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	<title>Liberalitas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T21:48:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Liberalitas&amp;diff=2359829&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wetterwolke: /* Liberalitas principis */ belege</title>
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		<updated>2025-06-25T11:01:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Liberalitas principis: &lt;/span&gt; belege&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aureus Macrinus-RIC 0079.jpg|mini|[[Aureus]] des [[Macrinus]]. Die Rückseite zeigt Liberalitas stehend, mit dem [[Füllhorn]] in der linken und dem [[Abakus (Rechenhilfsmittel)|Abakus]] in der rechten Hand.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CARACALLA-RIC IV 135-2330344 LIBERALITAS.jpg|mini| [[Denarius]] mit [[Caracalla]] auf der Vorderseite und Liberalitas auf der Rückseite.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Liberalitas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Freigebigkeit&amp;#039;&amp;#039;) ist die [[Personifikation]] der Großzügigkeit und Wohltätigkeit und ihrer Bereitwilligkeit, zu geben, ohne dazu verpflichtet zu sein. Ihr wichtigstes Attribut war die [[Füllhorn|Cornucopia]] (das Füllhorn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der frühen [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] entwickelte sich die Bezeichnung zu einem Wertbegriff und einer der Tugenden des [[Prinzipat]]s, auf dem wiederum der Begriff der [[Liberalismus|Liberalität]] fußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Liberalitas war die römische Personifikation von Freigebigkeit und Großzügigkeit. Die Tugend uneigennützigen Handelns gehörte zu den typisch römischen Moralvorstellungen und besaß eine lange Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In republikanischer Zeit unterschied man noch zwischen den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;liberalitas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[largitio]]&amp;#039;&amp;#039;, wobei letzterer das Schenken in den Vordergrund stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals belegt ist die Begriffsentwicklung in Richtung der [[Congiarium|Congiarienverteilung]] unter Hadrian.&amp;lt;ref&amp;gt;Kloft. S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liberalitas principis ==&lt;br /&gt;
Mit Entstehung der Herrschaftsstruktur des [[Prinzipat]]s in der frühen [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] wurde &amp;#039;&amp;#039;liberalitas&amp;#039;&amp;#039; zum Sinnbild für die wichtigen Herrschertugenden der [[Princeps]], nämlich der kaiserlichen Großzügigkeit und der Organisation der Getreideversorgung Roms (&amp;#039;&amp;#039;[[Cura annonae|annona]]&amp;#039;&amp;#039;), wodurch sie Elemente der [[Libertas]] erhielt. Zunächst bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;liberalitas&amp;#039;&amp;#039; die kaiserliche Getreidespende (&amp;#039;&amp;#039;[[congiarium]]&amp;#039;&amp;#039;) allein; ab [[Antoninus Pius]] auch die &amp;#039;&amp;#039;[[Donativum|Donative]]&amp;#039;&amp;#039; für die Soldaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Körner: &amp;#039;&amp;#039;Philippus Arabs.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2002. ISBN 3-11-017205-4. S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich erweiterte sich die Bedeutung um Schuldenerlass, Steuernachlass, Katastrophenhilfe, Bautätigkeit für das Allgemeinwohl sowie Veranstaltung von Spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stylow S. 178 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 3. Jahrhundert verschmolzen nach Körner ([[Philippus Arabs]]) die libertas- und liberalitas-Vorstellungen in zunehmendem Maß.&amp;lt;ref&amp;gt;Stylow S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Caesar]] erlangte der Begriff erstmals politische Bedeutung, da er diese Tugend besonders in den Vordergrund rückte. Er stellte sich damit bewusst gegen jene Personen der Vergangenheit, mit denen er verglichen wurde, wie beispielsweise [[Sulla]]. Mit einher ging in der Wortbedeutung die Verschmelzung von Tugend und Geschenk, wobei der [[Ethik|ethische]] Hintergrund als Auslöser des Handelns präsent blieb. Erst ab dieser Zeit kann man von einer tatsächlichen Personifikation im Sinne der Versinnbildlichung einer Idee der Liberalitas sprechen. Als Attribut dachte man der Liberalitas das [[Füllhorn]] zu.&lt;br /&gt;
[[Datei:Polling (bei Weilheim) Heilig Kreuz 075.jpg|mini|Inschrift &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Bavarica&amp;#039;&amp;#039; über dem Eingang der [[Heilig Kreuz (Polling)|Klosterkirche]] in [[Polling (bei Weilheim)|Polling]]]]&lt;br /&gt;
Auch Caesars Zeitgenosse [[Cicero]], der ein ambivalentes Verhältnis zu Caesar unterhielt, widmete sich dem Begriff. Aus seiner Sicht gehören &amp;#039;&amp;#039;[[beneficentia]]&amp;#039;&amp;#039; (Guttätigkeit, Wohltätigkeit) und &amp;#039;&amp;#039;liberalitas&amp;#039;&amp;#039; zusammen und vereinen sich zu der sozialen Tugend ([[Virtus (Gottheit)|virtus]]) der &amp;#039;&amp;#039;[[iustitia]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Eckard Lefèvre: &amp;#039;&amp;#039;Panaitios&amp;#039; und Ciceros Pflichtenlehre.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 3-515-07820-7, S. 110–111.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kaiserreich wurde Liberalitas zu einem Charakteristikum der Herrscher. Dementsprechend zeigen die häufigen Darstellungen der Freigebigkeit auf Münzen stets die Getreideverteilung – entweder Liberalitas mit Füllhorn oder den Kaiser beim Akt des Verteilens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Siehe Diskussionsseite, nicht im Pauly belegt|Nachfolger Absatz}}&lt;br /&gt;
In der [[Spätantike]] wandelte sich unter dem Einfluss des Christentums der Begriff in die &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Dei&amp;#039;&amp;#039; (Gnade Gottes) um, die auch juristisch von Bedeutung (erwähnt unter anderem im [[Codex Iustinianus]]) wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der neue Pauly Online.&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|url=https://erf.sbb.spk-berlin.de/login/login_all.html |wayback=20151214222853 |text=Staatsbibliothek zu Berlin |archiv-bot=2019-04-25 17:39:59 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bayern|Freistaat Bayern]] hat &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Bavarica&amp;#039;&amp;#039; als obersten Leitsatz gewählt. Später wurde dies von [[Georg Lohmeier]] sogar noch in &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Bavariae&amp;#039;&amp;#039; abgeändert. Freilich nicht als Leitsatz, sondern als erweiterte Forderung.&amp;lt;ref&amp;gt;Egon Johannes Greipl: &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Bavarica.&amp;#039;&amp;#039; In: [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Artikel_46178 Historisches Lexikon Bayerns]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige bayerische Ministerpräsident [[Franz Josef Strauß]] definierte in seiner [[Regierungserklärung]] vom 10. Dezember 1986 die &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas Bavarica&amp;#039;&amp;#039; im [[Bayerischer Landtag|Landtag]] wie folgt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&lt;br /&gt;
Diese Liberalitas Bavarica war immer eine Haltung&lt;br /&gt;
* der Offenheit, aber auch des Maßes,&lt;br /&gt;
* der Aufgeschlossenheit, aber auch des sorgfältigen Prüfens,&lt;br /&gt;
* des Gewährenlassens, aber auch des untrüglichen Sinnes für notwendige Ordnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Geisteshaltung kennzeichnet bayerisches Leben. Sie hat sich in Politik und Kultur Bayerns ihren&lt;br /&gt;
Ausdruck geschaffen. Die Staatsregierung und ich persönlich stehen in dieser historischen Kontinuität,&lt;br /&gt;
wir werden sie wahren und weitertragen.&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP11/Protokolle/11%20Wahlperiode%20Kopie/11%20WP%20Plenum%20LT%20Kopie/006%20PL%20101286%20ges%20endg%20Kopie.pdf Bayerischer Landtag, Plenarprotokoll 11/6 vom 10.12.86, 11. Wahlperiode, S.&amp;amp;nbsp;175]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzen ==&lt;br /&gt;
Auf römischen Kaisermünzen wird Liberalitas als Personifikation der Freigebigkeit mit [[Füllhorn]] in der einen und Zählbrett ([[Abakus (Rechenhilfsmittel)|Abakus]]) in der anderen Hand dargestellt. Das Rechenbrett deutet auf die [[Congiarium|Congiarien]], die kaiserliche Güterspende an das Volk. Auf Münzen der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] seit Kaiser [[Hadrian]] wird sie auch als stehende Figur in langem Gewand dargestellt, meist im Rahmen einer Verteilungsszene mit Kaiser und Gefolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Kloft]]: &amp;#039;&amp;#039;Liberalitas principis; Herkunft und Bedeutung. Studien zur Prinzipatsideologie.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, 1970. ISBN 3-412-61570-6&lt;br /&gt;
* [[Armin U. Stylow]]: &amp;#039;&amp;#039;Libertas und Liberalitas. Untersuchungen zur politischen Propaganda der Römer&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation München 1972.&lt;br /&gt;
* Axel Brand: &amp;#039;&amp;#039;Moralische Werte in den &amp;#039;&amp;#039;Res gestae&amp;#039;&amp;#039; des Ammianus Marcellinus.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1999. ISBN 3-525-25219-6&lt;br /&gt;
* {{DNP|7|140|144|Liberalitas, largitio|Mireille Corbier|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Personifikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wetterwolke</name></author>
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