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	<title>Lex iudiciaria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:11:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lex_iudiciaria&amp;diff=344133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: kl. erg.</title>
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		<updated>2021-01-31T22:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl. erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lex iudiciaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Gesetz des [[Gaius Sempronius Gracchus]] von 123/122 v. Chr., das das Gerichtswesen der [[Römische Republik|Römischen Republik]] zugunsten des [[Eques|Ritterstandes]] und auf Kosten der [[Römischer Senat|Senatoren]] reformierte. Ob es sich hierbei jedoch um ein oder mehrere Gesetze handelt und ob diese(s) Gesetz(e) das gesamte Gerichtswesen umfasste(n) oder sich lediglich auf das [[Repetundenverfahren]] bezog(en), ist bis heute in der Forschung nicht eindeutig geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kontroverse resultiert aus der schlechten Überlieferungslage zur &amp;#039;&amp;#039;lex iudicaria&amp;#039;&amp;#039; und beruht auf vielfach nicht übereinstimmenden Aussagen historischer Autoren und einigen Teilen einer [[Bronze]]tafel (der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[tabula Bembina]]&amp;#039;&amp;#039;), die auf einer Seite einst ein Repetundengesetz trug, wobei sich die Forschung weitgehend einig ist, das dieses in die Zeit der [[Volkstribunat|Tribunate]] des Gaius Gracchus zu datieren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überlieferungen lassen sich in drei Gruppen einteilen. [[Plutarch]] spricht von einer Ergänzung der bis dahin dreihundert Senatoren umfassenden Richterliste um dreihundert Ritter. Laut [[Titus Livius|Livius]] wurden sechshundert Ritter in den Senat aufgenommen und hätten gegenüber den Senatoren doppeltes Gewicht im Senat erhalten. Die dritte Gruppe stellen unter anderem [[Appian]], [[Velleius Paterculus]], [[Diodor]]us, [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], [[Florus]] und [[Marcus Terentius Varro|Varro]] dar, die von einer gänzlichen Übertragung der Rechtsprechungsbefugnis von den Senatoren auf die Ritter sprechen. Hier erwähnt Appian sowohl, dass der Grund für diese Maßnahme die Bestechungsfälle seien, durch welche das Ansehen der Gerichte gelitten hätte (Repetundenfälle), als auch, dass den Rittern sämtliche Gerichte übertragen werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;lex Cornelia iudicaria&amp;#039;&amp;#039; wiederum war Bestandteil des [[Lucius Cornelius Sulla Felix|sullanischen]] [[Leges Corneliae|Reformpakets]] zur [[Römisches Verfassungsrecht|Neuordnung]] der [[Römische Republik|Republik]]. Sulla beschränkte die Richterfunktion auf [[Römischer Senat|senatorische]] Richter.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;in Verrem actio prima&amp;#039;&amp;#039; (1),37; Velleius 2,32,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da genügend von ihnen zur Verfügung standen, konnte er die Zahl der [[Quaestio (Rechtsgeschichte)|Quästionen]] vor den erweiterten [[Römisches Straf- und Strafverfahrensrecht#Iudicia publica: Die Entstehung der öffentlichen Gerichtshöfe|öffentlichen Schwurgerichten]] erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;pro A. Cluentio&amp;#039;&amp;#039; 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kunkel]] mit [[Roland Wittmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsordnung und Staatspraxis der römischen Republik. Zweiter Abschnitt. Die Magistratur&amp;#039;&amp;#039;. München 1995, ISBN 3-406-33827-5 (von Wittmann vervollständigte Ausgabe des von Kunkel unvollendet nachgelassenen Werkes). S. 709.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ritterstand verlor eine seiner wichtigen Kompetenzen und Sulla richtete die „permanenten Geschworenengerichtshöfe“ ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Miriam Griffin]]: &amp;#039;&amp;#039;The ‚Leges Iudiciariae‘ of the Pre-Sullan Era.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Classical Quarterly]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23, Nr. 1, 1973, S. 108–126, {{JSTOR|638133}}.&lt;br /&gt;
* Robert J. Rowland, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;C. Gracchus and the Equites.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Transactions and Proceedings of the American Philological Association.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 96, 1965, {{ISSN|0065-9711}}, S. 361–373, {{JSTOR|283738}}.&lt;br /&gt;
* Karin Sion-Jenkis: &amp;#039;&amp;#039;Von der Republik zum Prinzipat. Ursachen für den Verfassungswechsel in Rom im historischen Denken der Antike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Palingenesia]].&amp;#039;&amp;#039; 69).  Franz Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07666-2, S. 115 f., (Zugleich: Hamburg, Universität, Dissertation, 1996).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Römisches Reich)|Iudiciaria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (2. Jahrhundert v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:120er v. Chr.]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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