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	<title>Libell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Libell&amp;diff=541426&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 1. Mai 2025 um 07:55 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-01T07:55:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert eine Klageschrift; die gleichnamige Band wird unter [[Libell (Band)]] erläutert.}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Libell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in erster Linie eine Prozessakte, namentlich eine [[Klageschrift]], bezeichnet. Das Libell (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;[[libellus]]&amp;#039;&amp;#039; „Büchlein“, „Kleine Schrift“) kann jedoch auch eine Urkunde in Buchform, ein kurzes Schriftstück, eine [[Streitschrift|Streit-]] oder eine [[Schmähschrift]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 12. Leipzig 1908, S. 504.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Römisches Reich|alten Rom]] war das Libell die bei Gericht eingereichte Klageschrift. In der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] unterhielt der Prinzeps zur Entlastung seine [[A libellis|Libellkanzlei]]. Im Rahmen der [[Kaiserrecht|kaiserlichen Gesetzgebung]] war das &amp;#039;&amp;#039;libellus&amp;#039;&amp;#039; auch eine mit einem konkreten Anliegen an den Kaiser gerichtete Bittschrift oder Eingabe einer Privatperson zur [[Reskript|Bescheidung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[José Luis Alonso (Rechtswissenschaftler)|José Luis Alonso]], [[Ulrike Babusiaux]]: &amp;#039;&amp;#039;Papyrologische und epigraphische Quellen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]]. Band 1 §§&amp;amp;nbsp;1–58.&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5, S.&amp;amp;nbsp;222–317, hier S.&amp;amp;nbsp;76 und 296 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufiger gebraucht wurde der Begriff im 16. Jahrhundert im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] und gewann in Dokumenten vor allem im [[Habsburgische Erblande|österreichischen Landesteil]] politische Bedeutung. Im modernen Rechtswesen wird das Libell in Praxis und Sprachgebrauch wenig verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1997 trägt die Zeitschrift der [[Grüne Liga|Grünen Liga Brandenburg]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Libell&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Beispiele&lt;br /&gt;
Nachfolgende Aufzählung nennt einige bedeutende Beispiele &amp;lt;small&amp;gt;(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)&amp;lt;/small&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Am 10. April 1510 dokumentierte das &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Libell&amp;#039;&amp;#039; Verhandlungen im [[Reichstage zu Augsburg#1510|Reichstag zu Augsburg]] zu österreichischen Angelegenheiten. Das dortige Kammergericht wurde aufgelöst und die [[Niederösterreich|niederösterreichische]] Regierung von [[Enns]] nach [[Wien]] verlegt.&lt;br /&gt;
* Am 23. Juni 1511 wurde das Tiroler &amp;#039;&amp;#039;[[Landlibell]]&amp;#039;&amp;#039; geschaffen, eine Zusammenfassung über das Verteidigungs- und Grundsteuersystem sowie andere Rechtsfragen für das Gebiet der [[Grafschaft Tirol]].&lt;br /&gt;
* Am 24. Mai 1518 wurden drei Innsbrucker Libelle mit Billigung des Kaisers [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] verfasst. Das erste galt der „kaiserlichen Majestät Hofordnung und anderer Betrachtungen“. Unter anderem wurden hier die Regeln, nach denen der [[Reichshofrat]] arbeitete, aktualisiert. Das zweite &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker Libell&amp;#039;&amp;#039; hatte die Rüstung zur Landesverteidigung zum Gegenstand, das dritte „gemeine Beschwerungen“, worin Finanzfragen geregelt wurden.&lt;br /&gt;
* [[Hieronymus Vehus]] legte dem [[Reichstag zu Augsburg (1530)|Augsburger Reichstag von 1530]] ein Libell für dessen Beratungen vor, das Standpunkte im Glaubensstreit aufzeigte. Vehus plädierte auf dem Reichstag für eine vorerst politische Lösung, bis das vom Papst einzuberufende Konzil eine endgültige Entscheidung zur Streitfrage treffe.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1562 enthielt das &amp;#039;&amp;#039;Reformations-Libell&amp;#039;&amp;#039; des Kaisers [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] seine Ausführungen zu Glaubensfragen für das [[Konzil von Trient]].&lt;br /&gt;
* Im &amp;#039;&amp;#039;Grazer Libell&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Februar 1572 (auch &amp;#039;&amp;#039;Grazer Religionspazifikation&amp;#039;&amp;#039; genannt) erhielten die Landstände von [[Innerösterreich]] von Erzherzog [[Karl II. (Innerösterreich)|Karl II.]] volle [[Gewissensfreiheit|Gewissens-]] und [[Religionsausübungsfreiheit]] unter der Bedingung schuldigen [[Gehorsam]]s ihm gegenüber.&lt;br /&gt;
* Rund sechs Jahre später, am 9. Februar 1578, gewährte Erzherzog Karl II. die Glaubens- und Gewissensfreiheit im &amp;#039;&amp;#039;Brucker Libell&amp;#039;&amp;#039; auch den Städten und Märkten Innerösterreichs. Das [[Bruck an der Mur|Brucker]] Libell enthielt eine ausdrückliche Ablehnung des [[Calvinismus|Calvinischen Glaubens]] durch die dem [[Augsburger Bekenntnis]] anhängenden Stände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/drwKaerntenLHF1610/0079 Buchauszug: Augsburger Libell]&lt;br /&gt;
* [http://repoestrg.info/wp/territorien/niederosterreich-landergruppe/innsbrucker-libell-1518/ Transkription Innsbrucker Libell 1518]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Augsburger Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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