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	<title>Lichtbogenofen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lichtbogenofen&amp;diff=84649&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schwobator: /* Ofengefäß */   https://abmproceedings.com.br/en/article/the-420-ton-twin-dc-jumbo-size-fastarc-at-tokyo-steel-japan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lichtbogenofen&amp;diff=84649&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-13T11:40:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ofengefäß: &lt;/span&gt;   https://abmproceedings.com.br/en/article/the-420-ton-twin-dc-jumbo-size-fastarc-at-tokyo-steel-japan&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Elektrostahl|Für die russische Stadt siehe [[Elektrostal]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df n-08 0000361.jpg|mini|Lichtbogenofen in einem Stahlwerk (1980)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elektrolichtbogen-Ofen Georgsmarienhütte GmbH.JPG|mini|Lichtbogenofen in einem Stahlwerk (2005)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lichtbogenofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elektrolichtbogenofen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;EAF&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|Electric Arc Furnace}}), ist ein [[Industrieofen]], der unter anderem zum Einschmelzen und Gießen von Metallen verwendet wird. Die Wärmestrahlung von elektrischen [[Lichtbogen|Lichtbögen]] erhitzt dabei leitfähiges Material auf bis zu 3500&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere in der [[Stahlerzeugung]] werden Lichtbogenöfen zum Recycling von Eisenschrott und, aufgrund höherer Kosten eines [[Hochofen]]s, für Qualitäts- und Edelstähle verwendet. Weltweit betrug 2017 der Anteil von Lichtbogenöfen an der Rohstahlproduktion 28 %,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:f9359dff-9546-4d6b-bed0-996201185b12/World+Steel+in+Figures+2018.pdf |titel=World Steel in Figures 2018 |hrsg=World Steel Association |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190824150057/https://www.worldsteel.org/en/dam/jcr:f9359dff-9546-4d6b-bed0-996201185b12/World+Steel+in+Figures+2018.pdf |archiv-datum=2019-08-24 |abruf=2025-03-11 |sprache=en |format=PDF |datum=2018}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Europa 42 %&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.eurofer.org/201605-ESF.pdf?wtd=YC9cwLHyOWxX6JJD&amp;amp;request=resource&amp;amp;resource=o6yivpp&amp;amp;rand=6 |hrsg=The European Steel Association (EUROFER) |titel=European Steel in Figures. 2016 edition, covering 2011-2015 |offline=ja |abruf=2025-03-11 |archiv-datum=2016-12-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161221230935/http://www.eurofer.org/201605-ESF.pdf?wtd=YC9cwLHyOWxX6JJD&amp;amp;request=resource&amp;amp;resource=o6yivpp&amp;amp;rand=6 |archiv-bot=2026-03-29 11:55:41 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Deutschland 29 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stahl-online.de/index.php/medieninformation/rohstahlproduktion-im-november-2016/ |werk=[https://www.stahl-online.de stahl-online.de] |titel=Rohstahlproduktion im November 2016 |titelerg=Medieninformation  |datum=2016-12-13 |archiv-datum=2021-01-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210116091837/http://www.stahl-online.de/index.php/medieninformation/rohstahlproduktion-im-november-2016/ |abruf=2025-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtbogenöfen bilden ein Kernelement in der Produktion von [[Grüner Stahl|Grünem Stahl]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|datum=2023-05-22|sprache=de-DE|url=https://www.voestalpine.com/blog/de/nachhaltigkeit/greentec-steel/lichtboegen-in-gruene-zeiten/|abruf=2025-11-27|autor=Lunik2|titel=Lichtbögen in grüne Zeiten}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|sprache=de|url=https://energiewinde.orsted.de/trends-technik/gruener-stahl-direktreduktion-lichtbogenofen-prinzip|abruf=2025-11-27|titel=Der Weg zum grünen Stahl|hrsg=Orsted|datum=2022-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte ==&lt;br /&gt;
Der Lichtbogenofen wird zur Herstellung von Baustählen, Qualitätsstählen und Rostfreistählen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauform als [[Schmelz-Reduktionsofen]] (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Submerged Arc Furnace&amp;#039;&amp;#039;, SAF) wird zum Erschmelzen von [[Legierung]]sbestandteilen, [[Ferrolegierung]]en oder so genannten &amp;#039;&amp;#039;Zuschlägen&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Die Produkte aus Schmelz-Reduktionsöfen finden somit hauptsächlich im Hüttenwesen und damit in der [[Metallurgie]] Anwendung. Weniger gebräuchlich ist die Herstellung von [[Calciumcarbid]], Hütten-[[Silicium]] und synthetischen [[Kristall]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Electric Arc Furnace.svg|mini|Schnittdarstellung durch einen Lichtbogenofen, von oben die drei Graphitelektroden für die Speisung mit [[Dreiphasenwechselstrom]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df n-32 0000122 Metallurge für Hüttentechnik.jpg|mini|Noch glühende Graphitelektroden im zur Seite geschwenkten Deckel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beispiel Werksnetz Lichtbogenofen.svg|mini|Prinzipdarstellung eines elektrischen [[Eigenbedarf (Kraftwerk)|Eigenbedarfsnetzes]] in einem Stahlwerk]]&lt;br /&gt;
Beim Lichtbogenofenprozess kann neben der elektrischen auch chemische Energie zum Aufschmelzen des Einsatzgutes eingesetzt werden. Dabei wird ein großer Teil der Gesamtenergie in thermische Energie (bis 3500&amp;amp;nbsp;°C) umgesetzt, die zum Aufschmelzen des Einsatzgutes führt; ein weiterer Anteil führt zur Erwärmung der Ofenzustellung. Die Wärme über dem [[Lichtbogen]], der zwischen der Graphitelektrode und dem Einsatzgut brennt, wird hauptsächlich durch Strahlung auf das Einsatzgut übertragen. Beim Wechselstromlichtbogenofen brennen mehrere Lichtbögen zwischen dem Einsatzgut (bzw. der Schmelze) und den Spitzen der drei Graphitelektroden. Beim Gleichstromlichtbogen wird der Lichtbogen von vier Bodenelektroden (+) durch das Einsatzgut zu einer Graphitelektrode (-) übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;Elektrostahlverfahren&amp;#039;&amp;#039; kann neben Stahlschrott auch [[Eisenschwamm]] oder Roheisen mit verarbeitet werden. Neben dem flüssigen Rohstahl bildet sich aus den nichtmetallischen Einsatzstoffen (gebrannter Kalk/Magnesiumoxid) und Oxiden der Legierungsstoffe eine [[Schlacke (Metallurgie)|Schlackenschicht]] auf der Schmelze. Diese hat die Aufgabe, unerwünschte Bestandteile zu binden und das Stahlbad vor weiteren Oxidationen und Wärmeverlusten sowie den Ofen vor Überhitzung zu schützen. Kurz vor dem Abstich wird die Schlacke aus dem Ofen in einen Schlackenkübel abgelassen und dann von einem Spezialfahrzeug abtransportiert und beim Schlackenbeet entleert. Der Flüssigstahl wird in eine Stahlpfanne abgegossen, die auf einem ferngesteuerten [[Pfannenwagen]] steht und den Stahl zur Weiterverarbeitung in die [[Pfannenofen|Pfannenöfen]] transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher war es üblich, nach Einbringen der gewünschten Mengen an Legierungsbestandteilen in das Stahlbad die Schmelze in eine Pfanne abzulassen und anschließend in der Gießanlage zu vergießen. Heute wird in den meisten Fällen der Elektroofen als reines Einschmelzaggregat zur Erzeugung einer Basisschmelze mit niedrigen [[Kohlenstoff]]-, [[Schwefel]]- und [[Phosphor]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gehalten benutzt. Die endgültige Analyse wird erst nach dem Abstechen im Pfannenofen erstellt. Hierdurch ergibt sich eine höhere Analysengenauigkeit und zudem eine erhebliche Energieersparnis. Trotz hoher Energiekosten für Strom sowie für Erdgas und Sauerstoff (für Hilfsbrenner im Gefäß) ist dieses Verfahren sehr flexibel bei der Menge der zu erzeugenden Stahlsorten und der verschiedenen Stahlqualitäten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend für die Produktion ist die Einschmelzzeit, die im Wesentlichen von der elektrischen [[Elektrische Leistung|Leistung]] des [[Ofentransformator]]s sowie der Art und Beschaffenheit des Einsatzgutes abhängt. Typische Zykluszeiten (die Zeit zwischen zwei [[Abstich (Metallurgie)|Abstichen]], Tap-to-Tap-Time) liegen zwischen 30 und 90 Minuten. Die reine Schmelzzeit mit Lichtbogeneinsatz (Power-On-Time) liegt bei etwa 25 bis 70 Minuten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hubert Trenkler |url=https://library.e.abb.com/public/62944a7797dd4d8cc1256ddd00347045/18-27m427.pdf |titel=Energiesparender Gleichstrom-Doppel-Lichtbogenofen für Schrott minderer Qualität |hrsg=ABB Technik |datum=1996 |abruf=19.11.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Differenz der beiden Zeiten enthält die Summe der Auszeiten (Power-Off-Time), bei denen der Lichtbogen abgeschaltet ist. Darin enthalten sind z.&amp;amp;nbsp;B. Chargierung, Probenahme oder Wartungsarbeiten. Um diese Zeiten unter Vorgabe der Ofenkapazität und des Einsatzgutes zu erreichen, muss der Ofentransformator so dimensioniert werden, dass eine spezifische elektrische Leistung im Bereich von etwa 0,5 bis 1,4&amp;amp;nbsp;MVA/t erreicht wird. Gegenüber der [[Hochofen|Rohstahlerzeugung]] wird bei der Elektrolichtbogenroute ca. 55 % Energie eingespart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauformen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Allegheny Ludlum steel furnace.jpg|mini|Lichtbogenofen beim Abstich. Im quaderförmigen Block rechts dahinter befindet sich der Ofentransformator.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DASA - electric arc furnace 01.jpg|mini|Lichtbogenofen bei der DASA in Dortmund]]&lt;br /&gt;
Der Lichtbogenofen kann als Gleichspannungsofen oder als Wechselsspannungsofen ausgeführt werden. Die Lichtbogenlänge wird mittels eines [[Elektrodenregler]]s geregelt. An die Stromversorgung der Öfen werden hohe Anforderungen gestellt, die aus dem ungleichmäßigen Brennen des Lichtbogens herrühren; es besteht die Gefahr von unerwünschten [[Netzrückwirkung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselsspannungsofen ===&lt;br /&gt;
Am weitesten verbreitet ist der Wechselspannungsofen, der mit drei Kathoden aus Graphit im Deckel, angeschlossen an einen [[Drehstrom]]transformator arbeitet. Das Schmelzgut wirkt als Anode und nimmt durch Lichtbögen übertragene Elektronen auf. Verglichen mit einem Gleichstromlichtbogenofen ist diese Bauform kostengünstiger und insbesondere in kleinen Öfen einfacher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://riverglennapts.com/combustion/208-electric-arc-furnace.html |titel=Elektrolichtbogenofen |hrsg=Riverglennapts |abruf=19.11.2021}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichsspannungsofen ===&lt;br /&gt;
Der Gleichsspannungsofen, auch DC-Lichtbogenofen, ist moderner als der Wechselsspannungsofen. Er verfügt über eine einzelne Graphitelektrode am Deckel und eine in Magnesiumoxid eingebettete Metallelektrode am Boden des Ofens. Im Betrieb fließen [[Elektron]]en in einem [[Plasma (Physik)|Plasma]] von der [[Kathode]] im Deckel zur [[Anode]] im Boden. Es existieren Varianten mit aktiver oder passiver Kühlung des Bodens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Vorteilen gegenüber dem Wechselsspannungsofen gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verringerter Elektrodenverbrauch&lt;br /&gt;
* Geringere Netzrückwirkungen&lt;br /&gt;
* Geringerer Stromverbrauch (5–10 %)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ofengefäß ===&lt;br /&gt;
Das Ofengefäß selbst besteht aus drei Teilen (Bodengefäß, Obergefäß, Deckel) und kann hydraulisch gekippt werden. Die Stahlkonstruktionen sind auf der Außenseite in der Regel wassergekühlt und auf der Innenseite mit [[Feuerfester Werkstoff|feuerfestem Werkstoff]], üblicherweise [[Schamotte|Schamottstein]], ausgekleidet. Das Fassungsvermögen (die Ofenkapazität) wird in [[Tonne (Einheit)|Tonnen]] angegeben und bezieht sich in der Regel auf die Flüssigstahlmenge, d.&amp;amp;nbsp;h. das Abstichgewicht. Die Bandbreite der Baugrößen erstreckt sich von etwa 1&amp;amp;nbsp;t (kleinere [[Gießerei]]en) bis über 400&amp;amp;nbsp;t (große [[Stahlwerk]]e). Mit einem Lichtbogenofen lassen sich so bis zu 2,6 Mio. Tonnen Flüssigstahl/Jahr herstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://abmproceedings.com.br/en/article/the-420-ton-twin-dc-jumbo-size-fastarc-at-tokyo-steel-japan&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://gmk.center/en/news/posco-to-launch-new-electric-arc-furnace-with-capacity-of-2-5-million-tons-per-year-in-june/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Bodengefäß&amp;#039;&amp;#039;, welches die gesamte Flüssigstahlmenge aufnehmen muss, ist innen mit ziegelförmigem Feuerfestmaterial ausgemauert. Es enthält zudem die Abstichöffnung, durch die der Flüssigstahl in die Pfanne gegossen wird. Diese Öffnung ist entweder als verlängerte &amp;#039;Schnauze&amp;#039; mit Auslaufrinne oder als exzentrische Bodenöffnung ausgeführt. Letzteres hat den Vorteil, dass der Ofen während des Abstichs nicht so stark gekippt werden muss. Auch ein Mitlaufen der im Ofen verbliebenen Schlacke in die Pfanne wird mit einem exzentrischen Abstich verhindert, dies ist insbesondere bei der weiteren Behandlung der Schmelze in der Pfanne wünschenswert. In modernen Verfahrensprozessen verbleibt nach dem Abstich ein Rest an Flüssigstahl im Ofen (Hot Heel), damit im nachfolgenden Prozess bessere Lichtbogenzündbedingungen herrschen und das Bodengefäß vor der Lichtbogenstrahlung besser geschützt ist. In neueren Ausführungen werden auch Düsen installiert, die über einen porösen Bodenstein Sauerstoff als Reaktionsgas oder Spülgase wie Argon oder Stickstoff unter hohem Druck einblasen ([[Tuyere]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Obergefäß&amp;#039;&amp;#039; muss zusätzlich zum Bodengefäß das feste Einsatzgut aufnehmen. Es ist auf der Innenseite ebenfalls ausgemauert oder auch mit wassergekühlten Kupfer-Kühlkörpern versehen, deren Oberfläche durch feuerfeste Spritzmasse und auch durch aufspritzende Prozessschlacke versiegelt sind. Im Obergefäß sind meist [[Brenner (Gerät)|Hilfsbrenner]] (Erdgas/Sauerstoff) installiert. Gegenüber dem Abstichloch befindet sich im Obergefäß die Schlacketür. In älteren Prozessen wurde die Schlacke über die Abstichschnauze in einen separaten Schlackekübel gegossen. Mittlerweile wird die entstehende Prozessschlacke über diese Schlacketür durch entgegengesetztes Kippen des Ofens in eine separate Ebene oder Mulde abgelassen, von der sie entfernt und abtransportiert wird. Die verschließbare Tür dient auch weiteren Zwecken, z.&amp;amp;nbsp;B. der Flüssigstahl-Probenahme, der Temperaturmessung, der manuellen Zugabe von Zusatzstoffen, der Sichtkontrolle und auch der zusätzlichen Prozessbehandlung mittels externen, einschwenkbaren [[Sauerstofflanze]]n, die häufig mit Kohlenstofflanzen kombiniert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwenkbare &amp;#039;&amp;#039;Deckel&amp;#039;&amp;#039; ist ebenfalls auf der Innenseite mit Feuerfestmaterial ausgekleidet. Bei aufgeschwenktem Deckel werden Schrott, Eisenschwamm, Flüssigroheisen und Zusatzstoffe (z. B. Legierungsmittel wie Chrom etc.) in den Ofen chargiert. Bei Schrott und anderen festen Zusatzstoffen werden hierfür Körbe mit einer Bodenklappe verwendet. Die Chargierung von Flüssigroheisen erfolgt über kippbare Feuerfest-Pfannen. Bei geschlossenem Deckel werden die Graphitelektroden über Öffnungen in das Ofengefäß gefahren. Bei einigen Ausführungen kann feineres Stückgut, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Eisenschwamm, über eine zusätzliche Deckelöffnung und ein Transportbandsystem kontinuierlich nachgeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In modernen Verfahrensprozessen wird je nach Energieverfügbarkeit und -kosten die elektrische Energie durch chemische Energie (Sauerstoff, auch in Verbindung mit Kohlenstoff oder Erdgas) ergänzt. Eine besondere Bauform ist der CONARC-Ofen (CON=Converter, ARC=Arcing) der [[SMS Siemag|SMS Siemag AG]], bei dem beide Energien effizient genutzt werden. Der Ofen besteht aus zwei Gefäßen und vereint die Vorteile des Lichtbogenofens und des klassischen [[Linz-Donawitz-Verfahren|Konverter]]-Blasprozesses. Während die Charge in einem Gefäß über schwenkbare Graphitelektroden elektrisch behandelt wird, kann die Charge im anderen Gefäß über eine ebenfalls schwenkbare Top-Lanze mittels Sauerstoffeinblasung entkohlt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transformator ===&lt;br /&gt;
Der unmittelbar neben dem Ofen befindliche Transformator ist üblicherweise [[Transformatorenöl|ölgekühlt]] und zum Schutz in einer eigenen Umhüllung untergebracht. Die mit Dreiphasenwechselstrom betriebenen Anlagen erreichen Leistungen von einigen 10&amp;amp;nbsp;MVA bis über 100&amp;amp;nbsp;MVA und verfügen über [[Stufenschalter für Leistungstransformatoren]] zur Einstellung der Unterspannung, welche dem Ofen über die Elektrodenanschlüsse zugeführt wird. Die Anspeisung erfolgt meist zweistufig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein [[Leistungstransformator]], welcher aus dem Hochspannungsnetz wie der 110-kV-Ebene auf eine Zwischenspannung von rund 30&amp;amp;nbsp;kV transformiert und sich üblicherweise mit der elektrischen [[Schaltanlage|Hochspannungsschaltanlage]] außerhalb der Produktionshalle befindet.&lt;br /&gt;
* Der Ofentransformator transformiert die Zwischenspannung auf Spannungen von einigen 100&amp;amp;nbsp;V bis zu einigen kV, welche bei Wechselspannungsöfen den Elektroden direkt zugeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ströme auf der Elektrodenseite betragen bei Betrieb einige 10&amp;amp;nbsp;kA, bei großen Öfen auch über 100&amp;amp;nbsp;kA&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tamini.it/industrial-transformers/transformers-reactors-for-metallurgy/ac-dc-transformers Tamini AC or DC Furnace Transformers], abgerufen am 6. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/public.1492612017.fd6adf1fe9d687724196e6f39b644c50d6e41e6e.transformers-for-industrial-applications.pdf |wayback=20190510074743 |text=Siemens Broschüre zu Industrietransformatoren |archiv-bot=2026-03-29 11:55:41 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 10. Mai 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;, weshalb die Anschlussschienen zu den Elektroden möglichst kurz gehalten werden müssen und als Hohlleiter ausgeführt sind. Im Innenbereich der Hohlleiter zirkuliert zur Kühlung Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.tamini.com/Public/Brochures/cat_transf.pdf |text=Tamini Group: &amp;#039;&amp;#039;Electric Arc Furnace Transformers&amp;#039;&amp;#039; (PDF, englisch) |wayback=20130320022406}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verbindung zwischen Transformator und Elektroden wird häufig in [[Knapsack-Schaltung]] ausgeführt. Lichtbogenofentransformatoren werden im europäischen Raum gemäß [[EN 60076]] ausgelegt. Ein gesonderter Standard für diese Transformatoren existiert bei den [[Europäische Norm|Europäischen Normen]] nicht. Im nordamerikanischen Raum zum Beispiel existiert die Norm [[IEEE C57.17]], die explizit für Lichtbogenofentransformatoren gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emissionen ==&lt;br /&gt;
Der Lichtbogenofenprozess emittiert gas- und staubhaltige Stoffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/19083921?context=projekt&amp;amp;task=showDetail&amp;amp;id=19083921&amp;amp; |titel=DFG - GEPRIS - Grundlagenuntersuchungen zur Bildung von Stickoxiden im Lichtbogenofen |abruf=2025-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erforderlich sind daher wirkungsvolle Absauganlagen und Filter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Giesserei |Verlag=Giesserei-Verlag G.m.b.H. |Datum=1979 |Seiten=6 |Online=https://www.google.de/books/edition/Giesserei/y4IkAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Absauganlagen+und+Filter+f%C3%BCr+lichtbogen%C3%B6fen&amp;amp;dq=Absauganlagen+und+Filter+f%C3%BCr+lichtbogen%C3%B6fen&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen [[Schallemission]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Euro Abstracts: Coal and steel, research programmes and agreements. Section II |Verlag=Commission of the European Communities, Directorate General Scientific and Technical Information and Information Management |Datum=1982 |Seiten=115 |Online=https://www.google.de/books/edition/Euro_Abstracts/r9cRAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=schallemmisionen+von+lichtbogen%C3%B6fen&amp;amp;dq=schallemmisionen+von+lichtbogen%C3%B6fen&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und elektromagnetische [[Emission (Umwelt)|Emissionen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf J. Schwab |Titel=Elektromagnetische Verträglichkeit |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013-07-02 |ISBN=978-3-662-06978-3 |Seiten=70ff. |Online=https://www.google.de/books/edition/Elektromagnetische_Vertr%C3%A4glichkeit/PWa1BgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=elektromagnetische+emmisionen+von+lichtbogen%C3%B6fen&amp;amp;pg=PA70&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aufgrund der hohen elektrischen Elektrodenströme entstehen auch starke [[Magnetismus|magnetische]] Wechselfelder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Onut Badea, Alina Trifu, Doru Costin Darabont |Titel=A comparative study on the effectiveness of pollutants control measures adopted in the steel industry to reduce workplace and environmental exposure: a case study |Sammelwerk=Scientific Reports |Band=14 |Nummer=1 |Datum=2024-04-30 |ISSN=2045-2322 |DOI=10.1038/s41598-024-60817-w |Seiten=9916 |Online=https://www.nature.com/articles/s41598-024-60817-w |Abruf=2025-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die stark schwankende und teilweise [[Asymmetrie|asymmetrische]] Belastung zwischen den [[Außenleiter|Phasen]] führt zudem zu starken [[Netzrückwirkung]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schmelz-Reduktionsofen]] (SAF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Jellinghaus: &amp;#039;&amp;#039;Stahlerzeugung im Lichtbogenofen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Stahleisen, Düsseldorf 1994, ISBN 3-514-00502-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Electric arc furnaces|Lichtbogenöfen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive-EAF-de.html Beispiele für Lichtbogenöfen]&lt;br /&gt;
* [http://www.prmc.de/ Prozessmodelle für Lichtbogenöfen (EAF) demonstrieren die Funktionsweise] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4167576-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallurgischer Ofen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stahlerzeugung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrowärmegerät]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schwobator</name></author>
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