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	<title>Lew Semjonowitsch Pontrjagin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lew_Semjonowitsch_Pontrjagin&amp;diff=455959&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T08:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|mehrzahl=1|1=&amp;#039;&amp;#039;Pontryagin&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pontrjagin&amp;#039;&amp;#039;|2=Zum gleichnamigen Asteroiden siehe [[(4166) Pontryagin]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lev Pontrjagin.jpg|mini|Lew Pontrjagin (links) 1970]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lew Semjonowitsch Pontrjagin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Лев Семёнович Понтрягин}}; englische Transkription Lev Pontryagin, *&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|3|9|1908|Link=1}} in Moskau; † [[3. Mai]] [[1988]]) war ein [[Russland|russischer]] [[Mathematiker]]. Pontrjagin war einer der zu [[Sowjetunion|Sowjetzeiten]] einflussreichsten Mathematiker in Moskau und Begründer einer eigenen Mathematikerschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Pontrjagin verlor im Alter von 14 Jahren sein [[Auge]]nlicht bei einer Gasofen-Explosion. Dank seiner Mutter Tatjana Andrejewna, die ihm mathematische Bücher vorlas, konnte er trotz seiner [[Blindheit]] Mathematiker werden. In zahlreichen Gebieten der Mathematik, insbesondere bezüglich [[geometrisch]]er Aspekte der [[Topologie (Mathematik)|Topologie]], machte er wichtige Entdeckungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pontrjagin beendete 1929 sein Studium an der [[Lomonossow-Universität]] und promovierte (russischer Doktor, entspricht [[Habilitation]]) 1935 bei [[Pawel Sergejewitsch Alexandrow|Pawel Alexandrow]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=49073|name=Lev Semenovich Pontryagin}} abgerufen am 17. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr wurde er Professor. Ab 1934 war er am Mathematischen Institut der sowjetischen Akademie der Wissenschaften ([[Steklow-Institut]]), an dem er ab 1935 eine eigene Abteilung für Topologie und [[Funktionalanalysis]] leitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er noch Student war, erzielte er wichtige Ergebnisse über die Dualität von [[Homologie (Mathematik)|Homologiegruppen]] in der algebraischen Topologie: Er bewies die [[Alexander-Dualität]] in ihrer allgemeinen Form. Er legte in den 1930er Jahren Grundsteine für eine [[Harmonische Analyse|abstrakte Theorie der Fouriertransformation]], indem er eine Theorie der Charaktere für kommutative topologische Gruppen entwickelte ([[Pontrjagin-Dualität]]). Gleichzeitig löste er damit [[Hilbertsche Probleme|Hilberts fünftes Problem]], das der Frage nachgeht, ob lokal euklidische Gruppen Mannigfaltigkeiten (Liegruppen) sind, für den abelschen (kommutativen) Fall (1934). 1938 erschien sein klassisches Buch über Topologische Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Topologie stellte er das Problem der [[Kozykel|Kozyklen]]-Theorie. Dies führte gegen 1940 zur Einführung [[Charakteristische Klasse|charakteristischer Klassen]] in der Topologie, welche heute als [[Chernklasse#Pontrjagin-Klassen|Pontrjagin-Klassen]] bezeichnet werden. Die Pontrjagin-[[René Thom|Thom]] Konstruktion bildet eine der Grundlagen der [[Kobordismus|Kobordismentheorie]]. Nach ihm ist auch der Pontrjaginraum benannt worden, ein Spezialfall des [[Kreinraum]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später arbeitete er in der Theorie der [[Optimale Steuerung|Optimalen Steuerungen]]. Das Pontrjaginsche Maximumprinzip, gelegentlich auch Minimalprinzip genannt, wurde als These von Pontrjagin formuliert und ist noch immer grundlegend für die moderne Theorie der Optimalsteuerungen. Bewiesen wurde es Mitte der 1950er Jahre von Pontrjagin und seinen Schülern [[Wladimir Boltjanski]] und [[Rewas Gamqrelidse]]. Frühere Versionen stammen unabhängig von [[Magnus Hestenes]] (1950) und [[Rufus Isaacs (Mathematiker)|Rufus Isaacs]] sowie von [[Constantin Caratheodory]] (1935).&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Georgiadou &amp;#039;&amp;#039;Constantin Caratheodory&amp;#039;&amp;#039;, Springer 2004, S. 216, mit Verweis auf Pesch, Burlisch &amp;#039;&amp;#039;The maximum principle, Bellman´s equation and Caratheodorys Work&amp;#039;&amp;#039;, Journal of optimization theory and applications, Band 80, 1994, S. 199, {{Toter Link |datum=2026-03 |url=http://www.ingmath.uni-bayreuth.de/LEHRE/ps-files/Pesch-Bulirsch_94.pdf |text=Online, PDF |archivebot=2026-03-28 13:42:48 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mechanik arbeitete er teilweise mit [[Alexander Alexandrowitsch Andronow]] zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er und 1980er Jahren spielte Pontrjagin eine wichtige Rolle in der sowjetischen Wissenschaftspolitik. Er repräsentierte sein Land in der [[Internationale Mathematische Union|Internationalen Mathematischen Union]] (IMU), war Chef des Herausgeber-Gremiums, das über das Erscheinen aller Fachbücher entschied und Chefredakteur der wichtigen Zeitschrift [[Matematitscheskii sbornik|Matematitscheski sbornik]]. Ihm wurde damals antisemitisches Verhalten vorgeworfen, so in einer heftigen Debatte in den 1970er Jahren mit [[Nathan Jacobson]], der zusammen mit Pontrjagin damals Vizepräsident der IMU war und für verbesserte Reisemöglichkeiten von jüdischen Wissenschaftlern aus der Sowjetunion eintrat. Pontrjagin verteidigte sich dagegen in einem Artikel in Science 1979. Der [[Spiegel]] bezeichnete ihn 1979 als „Haupt [der] kleinen, doch […] einflußreichen Clique von Funktionären, die wieder Rassismus in die sowjetische Forschungspolitik gebracht haben“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351355.html &amp;#039;&amp;#039;Klima wie hei Kafka&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel 3/1979.&amp;lt;/ref&amp;gt; und berichtete, Pontrjagin habe sich in privatem Kreis damit gerühmt, &amp;#039;&amp;#039;Matematitscheski sbornik&amp;#039;&amp;#039; sei nun „judenfrei“. („Früher stammte stets etwa ein Drittel der rund hundert Beiträge, die das Fachblatt jährlich veröffentlicht, von jüdischen Wissenschaftlern. 1975, als Pontrjagin die Leitung übernahm, sank ihre Zahl auf zwölf, 1976 auf acht. Im ersten Band des Jahrgangs 1977 erschienen noch vier Artikel jüdischer Autoren, im zweiten Band war es nur noch einer, im dritten Band keiner mehr.“) Er spielte auch in den 1930er Jahren wie viele andere bekannte russische Mathematiker der damals nachrückenden Generation eine Rolle in der [[Nikolai Nikolajewitsch Lusin|Lusin-Affäre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 hielt er einen Plenarvortrag auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|ICM]] in [[Nizza]] (Les Jeux Differentiels Lineaires, Die linearen Differentialspiele) und ebenso 1958 in [[Edinburgh]] (Optimale Regulierungsprozesse). 1962 hielt er einen Vortrag auf dem [[Internationaler Mathematikerkongress|Internationalen Mathematikerkongress]] in [[Stockholm]] (&amp;#039;&amp;#039;A statistical problem in the theory of optimal control&amp;#039;&amp;#039;). 1939 wurde er korrespondierendes und 1958 volles Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften der UdSSR]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ras.ru/win/db/show_per.asp?P=.id-51782.ln-ru |titel=Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724: Понтрягин, Лев Семенович |hrsg=Russische Akademie der Wissenschaften |sprache=ru |abruf=2021-12-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1966 wurde er mit dem Lobatschewski-Preis der Akademie ausgezeichnet. 1941 war er einer der ersten Empfänger des [[Stalinpreis]]es. 1952 wurde er Ehrenmitglied der [[London Mathematical Society]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Asteroid [[(4166) Pontryagin]] ist nach ihm benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=VoJ5nUyIzCsC |Linktext=Dictionary of Minor Planet Names, Band 1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mit [[Wladimir Boltjanski]], [[Revaz Gamkrelidze|R. V. Gamkrelidze]], E. F. Mishchenko: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Theorie optimaler Prozesse.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg 1967 (englische Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;The Mathematical Theory of Optimal Processes.&amp;#039;&amp;#039; Wiley/Interscience, 1962).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Learning higher mathematics.&amp;#039;&amp;#039; Springer 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verallgemeinerungen der Zahlen.&amp;#039;&amp;#039; Deutsch, Frankfurt am Main 1995.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der kombinatorischen Topologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Hochschulbücher für Mathematik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewöhnliche Differentialgleichungen.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1965 (englische Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;Ordinary Differential Equations&amp;#039;&amp;#039;, Addison-Wesley 1962).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Topologische Gruppen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Teubner, 1957, 1958 (englische Übersetzung &amp;#039;&amp;#039;Topological Groups&amp;#039;&amp;#039;, Princeton University Press 1952).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Pontryagin|title=Lev Semenovich Pontryagin}}&lt;br /&gt;
* [http://ega-math.narod.ru/LSP/book.htm Autobiographie von Pontrjagin] (auf Russisch)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118741489}}&lt;br /&gt;
* [http://www.mi.ras.ru/~snovikov/pont.pdf Sergei Novikov: Pontryagin My comments concerning the worst period of his activity] (PDF; 109&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/pontryagin.lev-s Lev Semënovich Pontryagin] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
* {{Mathnet|21723}} (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118741489|LCCN=n80162478|VIAF=108620400}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pontrjagin, Lew Semjonowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Held der sozialistischen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Stalinpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Leninpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied der London Mathematical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Lomonossow-Universität Moskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pontrjagin, Lew Semjonowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Понтрягин, Лев Семёнович (russisch); Pontrjagin, Lev Semënovič; Pontryagin, Lev&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. September 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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