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	<title>Lex imperfecta - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T16:00:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lex_imperfecta&amp;diff=358575&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stephan Klage: Überarbeitung römischer Teil</title>
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		<updated>2025-07-06T07:17:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überarbeitung römischer Teil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Von einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Lex imperfecta}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch „unvollständiges Gesetz“) wird gesprochen, wenn ein gesetzlicher [[Tatbestand]] im Sinne des Wenn-Dann-Schemas (ausnahmsweise) keine [[Rechtsfolge]] vorsieht. Sofern es sich nicht um ein redaktionelles Versehen des Gesetzgebers handelt, kommen Tatbestände ohne Rechtsfolge etwa bei Vorkehrungen in sanktionsfreien Ordnungsvorschriften vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Römisches Recht|römischen Recht]] ist eine Textstelle bei [[Ulpian]] erhalten, die Bezug auf die Systematik gesetzlicher Regelungen nimmt. Er dreiteilt die Charakteristik und unterscheidet in &amp;#039;&amp;#039;leges perfectae&amp;#039;&amp;#039;, welche anordnen, dass gesetzeswidrige Rechtsakte nichtig sind, &amp;#039;&amp;#039;leges minus quam perfectae&amp;#039;&amp;#039;, bei denen der gesetzeswidrige Rechtsakt zwar gültig bleibt, aber strafsanktioniert ist, und &amp;#039;&amp;#039;leges imperfectae&amp;#039;&amp;#039;, die keine dieser Folgen auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulpian]], in &amp;#039;&amp;#039;Epitome Ulpiani&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelheiten zum Strafandrohungspotential sind in der Forschung allerdings umstritten, da Ulpians Textstelle die einzige ist, die zu diesem Themenblock überliefert ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Kaser]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Verbotsgesetze und verbotswidrige Geschäfte im römischen Recht&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] (Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte Band 312, Wien 1977, S. 9 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als frühes Beispiel für eine &amp;#039;&amp;#039;lex imperfecta&amp;#039;&amp;#039;, wird die &amp;#039;&amp;#039;[[lex Cincia]]&amp;#039;&amp;#039; – ein [[Plebiszit#Geschichte des Plebiszits|Plebiszit]] aus Zeiten der mittleren [[Römische Republik|Republik]] – beurteilt. Darin enthaltene Anordnungen wollen übertrieben ausgelebtem Luxus Einhalt gebieten, lassen allerdings offen, welche Rechtsfolgen bei Verstößen zu erwarten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Hausmaninger, Walter Selb: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Privatrecht&amp;#039;&amp;#039;, Böhlau, Wien 1981 (9. Auflage 2001) (Böhlau-Studien-Bücher) ISBN 3-205-07171-9, S. 144.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die ersten [[Repetundenverfahren|Repetundengesetze]], die in den [[Römische Provinz|römischen Provinzen]] Anwendung fanden, werden teils dieser Fallgruppe zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Senn: &amp;#039;&amp;#039;Leges perfectae minus quam perfectae et imperfectae.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S. 47 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutlich später, nämlich erst in der [[Prinzipat|frühen Kaiserzeit]], traten [[Senatus consultum|Senatskonsulte]] mit ihren Verbotsanordnungen hinzu, so das [[Senatus consultum Velleianum|SC Velleianum]] oder das [[Senatus consultum Macedonianum|SC Macedonianum]]. Auch die in den Konsulten gemaßregelten Geschäfte waren nicht per se unwirksam.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Kaser: &amp;#039;&amp;#039;Über Verbotsgesetze und verbotswidrige Geschäfte im römischen Recht&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] (Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte Band 312, Wien 1977, S. 29 ff (30 f.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel neuerer Zeit war etwa das österreichische [[Tabakgesetz]], das bis 2009 zwar ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden vorsah, daran jedoch keinerlei Sanktionen knüpfte. Ein aktuelles Beispiel ist die [[Autobahn-Richtgeschwindigkeits-Verordnung]] in Deutschland. Ein kompliziertes Beispiel ist die Regelung zur [[Abtreibung]] im deutschen oder österreichischen [[Strafgesetzbuch (Österreich)|Strafgesetzbuch]], die unter bestimmten Umständen rechtswidrig, aber nicht strafbewehrt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel ist die [[Allgemeine Erklärung der Menschenrechte]] (AEMR), &amp;#039;&amp;#039;Universal Declaration of Human Rights&amp;#039;&amp;#039; der UNO.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf Allgemeine Erklärung der Menschenrechte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.un-documents.net/a3r217a.htm Universal Declaration of Human Rights]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn universelle Menschenrechte tituliert sind, so bleibt die AEMR eine lediglich unverbindliche Empfehlung der UNO, welche nicht justiziabel ist, also nicht einklagbar. Dem steht nicht entgegen, dass in Art. 6 AEMR das &amp;#039;&amp;#039;Recht auf Rechtsfähigkeit&amp;#039;&amp;#039; explizit aufgeführt ist.&lt;br /&gt;
Es sind nur diejenigen Bestimmungen der AEMR indirekt einklagbar, welche in verbindlichen [[Völkerrechtlicher Vertrag|völkerrechtlichen Verträgen]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://treaties.un.org/Pages/Treaties.aspx?id=4&amp;amp;subid=A&amp;amp;lang=en völkerrechtliche Verträge]&amp;lt;/ref&amp;gt; so beispielsweise dem [[Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte|Zivilpakt (BPR)]] oder dem [[Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte|Sozialpakt (WSKR)]] übernommen worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* [[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Juristische Methodenlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stephan Klage</name></author>
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