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	<title>Leysiel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:38:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leysiel&amp;diff=1848733&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Awistreich: /* Schleuse und Siel */ Bauwerk Schleuse</title>
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		<updated>2026-01-23T15:48:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schleuse und Siel: &lt;/span&gt; Bauwerk Schleuse&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flug Pilsumer Leuchtturm nach Borkum 010.JPG|mini|Leysiel aus der Luft]]&lt;br /&gt;
[[Datei:KarteKrummhoern.png|mini|Karte der Krummhörn mit der Landzunge Leyhörn links oben. Im Inneren dieser Landzunge ist das Speicherbecken erkennbar, zudem das Fahrwasser zum Greetsieler Hafen und auch der von dort aus in nordöstlicher Richtung verlaufende Verbindungskanal zum Leybuchtsiel]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leysiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Sperrwerk (Wasserbau)|Sperrwerkskomplex]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;gdws&amp;quot; /&amp;gt; nordwestlich von [[Greetsiel]] in der Gemeinde [[Krummhörn]] in [[Ostfriesland]]. Die Anlage war 1991 fertiggestellt worden und besteht aus einem [[Siel]] mit drei Öffnungen und einer größeren [[Schleuse]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nlwkn&amp;quot; /&amp;gt; Das [[Küstenschutz]]bauwerk wirkt als [[Sturmflutsperrwerk]] und liegt auf einer &amp;#039;&amp;#039;[[Leyhörn]]&amp;#039;&amp;#039; genannten Landzunge, die seit 1985 künstlich angelegt wurde. Der Komplex soll drei verschiedene Funktionen erfüllen: &lt;br /&gt;
* eine [[Gezeiten|tidefreie]] Zufahrt zum [[Fischerei|Fischerort]] Greetsiel ermöglichen, &lt;br /&gt;
* die [[Melioration|Entwässerung]] der tief liegenden, binnendeichs gelegenen Gebiete sichern und &lt;br /&gt;
* dem Naturschutz dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Planung und Bau ==&lt;br /&gt;
Bis 1980 gab es verschiedentlich Pläne, die gesamte [[Leybucht]] einzudeichen. Die zuvor letzte große [[Landgewinnung]]smaßnahme war der von 1947 bis 1950 eingedeichte [[Leybuchtpolder]]. Da die Leybucht jedoch ein Vogelrastgebiet von internationalem Rang ist und der Naturschutz im Laufe der Jahrzehnte an Bedeutung gewann, entschloss sich die niedersächsische Landesregierung 1980 endgültig, auf eine komplette Eindeichung der Leybucht zu verzichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cremer&amp;quot; /&amp;gt; Stattdessen wurde nun das Ziel verfolgt, die Zufahrt des zuvor immer wieder von [[Schlick|Verschlickung]] bedrohten Greetsieler Hafens durch eine befestigte, nach Nordwesten ausgerichtete Zufahrt zu sichern. Dies geschah durch die Anlegung jener Landzunge, die beiderseits von [[Deich]]en geschützt und in ihrem Inneren größtenteils ein Gewässer ist. Die Landzunge beinhaltet ein Speicherbecken, das bei Sturmfluten als Aufnahmereserve für das Binnenwasser dient, wenn das Wasser nicht nach außen gesielt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schleuse und Siel ==&lt;br /&gt;
Das Leysiel umfasst eine Schleuse, um den derzeit 27 Greetsieler [[Nordseegarnele|Krabbenkuttern]] die Aus- und Einfahrt in den Hafen zu sichern. Das Bauwerk der Seeschleuse ist insgesamt 120&amp;amp;nbsp;Meter lang und hat eine lichte Durchfahrtsweite von 14&amp;amp;nbsp;Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nlwkn&amp;quot; /&amp;gt; Dies erlaubt die gleichzeitige Schleusung von bis zu acht Kuttern. Neben den Fischern wird der Greetsieler Hafen auch von Bootsausflüglern angefahren. Vom Hafen Greetsiel aus werden Kutterfahrten in das Naturschutzgebiet angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schleusenkammer]] besitzt insgesamt fünf [[Stemmtor]]paare mit hydraulischem [[Antrieb]], um jederzeit die Schleuse in beiden Richtungen gegen höheren Wasserstand zu schließen oder auch mit kurzer Kammer zu schleusen. Besonderheit ist das seeseitige Tor mit größerer Höhe, dass gegen [[Sturmflut]]wasserstände schützen muss. Seeseitig wurde ein [[Nothafen|Schutzhafen]] von 170&amp;amp;nbsp;m Länge und 100&amp;amp;nbsp;m Breite angelegt, der einen 60&amp;amp;nbsp;m langen [[Kai (Uferbauwerk)|Kai]] als Notanleger aufweist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nlwkn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Siel besteht aus drei zehn Meter breiten [[Durchlass|Durchlässen]], die jeweils mit doppelten [[Hubtor]]en ausgestattet sind. Dies ist notwendig, da Küstenschutzbauwerke der ersten [[Deichlinie]] eine doppelte Deichsicherheit einhalten müssen. Zum Schutz der Tordichtungen gegen [[Frost]] sind im Bereich der Anschläge [[Luftsprudelanlage]]n angeordnet. Hinter dem Außenhafen beginnt das [[Tief (Fließgewässer)|Außentief]], das zur Wattrinne &amp;quot;Norderley&amp;quot; führt. Beidseits schützen das Tief rund 900&amp;amp;nbsp;m lange Leitdämme vor Versandung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Sperrwerk und Siel führt eine sturmflutfreie Brücke, die nur von zugelassenen Personen/Fahrzeugen überquert werden darf. Der Wander- und Fahrweg am Westufer endet dort, da das Befahren und Betreten des östlichen Deichabschnitts nicht gestattet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauprojekt kostete rund 330 Millionen [[Deutsche Mark|DM]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cremer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leybucht und Naturschutzgebiet ==&lt;br /&gt;
Mit der Anlegung der Leyhörn wurde zugleich ein neuer Deich am südöstlichen Rand der Leybucht gebaut. Dieser liegt nur unwesentlich vor dem früheren Hauptdeich, die vorgelagerten [[Salzwiese]]n wurden nur minimal berührt. Diese Maßnahme erlaubte es, einen Verbindungskanal, den [[Störtebekerkanal]] von Greetsiel zum 1929 angelegten [[Leybuchtsiel]] auf [[Norden (Ostfriesland)|Norder]] Stadtgebiet zu graben. Das Leybuchtsiel entwässert das [[Norder Tief]] seitdem nicht mehr direkt in die Nordsee, sondern via Kanal und Speicherbecken über das Leysiel. Es wurde zudem umgebaut und mit einer offenen Durchfahrt versehen. Damit besteht nun eine Kanalverbindung zwischen Norden und Greetsiel. Erstmals seit Anlegung des Leybuchtsiels 1929 hat der kleine Norder Hafen damit wieder Zugang zum offenen Meer, wenn auch nur für Boote.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cremer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Landzunge Leyhörn ist als [[Leyhörn (Naturschutzgebiet)|Naturschutzgebiet „Leyhörn“]] ausgewiesen. Zudem wurden Ausgleichsflächen bereitgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nlwkn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leysiel Sielanlage.jpg|Gesamtansicht der Sielanlage&lt;br /&gt;
Leysiel Schleusenausfahrt.jpg|Ausfahrt mit den Inseln [[Juist]] und [[Norderney]] am Horizont&lt;br /&gt;
Leysiel Maschinenhaus.jpg|Maschinenhaus&lt;br /&gt;
Leysiel Schleuse und Speicherbecken.jpg|Schleuse und Speicherbecken&lt;br /&gt;
Leysiel Speicherbecken.jpg|Speicherbecken&lt;br /&gt;
Leysiel Schleusentor.jpg|Hohes Schleusentor Seeseite&lt;br /&gt;
Leysiel Deich und Siel.jpg|Deich und Siel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die Schleuse bildet eine direkte Verbindung zur Nordsee, sodass sich mit den [[Gezeiten]], wie früher ohne die Landzunge, das [[Salzwasser]] mit dem Hafenwasser vermischt. In Kombination mit der [[Dürre und Hitze in Europa 2018]] führte dies Ende Juli 2018 zu einem massiven [[Fischsterben]] im Hafenbecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gdws&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/wasserstrassen/02_bauwerke-anlagen/sperrwerke/sperrwerke-node.html&lt;br /&gt;
 |titel=Sperrwerke&lt;br /&gt;
 |werk=gdws.wsv.bund.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-01-14}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;nlwkn&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.nlwkn.niedersachsen.de/master/C11909744_N11746763_L20_D0_I5231158.html&lt;br /&gt;
 |titel=Siel und Schleuse Leysiel&lt;br /&gt;
 |werk=nlwkn.niedersachsen.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz&lt;br /&gt;
 |abruf=2026-01-14}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cremer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Ufke Cremer/[[Johann Haddinga]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Norden. Die Stadtchronik&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=SKN&lt;br /&gt;
 | Ort=Norden&lt;br /&gt;
 | Datum=2001&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-928327-46-1&lt;br /&gt;
 | Seiten=88}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ndr&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Hitze-Fischsterben-in-Greetsiel-und-an-der-Vechte,vechte102.html&lt;br /&gt;
 |titel=Hitze: Fischsterben in Greetsiel und an der Vechte&lt;br /&gt;
 |werk=ndr.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=2018-08-01&lt;br /&gt;
 |abruf=2018-08-02}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53/32/08.5|EW=7/02/22.8|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Krummhörn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Küstenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Awistreich</name></author>
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