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieberose sollte im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] zur [[Garnison]]sstadt ausgebaut werden, weshalb es zum Ziel für alliierte Bomber wurde. Zeitzeugen berichten, dass Lieberose am Ende des Zweiten Weltkriegs kampflos übergeben werden sollte. Der Verantwortliche des Lieberoser [[Volkssturm]]s, Passing, hisste zu diesem Zweck die weiße Fahne auf dem Schlossturm. Trotzdem kam es zu Kampfhandlungen, in deren Verlauf die Stadtkirche und das Schloss beschädigt worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sowjetischen Besatzungstruppen unterhielten nach Kriegsende in Jamlitz ein vom Geheimdienst [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] kontrolliertes Internierungslager, das [[Speziallager Jamlitz|Speziallager Nr.&amp;amp;nbsp;6 Jamlitz]]. Neben Männern waren auch Frauen und Kinder unter katastrophalen Bedingungen inhaftiert. Bis 1990 als Tabu verschwiegen, konnte erst nach dem Ende der DDR eine Gedenkstätte zum Speziallager eingerichtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LagerJamlitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Verwaltungsgeschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lieberose gehörte seit 1816 zum [[Landkreis Lübben (Spreewald)|Kreis Lübben (Spreewald)]] in der [[Provinz Brandenburg]] und ab 1952 zum [[Kreis Beeskow]] im DDR-[[Bezirk Frankfurt (Oder)]]. Seit 1993 liegt die Stadt im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort Trebitz wurde am 1. Mai 1997 eingemeindet. Blasdorf folgte am 29. Dezember 1997.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Statistisches Bundesamt|StBA]]-Wiesbanden (Hrsg.): [https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997.] StBA.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doberburg kam am 26. Oktober 2003 hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerungsentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1875 || 1.899&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 || 1.811&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || 1.777&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || 1.664&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || 1.733&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 1.665&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 || 2 495&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 || 2 407&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 || 1.830&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1971 || 1.755&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1981 || 1.598&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 || 1.542&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 || 1.545&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 || 1.488&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 1.644&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 1.613&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 1.485&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 1.379&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 1.371&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2021 || 1.340&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2022 || 1.316&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2023 || 1.326&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 1.330&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/Publikationen/stat_berichte/2015/SB_A01-99-07_2006u00_BB.pdf &amp;#039;&amp;#039;Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) S. 14–17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/statistiken/langereihen/dateien/Bevoelkerungsstand.xlsx &amp;#039;&amp;#039;Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden&amp;#039;&amp;#039;], Tabelle 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 2011 auf Basis des [[Volkszählung in der Europäischen Union 2011|Zensus 2011]], ab 2022 auf Basis des [[Volkszählung in Deutschland 2022|Zensus 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtverordnetenversammlung ===&lt;br /&gt;
Die Stadtverordnetenversammlung von Lieberose besteht aus 10 Stadtverordneten und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die [[Kommunalwahlen in Brandenburg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte bei einer Wahlbeteiligung von 73,0 % zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.brandenburg.de/12/300/20240609/gemeindevertretungswahl_land/ergebnisse_gemeinde_120615113308.html Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Wählergruppe&lt;br /&gt;
! Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2019&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/KO2019/tabelleLandkreis.html#61813308 Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2019&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;8&amp;quot; |&lt;br /&gt;
! Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;2024&lt;br /&gt;
! Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2024&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Freie Liste Lieberose || 24,6 % || 2 || 47,5 % || 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Bündnis Zukunft Lieberose || 52,8 % || 6 || 30,2 % || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Aufbruch Neue Zeit || – || – || 22,3 % || 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Die Linke]] || 12,2 % || 1 || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Alternative für Lieberose || {{0}}8,3 % || 1 || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | [[Einzelbewerber]] Tobias Küchholz || {{0}}2,1 % || – || – || –&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Insgesamt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;100 %&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeisterin ===&lt;br /&gt;
* 1993–2008: Kerstin Michelchen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michelchen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kerstin Michelchen wieder im Amt. |Sammelwerk=[[Märkische Oderzeitung]] |Datum=2016-08-30 |Online={{Webarchiv |url=https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1511349 |text=moz.de |wayback=20181206234941}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2008–2012: Manfred Lischeski († 2012)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/publikationen/stat_berichte/2008/SB_B7-3-6_j05-08_BB.pdf Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen] (PDF) S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012–2016: Astrid Burisch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=&amp;#039;&amp;#039;Zustimmung aus allen Fraktionen.&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk=[[Märkische Oderzeitung]] |Datum=2012-11-14 |Online={{Webarchiv |url=https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1055973 |text=moz.de |wayback=20181206234949}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2016–2019: Kerstin Michelchen (Freie Liste Lieberose)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Michelchen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2019–2024: Petra Dreißig (Bündnis Zukunft Lieberose)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://wahlen.brandenburg.de/wahlen/de/start/kommunalwahlen/bm-wahlen/ergebnisse/~h_26052019_1206130813 |text=Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 |wayback=20190817094714}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 2024: Kerstin Michelchen (Freie Liste Lieberose)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michelchen wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 bei einer Gegenkandidatin mit 51,9 % der gültigen Stimmen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.brandenburg.de/615113/400/20240609/buergermeisterwahl_gemeinde/ergebnisse_gemeinde_120615113308.html Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Amtszeit beträgt fünf Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bravors.brandenburg.de/gesetze/bbgkwahlg#73 Brandenburgisches Kom-munalwahlgesetz, § 73 (1)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde am 15. Februar 1993 genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Blau über einer roten Rose im Schildfuß ein gestürztes silbernes Sensenblatt begleitet von zwei schwebenden silbernen Zinnentürmen ohne Tore.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://service.brandenburg.de/lis/detail.php?template=wappen_text_d&amp;amp;id=19886 Wappenangaben.] Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
* [[Rychwał]] (seit 2021)&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Zube: &amp;#039;&amp;#039;Rychwał ist jetzt Partnerstadt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lausitzer Rundschau]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe Für Lübben und Spreewald, 17. Dezember 2021, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Lieberose|Liste der Bodendenkmale in Lieberose}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtkirche in Lieberose.jpg|mini|Im Zweiten Weltkrieg zerstörte Stadtkirche in Lieberose]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lieberose Darre 06.jpg|mini|Bürgerzentrum und Museum „Darre“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Landkirche Lieberose|Landkirche]], [[Neugotik|neugotische]] [[Saalkirche]], erbaut 1825/26 an der Stelle einer wendischen Kirche. Im Inneren sind einige Ausstattungsstücke aus der zerstörten Stadtkirche integriert worden.&lt;br /&gt;
* [[Stadtkirche Lieberose|Stadtkirche]], erbaut im 15./16. Jahrhundert im gotischen Stil. Sie ist seit ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 Ruine. Der Turm ist fast unbeschädigt erhalten.&lt;br /&gt;
* Vierflügeliges [[Schloss Lieberose|Barockschloss]] ehemals derer [[Schulenburg (Adelsgeschlecht)|von der Schulenburg]], um 1750 errichtet, hervorgegangen aus einer Wasserburg aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, wurde bei Kampfhandlungen mit der [[Rote Armee|Roten Armee]] Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] teilweise zerstört. Der Rest des beschädigten Schlossflügels wurde zur Gewinnung von Baumaterial für „[[Neubauer (Agrarreform)|Neubauern]]“ abgerissen – was bald aufgrund der immensen Kosten und des kaum verwertbaren Materials wieder aufgegeben wurde. Der Schlossturm stürzte 1975 wegen Baufälligkeit ein. Da das Schloss mittels Eichenpfählen auf modrigen Grund erbaut wurde und der Grundwasserspiegel auf Grund der in dieser Gegend vorkommenden Kohletagebaue absank, litten die Eichenpfähle derart stark, dass sie das Gewicht des Turmes nicht mehr tragen konnten. Zudem fehlte der abgerissene Schlossflügel, der den freistehend erbauten Turm nun nicht mehr stützte.&lt;br /&gt;
* Schlosspark, fast 50&amp;amp;nbsp;ha großer Landschaftspark, der in den vergangenen Jahren wiederhergestellt wurde&lt;br /&gt;
* Alte Darre des Schlosses, 2009 bis 2011 restauriert beziehungsweise neu aufgebaut. Seit der Einweihung 2012 dient sie als Bürgerzentrum der Stadt. In dem Gebäude sind nun die Tourist-Information, ein Darre- und Forstmuseum, ein Bürgersaal und das Restaurant „Zur Darre“ untergebracht.&lt;br /&gt;
* [[Kursächsische Postmeilensäule|Kursächsische Postdistanzsäule]]&lt;br /&gt;
* Ausstellung zur Stiftung Naturlandschaften (in der Oberförsterei Lieberose)&lt;br /&gt;
* Mahnmal von 1973 für die KZ-Opfer an der &amp;#039;&amp;#039;Straße über Jamlitz nach Guben&amp;#039;&amp;#039; mit Gedenkwand und Ringgrab, siehe auch [[KZ Lieberose]]&lt;br /&gt;
* [[Wassermühle Doberburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:LieberoseSolarpark.jpg|mini|Solarpark Lieberose]]&lt;br /&gt;
Lieberose ist als ehemaliges Ackerbürgerstädtchen stark von der Land- und Waldwirtschaft geprägt. Nennenswerte Gewerbeansiedlungen haben seit 1990 nicht stattgefunden, so dass in der Stadt nur eine geringe Beschäftigungsquote existiert. Größter Arbeitgeber sind – immer noch – die zahlreichen Forst- und Forstnebenbetriebe: die Forstverwaltung, größere Waldbesitzer, Holzeinschlags- und Transportfirmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2009 wurde in der Nähe von Lieberose der [[Solarpark Lieberose]] eröffnet, der mit einer Leistung von 53.000 kW das größte Solarkraftwerk Deutschlands darstellt. Seit dem 14. Oktober 2009 ist das Solarkraftwerk mit seiner vollen Leistung am Netz und kann so rund 15.000 Haushalte mit Strom versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
In Lieberose kreuzen sich die [[Bundesstraße]]n [[Bundesstraße 168|B&amp;amp;nbsp;168]] von [[Beeskow]] nach [[Cottbus]] und [[Bundesstraße 320|B&amp;amp;nbsp;320]] von der [[Bundesstraße 87|B&amp;amp;nbsp;87]] nordöstlich von [[Lübben (Spreewald)|Lübben]] nach [[Guben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von der Stadt fünf Kilometer entfernt liegende ehemalige Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;Lieberose&amp;#039;&amp;#039; an der im Dezember 1998 eingestellten [[Bahnstrecke Cottbus–Frankfurt (Oder)]] und an der [[Spreewaldbahn]] wurde 1958 in &amp;#039;&amp;#039;[[Bahnhof Jamlitz|Jamlitz]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. &amp;#039;&amp;#039;Lieberose Stadt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Blasdorf&amp;#039;&amp;#039; waren weitere Bahnhöfe an der Spreewaldbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtkirche Lieberose Gedenktafel Karl Krueger 01.JPG|mini|Gedenktafel für Pfarrer Karl Krüger]]&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Krüger (Pfarrer)|Karl Krüger]] (1837–1923), evangelisch-lutherischer Pfarrer und Heimatforscher, 1903 zum Ehrenbürger ernannt&lt;br /&gt;
* [[Julius Haevecker]] (1867–1935), Apotheker und Heimatforscher, 1911 zum Ehrenbürger ernannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Joachim von der Schulenburg]] (1610–1665), letzter [[Landvogt der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
* [[Georg Krüger (Astronom)|Georg Krüger]] (1642/43–1707), Pädagoge, Pfarrer und Hofastronom&lt;br /&gt;
* [[Michael Friedrich Erdmann Heym]] (1761–1842), Bürgermeister von Guben und Landesältester der Niederlausitz&lt;br /&gt;
* [[August Rublack]] (1787–1854), Bühnenschriftsteller und Arzt&lt;br /&gt;
* [[Xaver von Kleist]] (1798–1866), preußischer Großgrundbesitzer&lt;br /&gt;
* [[Albert Heym]] (1808–1878), Pfarrer, Seelsorger der letzten vier preußischen Könige&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Hahn (Rektor)|Wilhelm Hahn]] (1844–1914), Lehrer&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von der Schulenburg (Politiker)|Dietrich von der Schulenburg]] (1849–1911), Politiker, 1887–1899 Landrat des Kreises Lübben&lt;br /&gt;
* [[Sigrid von der Schulenburg]] (1885–1943), Philosophin und Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Joachim Auth]] (1930–2011), Physiker, Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Bloch]] (* 1936), Hörspielautor&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Lehmann (Politiker)|Siegfried Lehmann]] (* 1955), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)&lt;br /&gt;
* [[Frank Lehmann (Fußballspieler, 1959)|Frank Lehmann]] (* 1959), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Andreas Trunschke]] (* 1959), Politiker (Die Linke)&lt;br /&gt;
* [[Michael Müller (Forstwissenschaftler)|Michael Müller]] (* 1962), Forstwissenschaftler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit Lieberose verbundene Persönlichkeiten ===&lt;br /&gt;
* [[Hans Georg von der Schulenburg]] (1645–1715), Gouverneur in dänischen Diensten; starb in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Carl Heinrich August von Lindenau]] (1755–1842), Generalleutnant und Reisestallmeister des Königs Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;II. von Preußen; begraben in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Albrecht von der Schulenburg]] (1801–1869), [[Standesherr (Deutscher Bund)|Standesherr]] der Herrschaft Lieberose und Mitglied des [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
* [[Oswald Reinhardt]] (1816–1876), Pfarrer und geistlicher Dichter; wirkte als Rektor in Lieberose&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Oswald Reinhardt siehe: {{ADB|28|71|71|Reinhardt, Oswald|Hyacinth Holland|ADB:Reinhardt, Oswald}} und den [http://www.literaturport.de/index.php?id=26&amp;amp;no_cache=1&amp;amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_aid%5D=1645&amp;amp;user_autorenlexikonfrontend_pi1%5Bal_opt%5D=1 Eintrag] auf literaturport.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Cyrus von Schmeling]] (1819–1902), preußischer Generalmajor und Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade; starb in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Emil Oskar Schulz]] (1846–1927), Brauereigutsbesitzer, Stadtrat in Cottbus; besuchte die Schule in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Robert Bernhard]] (1862–1943), Forstwissenschaftler, Forstverwalter in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Emil Fleischer (Gerechter unter den Völkern)|Emil Fleischer]] (1881–1959) und Tochter [[Gabriele Fleischer]] (1925–2003), Gerechte unter den Völkern; retteten in Hollbrunn zwei Frauen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://righteous.yadvashem.org/?search=emil%20fleischer&amp;amp;searchType=righteous_only&amp;amp;language=en&amp;amp;itemId=6593905&amp;amp;ind=0 &amp;#039;&amp;#039;Fleischer Emil; Daughter: Gabriele.&amp;#039;&amp;#039;] righteous.yadvashem.org; Lebensdaten nach [https://collections.ushmm.org/search/catalog/bib86696 &amp;#039;&amp;#039;Die Rettung der Jüdinnen Ljubica Levi und Lili Goldberger durch Emil und Gabriele Fleischer im Februar 1945 auf dem Gut Hollbrunn bei Lieberose: eine Dokumentation / &amp;amp;#91;Andreas Weigelt&amp;amp;#93;.&amp;#039;&amp;#039;] collections.ushmm.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Weiß (SS-Mitglied)|Rudolf Weiss]] (1899–1945), Politiker ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]), Mitglied des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstages]], [[Schutzstaffel|SS]]- und Polizeiführer (SSPF); starb in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Alfred Jank]] (* 1929), Zeitzeuge der sowjetischen [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]]-[[Speziallager]]; Lehre als Maschinenschlosser in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Hans-Wilhelm Ebeling]] (1934–2021), Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit der DDR im [[Regierung de Maizière|Kabinett von Lothar de Maizière]]; war Pfarrer in Lieberose&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schirmer]] (* 1945), Minister für Kultur der DDR im Kabinett von [[Lothar de Maizière]]; lebt in Lieberose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Luberas |Band=12 |Seite=130}}&lt;br /&gt;
* [[Karl Krüger (Pfarrer)|Karl Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen aus der Geschichte der Stadt Lieberose und der Gegend zunächst bis 1700.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag des Verfassers, Frankfurt (a. d. Oder) 1891. ([https://digital.slub-dresden.de/id392403528 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Karl Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Lieberose. Mitteilungen aus der Geschichte der Stadt Lieberose und der Gegend.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Selbstverlag des Verfassers, Lieberose 1904; Reprint im Niederlausitzer Verlag, Guben 2008, ISBN 978-3-935881-56-2.&lt;br /&gt;
* Stadt und Förderverein Lieberose (Hrsg.), Dieter Klaue (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Lieberose. Eine Reise in die Vergangenheit in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1998, ISBN 3-89570-429-6.&lt;br /&gt;
* Vinzenz Czech, [[Christiane Salge]]: &amp;#039;&amp;#039;Lieberose.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter-Michael Hahn|Peter Michael Hahn]], [[Hellmut Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrenhäuser in Brandenburg und der Niederlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Gesamt 2 Bände: &amp;#039;&amp;#039;Einführung&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Katalog&amp;#039;&amp;#039;. Kommentierte Neuausgabe des Ansichtenwerks von [[Alexander Duncker]] (1857–1883), 856 S., 275 farbige, 825 SW-AbbBand 2, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann, Berlin 2000, ISBN 3-87584-024-0, S. 350–357.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Vinken]], u. v. a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler]] – Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Hrsg. [[Georg Dehio|Georg-Dehio]]-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 3-422-03054-9, S. 585 f.&lt;br /&gt;
* Autorenkollektiv: &amp;#039;&amp;#039;1302–2002: Festschrift zur 700 Jahrfeier der Stadt Lieberose.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Förderverein der Stadt Lieberose e.&amp;amp;nbsp;V. Schlaubetal-Druck Kühl, Müllrose 2002.&lt;br /&gt;
* Alexander Kessler: &amp;#039;&amp;#039;Stadt und Herrschaft Lieberose/Niederlausitz im 17. und 18. Jahrhundert. Alltagsleben in der Gutsherrschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs Potsdam. Band 48; Zugleich: Diss. Univ. Paderborn 2002; Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2003, ISBN 978-3-8305-0321-7. [[doi:10.35998/9783830542698]]&lt;br /&gt;
* Gerhard Vinken, Barbara Rimpel, u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Hrsg. Georg Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lieberose-niederlausitz.de/ Homepage der Stadt Lieberose] mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen&lt;br /&gt;
* [https://www.lieberose-oberspreewald.de/Die-Gemeinden/Stadt-Lieberose Die Stadt Lieberose] auf der Seite des Amts Lieberose/Oberspreewald&lt;br /&gt;
* [http://www.schloesser-gmbh.de/08-lieberose.php Offizielle Seite des Landes Brandenburg über das Schloss]&lt;br /&gt;
* [https://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/landschleicher/beitraege/dahme-spreewald/aktuell_20071111_goschen_lds.html Goschen] in der RBB-Sendung [[Landschleicher]] vom 11. November 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hauptsatzung&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hauptsatzung der Stadt Lieberose vom 9. März 2009 {{Webarchiv |url=http://www.amt-lieberose-oberspreewald.de/download/amt/satzungen/lieberose/HauptsatzungLieberose09.03.2009.pdf |text=amt-lieberose-oberspreewald.de |format=PDF |wayback=20140116123051}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dienstleistungsportal&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2026-03 |url=https://service.brandenburg.de/de/stadt_lieberose/19886 |text=&amp;#039;&amp;#039;Stadt Lieberose&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2026-03-30 10:49:58 InternetArchiveBot}} Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Dahme-Spreewald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4550686-3|LCCN=no2003088900|VIAF=136385756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Dahme-Spreewald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lieberose| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1272]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1302]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>