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	<title>Lichtenmoor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/42/28/N|EW=9/21/28/E|type=landmark|region=DE-NI|map=right|maptype=relief|maplevel=adm2nd}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichtenmoor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ursprünglich 50&amp;amp;nbsp;km² großes degeneriertes [[Hochmoor]] in [[Niedersachsen]]. Es liegt nordöstlich von [[Nienburg/Weser]] in den Landkreisen [[Landkreis Nienburg/Weser|Nienburg]] und [[Landkreis Heidekreis|Heidekreis]]. Die abgetorften Moorflächen werden meist landwirtschaftlich genutzt und sind teilweise aufgeforstet worden. Mehrere Flächen des Lichtenmoors sind als Naturschutz- bzw. [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtenmoor Wiese.jpg|mini|Wiese im Lichtenmoor]]&lt;br /&gt;
Das Lichtenmoor liegt nordöstlich von [[Nienburg/Weser]] zwischen den Flüssen [[Weser]] und [[Aller]]. Es befindet sich rund 30 km nördlich des [[Steinhuder Meer]]es. Durch das Lichtenmoor führen zwei Straßen, die in West-Ost und in Nord-Süd-Richtung verlaufen und sich im Zentrum des Gebietes in [[Lichtenhorst]] kreuzen. An den Rändern des früheren Moores liegen die Orte Rethem-Moor, [[Steimbke]], Sonnenborstel, [[Anderten (Heemsen)|Anderten]] und [[Lichtenmoor (Heemsen)|Lichtenmoor]]. Die zentral im Moor gelegene Siedlung Lichtenhorst wurde erst 1919 gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[File:Gefangenenlager Lichtenhorst mit Feldbahnlokomotiven.jpg|mini|Gefangenenlager Lichtenhorst mit Feldbahnlokomotiven]]&lt;br /&gt;
Das Lichtenmoor ist danach benannt, dass es baumfrei, also &amp;#039;&amp;#039;[[Lichtung|licht]]&amp;#039;&amp;#039; ist. Bis zum Beginn des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war das Moor größtenteils naturbelassen, nur am Rande gab es Torfgewinnung durch die Bewohner der umliegenden Dörfer. 1765 fanden erste Vermessungsarbeiten im Moor statt. 1792 verkaufte das [[Grafschaft Wölpe|Amt Wölpe]] erste Moorgrundstücke an Bauern. Die Urbarmachung des Moores setzte nach der 1848 erfolgten Regulierung der [[Alpe (Aller)|Alpe]] ein, die am Moor vorbeifließt. Bei der [[Separation (Flurbereinigung)|Flurbereinigung]] 1855 wurde das Lichtenmoor aufgeteilt. 1899 begannen die ersten Kultivierungsversuche im Moor von den umliegenden Dörfern aus, die 1905 eingestellt wurden. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde 1914 ein [[Kriegsgefangenenlager]] im Moor eingerichtet, das erst 1924 aufgelöst wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2026-03 |url=http://www.lichtenhorst.de/gefangenlager.html |text=Gefangenenlager bei Gemeinde Lichtenhorst |archivebot=2026-03-29 13:03:08 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Beschluss von 1912 in [[Neustadt am Rübenberge]], das Moor zu besiedeln, kamen 1919 die ersten Siedler. Es waren landlose Bauern, die die Siedlungen Lichtenmoor und Lichtenhorst gründeten. 1934 wurde eine [[Bohrung (Geologie)|Erdölbohrung]] im Lichtenmoor fündig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Das Lichtenmoor bildete sich vor mehreren tausend Jahren als Hochmoor in der Randsenke eines unterirdischen [[Salzstock]]s aus. Heute ist es ein degeneriertes [[Moor]]. Der [[Torf]] des früheren Hochmoores wurde über Jahrhunderte im [[Torfstich|Handstich]] durch die Bewohner der umliegenden Dörfer gewonnen. Die industrielle Abtorfung des Moores setzte 1938 ein, großflächig nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], und wird noch heute betrieben. Weite Teile der abgetorften Hochmoorlandschaft besteht heute aus kultivierten Flächen wie [[Grünland]], Ackerland oder Waldaufforstungen, aber auch aus unkultivierten Bereichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Moorregeneration wurde 1970 eine Fläche von 236&amp;amp;nbsp;ha als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] „[[Lichtenmoor (Naturschutzgebiet)|Lichtenmoor]]“ im Nordwesten des Lichtenmoors ausgewiesen. 243&amp;amp;nbsp;ha von ihm, darunter das gesamte Naturschutzgebiet, sind als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] ausgewiesen. Nach der Aufstellung des niedersächsischen Moorschutzprogramms von 1981 wurden 1984 und 1985 mit den Naturschutzgebieten „[[Steimbker Kuhlen]]“, „[[Rodewalder Lichtenheide]]“, „[[Rodewalder Wiehbuschwiesen]]“ und „[[Holtorfer Moor]]“ weitere Teile unter Schutz gestellt, einer Nutzung entzogen und wieder vernässt. 1995 folgten das Naturschutzgebiet „[[Weißer Graben (Naturschutzgebiet)|Weißer Graben]]“ sowie 2016 das Naturschutzgebiet „[[Randbereiche Lichtenmoor]]“. Die [[Wiedervernässung]] und [[Entkusselung]] hat teilweise zum Wachstum der Hochmoorvegetation geführt. Typische Pflanzenbestände sind [[Pfeifengräser|Pfeifen-]] und [[Wollgräser|Wollgras]] sowie Moorheiden. Daneben gibt es Birken-, Kiefern- und Moorwälder. Das feuchte Grünland des Lichtenmoors dient zahlreichen Vogelarten als bedeutendes Brut- und Rastquartier. Es ist vor allem für [[Kranich]]e ein wichtiger Sammel- und Schlafplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geplantes Atommülllager ==&lt;br /&gt;
[[Datei:1976-11-11 Jochen Mellin Foto Trecker-Demonstration der Bürgerinitiative Rund ums Lichtenmoor nach Hannover, hier in der Osterstraße.png|mini|Trecker-Demonstration der Bürgerinitiative „Rund ums Lichtenmoor“ am 11. November 1976 nach Hannover;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Foto: [[Jochen Mellin]], [[Bildarchiv der Region Hannover]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 wurden Pläne zur Errichtung eines unterirdischen [[Radioaktiver Abfall|Atommüllendlagers]] im [[Salzstock Gorleben-Rambow]] unter dem Lichtenmoor bekannt. Oberirdisch sollte eine [[Wiederaufarbeitung]]sanlage für [[Kernbrennstoff]]e entstehen. Gegen das Vorhaben gründeten Bewohner der umliegenden Orte [[Bürgerinitiative]]n, darunter die &amp;#039;&amp;#039;Bürgerinitiative gegen das Atommülllager Lichtenmoor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Online-Portal „Kulturerbe Niedersachsen“ |url=https://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer/piresolver?id=record_kuniweb_948369 |titel=Plakat &amp;quot;Atommüll - Nein Danke&amp;quot; |werk=Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur |hrsg=Gorleben Archiv e.&amp;amp;nbsp;V. |datum= |abruf=2019-07-14 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Am 16.&amp;amp;nbsp;Juli 1976 verhinderten etwa 20 Personen eine geplante und genehmigte Erkundungsbohrung. Im Anschluss besetzten sie über Monate den vorgesehenen Bohrplatz. Zu einer Protestaktion gegen einen Atommüllpark fanden sich am 30.&amp;amp;nbsp;Juli 1976 in Lichtenmoor etwa 600 Personen ein. Neben dem Lichtenmoor waren auch Standorte im [[Emsland]] und in der [[Naturpark Südheide|Südheide]] als Standort einer Lagerstätte im Gespräch. Anfang 1977 entschied sich die [[Niedersächsische Landesregierung]] unter Ministerpräsident [[Ernst Albrecht]] für Erkundungen im Salzstock Gorleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lichtenmoor Strasse.jpg|miniatur|Straße durch das Lichtenmoor]]&lt;br /&gt;
Ab 1968 befand sich  im Lichtenmoor eine 11 ha große Militäranlage der [[Bundeswehr]] mit mobilen [[MIM-23 HAWK|Hawk]]-[[Flugabwehrrakete]]n. Sie lag etwa einen Kilometer östlich des Ortes [[Lichtenmoor (Heemsen)|Lichtenmoor]]. Nach dem Ende des [[Kalter Krieg|Kalten Krieges]] wurde die Stellung aufgegeben und die Bundeswehreinheit zog 1993 ab. Danach wurde die Anlage landwirtschaftlich und als Privatgrundstück genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Würger vom Lichtenmoor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bfn.de/themen/tourismus-sport/sport/natur-sport-vor-ort/aba-gebiete/steckbriefe/id-159-lichtenmoor-ni.html Landschaftssteckbrief beim Bundesamt für Naturschutz]&lt;br /&gt;
* [https://www.relikte.com/lichtenmoor/index.htm Foto und Beschreibung der Flugabwehrstellung im Lichtenmoor]&lt;br /&gt;
* [http://www.hinifoto.de/akw/gorleben.html Widerstand von 1976 gegen das Atommülllager im Lichtenmoor]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Nienburg/Weser)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Heidekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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