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	<title>Libido - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Libido&amp;diff=41867&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40982-46: /* Unterschiede zwischen Mann und Frau */</title>
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		<updated>2025-12-16T16:08:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Unterschiede zwischen Mann und Frau&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen Begriff der Psychoanalyse. Für die gleichnamige äthiopische Sprache siehe [[Libido (Sprache)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Libido&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|libīdō}}, betont auf der zweiten Silbe, bedeutend „Begehren, Begierde“ oder im engeren Sinne: „Wollust, Trieb, Maßlosigkeit“) bezeichnet in der [[Psychoanalyse]] jene [[Psyche|psychische]] Energie, die mit den [[Triebtheorie|Trieben]] der [[Sexualität]] verknüpft ist. Als Synonym zu sexueller [[Lust]] und [[Begehren]] ist dieser [[Terminus]] (kurz für &amp;#039;&amp;#039;Libido sexualis&amp;#039;&amp;#039;) inzwischen auch in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen und wird in der [[Psychologie]] im Sinne einer „allen psychischen Äußerungen zugrunde liegende[n] psychische[n] Energie“ verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Libido |titel=Libido, die |werk=[[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache]] (DWDS) |abruf=2022-08-05 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychoanalyse ==&lt;br /&gt;
Im Werk [[Sigmund Freud]]s nimmt der Begriff der Libido eine zentrale Stellung ein, auch wenn er über das Freudsche Werk hindurch nicht einheitlich verwendet wird. In seinem frühen Werk stellte Freud die Libido den [[Selbsterhaltungstrieb]]en gegenüber und verstand Libido als sexuelle Triebenergie, die sich im Phänomen des „Drängens“ bzw. [[Begehren]]s, sowie des [[Wunsch]]es und der [[Lust]] äußert. Der Libido waren die Selbsterhaltungstriebe oder auch Ichtriebe entgegengestellt, deren Aufgabe in der Selbsterhaltung des Individuums lag, wofür er den Hunger als eine Ausdrucksform verstand.&lt;br /&gt;
1914 führte er in seiner Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Zur Einführung des Narzißmus&amp;#039;&amp;#039; das Konzept der Ichlibido ein, also einer Libido, die an der Entwicklung des Ichs beteiligt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Freud (1914): &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Band X, S.&amp;amp;nbsp;141.&amp;lt;/ref&amp;gt; In &amp;#039;&amp;#039;Massenpsychologie und Ich-Analyse&amp;#039;&amp;#039; (1921) definierte er, die Libido sei „die Energie solcher Triebe, welche mit all dem zu tun haben, was man als [[Liebe]] zusammenfassen kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Libido äußert sich für Freud jedoch nicht nur auf der Ebene des Sexuellen, sondern auch in anderen Lebensbereichen, etwa der [[kultur]]ellen Tätigkeit, die Freud als [[Sublimierung (Psychoanalyse)|Sublimierung]] libidinöser Energie versteht. Auch das Nichtsexuelle war also für Freud letztlich von sexuellen Triebkräften geprägt, was ihm den Vorwurf des „[[Pansexualismus]]“ eingetragen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Freuds [[Triebtheorie]] durchlaufen die Triebe in der Kindheit folgende verschiedene charakteristische Entwicklungsphasen: eine [[Orale Phase|orale]], [[Anale Phase|anale]], [[Phallische Phase|phallische]] (= [[Ödipuskonflikt|ödipale]]), [[Latenz (Psychologie)|Latenz]]- und schließlich eine [[genitale Phase]] (siehe Triebtheorie). Störungen der Libidoentwicklung führen nach Freud zu [[Psychische Störung|psychischen Störungen]]. Diese Entwicklungsphasen bezeichnen verschiedene Organbesetzungen ([[Objektbesetzung]]en) der libidinösen Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gilles Deleuze]] und [[Félix Guattari]] definierten und verwendeten den Begriff Libido jedenfalls weiter als Sexualtrieb, z.&amp;amp;nbsp;B. als freie Energie, als Wunsch, als „Sexualenergie, die alles besetzt“. Auch die Sexualität sahen sie mehr als Energie denn als körperlich-genitales Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Deleuze/Guattari (1977): &amp;#039;&amp;#039;Anti-Ödipus.&amp;#039;&amp;#039; S. 349&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Das Vokabular der Psychoanalyse|Vokabular der Psychoanalyse]] von Laplanche und Pontalis wird der Begriff Libido einleitend wie folgt definiert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Von Freud postulierte Energie als Substrat der Umwandlungen des Sexualtriebs im Hinblick auf das Objekt ([[Verschiebung (Psychoanalyse)|Verschiebung]] der Besetzungen), im Hinblick auf das Ziel (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sublimierung (Psychoanalyse)|Sublimierung]]), im Hinblick auf die Quelle der sexuellen Erregung (Vielfalt der erogenen Zonen). Bei [[Carl Gustav Jung|Jung]] hat sich der Libidobegriff erweitert und meint schließlich »die psychische Energie« im allgemeinen, die in allem enthalten ist, was »[[Verlangen|Streben nach]]«, appetitus, ist.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Jean Laplanche]], [[Jean-Bertrand Pontalis]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Das Vokabular der Psychoanalyse]], Erster Band&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jean Laplanche]], [[Jean-Bertrand Pontalis]] |Titel=Das Vokabular der Psychoanalyse |Auflage=1 |Verlag=Suhrkamp |Ort=Frankfurt, M. |Datum=1973 |Reihe=Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft |BandReihe=7 |ISBN=3-518-27607-7 |Seiten=284 |Originaltitel=Vocabulaire de la psychanalyse |Originaljahr=1967 |Originalort=Paris |Originalsprache=fr |Übersetzer=Emma Moersch}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytische Psychologie ==&lt;br /&gt;
[[Carl Gustav Jung]] verstand in seiner Lehre der [[Analytische Psychologie|analytischen Psychologie]] unter der Libido allgemein jede psychische Energie eines Menschen. Anders als Freud sah Jung diese Kraft ähnlich wie das fernöstliche Konzept des [[Qi|Chi]] oder [[Prana]] an, also als allgemeines &amp;#039;&amp;#039;Streben-nach-Etwas&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiede zwischen Mann und Frau ==&lt;br /&gt;
Viele verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Männer einen stärkeren sexuellen Trieb als Frauen haben, der anhand von Indikatoren wie spontane Gedanken über Sex, der Häufigkeit und Diversität sexueller Fantasien, bevorzugter Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, bevorzugte Zahl der Sexualpartner, Masturbation, Vorlieben für verschiedene [[Sexualpraktik]]en, Bereitschaft, auf Sex zu verzichten und für Sex auf andere Dinge zu verzichten, Initiieren und Ablehnung von Sex und weiteren Indikatoren gemessen wurde. Laut einem Review von 2001 gibt es keine widersprechenden wissenschaftlichen Ergebnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;Roy F. Baumeister, Kathleen R. Catanese, Kathleen D. Vohs (2001): [http://assets.csom.umn.edu/assets/71520.pdf &amp;#039;&amp;#039;Is There a Gender Difference in Strength of Sex Drive? Theoretical Views, Conceptual Distinctions, and a Review of Relevant Evidence.&amp;#039;&amp;#039;] Personality and Social Psychology Review 5: 242–273 (PDF; 202&amp;amp;nbsp;kB), {{DOI|10.1207/S15327957PSPR0503_5}}, abgerufen am 9. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Libido des Mannes hängt sehr stark von der Produktion des männlichen Sexual[[hormon|hormons]] [[Testosteron]] ab. Bei Testosteronspiegeln unter 15&amp;amp;nbsp;nmol/l ist ein Libidoverlust wahrscheinlicher; bei Spiegeln unter 10&amp;amp;nbsp;nmol/l nimmt die Wahrscheinlichkeit von Depressionen und Schlafstörungen zu. Hitzewallungen und [[erektile Dysfunktion]] werden meist erst bei unter 8&amp;amp;nbsp;nmol/l beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ärzte Zeitung]], 28. April 2010, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bei sexueller Erregung und anschließend bei einem männlichen Orgasmus in der Regel auftretende rapide Absenkung von [[Adrenalin]] und [[Noradrenalin]] und die Zunahme von [[Oxytocin]] und [[Prolaktin]]&amp;lt;ref&amp;gt;T. H. Krüger, P. Haake, D. Chereath u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Specificity of the neuroendocrine response to orgasm during sexual arousal in men.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of endocrinology.&amp;#039;&amp;#039; Band 177, Nr. 1, 2003, S. 57–64, PMID 12697037.&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärt eine sofort nach dem Orgasmus verflogene Libido oder [[postkoitale Müdigkeit]] bei Männern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die weibliche Libido ist hormonabhängig. Viele Frauen berichten von regelmäßigen Schwankungen der Libido im Rahmen des [[Menstruationszyklus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Libidinöse Dysfunktionen ==&lt;br /&gt;
Mangelnde Libido wird manchmal als [[Frigidität]] oder auch als [[sexuelle Appetenzstörung]] bezeichnet. Bei der [[Erektile Dysfunktion|erektilen Dysfunktion]] des Mannes mangelt es oft nicht an der Libido, sondern an der [[Erektion]]sfähigkeit trotz vorhandener Libido („Man will, kann aber nicht“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Krankheiten, darunter auch psychische und [[Psychosomatik|psychosomatische Erkrankungen]], führen zu einem Libidomangel oder Libidoverlust, zum Beispiel:&lt;br /&gt;
* [[Depression]]&lt;br /&gt;
* [[Hypothyreose]]&lt;br /&gt;
* [[Hypogonadismus]], [[Eunuch]]ismus&lt;br /&gt;
* [[Testosteron]]mangel des Mannes, [[Effemination]] (Verweiblichung)&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|SSRI-bedingte sexuelle Dysfunktion}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch verschiedene Medikamente können für einen Verlust der Libido verantwortlich sein, beispielsweise [[Trenbolon]], [[Finasterid]] oder verschiedene Steroidhormone wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Levonorgestrel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Krankheiten führen zu einer übermäßig gesteigerten Libido, zum Beispiel:&lt;br /&gt;
* [[Manie]]&lt;br /&gt;
* leichte [[Hyperthyreose]]&lt;br /&gt;
* [[Syphilis]] im vierten Stadium, selten, aber in der [[Belletristik]] häufig beschrieben&lt;br /&gt;
* manche Medikamente und viele [[Droge]]n, die die Libido in die eine oder andere Richtung verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine krankhaft gesteigerte Libido bezeichnet man auch als [[Sexsucht]] oder veraltet [[Nymphomanie]] (Frau) / [[Satyriasis]] (Mann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christina von Braun: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ich. Logik, Lüge, Libido&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau, Berlin 2009, ISBN 978-3-351-02672-1.&lt;br /&gt;
* [[David Schnarch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Psychologie sexueller Leidenschaft&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Passionate Marriage.&amp;#039;&amp;#039; Love, Sex, and Intimacy in Emotionally Committed Relationships, übersetzt von Christoph Trunk, Maja Ueberle-Pfaff). Piper, München/Zürich 2009, ISBN 978-3-492-25137-2.&lt;br /&gt;
* Edwin J. de Sterke: &amp;#039;&amp;#039;Doppelt ist die Freude.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Erler, Wolfgang Rother (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Lust.&amp;#039;&amp;#039; Studien zum Hedonismus. Schwabe, Basel 2011, ISBN 978-3-7965-2765-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/lust-ohne-maennliche-beteiligung/ &amp;#039;&amp;#039;Lust ohne männliche Beteiligung. Die weibliche Libido ist nicht an den Spiegel der männlichen Geschlechtshormone gekoppelt wie bisher vermutet.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;wissenschaft.de&amp;#039;&amp;#039; vom 6. Juli 2005&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/lustvolles-erbe/ &amp;#039;&amp;#039;Lustvolles Erbe. Israelische Wissenschaftler glauben, einen Zusammenhang zwischen der sexuellen Erregbarkeit eines Menschen und seinem Erbgut gefunden zu haben.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;wissenschaft.de&amp;#039;&amp;#039; vom 31. Mai 2006&lt;br /&gt;
* [[YouTube]]-Video eines Vortrags von [[Helen Fisher]] zum Thema [https://www.youtube.com/watch?v=iWLXWJ0tui4 &amp;quot;Vom Wesen romantischer Liebe&amp;quot;], gehalten am 12. Juli 1999 in der [[Carl Friedrich von Siemens Stiftung]]. Englisch mit deutscher Übersetzung, 45 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4140090-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiologie der Fortpflanzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40982-46</name></author>
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