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	<title>Licet iuris - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Licet_iuris&amp;diff=212225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stechlin am 11. Oktober 2016 um 16:07 Uhr</title>
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		<updated>2016-10-11T16:07:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Licet iuris&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein nach seinen Anfangsworten benanntes [[Mandat (Diplomatik)|Mandat]] des [[Römisch-deutscher Kaiser|römisch-deutschen Kaisers]] [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig IV.]], das dieser am 6. August [[1338]] auf einem [[Reichstag (HRR)|Reichstag]] in [[Frankfurt am Main]] erließ. Das Mandat war eine Reaktion auf die Beschlüsse des [[Kurverein von Rhense]], die die Bekräftigung des Mehrheitsprinzips und die Zurückweisung des [[Papst|päpstlichen]] Approbationsanspruches bei der deutschen Königswahl zum Inhalt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Licet iuris&amp;#039;&amp;#039; erklärte nun darüber hinaus, dass der von den [[Kurfürst]]en Gewählte als [[römisch-deutscher Kaiser]] (nicht [[Römisch-deutscher König|König]]) zu betrachten sei, die deutsche Königswahl alleine legitimiere also den Anspruch auf das Kaisertum, das unmittelbar von Gott sei. Sprachlich ist das Gesetz an den [[Codex Iustinianus]] angelehnt und rezipiert damit auch [[spätantike]]s Rechtsgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rechtliche Gehalt von &amp;#039;&amp;#039;licet iuris&amp;#039;&amp;#039; ist in der Wissenschaft umstritten. Es wurde angenommen, dass Ludwig IV. damit seine Auffassung eines Weltkaisertums bekannt habe und er den Kaisertitel tatsächlich allein auf die Königswahl stützen wollte. Andere vertreten die Ansicht, dass &amp;#039;&amp;#039;licet iuris&amp;#039;&amp;#039; unausgesprochen davon ausgeht, dass mit der Wahl der König auch ohne Kaiserkrönung bereits alle Reichsrechte ausüben dürfe, der Kaisertitel selbst aber erst durch die Krönung durch den Papst legitimiert wird. Jedenfalls knüpfte Ludwig an die Kaiseridee seines Vorgängers [[Heinrich VII. (HRR)|Heinrich VII.]] an, da dieser  ebenfalls von der These ausging, der Kaiser sei im weltlichen Bereich unabhängig von der Einflussnahme des Papstes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit &amp;#039;&amp;#039;licet iuris&amp;#039;&amp;#039; wurde das Mandat &amp;#039;&amp;#039;[[fidem catholicam]]&amp;#039;&amp;#039; publiziert, in dem die Rechtsauffassungen genauer erörtert wurden. Ludwig IV. konnte mit beiden Mandaten keinen unmittelbaren politischen Erfolg verbuchen, sie übten jedoch großen Einfluss auf mehrere große Staatsschriften des späten Mittelalters aus. Das in &amp;#039;&amp;#039;licet iuris&amp;#039;&amp;#039; vertretene Prinzip der Mehrheitswahl wurde [[1356]] endgültig in der [[Goldene Bulle Karls IV.|Goldenen Bulle]] [[Karl IV. (HRR)|Karls IV.]] festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Licet iuris.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lorenz Weinrich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Verfassungsgeschichte des Römisch-Deutschen Reiches im Spätmittelalter. (1250–1500)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 33). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-06863-7, S. 290–293 (lateinischer Text mit deutscher Übersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Krafzik]]: &amp;#039;&amp;#039;Licet iuris – Gefecht um die Macht zwischen Kaiser und Papst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal on European History of Law.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, 2011, {{ISSN|2042-6402}}, S. 6–10.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Mitteis]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Königswahl. Ihre Rechtsgrundlagen bis zur Goldenen Bulle.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Rohrer, Brünn u. a. 1944 (Sonderausgabe, 6., unveränderter reprografischer Nachdruck. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1987, ISBN 3-534-05340-0).&lt;br /&gt;
* [[Karl Zeumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Ludwigs des Bayern Königwahlgesetz „Licet iuris“ vom 6. August 1338.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 30, 1905, S. 85–112 und S. 485–487 ([[s:de:Ludwigs des Bayern Königswahlgesetz Licet iuris vom 6. August 1338|Im Volltext bei Wikisource]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Ludwigs des Bayern Königswahlgesetz Licet iuris vom 6. August 1338}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mittelalter.uni-tuebingen.de/?q=personen/frauenknecht/repetitorium01/quelle6.htm#licet Auszug aus dem Licet iuris]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Königswahl]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stechlin</name></author>
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