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	<title>Leumund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leumund&amp;diff=212454&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julian schoe: stil</title>
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		<updated>2026-04-17T18:43:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leumund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;liumunt&amp;#039;&amp;#039;, ‚Ruf, Ruhm, Gerücht‘, von [[Urgermanische Sprache|urgermanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*hleu-&amp;#039;&amp;#039;, ‚Laut, Schall, Ruf‘)&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 438.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet man die aus der Meinung Anderer resultierende soziale Einschätzung, den Ruf und das Ansehen. Ein guter Leumund wird in Gesetzestexten oder Kommentaren dazu häufig als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unbescholtenheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Leumund ist ein aus dem 12. Jahrhundert stammender Begriff, der sowohl positiv als auch negativ besetzt sein kann. Dagegen wird Unbescholtenheit heute nur im positiven Sinn verwendet. Das dazu gegensätzliche &amp;#039;&amp;#039;bescholten&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von &amp;#039;&amp;#039;[[schelte]]n&amp;#039;&amp;#039; ab und wurde im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;verachtet, anstößig, anrüchig, unmoralisch, beschuldigt&amp;#039;&amp;#039; benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es zum Beispiel im Mittelalter Menschen mit einem &amp;#039;&amp;#039;schlechten Leumund&amp;#039;&amp;#039; verwehrt, bestimmte Ämter zu bekleiden. Auch war es strafverschärfend, wenn man einer &amp;#039;&amp;#039;Frauensperson&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;gutem Leumund&amp;#039;&amp;#039; Gewalt antat. Hatte jemand durch üble Nachrede einen &amp;#039;&amp;#039;bösen Leumund&amp;#039;&amp;#039; erlangt,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu im [[Kleiner Katechismus|Kleinen Katechismus]] [[Luther]]s Erklärung des [[Zehn Gebote|Achten Gebotes]], dass man keine &amp;#039;&amp;#039;[[Afterrede]]&amp;#039;&amp;#039; führen solle, oder einen &amp;#039;&amp;#039;bösen Leumund&amp;#039;&amp;#039; machen.&amp;lt;/ref&amp;gt; so konnte sich dieser ansonsten unbescholtene Mensch im &amp;#039;&amp;#039;Inzichtverfahren&amp;#039;&amp;#039; durch den [[Reinigungseid]] vom bösen Leumund befreien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unbescholtenheitsnachweis des Mittelalters war der &amp;#039;&amp;#039;Leumundsbrief&amp;#039;&amp;#039;. Er konnte –&amp;amp;nbsp;falls die Stadt das [[Privileg]] dazu hatte&amp;amp;nbsp;– einer Person ausgestellt werden. In einem Dokument der [[Freie Reichsstadt|Reichsstadt]] [[Nürnberg]] heißt es dazu: „als denn sol der leümunt brieff vnd die gemein bestetigung eines kaysers oder künigs, der zu zeyten ist, durch einen redlichen schreyber … öffennlich im gericht verleßen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtRechtswörterbuch|Leumundsbrief|SpalteAb=|SpalteBis=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Noch heute treten vor Gericht [[Leumundszeuge]]n auf, meist um den guten Ruf eines Angeklagten oder Zeugen glaubhaft zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Unbescholtenheit&amp;#039;&amp;#039; bedeutet:&lt;br /&gt;
* früher im [[Bürgerliches Recht|bürgerlichen Recht]] (etwa im Zusammenhang mit dem [[Kranzgeld]] für Jungfrauen und Witwen), sich keinen außerehelichen Geschlechtsverkehr vorwerfen lassen zu müssen,&lt;br /&gt;
* im [[Strafrecht]], ohne [[rechtskräftig]]e [[Verurteilung]]en oder [[Vorstrafe]]n zu sein,&lt;br /&gt;
** In Deutschland wird das im [[Bundeszentralregister]] geführt, der Nachweis erfolgt über das &amp;#039;&amp;#039;[[Führungszeugnis]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** In Österreich entsprechen diesen das [[Strafregister]] bzw. die &amp;#039;&amp;#039;[[Strafregisterbescheinigung]]&amp;#039;&amp;#039; (ehemals &amp;#039;&amp;#039;Leumundszeugnis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sittenzeugnis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Polizei]] und oft in der öffentlichen Verwaltung in Deutschland wird ein positiver Leumund als Voraussetzung zur Aufnahme einer Ausbildung im gehobenen [[Beamtendienst]] verlangt. Auch die Gardisten der [[Päpstliche Schweizergarde|päpstlichen Schweizergarde]] müssen einen einwandfreien Leumund besitzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] sind nichtgetilgte Vorstrafen von mehr als drei Monaten [[Freiheitsstrafe]] bzw. 180 Tagessätze [[Geldstrafe (Österreich)|Geldstrafe]], bei manchen Delikten –&amp;amp;nbsp;abhängig vom Gewerbe&amp;amp;nbsp;– auch geringere Vorstrafen ein Ausschlussgrund zur [[Gewerbeanmeldung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1994/194/P13/NOR40177487?ResultFunctionToken=55ca53a9-612c-4115-a0b9-eee240664e78&amp;amp;Position=1&amp;amp;SkipToDocumentPage=True&amp;amp;Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Kundmachungsorgan=&amp;amp;Index=&amp;amp;Titel=GewO&amp;amp;Gesetzesnummer=&amp;amp;VonArtikel=&amp;amp;BisArtikel=&amp;amp;VonParagraf=&amp;amp;BisParagraf=&amp;amp;VonAnlage=&amp;amp;BisAnlage=&amp;amp;Typ=&amp;amp;Kundmachungsnummer=&amp;amp;Unterzeichnungsdatum=&amp;amp;FassungVom=29.03.2024&amp;amp;VonInkrafttretedatum=&amp;amp;BisInkrafttretedatum=&amp;amp;VonAusserkrafttretedatum=&amp;amp;BisAusserkrafttretedatum=&amp;amp;NormabschnittnummerKombination=Und&amp;amp;ImRisSeitVonDatum=&amp;amp;ImRisSeitBisDatum=&amp;amp;ImRisSeit=Undefined&amp;amp;ImRisSeitForRemotion=Undefined&amp;amp;ResultPageSize=100&amp;amp;Suchworte= |titel=RIS - Gewerbeordnung 1994 § 13 - Bundesrecht konsolidiert |abruf=2024-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 erfuhr der Begriff durch die [[EU-Vermittlerrichtlinie]] eine erneute Diskussion, welche nach Art. 4 Abs. 2 den „Besitz eines guten Leumunds“ als berufliche Anforderung an [[Makler]] und Vermittler stellt ([[Richtlinie 2002/92/EG über Versicherungsvermittlung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Image]]&lt;br /&gt;
* [[Prestige]]&lt;br /&gt;
* [[Reputation]]&lt;br /&gt;
* [[Renommee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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