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	<title>Lex Bennigsen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T07:36:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lex_Bennigsen&amp;diff=751399&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Machahn: Änderungen von 92.72.102.109 (Diskussion) auf die letzte Version von Red Beans zurückgesetzt</title>
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		<updated>2022-10-12T06:30:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/92.72.102.109&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/92.72.102.109&quot;&gt;92.72.102.109&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:92.72.102.109&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:92.72.102.109 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Red_Beans&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Red Beans (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Red Beans&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Die Gartenlaube (1874) b 093.jpg|mini|[[Rudolf von Bennigsen (Politiker)|Rudolf von Bennigsen]] war ein Abgeordneter aus dem ehemaligen Königreich Hannover. Als Nationalliberaler war er grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit Bismarck bereit. Allerdings hatte er es zunächst mit einem noch weitergehenden Antrag versucht.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lex Bennigsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Amendement Bennigsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein Antrag im [[Konstituierender Reichstag|konstituierenden Reichstag]] des Norddeutschen Bundes. Der [[Nationalliberale Partei|nationalliberale]] Abgeordnete [[Rudolf von Bennigsen (Politiker)|Rudolf von Bennigsen]] brachte ihn während der Verfassungsberatungen ein. Am 22./27. März 1867 wurde der Antrag angenommen. Er änderte den Verfassungsentwurf, der damals beraten wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGesch&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Kroeschell]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 1992, S. 1. ISBN 3-8252-1681-0;&amp;lt;br /&amp;gt;Heinrich Otto Meisner: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat, Bundeskanzler und Bundeskanzleramt (1867–1871)&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernst-Wolfgang Böckenförde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Moderne deutsche Verfassungsgeschichte (1815–1914)&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Königstein 1981, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konkret wurde durch den Antrag der Art. 17 Satz 2 der [[Verfassung des Norddeutschen Bundes]] vom 16. April 1867 eingeführt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Anordnungen und Verfügungen des [[Bundespräsidium]]s werden im Namen des Bundes erlassen und bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung des Bundeskanzlers, welcher dadurch die Verantwortlichkeit übernimmt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den letzten Nebensatz führte der Antrag die &lt;br /&gt;
[[Ministerverantwortlichkeit in Deutschland|ministerielle Verantwortlichkeit]] des [[Bundeskanzler (Norddeutscher Bund)|Bundeskanzlers]] ein. Eine &amp;#039;&amp;#039;[[Lex#Neuzeit|lex]]&amp;#039;&amp;#039; im eigentlichen Sinne, ein [[Gesetz]] also, waren der Antrag und diese Änderung des Entwurfes nicht. Es war aber parlamentarische Sitte, bedeutende Regelungen nach dem Antragsteller zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Verantwortlichkeit des Bundeskanzlers galt für Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidiums. Während der Monarch auch weiterhin nicht persönlich zur Verantwortung gezogen werden konnte, ermöglichte das Institut der [[Gegenzeichnung]] nun zumindest die (parlamentarische) Kontrolle der monarchischen Rechtsakte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StaatsR&amp;quot;&amp;gt;[[Jörn Ipsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsrecht I. Staatsorganisationsrecht&amp;#039;&amp;#039;, 16. Aufl., München 2004, Rn 514. ISBN 3-472-06053-0&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundeskanzler wurde weiterhin vom Bundespräsidium (dem [[König von Preußen|preußischen König]]) ernannt (Art. 15 Abs. 1). Es wurde allerdings nicht genau definiert, wie die Verantwortlichkeit aussah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegenzeichnungspflicht wertete das Amt des Bundeskanzlers entscheidend auf. Der Kanzler wurde ein verantwortlicher Minister so wie in anderen [[Konstitutionelle Monarchie|konstitutionellen Monarchien]]. Folglich erhielt der Bundeskanzler eine entsprechende unterstützende Behörde – das [[Bundeskanzleramt (Norddeutscher Bund)|Bundeskanzleramt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ModVerfGesch&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Otto Meisner: &amp;#039;&amp;#039;Bundesrat, Bundeskanzler und Bundeskanzleramt (1867–1871)&amp;#039;&amp;#039;, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Moderne deutsche Verfassungsgeschichte (1815–1914)&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl., Königstein 1981, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Deutsches Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Die Bestimmung blieb auch in Art. 17 Satz 2 der [[Bismarcksche Reichsverfassung|Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871]] (RV) erhalten:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Anordnungen und Verfügungen des Kaisers werden im Namen des Reichs erlassen und bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung des Reichskanzlers, welcher dadurch die Verantwortlichkeit übernimmt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde dann im Rahmen der Einführung der [[Parlamentarische Monarchie|parlamentarischen Monarchie]] ([[Oktoberreform]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;VerfGesch&amp;quot;&amp;gt;Werner Frotscher, [[Bodo Pieroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 5. Aufl., München 2005, Rn 462 ff. ISBN 3-406-53411-2&amp;lt;/ref&amp;gt; durch das &amp;#039;&amp;#039;Gesetz zur Abänderung der Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Oktober 1918 ([[Reichsgesetzblatt|RGBl.]] 1918, S. 1274)&amp;lt;ref name=&amp;quot;VerfDoku&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Rudolf Huber]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dokumente zur deutschen Verfassungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. III: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verfassungsdokumente 1900–1918&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Stuttgart, Berlin, Köln 1990, Nr. 206. ISBN 3-17-005060-5&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. die Änderungen an Art. 15 RV) aus Art. 17 RV der Passus „welcher dadurch die Verantwortlichkeit übernimmt“ gestrichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
In Art.&amp;amp;nbsp;50 der [[Weimarer Reichsverfassung]] (WRV) hieß es dann wieder:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Alle Anordnungen und Verfügungen des [[Reichspräsident]]en, auch solche auf dem Gebiete der Wehrmacht, bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch den [[Reichskanzler (Weimarer Republik)|Reichskanzler]] oder den zuständigen Reichsminister. Durch die Gegenzeichnung wird die Verantwortung übernommen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Semipräsidentielles Regierungssystem|semipräsidentielle Regierungssystem]] der [[Weimarer Republik]] behielt sowohl dem Reichspräsidenten als auch dem Reichskanzler Exekutivbefugnisse vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichspräsident konnte durch Anklage gemäß Art.&amp;amp;nbsp;59 WRV &amp;#039;&amp;#039;persönlich&amp;#039;&amp;#039; zur Verantwortung gezogen werden; das gegenzeichnende Reichsregierungsmitglied übernahm die &amp;#039;&amp;#039;politische&amp;#039;&amp;#039; Verantwortlichkeit für die Rechtsakte des Staatsoberhaupts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichskanzler und die Reichsminister bedürften gemäß Art.&amp;amp;nbsp;54 WRV (wie auch schon nach Art.&amp;amp;nbsp;15 der [[Oktoberverfassung]] von 1918) zu ihrer Amtsführung des Vertrauens des Reichstags. Jeder von ihnen musste zurücktreten, wenn ihm der Reichstag durch ausdrücklichen Beschluss sein Vertrauen entzog ([[destruktives Misstrauensvotum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Art.&amp;amp;nbsp;58 Satz&amp;amp;nbsp;1 des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]]es ist der Passus über die Verantwortlichkeit nicht mehr enthalten:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Anordnungen und Verfügungen des [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]] bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch den [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] oder durch den zuständigen Bundesminister.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Parlamentarisches Regierungssystem|parlamentarischen Regierungssystem]] der Bundesrepublik wurde die Exekutivkompetenz weg vom Bundespräsidenten hin zur [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] verschoben, die direkt der parlamentarischen Kontrolle unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während auch hier der Bundespräsident nur durch die [[Präsidentenanklage]] nach Art.&amp;amp;nbsp;61 GG &amp;#039;&amp;#039;persönlich&amp;#039;&amp;#039; zur Verantwortung gezogen werden kann, übernimmt das gegenzeichnende Regierungsmitglied aber auch weiterhin gegenüber dem Bundestag die &amp;#039;&amp;#039;politische&amp;#039;&amp;#039; Verantwortung für die Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidenten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VerfR&amp;quot;&amp;gt;[[Konrad Hesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge des Verfassungsrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 20. Aufl., Heidelberg 1999, Rn.&amp;amp;nbsp;665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundeskanzler unterliegt ebenfalls weiterhin direkt der parlamentarischen Kontrolle; anders jedoch als noch in der Weimarer Republik sieht das Grundgesetz in Artikel&amp;amp;nbsp;67 nun ein [[konstruktives Misstrauensvotum]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/nzjh/ndbd/verfndbd.html Verfassung des Norddeutschen Bundes vom 16. April 1867]&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/ksr/verfksr.html Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871]&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/ksr/1918/reichsverfassung-aenderung_ges02.html Gesetz zur Abänderung der Reichsverfassung. Vom 28. Oktober 1918]&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/wr/wrv.html Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfassungsgeschichte (Norddeutscher Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Rechtsquelle (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Machahn</name></author>
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