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	<title>Lex Ripuaria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T11:03:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lex_Ripuaria&amp;diff=2899348&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kneppelfreed: Karte entfernt. Diese Karte hat doch nichts mit der Lex Ripuaria zu tun.</title>
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		<updated>2026-04-27T04:03:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Karte entfernt. Diese Karte hat doch nichts mit der Lex Ripuaria zu tun.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dagobert Austrien.jpg|mini|hochkant=1.45|Entstehung des Frankenreichs. Ripuarien ist rot eingezeichnet.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerichtskampf mair.jpg|mini|300px|Darstellung eines Gerichtskampfes, wie in der Lex Ripuaria geregelt (hier ein Beispiel aus dem Jahre 1409)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tiers de sous d&amp;#039;or de Dagobert Ier.jpg|mini|Goldmünze mit dem Bild Dagoberts I., zu dessen Regierungszeit die Lex Ripuaria entstand]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lex Ribuaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Sammlung von in [[Latein]] verfassten Gesetzestexten, die Anfang des 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts während der Herrschaft des [[Austrasien|austrasisch]]en Königs [[Dagobert I.]] für das Gebiet des [[Ripuarien|Herzogtum Ripuarien]] erschienen ist. Die Gesetzessammlung orientierte sich am Gesetz der salischen Franken ([[Lex Salica]]) aus den Jahren 507 bis 511, betonte aber traditionelles fränkisches Recht. Demgegenüber enthielt die Lex Salica auch noch umfassende gesetzliche Regelungen für die römische bzw. galloromanische Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Beyerle: &amp;#039;&amp;#039;Völksrechtliche Studien I–III, Zeitschrift der Savigny-Stiftung, germ. Abt. &amp;#039;&amp;#039; LXII 264vv, LXIII ivv; Ewig 450vv;487vv&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lex Ripuaria geht zurück auf die Regierungszeit [[Dagobert I.|Dagoberts I.]], der 623 von seinem Vater [[Chlothar II.|Chlothar]] als Unterherrscher im (zunächst territorial verkleinerten) Teilreich [[Austrien]] eingesetzt wurde, zu dem auch [[Ripuarien]] als zentrale Landschaft gehörte. Die Gesetzessammlung geht, im Unterschied zur &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Salica]]&amp;#039;&amp;#039;, die der [[Merowinger]] [[Chlodwig I.]] zwischen 507 und 511 als fränkisches Gesetzbuch herausgegeben hatte, auf Besonderheiten dieses Teilgebiets ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohm&amp;quot;/&amp;gt; Im Jahre 629 wurde Dagobert König des Gesamtreiches und wurde einer der Mächtigsten in der Reihe der [[Liste der fränkischen Herrscher|merowingischen Herrscher]].&amp;lt;ref&amp;gt;Margarete Weidemann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Chronologie der Merowinger im 7. und 8. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Francia&amp;#039;&amp;#039; 25/1, 1999, S. 179ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Verlag C.H. Beck, München, S. 105, 123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsinhalt ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; fasste mündlich überliefertes Recht zusammen. Die 89 Kapitel, insbesondere die des zweiten Teiles (von drei Teilen), waren stark beeinflusst von der &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Salica]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohm&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Sohm: &amp;#039;&amp;#039;Über die Entstehung der Lex Ribuaria&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hermann Böhlau, Weimar 1866. S. 1 bis 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039; umfasste neben dem Recht der Franken auch Regelungen zur Stellung der Kirche, der römischen ([[Galloromanen|galloromanischen]]) Bevölkerung und des Zusammenlebens zwischen Franken und anderen Volksgruppen.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Beyerle: &amp;#039;&amp;#039;Völksrechtliche Studien I–III, Zeitschrift der Savigny-Stiftung, germ. Abt.&amp;#039;&amp;#039; LXII 264vv, LXIII ivv; Ewig 450vv;487vv.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ripuarische Recht betonte eher die traditionellen fränkischen Rechtsauffassungen, denn viele Rheinfranken waren noch in vorchristlichen Glaubensvorstellungen verhaftet. Regelungen des Bestattungswesens, der [[Grabbeigaben]] und der Ausrüstung von Kriegern (Brünne = bruina; Helm = helmo; Beinschiene = bagnbergae) sind durch die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Verlag C.H. Beck, München, S. 161 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Fragen des Alltags und der Natur wurden in der &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; geregelt. So war z.&amp;amp;nbsp;B. der &amp;#039;&amp;#039;Haselzauber&amp;#039;&amp;#039; verboten. Die Früchte der [[Gemeine Hasel|Hasel]] galten als Liebeselixier und dienten der Förderung der Fruchtbarkeit. Dem Haselstrauch wurden Kräfte gegen Blitzschlag und Erdstrahlen zugeschrieben, Haselruten wurden als [[Wünschelrute]]n verwendet und Haselzweige sollten [[Hexe]]n und bösen [[Magie|Zauber]] abwehren. Trotz des Verbotes hielten sich die Haselbräuche noch bis ins hohe Mittelalter.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Hoops: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Band 14&amp;#039;&amp;#039;, S. 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Besonderheit der &amp;#039;&amp;#039;lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; war die Anerkennung und Regelung des sogenannten [[Gerichtskampf]]es (duellum) zwischen Kontrahenten, in der Regel vor Publikum. In der &amp;#039;&amp;#039;lex Salica&amp;#039;&amp;#039; kamen diese Duelle nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; als auch die &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039; kannten das [[Wergeld]] (Manngeld), ein Sühnegeld, das geschaffen worden war, um die [[Blutrache]] und daraus resultierende Dauerfehden zwischen den Sippen einzudämmen. Dabei galten für Angehörige des Fränkischen Volkes andere Sätze als für „Nichtfranken“ (Römer und Galloromanen). Für die Tötung eines Franken war das Doppelte des Wergeldes fällig wie für einen in vergleichbarer Stellung lebenden Römer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wergeld betrug z.&amp;amp;nbsp;B.:&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1970, S.&amp;amp;nbsp;115–119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 100 solidi für einen Freien Römer (&amp;#039;&amp;#039;romanus possessor&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 100 solidi für einen Halbfreien Franken (&amp;#039;&amp;#039;lidi&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 200 solidi für einen Freien Franken (&amp;#039;&amp;#039;franci&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 300 solidi für Gefolgsleute aus der gallorömischen Bevölkerung (&amp;#039;&amp;#039;convivae&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 600 solidi für die berittenen fränkischen Gefolgsleute des Königs (Antrustionen)&lt;br /&gt;
* 600 solidi für einen Priester&lt;br /&gt;
* 900 solidi für einen Bischof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wergeld für einen (getöteten) Franken fiel neben dem Anteil, der an die Familie des Betreffenden zu zahlen war, ein Abgabenanteil von einem Drittel für den Fiskus an. Zwei Drittel gingen an die Sippe, davon die Hälfte an die direkten Angehörigen, die andere Hälfte als &amp;#039;&amp;#039;Magsühne&amp;#039;&amp;#039; an die Verwandten. Da die römische Bevölkerung den Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Sippe&amp;#039;&amp;#039; so nicht kannte, entfiel für diese Gruppe dieser Anteil, was das Wergeldverhältnis etwas relativiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zöllner&amp;quot;&amp;gt;Erich Zöllner: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts &amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 1970, S. 117, 162, 146–207.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze des Volkes stand&lt;br /&gt;
* Der König (&amp;#039;&amp;#039;Rex Francorum&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
:seine Herrschaftssymbole waren der Speer, Stirnreif und Siegelring&lt;br /&gt;
:durch den sogenannten „Untertaneneid“ huldigte das Volk seinem König&lt;br /&gt;
* Der Adel bestand aus den Herzögen (&amp;#039;&amp;#039;dux&amp;#039;&amp;#039;) und Grafen (&amp;#039;&amp;#039;comes&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Das militärische Dienstgefolge bestand aus den &amp;#039;&amp;#039;[[leudes]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbberechtigt war nur der Mannesstamm, nach den Söhnen die Brüder, mit Vorrang falls die Söhne als „nicht regierungsfähig“ galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung war in Stände eingeteilt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohm&amp;quot; /&amp;gt; u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
* Freie (&amp;#039;&amp;#039;ingenui&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Franci&amp;#039;&amp;#039;) (der einzelne fränkische Mann, Wehrpflichtiger)&lt;br /&gt;
* Halbfreie (&amp;#039;&amp;#039;liti&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;lidi&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Freigelassene (&amp;#039;&amp;#039;liberti&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Knechte, Unfreie (&amp;#039;&amp;#039;servi&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* Römer (Freier Römer = &amp;#039;&amp;#039;Romanus possessor&amp;#039;&amp;#039;, Angehöriger des Mittelstandes)&lt;br /&gt;
* Römische Knechte (&amp;#039;&amp;#039;colone&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Begriff „Franci“ für den (einzelnen) Freien (Franken), entstand im Laufe der Jahre im romanischsprachigen Raum das adjektiv „franc“ für „frei“ – aus dem etwa im 15. Jahrhundert die deutsche Entsprechung entlehnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als z.&amp;amp;nbsp;B. im Verhältnis der ([[Arianismus|arianischen]]) [[Goten]] zu ihren römischen ([[Katholizismus|katholischen]]) Mitbewohnern gab es bei den Franken kein gesetzlich vorgeschriebenes Heiratsverbot zwischen Franken und anderen Ethnien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zöllner&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
[[Rudolph Sohm]] hat die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; in seiner Veröffentlichung „Über die Entstehung der Lex Ribuaria“ eingehend untersucht und auch mit der &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039; verglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sohm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Hinweise auf eine &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; fand Sohm im Prolog zur &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Baiuvariorum]]&amp;#039;&amp;#039;. Darin wird berichtet über das Recht der austrasischen [[Franken (Volk)|Franken]] wie das der [[Alemannen]] und [[Bajuwaren]]. Die ersten Niederschriften der &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; datieren aus der Zeit von [[Theuderich I.]], Ergänzungen erfolgten unter [[Childebert I.]] und [[Chlothar I.]] sowie eine Revision unter [[Dagobert I.]], der als Herausgeber der Gesamtfassung gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; gliederte sich in drei Teile (mit einem Anhang als Teil vier):&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teil 1 (Kapitel 1 bis 31; mit wenigen Bezügen auf die &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039;):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: Abfassung unter [[Theuderich I.]] – 511 bis 533 König im [[Austrasien|Osten des Frankenreiches]].&lt;br /&gt;
: In diesem Teil werden u.&amp;amp;nbsp;a. Wergeldsätze und die Bußen für Körperverletzung und Tötung von Freien und Unfreien festgelegt. Auch die Bestrafung des „schweren Diebstahles“ mit dem Tode findet sich im ersten Teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teil 2 (Kapitel 32 bis 56; enthält nahezu ungeänderte Teile der &amp;#039;&amp;#039;lex Salica&amp;#039;&amp;#039;):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Die Entstehung liegt in der Zeit von [[Childebert I.]] (etwa 558), [[Chlothar I.]] (558–561) und [[Childebert II.]] (575–596).&lt;br /&gt;
:In diesem Teil werden u.&amp;amp;nbsp;a. Verfahrens- und Prozessregularien behandelt, von Klagtatsachen über Beweisurteile bis zur Exekution. Auch Regeln darüber, was geschehen soll falls ein Beklagter nicht vor dem Gericht erscheint oder sich durch Flucht dem Gericht entzieht. Wer sein Wergeld nicht zahlt, verfällt dem Tode. Auch solche Eigentümlichkeiten sind geregelt, wann beispielsweise der Herr für die Taten seines Sklaven aufzukommen hat. Obwohl nahezu vollständige Teile der &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039; übernommen wurden, sind einige Passagen ganz ausgelassen (die in Teil 1 bereits behandelt waren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teil 3 (Kapitel 57 bis 89; weitgehende, nicht vollständige Verwendung der &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039;):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Zur Zeit des [[Dagobert I.]] entstanden (623 König in Austrien, 629–638 Gesamtkönig).&lt;br /&gt;
:Dieser Teil enthält wichtige Bestimmungen über das öffentliche Recht, die positiven wie negativen Pflichten der Untertanen. So wird das [[Bannrecht]] des Königs behandelt (Königsbann, Heerbann, Ruf zu den Waffen), dem die Freien und die Freigelassenen unterliegen – sowie die Strafen bei Nichtbefolgung. Mit Todesstrafe geahndet werden Beleidigungen und Angriffe gegen den [[König]] und seine Familie, Anstiftung zum Landesaufruhr und Abfall vom [[Fränkisches Reich|Fränkischen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vierte Teil (Anhang der &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039;) enthält eine Auflistung zusätzlicher Bußen und neuerer Bezeichnungen für Straftaten und Täter (zum Beispiel taucht der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;[[Friedlosigkeit|Geächteten]]&amp;#039;&amp;#039; auf). Dieser Teil wird als Produkt der [[Karolinger]]zeit angesehen, möglicherweise herausgegeben durch [[Karl Martell]]. Noch zur Zeit [[Karl der Große|Karls des Großen]] kam es zu weiteren &amp;#039;&amp;#039;Karolingischen Rezensionen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt kann die &amp;#039;&amp;#039;Lex Ripuaria&amp;#039;&amp;#039; als eine Fortschreibung der &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039; betrachtet werden, mit Anpassungen an das Recht der Ripuarier, wo es als erforderlich angesehen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Vorbild, die &amp;#039;&amp;#039;Lex Salica&amp;#039;&amp;#039;, erlangte Bedeutung über die Periode der Merowinger hinaus bis in die Zeit Karls des Großen. Eine Reihe von Gesetzen, wie die Regelung der [[Thronfolge]] (auf die männlichen Nachfolger), hatten für die europäischen Herrscherhäuser bis ins hohe [[Mittelalter]] Bestand und galten für einige Monarchien noch bis in die [[Neuzeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl August Eckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Gesetze des Karolingerreiches 714–911 / I. Salische und ribuarische Franken&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Böhlau, Weimar 1934 (Germanenrechte. Texte und Übersetzungen, Bearbeitung 1953, 2, 1).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|18|320|322|Lex Ribuaria|[[Ruth Schmidt-Wiegand]]}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Sohm: &amp;#039;&amp;#039;Über die Entstehung der Lex Ribuaria&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hermann Böhlau, Weimar 1866 ([https://books.google.de/books?id=mNcPAAAAYAAJ&amp;amp;pg=1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Erich Zöllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 1970.&lt;br /&gt;
* Werner Böcking: &amp;#039;&amp;#039;Die Römer am Niederrhein.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2005, ISBN 3-89861-427-1.&lt;br /&gt;
* [[Bruno Bleckmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Germanen.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-58476-3.&lt;br /&gt;
* [[Renate Pirling]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Römisch-Fränkischen Gräberfelder von Krefeld-Gellep.&amp;#039;&amp;#039; Museum Burg Linn, Krefeld 2011.&lt;br /&gt;
* Tilmann Bechert, Willem J. H. Willems: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Reichsgrenze von der Mosel bis zur Nordseeküste.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1995, ISBN 3-8062-1189-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dmgh.de/mgh_ll_nat_germ_3_2/index.htm#page/(3)/mode/1up MGH LL nat. Germ. 3,2 (Lex Ribvaria)] in den [[Monumenta Germaniae Historica]].&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_03237.html Lex Ribuaria] im Repertorium „Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters“.&lt;br /&gt;
* [http://www.leges.uni-koeln.de/lex/lex-ribuaria/ Die &amp;#039;&amp;#039;lex Ribuaria&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Bibliotheca legum regni Francorum manuscripta}}&amp;#039;&amp;#039;], Handschriftendatenbank zum weltlichen Recht im Frankenreich ([[Karl Ubl]], [[Universität zu Köln]]).&lt;br /&gt;
*[https://legit.germ-ling.uni-bamberg.de/leges_realms/4 Lex Ribuaria] im LegIT-Projekt (&amp;#039;&amp;#039;Digitale Erfassung und Erschließung des volkssprachigen Wortschatzes der kontinentalwestgermanischen Leges barbarorum in einer Datenbank&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4167519-8|LCCN=n/85/161277|VIAF=182693245}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanisches Stammesrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Fränkisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (7. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinfranken]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Austrasien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kneppelfreed</name></author>
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