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	<title>Lichttonorgel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T19:53:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lichttonorgel&amp;diff=377255&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-01-30T05:16:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt eine Orgel mit spezieller Tonerzeugung. Zum ähnlich klingenden Gerät zur Erzeugung von Beleuchtungseffekten siehe [[Lichtorgel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichttonorgelversuchsscheibe.jpg|mini|Tonscheibe, Ausschnitt]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichttonorgel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine von [[Edwin Welte]] in den 1930er-Jahren entwickelte [[elektronische Orgel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Die Lichttonorgel bedient sich der [[Photoelektrische Klangerzeugung|photoelektrischen Klangerzeugung]]. Die Tonerzeugung wurde mit gläsernen, rotierenden Tonscheiben vor [[Photozelle]]n gesteuert. Auf die mit einer Photoemulsion beschichteten Tonscheiben wurden Schwingungskurven übertragen, die von Originalquellen aufgenommen und graphisch nachbearbeitet wurden. Die Töne wurden dann über [[Verstärker (Elektrotechnik)|Verstärker]] und [[Lautsprecher]] wiedergegeben. Die Aufnahmetechnik wurde aufgrund des im [[Augustinermuseum]] liegenden Archivmaterials im Rahmen eines Forschungsprojekts am [[Technisches Museum Wien|Technischen Museum Wien]] weitgehend aufgeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtscheiben.jpg|mini|100px|Tonaggregat der Lichttonorgel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtorgel.jpg|mini|100px|Spieltisch der Welte-Lichttonorgel]]&lt;br /&gt;
Edwin Welte trat 1931 aus dem in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen, 1832 gegründeten und seit 1872 in [[Freiburg im Breisgau]] ansässigen Familienunternehmen &amp;#039;&amp;#039;[[M.&amp;amp;nbsp;Welte &amp;amp; Söhne]]&amp;#039;&amp;#039; aus. Wann er genau mit der Entwicklung der Lichttonorgel begann, ist ungewiss. Er erwarb jedenfalls die Rechte auf ein 1925 von Richard Michel aus [[Monaco]] angemeldetes [[Patent]] (DRP&amp;amp;nbsp;443535) für ein „[[Tasteninstrument]] zur Erzeugung von Musik auf elektronischem Wege“. Seit ungefähr 1933 hatte Welte bei der in [[Weikersheim]]/Württemberg ansässigen Orgelbaufirma [[Aug. Laukhuff]] zusammen mit dem [[Orgelbauer]] Wilhelm Faass mit dem Ziel experimentiert, einen funktionsfähigen Prototyp zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit an der Entwicklung beteiligt war die [[Harmonium]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;fabrik [[Theodor Mannborg]] in Leipzig, auch wurde ein Kooperationsvertrag mit dem Elektrokonzern [[Telefunken]] geschlossen. 1935 meldete Welte ein weiteres, eigenes Patent für die Lichttonorgel an (DRP 712570), ein &amp;#039;&amp;#039;Verfahren zum Herstellen von gemischte Stimmen darstellenden [[Tonaufnahme|Phonogrammen]] auf Tonscheiben für Lichttonorgeln&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufstieg ===&lt;br /&gt;
Ende 1935 hatte Mannborg ein serienreifes Exemplar der Orgel mit 16 klingenden Stimmen und 24 Registern fertiggestellt. Es wurde am 17. August 1936 im Oberlichtsaal der [[Berliner Philharmonie]] in einem Presse-Konzert vorgeführt. Die Presseresonanz war sehr positiv. Am 6.&amp;amp;nbsp;November 1936 gab der [[Organist]] Kurt Grosse ein Konzert auf der Lichttonorgel, wobei er von dem Cellisten Armin Liebermann begleitet wurde. Die Kritiken in der Presse waren wiederum wohlwollend. So schrieb das Parteiorgan der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], der [[Völkischer Beobachter|Völkische Beobachter]] am 9.&amp;amp;nbsp;November 1936 von „einem einzigartigen Wunderwerk“ Edwin Weltes als ein „in seiner Vollkommenheit das gesamte Reich der Töne umfassendes Konzertinstrument“. Welte hoffte nun auf Aufträge. Seine Orgel bot bei geringem Platzbedarf schier unbegrenzte Verstärkbarkeit und schien damit wie geschaffen für die Massenveranstaltungen des [[Drittes Reich|Dritten Reichs]]. Außerdem schien sein Instrument den Vorteil zu bieten, dass es im Gegensatz zu der seit 1935 angebotenen und sehr erfolgreich verkauften [[Hammond-Orgel]] ein deutsches Produkt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niedergang ===&lt;br /&gt;
Aber offensichtlich hatte man in Berlin vor einer weiteren Zusammenarbeit die persönlichen Verhältnisse Edwin Weltes überprüft. Dabei stellte man fest, dass er mit einer jüdischen Frau verheiratet war. Daraufhin ließen ihn die Nationalsozialisten fallen, Telefunken stieg ohne Angabe von Gründen aus dem Kooperationsvertrag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] schlug [[Friedrich Trautwein]] Edwin Welte für die Entwicklung einer Blindenlesemaschine vor, die auf der Basis pneumatischer Technik für das [[Welte-Mignon]]-[[Reproduktionsklavier]] beruhte. Diese kam allerdings nicht über das Planungsstadium hinaus, da beim [[Operation Tigerfish|Bombenangriff am 27. November 1944]] sowohl die Firmengebäude von Welte als auch das beteiligte Universitätsinstitut zerstört wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige vorhandene Lichttonorgel wurde 1945 durch Kriegseinwirkung bei [[Aug. Laukhuff]] in Weikersheim zerstört. Alle Versuche Edwin Weltes, nach dem Krieg seiner Lichttonorgel doch noch zum Erfolg zu verhelfen, waren erfolglos. Die verwendete Technik war inzwischen veraltet. Das Verdienst von Edwin Welte beruht jedoch in der erstmaligen Verwendung [[Sampler (Klangerzeuger)|gesampelter]] analoger Klänge zur Wiedergabe der Töne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktionspläne und zahlreiche Teile befinden sich heute im [[Augustinermuseum]] Freiburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2026 wurde anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine Rekonstruktion des Klangs der Lichttonorgel veröffentlicht. Auf Basis eines Fotos von einer einzelnen Tonscheibe wurden dafür digitale Wavetables erstellt, die mit modernen Software-Synthesizern abgespielt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=QCrafter |url=https://github.com/QCrafter/Welte-Lichttonorgel-Reconstruction |titel=QCrafter/Welte-Lichttonorgel-Reconstruction |datum=2026-01-27 |abruf=2026-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Graphische Tonerzeugung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Eggert]]; Richard Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Tonphotographie. Photographische Grundlagen der Lichtton-Aufzeichnung.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig, S. Hirzel, 1932&lt;br /&gt;
* Fritz Fischer; Kurt Grosse: &amp;#039;&amp;#039;Die Welte-Lichtton-Orgel. Eine Kirchen- und Konzertorgel, deren Tonerzeugung nicht durch Pfeifen und Zungenstimmen, sondern auf elektro-optischem Wege geschieht.&amp;#039;&amp;#039; E. Welte, Freiburg (Breisgau) 1935.&lt;br /&gt;
* [[Werner Lottermoser]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Lichttonorgel von Edwin Welte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Akustische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Nr. 3, 1936, {{ZDB|502526-6}}, S. 193–194.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Stege]]: &amp;#039;&amp;#039;Tönendes Licht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Musik.&amp;#039;&amp;#039; Band 103, Nr. 10, Oktober 1936, {{ZDB|203042-1}}, S. 1235.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Matzke]]: [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00004282/images/index.html?id=00004282&amp;amp;fip=193.174.98.30&amp;amp;no=&amp;amp;seite=478 &amp;#039;&amp;#039;Zwei deutsche elektroakustische Orgeln. Ein erster Befund&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Instrumentenbau]].&amp;#039;&amp;#039; Band 56, Nr. 24, 1936, {{ZDB|955614-x}}, S. 404–405.&lt;br /&gt;
* Robert L. Eby: &amp;#039;&amp;#039;Electronic organs. A complete catalogue, textbook and manual.&amp;#039;&amp;#039; van Kampen Press Wheaton IL 1953.&lt;br /&gt;
* Hugh Davies: &amp;#039;&amp;#039;A history of sampling.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Organised Sound.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Nr. 1, 1996, {{ISSN|1355-7718}}, S. 3–11, hier S. 6 f.&lt;br /&gt;
* [[Michael Gerhard Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Orgel und Nationalsozialismus. Die ideologische Vereinnahmung des Instrumentes im „Dritten Reich“&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Walcker-Stiftung für Orgelwissenschaftliche Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Musikwissenschaftliche Verlags-Gesellschaft mbH, Kleinblittersdorf 1997, ISBN 3-920670-36-1 (Zugleich: Karlsruhe, Universität, Dissertation, 1997).&lt;br /&gt;
* Peter Donhauser: &amp;#039;&amp;#039;Edwin Weltes Lichtton-Orgel.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Dangel (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Aus Freiburg in die Welt – 100 Jahre Welte-Mignon. Automatische Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; Augustinermuseum, Freiburg (Breisgau) 2005, S. 158 ff.&lt;br /&gt;
* Peter Donhauser: &amp;#039;&amp;#039;Elektrische Klangmaschinen. Die Pionierzeit in Deutschland und Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, ISBN 978-3-205-77593-5.&lt;br /&gt;
* [http://az.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&amp;amp;ausgabe=03&amp;amp;day=20r&amp;amp;year=1936&amp;amp;month=09&amp;amp;project=3&amp;amp;anzahl=34 Artikel.] In: &amp;#039;&amp;#039;Freiburger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 20. September 1936 (Sonntagsausgabe), S. 3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ANNO|sdh|45|39|1936|1340|Die Orgel ohne Pfeifen|anno-plus=ja}} (Mit Abbildungen.)&lt;br /&gt;
* [https://www.welte-mignon.de/ Welte-Mignon-Portal für mechanische Musikinstrumente]&lt;br /&gt;
* [https://www.tmw.at/ Musikinstrumente-Abteilung.] Technisches Museum Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4448237-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tasteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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