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	<title>Lew Sapieha - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:48:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lew_Sapieha&amp;diff=2617075&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: Klammer-WL ersetzt mit AWB</title>
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		<updated>2026-01-18T09:56:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammer-WL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lew Sapieha 11.PNG|mini|Lew Sapieha (1557–1633)]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lew Sapieha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. April]] [[1557]] in [[Ostrowno]] ([[Rajon]] [[Rajon Beschankowitschy|Beschankowitschy]]) in der heutigen [[Wizebskaja Woblasz]] von [[Belarus]]; † [[7. Juli]] [[1633]] in [[Vilnius]], [[Litauen]]) war ein Staatsmann im [[Polen-Litauen]] zum Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sapieha entstammt dem Adelsgeschlecht [[Sapieha (Adelsgeschlecht)|Sapieha]], einer [[Magnat]]enfamilie aus dem litauischen Teil des polnisch-litauischen Gesamtstaates zur Zeit der größten kulturellen und wirtschaftlichen Blüte des Landes. Er studierte in [[Leipzig]] in den Jahren 1570 bis 1573. Nach seiner Rückkehr trat er in den Dienst von [[Stefan Batory]], König von Polen und [[Großherzog|Großfürst]] von Litauen, und arbeitete unter [[Jan Zamoyski]]. Sapieha wandte sich vom [[Orthodoxe Kirchen|orthodoxen]] Glauben seiner Jugend ab und wurde [[Calvinismus|Calvinist]]. 1580 wurde er &amp;#039;&amp;#039;Großsekretär&amp;#039;&amp;#039; für das [[Großherzogtum Litauen]] und avancierte 1581 zum &amp;#039;&amp;#039;Großschreiber&amp;#039;&amp;#039; für Litauen. 1582 fungierte er als [[Sejmmarschall]] (Parlamentspräsident) der ordentlichen Jahressitzung des [[Sejm]] in [[Warschau]] im Oktober und November.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Iwan IV. (Russland)|Iwans des Schrecklichen]] 1584 unterstützte er die Idee einer Union mit dem [[Großfürstentum Moskau]]. Er wurde im Folgejahr [[Kanzler|Großkanzler]] des Großherzogtums Litauen und hatte diese Funktion bis 1623. 1585 bis 1586 wurde er für ein Jahr der Verwalter der Finanzen (Schatzkanzler) Litauens. In den Jahren von 1621 bis 1625 war er der [[Wojwode]] von Vilnius und wurde dann, bis zu seinem Lebensende, der [[Großhetman von Litauen]] und [[Starost]] der Kreise [[Slonim]], [[Brest (Belarus)|Brest]] und [[Mahiljou|Mogilew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sapieha legte den Grundstock für die über dreihundert Jahre andauernde Macht und den Reichtum der Familie [[Sapieha (Adelsgeschlecht)|Sapieha]]. Aus seinen zwei Ehen hatte Sapieha acht überlebende Kinder. Sein jüngster Sohn [[Kazimierz Lew Sapieha|Kazimierz Lew]] wurde ebenfalls Politiker in Polen-Litauen. Er organisierte den Widerstand gegen die Schweden nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außenpolitik und Kriege Polen-Litauens ==&lt;br /&gt;
Sapieha war Leiter der diplomatischen Delegation nach [[Moskau]] im Jahre 1600, die dem [[Russland|russischen]] [[Zar]]en [[Boris Godunow]] eine politische Union vorschlug (siehe unten). Diese wurde jedoch von Godunow abgelehnt. Im [[Polnisch-Russischer Krieg 1609–1618|Polnisch-Russischen Krieg]] der Jahre 1609 bis 1618 unterstützte er die Politik des polnischen Königs und litauischen Großfürsten [[Sigismund III. Wasa]], der die im 16. Jahrhundert verlorenen Gebiete Litauens zurückerobern wollte. Er initiierte den Kriegszug des Jahres 1618 des Sohns König Sigismunds [[Władysław IV. Wasa|Władysław]] nach Moskau, an dem er auch selbst teilnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sich von 1600 bis 1629 hinziehenden [[Polnisch-Schwedischer Krieg (1600–1629)|Polnisch-Schwedischen Krieg]] nahm Sapieha 1626 an der verlorenen Schlacht von [[Valle (Lettland)|Valle]] im heutigen Lettland gegen den [[Schweden|schwedischen]] König [[Gustav II. Adolf|Gustav Adolf]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekt der Union Polen-Litauens mit Moskau ==&lt;br /&gt;
Die zwei größten Projekte einer Union mit Moskau standen in Zusammenhang mit zwei Gesandtschaften der Jahre 1590 und 1600. Die zweite von ihnen war die größte ihrer Art, die jemals aus Polen nach Moskau entsandt wurde. An der Spitze des 1 500 Mann zählenden Gefolges stand Lew Sapieha. Seiner Idee zufolge sollten beide Staaten (Polen und Moskau) über ein gemeinsames Verteidigungssystem im Süden sowie einen gemeinsamen Staatsschatz in [[Kiew]] verfügen, mit dem die gemeinsame Verteidigung finanziert werden sollte. Ferner wurde, nachdem der polnische König Sigismund III. Wasa in [[Stockholm]] entmachtet wurde, auch die Idee einer russischen Unterstützung gegen die Schweden geäußert. Sapiehas Projekt beinhaltete darüber hinaus auch noch weitere Vorschläge, u. a. eine einheitliche [[Währungsunion]], das Recht auf die Gründung von Handelsunternehmen in beiden Staaten, also der freie Handel auf dem ganzen Gebiet der [[Rzeczpospolita]] und Moskaus, sowie das Recht auf Bildung an einem beliebigen Ort in den jeweiligen Ländern, was vor allem Moskau Vorteile gebracht hätte, da es damals im Zarenreich keine [[Mittelschule]]n (auch keine orthodoxen Bildungseinrichtungen) oder [[Hochschule]]n gab. Die dortigen Eliten reisten nach [[Griechenland]] oder in die Rzeczpospolita, um in den Genuss höherer Bildung zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sapieha hat sich die Union mit Moskau auf Basis des kulturellen Austausches, durch Handel und Bildung vorgestellt. In solch einem durch Institutionen verbundenen Staat hätte die Parallelherrschaft von zwei Monarchen nur eine temporäre Lösung sein sollen. Die Könige hätten in dieser Vision zwei identische, neu gegossene Kronen getragen und nach ihrem Tod hätte die volle Union auf Grundlage der Gleichberechtigung und ohne Grenzverschiebungen schließlich zur Realität werden sollen. Der litauische Teil der Rzeczpospolita hätte in diesem Fall auf [[Smolensk]] und die im 16. Jahrhundert verlorenen Gebiete verzichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Projekt war vielschichtig, weitsichtig und kompromissbereit, ein Zeugnis des reifen politischen und zivilisatorischen Denkens der Eliten des [[Polen-Litauen|polnisch-litauischen Staates]]. Allerdings stand diese Idee den Hoffnungen und politischen Ambitionen von Boris Godunow im Weg, der sich nach dem Tod von [[Fjodor I. (Russland)|Fiodor]], dem letzten der [[Rurikiden]] auf dem Thron, zum [[Zar]]en krönen ließ und hoffte, damit eine eigene [[Dynastie]] beginnen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andrzej Nowak]] |Titel=Polen und Russland. Eine Nachbarschaft der Freiheit und des Despotismus 10.–21. Jhd. |Verlag=Polska Fundacja Humanistyczna |Ort=Krakau |Datum=2023 |ISBN=978-83-7553-376-7 |Seiten=118-122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Förderer von Wissenschaft und Kirche ==&lt;br /&gt;
Sapieha ist der Hauptautor und Herausgeber der letzten Fassung der [[Litauisches Statut|Litauischen Statute]] des Jahres 1588, die als die älteste [[Verfassung]] Europas angesehen wird. Er legte den Grundstein für die Einrichtung einer Juristischen [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] an der [[Universität Vilnius]], welche nach seinem Tod im Jahre 1641 erfolgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Calvinist förderte Sapieha die Errichtung verschiedener calvinistischer Kirchen auf seinen Ländereien. Von den internen Streitigkeiten der protestantischen Richtungen abgestoßen, wandte er sich später dem [[Unitarismus (Religion)|Unitarismus]] zu. 1586 wurden er und seine erste Ehefrau Dorota Zbaraska aus dem Hause [[Firlej (Adelsgeschlecht)|Firlej]] [[Katholizismus|katholisch]]. Viele katholische Kirchen um Großfürstentum Litauen wurden von ihm bedacht. Er finanzierte in Vilnius die Kirche &amp;#039;&amp;#039;St. Michael der Erzengel&amp;#039;&amp;#039; in dessen Krypta sich heute noch (2012) seine Grablege und ein großes, prachtvolles [[Epitaph]] befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Union von Brest]] des  Jahres 1596 setzte Sapieha die Union der orthodoxen Kirche mit der von [[Rom]] im östlichen Teil Polen-Litauens mit der ihm zur Verfügung stehenden Macht durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Sapieha, Leo|28|239|240|}}&lt;br /&gt;
* [[Andrzej Nowak]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Polens. Band 5. Das Imperium der Rzeczpospolita. 1572-1632&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: Leszek Sosnowski. Polska Fundacja Humanistyczna, Krakau 2023, ISBN 978-83-7553-382-8.&lt;br /&gt;
* [[Marcin Bielski]]: &amp;#039;&amp;#039;Kronika Polska&amp;#039;&amp;#039;. Sanok 1856.&lt;br /&gt;
* [[Michał Bobrzyński]]: &amp;#039;&amp;#039;Dzieje Polski w zarysie&amp;#039;&amp;#039;. Warschau 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12168797X|LCCN=n2004090199|VIAF=121910986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sapieha, Lew}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sejm-Abgeordneter (Polen-Litauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnisch-litauischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Woiwode (Wilna, Litauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Sapieha|Lew]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1557]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1633]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sapieha, Lew&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-litauischer Magnat, Politiker und Kriegsherr&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1557&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ostrowno]], heute [[Belarus]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Juli 1633&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vilnius]], [[Litauen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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