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	<title>Liborianum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:48:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liborianum&amp;diff=1421440&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: /* Einzelnachweise */ quod non</title>
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		<updated>2025-03-17T20:00:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; quod non&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2008-08-26 Liborianum (1a).JPG|mini|Liborianum, links: Klostereingang, rechts Eingang zur Kapuzinerkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2008-08-26 Liborianum (5).JPG|mini|Eingang zum ehemaligen Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2008-08-26 Liborianum (3a).JPG|mini|hochkant|Eingang zur Kapuzinerkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2008-08-26 Liborianum (12a).JPG|mini|hochkant|Altar der Kapuzinerkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1925-Liborianum.jpg|mini|Das Liborianum im Jahre 1925 (Rückseite)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2008-08-26 Liborianum (6-2).JPG|mini|hochkant|Liborianum: Fensterbild mit Leitspruch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liborianum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Bildungseinrichtung in [[Paderborn]] und hat eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Es diente im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichen Zwecken; über 200 Jahre war es ein [[Kapuzinerkloster]]. Seinen Namen hat es vom [[Heiliger|heiligen]] [[Liborius]], dem [[Schutzpatron]] des [[Erzbistum Paderborn|Erzbistums Paderborn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Gebäude und ihre Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Liborianum wurde im Jahr 1612 zur Zeit des Fürstbischofs [[Dietrich von Fürstenberg]] auf Initiative des Paderborner [[Domdechant]]en und späteren [[Dompropst]]es [[Arnold von der Horst]] († 1630)&amp;lt;ref&amp;gt;Sohn von Heinrich [[Horst (westfälisches Adelsgeschlecht)|von der Horst]] († um 1586/87) zu [[Düsseldorf-Hubbelrath#Gut Mydlinghoven|Mydlinghoven]] und (⚭ 1552) Katharina [[Werner von Binsfeld#Familie|von Binsfeld]] († um 1610), Studium in Rom, seit 1583 Kanoniker, seit 1590 Domdechant und seit 1626 Domdekan in Paderborn, Stifter des Paderborner Kapuziner-Klosters (heute: Collegium Liborianum) und eines Kapuzinerinnen-Klosters. Sein Bruder Rüdiger (Rutger) von der Horst († nach 1610) war ebenfalls Kanoniker in Paderborn.&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Kapuziner]]n als [[Kloster]] [[Franz von Assisi|St. Franziskus Seraph]] erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Stadtbrand 1616 wurden die Gebäude zerstört, jedoch finanzierte der Domdechant einen Neubau und erweiterte den Klostergarten. Da bei diesem Neubau die Grundmauern nicht erneuert wurden, waren die Gebäude schon um 1670 so baufällig, dass 1673 der vollständige Abriss erfolgte und an dieser Stelle unter der Aufsicht des [[Baumeister]]s und Kapuzinerbruders [[Ambrosius von Oelde]] († 1705) nun schon der dritte Bau entstand. Über der Klosterpforte steht daher die Jahreszahl 1674. Zwischen 1681 und 1683 wurde auch die Klosterkirche völlig neu errichtet. Der damalige [[Weihbischof]] [[Nicolaus Steno|Nils Stensen]] weihte die Kirche am 4.&amp;amp;nbsp;Juni 1683 dem heiligen [[Franz von Assisi|Franciscus Seraphicus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kirche ist eine „klassische“ Kapuzinerkirche, das heißt eine einfache, vierjochige [[Saalkirche]] mit einem quadratischen eingezogenen [[Chorraum]] und anschließendem tonnengewölbten [[Oratorium (Architektur)|Oratorium]]. Unter dem Chorraum befindet sich der Totenkeller, in dem die verstorbenen Kapuziner von 1687 bis 1809 bestattet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kloster befand sich für einige Jahre (1624–1627) auch das [[Noviziat]] der Rheinischen Kapuzinerprovinz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] blieben Kloster und Kirche weitgehend unbehelligt, weil selbst Herzog [[Christian von Braunschweig]] (1599–1626) wegen der Armut des Klosters von einer Plünderung absah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwer zu leiden hatte das Kloster in den [[Schlesische Kriege|Schlesischen Kriegen]] zwischen 1741 und 1763&amp;lt;!-- im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]] (1756–1763) --&amp;gt;, als Franzosen und Engländer im Haus logierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Liborianum: https://www.liborianum.de/ueber-uns/geschichte&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Besonderheit ist anzumerken, dass im Kloster die sogenannte Aachener Gruppe der [[Reichskleinodien]] von 1794 bis 1798 in Sicherheit gebracht worden waren. Von hier gelangten sie in die Schatzkammer der [[Wiener Hofburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Säkularisation]] wurde die Klostergemeinschaft 1811 aufgehoben, und 1834 wurde das Kloster endgültig geschlossen. Das Haus wurde zunächst als Heim für ältere Priester und 1840 bis 1846 als „Armen-Kleinkinderbewahrschule“ von [[Pauline von Mallinckrodt]] weitergeführt, die ab 1842 hier auch mit der Betreuung [[Blindheit|blinder]] Kinder begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapuzinerkirche brannte im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] 1945 bei den schweren Angriffen auf Paderborn völlig aus und musste wiedererrichtet werden. Die Kirche ist Hauskirche des Liborianum. Sie beherbergt eine schöne, aus dem Jahre 1758 stammende [[Monstranz]] Augsburger [[Provenienzprinzip|Provenienz]] (Herkunft). Über dem Klostereingang befindet sich der [[Wappen]]stein des [[Stifter]]s Arnold von Horst. Einen [[Altar]] erhielt die Kirche 1962 aus einer [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] in [[Schildesche]] bei [[Bielefeld]], der nicht mehr benutzt wurde. Der Altar ist wohl um 1680 gefertigt worden. Er wurde für Paderborn durch Johann Mühlenbein, [[Niedermarsberg]], 1951 völlig restauriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Liborianum als Bischöfliches Knabenseminar ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1847 beschloss der damalige Bischof [[Franz Drepper]], das Liborianum in ein [[Bischöfliches Knabenseminar]] umzuwandeln. Ziel dieses Internates war es, Knaben – vor allem auch aus ländlichen Regionen – zu fördern, um sie zum [[Priester (Christentum)|Priesteramt]] hinzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Schüler häufig erst nach Abschluss der damals üblichen achtklassigen „[[Volksschule]]“ in das Knabenseminar kamen, wurden sie in hauseigenen Kursen auf den Besuch des nahegelegenen [[Humanismus|humanistischen]] [[Gymnasium]]s [[Theodorianum]] vorbereitet, das sie dann von der [[Obertertia]] (Klasse 9) bis zur [[Oberprima]] (Klasse 13) besuchten, um mit dem [[Abitur]] abzuschließen. Ab 1961 wurden auch [[Sexta]]ner (ab Klasse 5) in das Knabenseminar aufgenommen, die dann alle Jahrgangsstufen des Gymnasiums Theodorianum durchliefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen besten Zeiten besuchten etwa 180 Schüler das Collegium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitspruch des Hauses ist in einem Fensterbild im zentralen Treppenhaus wiedergegeben: Es stellt einen Baum dar, der der Sonne entgegenwächst. Darunter steht das Wort &amp;#039;&amp;#039;CRESCIMUS&amp;#039;&amp;#039;, [[latein]]isch für: „Wir wachsen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1945 kam auf Einladung von Bischof [[Lorenz Jaeger]] ein [[Konvent (Kloster)|Konvent]] der [[Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe]] ins Liborianum. Damit wurde die im [[17. Jahrhundert]] als Kapuzinerkloster erbaute Anlage erneut zu einem Ort klösterlichen Lebens, an dem Arbeit und Gebet eine Einheit fanden. Die [[Ordensschwester]]n unterstützten seither die Leitung des Hauses in [[Verwaltung|administrativen]] und [[Liturgie|liturgischen]] Aufgaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen stetig sinkender Teilnehmerzahlen wurde das Knabenseminar im Jahre 1979 geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Liborianum als Erwachsenen-Bildungsstätte ==&lt;br /&gt;
Seither wird das Liborianum nach entsprechendem Umbau als Bildungsstätte „Liborianum. Bildungs- und Gästehaus des Erzbistums Paderborn“ mit Angeboten zur religiösen, theologischen, sozialen und politischen Bildung genutzt, auch für die [[Deutscher Caritasverband|Caritas]]. Ebenso werden dort Mitarbeiterfortbildungen, Gasttagungen und Konferenzen veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Paderborn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Schüler des Liborianums ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Hengsbach|Franz Kardinal Hengsbach]], [[Kardinal]] und erster [[Bischof]] des [[Bistum Essen|Bistums Essen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629215708/http://www.bautz.de/bbkl/h/hengsbach_f.shtml |autor=Ekkart Sauser|artikel=HENGSBACH, Franz|band=19|spalten=652-654}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Stephan Selhorst]] (Kunsthistoriker)&lt;br /&gt;
* [[Michael Wurm]] (Richter am Bundesgerichtshof)&lt;br /&gt;
* [[Gisbert Baltes]] (Journalist)&lt;br /&gt;
* [[Erwin Grosche]] (Kabarettist)&lt;br /&gt;
* [[Heiko Grosche]] (Soloschauspieler)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva-Maria Höper: &amp;#039;&amp;#039;Ambrosius von Oelde. Ein Kapuzinerarchitekt des Frühbarock im Dienst der westfälischen Fürstbischöfe.&amp;#039;&amp;#039; Laumann-Verlag, Dülmen 1990, ISBN 3-87466-133-4 (&amp;#039;&amp;#039;Rhenania Franciscana antiqua&amp;#039;&amp;#039; 5), (Zugleich: Münster (Westfalen), Univ., Diss., 1990).&lt;br /&gt;
* Eva-Maria Höper: &amp;#039;&amp;#039;Ambrosius von Oelde. Ein Kapuzinerarchitekt des Frühbarock in Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Landesbildstelle Westfalen, Münster 1992 (&amp;#039;&amp;#039;Westfalen im Bild.&amp;#039;&amp;#039; Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Architekten&amp;#039;&amp;#039; 2).&lt;br /&gt;
* [[Roland Pieper]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Klöster in Westfalen-Lippe.&amp;#039;&amp;#039; Ein Reisehandbuch. Ardey-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-87023-244-7, S. 164–165 (&amp;#039;&amp;#039;Kulturlandschaft Westfalen&amp;#039;&amp;#039; 7).&lt;br /&gt;
* [[Franz Egon Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bischöfliche Gymnasial-Alumnat zu Paderborn. Festschrift zur Einweihung des Erneuerungs- und Erweiterungsbaues im Jahre 1905.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1905 ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:466:1-29379 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Wilhelm Tack: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiederverwendung eines Barockaltares aus Schildesche in der Kapuzinerkirche zu Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Alte und neue Kunst im Erzbistum Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 2, 1952, {{ISSN|0516-8252}}, S. 51–54.&lt;br /&gt;
* Klaus Zacharias (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Paderborner Kapuzinerklosters 1612-1834. Das &amp;quot;Jahrbuch der Capuziner in Paderborn&amp;quot; des P. Basilius Krekeler von 1859&amp;#039;&amp;#039;. SH-Verlag, Köln 1999, ISBN 3-89498-063-X (Paderborner Beiträge zur Geschichte, Bd. 9)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Collegium Liborianum}}&lt;br /&gt;
* Dr. Bernhard Peter: [http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/Galerien/galerie715.htm Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 715 – Paderborn: Liborianum]&lt;br /&gt;
* Stadt [[Paderborn]]: [http://www.paderborn.de/bildung/bildungseinrichtungen/sp_auto_7540.php Liborianum – Bildungsstätte des Erzbistums Paderborn]&lt;br /&gt;
* [http://liborianum.de/ Offizielle Webpräsenz des &amp;#039;&amp;#039;Liborianum&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.liborianum.de/ueber-uns/geschichte Vom Kapuzinerkloster zum Bildungshaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.721002|EW=8.758475|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtung des Erzbistums Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kapuzinerkloster in Nordrhein-Westfalen|Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule in Nordrhein-Westfalen|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Schule in Deutschland|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internat in Nordrhein-Westfalen|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Knabenseminar|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholische Erwachsenenbildung|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildungseinrichtung in Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Kreis Paderborn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1670er Jahren|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liborius als Namensgeber|Paderborn Liborianum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Internat in Deutschland|Paderborn Liborianum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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