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	<title>Leuggern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-28T08:25:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Leuggern&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Leuggern 2022.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Coat of arms of Leuggern.svg&lt;br /&gt;
| BILD = 2003-Leuggern.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Pfarrkirche und ehemalige Johanniterkommende&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Zurzach|Zurzach]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Zurzach&lt;br /&gt;
| BFS = 4313&lt;br /&gt;
| PLZ = 5316&lt;br /&gt;
| UN/LOCODE = CH LGE&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.57915&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.21743&lt;br /&gt;
| HÖHE = 331&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 13.76&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = Stefan Widmer&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.leuggern.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leuggern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lüggere&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ˈlykərə]}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Beat Zehnder | Herausgeber=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau | Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau | Sammelwerk=Argovia | Band=Band 100 | Verlag=Verlag Sauerländer | Ort=Aarau | Jahr=1991 | Seiten=250–253 | ISBN=3-7941-3122-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Zurzach]], ihr Gemeindegebiet liegt an der Mündung der [[Aare]] in den [[Rhein]] und an der [[Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz|Landesgrenze zu Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt westlich der Aare und umfasst mehrere Dörfer und Weiler. Der kleinere nördliche Teil des rund sechs Kilometer langen und bis zu drei Kilometer breiten Gemeindegebiets liegt in der fruchtbaren Flussebene der Aare. Am südwestlichen Rand dieser Ebene, ungefähr in der Mitte des Gemeindeareals, befindet sich auf einer Anhöhe der Hauptort Leuggern ({{Höhe|332|CH|link=true}}). Rund einen Kilometer nördlich davon, von Leuggern getrennt durch den bewaldeten Herdlenhügel, liegt am westlichen Ufer des [[Klingnauer Stausee]]s die Ortschaft Gippingen ({{Höhe|320|CH}}). Nochmals zwei Kilometer weiter nördlich liegt an der Aaremündung die ehemalige Arbeitersiedlung Felsenau ({{Höhe|318|CH}}). Zwischen Gippingen und Felsenau liegt das Naturschutzgebiet &amp;#039;&amp;#039;[[Gippinger Grien]]&amp;#039;&amp;#039; mit teilweise verlandeten Altläufen der Aare und einem weiten [[Auwald|Auenwald]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schutzverfügung für das &amp;#039;&amp;#039;Gippinger Grien&amp;#039;&amp;#039;. 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zone gehört zur [[Aarelandschaft bei Klingnau]], einem Schutzobjekt des [[Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung|Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Objekt [https://data.geo.admin.ch/ch.bafu.bundesinventare-bln/objectsheets/2017revision/nr1109.pdf «Aarelandschaft bei Klingnau»] im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche und südliche Teil der Gemeinde wird durch die Ausläufer des [[Tafeljura]]s geprägt. Der mehrheitlich von Wald bedeckte Hügelkranz zieht sich von der &amp;#039;&amp;#039;Hochwacht&amp;#039;&amp;#039; im Norden bis zum &amp;#039;&amp;#039;Schnäggeberg&amp;#039;&amp;#039; im Süden. Der höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt auf 547 Metern südwestlich von Hagenfirst, der tiefste auf 312 Metern bei Felsenau am Ufer des Rheins. Südlich von Leuggern liegen auf einer Hochebene die Weiler Fehrental ({{Höhe|396|CH}}) und Schlatt ({{Höhe|436|CH}}), im Südwesten im Tal des [[Leuggernbach|Guntebachs]] die Weiler [[Hettenschwil]] ({{Höhe|369|CH}}), Etzwil ({{Höhe|415|CH}}) und Hagenfirst ({{Höhe|478|CH}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1050, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fläche der Gemeinde beträgt 1376 [[Hektar]]en, davon sind 514 Hektaren bewaldet und 131 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachbargemeinden sind [[Full-Reuenthal]] im Nordnordwesten, [[Waldshut-Tiengen]] im Norden, [[Koblenz AG|Koblenz]] im Nordosten, [[Klingnau]] im Osten, [[Böttstein]] im Südosten, [[Mandach]] im Süden, [[Mettauertal]] im Westen und [[Leibstadt]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Früheste Siedlungsspuren stammen aus der [[Jungsteinzeit]]. Während der [[Bronzezeit]] existierten bei Leuggern und Gippingen zwei Dörfer. Um 500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. nahmen die [[Helvetier]], ein [[Kelten]]stamm, das Gebiet in Besitz. Ab etwa 15 v.&amp;amp;nbsp;Chr. festigten die [[Römisches Reich|Römer]] ihre Herrschaft und errichteten mehrere [[Gutshof|Gutshöfe]], um das bei [[Windisch AG|Windisch]] gelegene Legionslager [[Vindonissa]] mit Lebensmitteln zu versorgen. Zwischen 259 und 277 hielten die [[Alamannen]] das Gebiet um Leuggern besetzt, bevor sie von den Römern zurückgedrängt wurden. Der Rhein bildete zeitweise die Nordgrenze des Römischen Reichs, bei Felsenau stand ein Wachtturm. Zu Beginn des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zogen sich die Römer endgültig über die [[Alpen]] zurück. Die Alamannen besiedelten in den folgenden Jahrhunderten die Region und verdrängten oder assimilierten die ältere, romanisierte Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merian Kommende Leuggern 1654.jpg|mini|links|Die Johanniterkommende nach [[Matthäus Merian]] 1654]]&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Gippingen entstand wahrscheinlich im 7. Jahrhundert, Leuggern im 8. Jahrhundert. Im Mittelalter entwickelte sich Leuggern zum Zentrum eines kleinen Herrschaftsgebiets. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche von &amp;#039;&amp;#039;Lutgern&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1231, als die [[Schloss Bernau (Aargau)|Freien von Bernau]] ihren Grundbesitz dem [[Geschichte des Johanniterordens|Johanniterorden]] vermachten. Der Ortsname stammt vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;Liutgeresrein&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet «leichter Abhang des Liutger».&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;/&amp;gt; Die Johanniter teilten ihren neu erworbenen Besitz zunächst der [[Ritterhaus Bubikon|Kommende Bubikon]] im [[Zürcher Oberland]] zu. 1250 erfolgte die Gründung der [[Johanniterkommende Leuggern|Kommende Leuggern]]. Sie entwickelte sich zum religiösen und politischen Zentrum des [[Kirchspiel]]s Leuggern, das die heutigen Gemeinden Leuggern, Böttstein, Full-Reuenthal und Leibstadt umfasste. Im Jahr 1284 schenkten Graf Ludwig von [[Frohburg (Adelsgeschlecht)|Frohburg-Homberg]] und dessen Gemahlin, Gräfin [[Elisabeth von Rapperswil]], der Kommende das Dorf [[Dogern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Aegidius Tschudi: Chronicon Helveticum, Band I., S. 191.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1415 eroberten die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] den Aargau und lösten die [[Habsburg]]er als Landesherren ab. Das Kirchspiel war nun ein Teil der [[Grafschaft Baden]], einer [[Gemeine Herrschaft|Gemeinen Herrschaft]]. Es grenzte im Westen an [[Vorderösterreich]], das bei den Habsburgern verblieben war, ab 1460 im Süden auch an den [[Berner Aargau]]. Während des [[Schwabenkrieg]]es von 1499 erlitten die Dörfer des Kirchspiels schwere Verwüstungen und Plünderungen. Von 1529 bis 1531 hielten Truppen der reformierten Stadt [[Stadt und Republik Bern|Bern]] das Kirchspiel besetzt, die Bevölkerung blieb jedoch katholisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Leuggern-LBS H1-012565.tif|mini|Historisches Luftbild von Werner Friedli vom 5. September 1949]]&lt;br /&gt;
Im März 1798 nahmen die [[Erste Französische Republik|Franzosen]] die Schweiz ein, und das Kirchspiel gelangte zum kurzlebigen [[Kanton Baden]] der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]]. Es entstanden die [[Munizipalität]]en Böttstein und Leuggern. Während des [[Zweiter Koalitionskrieg|Zweiten Koalitionskrieges]] im Jahr 1799 verlief die Frontlinie zwischen Franzosen und Österreichern mitten durch das Aaretal. Am Zusammenfluss von Aare und Rhein hatten die Franzosen ein Lager errichtet. Durch Requirierungen und Zwangseinquartierungen litt die Bevölkerung grosse Not.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem 1803 durch die [[Mediation (Geschichte)|Mediationsakte]] von [[Napoleon Bonaparte]] der Kanton Baden aufgelöst und im Kanton Aargau aufgegangen war, wurden die Dörfer des Kirchspiels wieder in einer einzigen Gemeinde vereinigt. Mit einer Fläche von über 30 Quadratkilometern war sie die grösste des Kantons. 1816 beschloss der [[Grosser Rat (Aargau)|Grosse Rat]] die Teilung der Grossgemeinde in die Gemeinden Böttstein, Leuggern und Oberleibstadt. Man war der Ansicht, eine derart grosse Gemeinde ohne eigentliches Zentrum sei wirtschaftlich nicht überlebensfähig. Die [[Regierungsrat des Kantons Aargau|Kantonsregierung]] wandelte die Kommende zunächst in eine [[Staatsdomäne]] um und löste sie schliesslich 1819 auf. Nach mehreren Besitzerwechseln wurden die Gebäude der Kommende in ein Spital umfunktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung Leuggerns lebte bis ins frühe 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert weitgehend von der [[Landwirtschaft]], die [[Industrialisierung]] hielt nur langsam Einzug. Im Zuge des Eisenbahnbooms in den 1870er Jahren gab es zahlreiche nie verwirklichte Bahnprojekte. Die [[Aargauische Südbahn]] scheiterte mit ihrem Vorhaben, eine Bahnlinie von [[Bahnhof Brugg|Brugg]] über Leuggern nach [[Bahnhof Waldshut|Waldshut]] zu bauen. Am 1.&amp;amp;nbsp;August 1892 erfolgte die Eröffnung der [[Bahnstrecke Koblenz–Stein-Säckingen]], die durch den nördlichen Abschnitt des Gemeindegebiets führt und bei Felsenau die Aare über die [[SBB-Aarebrücke Koblenz|Brücke Felsenau–Koblenz]] überquert. Die Strecke wurde am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 1994 auf dem Abschnitt [[Laufenburg AG|Laufenburg]]–Koblenz für den Personenverkehr geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ende des 19. Jahrhunderts [[Mäander|mäandrierte]] die Aare zwischen Klingnau und Gippingen stark. Um die Jahrhundertwende liess der Kanton den Flusslauf begradigen. Zwischen 1931 und 1935 entstand durch den Bau des [[Aarekraftwerk Klingnau|Kraftwerks Klingnau]] der [[Klingnauer Stausee]], der heute ein wichtiger Rastplatz für [[Vogelzug|Zugvögel]] ist und unter [[Naturschutz]] steht. Das Naturparadies war ab 1950 durch Pläne für einen Flusshafen bedroht. Dieser war Teil eines Projekts für eine Schifffahrtsverbindung vom [[Rhein]] zum [[Genfersee]] (siehe [[Transhelvetischer Kanal]]). Es formierte sich heftiger Widerstand, der Ende der 1980er Jahre zum endgültigen Scheitern des aus der Sicht des Landschaftsschutzes wirtschaftlich fragwürdigen Projekts führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Leuggern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die katholische Kirche St. Peter und Paul.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürg Andrea Bossardt, Urs N. Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Die röm.-kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul Leuggern.&amp;#039;&amp;#039; (Schweizerische Kunstführer, Nr.&amp;amp;nbsp;917, Serie 92).&amp;amp;nbsp;Hrsg.&amp;amp;nbsp;[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] GSK.&amp;amp;nbsp;Bern 2012, ISBN 978-3-03797-072-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am westlichen Dorfrand liegt im Guntebachtal die Lourdesgrotte ({{Coordinate |text=Lage |NS=47.579600 |EW=8.206960 |type=landmark |dim=2000|region=CH-AG |name=Lourdesgrotte, Grottenweg, Leuggern}}), eine exakte Nachbildung der [[Marienerscheinungen und Wallfahrt in Lourdes|Grotte im französischen Marien-Wallfahrtsort Lourdes]]. Sie wurde 1929 eingeweiht und 1934 durch den [[Kreuzweg]] ergänzt; die Eichenholzreliefs der 14 Stationen stammen vom Künstler [[Beat Gasser]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://aargautourismus.ch/erleben/kraftorte/lourdesgrotte-leuggern |titel=Lourdesgrotte Leuggern |hrsg=Aargau Tourismus |abruf=2019-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Oberhalb von Hettenschwil steht das &amp;#039;&amp;#039;Schwedenkreuz&amp;#039;&amp;#039;; das heutige Holzkreuz entstand 1935 am Standort eines älteren Kreuzes. Laut der örtlichen Überlieferung soll die Bezeichnung auf Ereignisse im Dreissigjährigen Krieg zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DIAG|39750|Schwedenkreuz}}. Abgerufen am 6. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei der Strassenkreuzung auf dem Strick, einem niedrigen Bergübergang zwischen dem Rhein- und dem Aaretal, steht ein Denkmal der ehemaligen [[Grenzbrigade 5]] zur Erinnerung an die Grenzbesetzung im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemeindewappens lautet: «In Rot weisses Malteserkreuz auf weissem Ring.» Das [[Malteserkreuz]] wurde 1926 in Erinnerung an den Johanniter- bzw. Malteserorden als Gemeindewappen eingeführt. Der unterlegte Ring kam 1973 hinzu, nachdem sich der [[Souveräner Malteserorden|Malteserorden]] wegen der unveränderten Übernahme des Ordenswappens beschwert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Joseph Galliker, Marcel Giger | Titel=Gemeindewappen des Kantons Aargau | Verlag=Lehrmittelverlag des Kantons Aargau | Ort=Buchs | Jahr=2004 | Seiten=202 | ISBN=3-906738-07-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |hrsg=Statistik Aargau |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |datum=2001 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-13 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1798 || 1850 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 698 || 1193 || 1013 || 1211 || 1374 || 1421 || 1589 || 1665 || 2001 || 2192 || 2123 || 2180&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4313}} Menschen in Leuggern, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4313}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 53,7 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 16,3 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 30,0 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |abruf=2019-06-13 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |offline=ja |archiv-bot=2022-12-02 17:12:54 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 93,6 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an, 1,8 % [[Italienische Sprache|Italienisch]], 1,6 % [[Serbokroatische Sprache|Serbokroatisch]] und 0,8 % [[Französische Sprache|Französisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-13 |format=Excel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die [[Gemeindeversammlung]], übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden. Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Zurzach zuständig. Leuggern gehört zum Friedensrichterkreis XVII (Zurzach).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |titel=Friedensrichterkreise |hrsg=Kanton Aargau |abruf=2019-06-14 |archiv-datum=2019-06-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190616155410/https://www.ag.ch/de/gerichte/schlichtungsbehoerden/friedensrichter/friedensrichterkreise/friedensrichterkreise_1.jsp |offline=ja |archiv-bot=2026-03-28 08:25:05 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Leuggern gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 1100 Arbeitsplätze, davon 11 % in der Landwirtschaft, 23 % in der Industrie und 66 % im Dienstleistungssektor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |abruf=2019-06-13 |format=Excel, 157 kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |offline=ja |archiv-bot=2022-12-02 17:12:54 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Industrie- und Dienstleistungsbetriebe sind hauptsächlich in Leuggern, Felsenau und Gippingen konzentriert, während die kleinen Weiler landwirtschaftlich geprägt sind. Wichtigster Arbeitgeber ist das Regionalspital Leuggern in den Gebäuden der ehemaligen Kommende. Rund drei Viertel der Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in den umliegenden Gemeinden des unteren Aaretals oder in der Region [[Baden AG|Baden]]/[[Brugg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1880 wurde bei Felsenau [[Gips]] im [[Tagebau]] abgebaut, 1910 entstand ein kleines [[Bergwerk]]. Den Gips verarbeitete man gleich an Ort und Stelle in einer Fabrik der Schweizerischen Gips-Union. Rund um die Fabrik entstand eine kleine Arbeitersiedlung. 1928 waren die Gipsvorkommen erschöpft. Die Fabrik stellte danach [[Zement]] her, bis sie 1990 endgültig ihre Tore schloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2005-Koblenz-Aarebruecke.jpg|mini|Aarebrücke der Kantonsstrasse zwischen Felsenau und Koblenz, erbaut 1936]]&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Leuggern liegt am Schnittpunkt mehrerer Strassen, die wichtigste davon ist die [[Hauptstrasse 17]] von [[Leibstadt]] über [[Döttingen]] in Richtung [[Zürich]]. Drei [[Postauto]]linien sorgen für einen Anschluss an das Netz des öffentlichen Verkehrs: von Döttingen zum [[Bahnhof Laufenburg]], von Döttingen nach [[Mandach]] und vom [[Bahnhof Koblenz (CH)|Bahnhof Koblenz]] nach Leibstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Hauptstrasse 7]] von [[Basel]] nach [[St. Margrethen]] überquert bei Felsenau auf einer Brücke, etwa 800 m unterhalb der Eisenbahnbrücke, die Aare. Die nach einem Projekt des Zürcher Ingenieurs [[Karl Kihm]] von 1935 bis 1936 erbaute [[Aarebrücke Felsenau–Koblenz|Aarebrücke]] besitzt zwei hohe Fachwerkbögen, die von [[Conradin Zschokke|C. Zschokke AG]] und [[Wartmann Holding|Wartmann &amp;amp; Cie.]] geliefert wurden. Die Brücke steht unmittelbar an der Mündung der Aare in den Rhein (siehe unter [[Liste der Aarebrücken]]). 2003 fügte man der Brücke einen Steg für den Langsamverkehr an, ab 2006 erfolgte eine Bausanierung der Stahlbrücke. Über den Seitendamm des Klingnauer Stausees verläuft ein [[Barrierefreiheit|behindertengerecht]] ausgebauter Wanderweg. Ein regionaler Wanderweg führt durch Gippingen und über den Holzbuck in das Mettauertal und nach [[Etzgen]] am Rhein. An der Gemeindegrenze von Leuggern passiert er im Wald den Ort &amp;#039;&amp;#039;Siebenwege&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde besitzt zwei [[Kindergarten|Kindergärten]] in Gippingen und Hettenschwil, zwei [[Primarschule]]n in Gippingen und Leuggern sowie eine [[Bezirksschule]] in Leuggern. Die [[Realschule]] und die [[Sekundarschule]] können entweder in [[Leibstadt]] oder Kleindöttingen (Gemeinde [[Böttstein]]) besucht werden. Die nächstgelegenen Gymnasien sind die [[Kantonsschule Baden]] und die [[Kantonsschule Wettingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sportveranstaltungen ==&lt;br /&gt;
Der Ortsteil Gippingen gilt als eine der [[Radsport]]-Hochburgen der Schweiz. Der 1919 gegründete VC Gippingen organisiert seit 1926 Radrennen. Der seit 1964 durchgeführte [[Grosser Preis des Kantons Aargau|Grosse Preis des Kantons Aargau]] zählt zur [[UCI Europe Tour]] und hat sich als wichtigstes Profi-Eintagesrennen der Schweiz etabliert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gippingen.ch/ Radsport in Gippingen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gippingen war zweimal Etappenort der [[Tour de Suisse]] ([[Tour de Suisse 1974|1974]] und [[Tour de Suisse 2013|2013]]) sowie Austragungsort der [[Drei-Länder-Meisterschaft 2019]]. Seit 1979 führt der VC Gippingen jeweils am 31.&amp;amp;nbsp;Dezember den Gippinger Stauseelauf durch, ein Leichtathletik-Volkssportanlass mit mehr als 1&amp;#039;000 Teilnehmern. Seit 1982, jeweils an [[Christi Himmelfahrt|Auffahrt]], wird der Johanniterlauf in und um Leuggern durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.johanniterlauf.ch Johanniterlauf des SV Leuggern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Fabio Christen]] (* 2002), Radsportler&lt;br /&gt;
* [[Jan Christen]] (* 2004), Radsportler&lt;br /&gt;
* [[Davide Faraci]] (* 1991), Profiboxer&lt;br /&gt;
* [[Ruedi Frank]] (* 1949), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Adolf Hauser]] (1811–1862), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hansjörg Knecht]] (* 1960), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Jakob Mayer-Attenhofer]] (1806–1885), Maler&lt;br /&gt;
* [[Andreas Müller (Politiker, 1934)|Andreas Müller]] (* 1934), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Bruno Rohner]] (* 1948), Radrennfahrer&lt;br /&gt;
* [[Alois Schifferle]] (1945–2025), Theologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Vaso Vasić]] (* 1990), serbisch-schweizerischer Fussballspieler&lt;br /&gt;
* [[Stefanie Vögele]] (* 1990), Tennisspielerin&lt;br /&gt;
* [[Raphael Wicky]] (* 1977), Fussballspieler&lt;br /&gt;
* [[Eduard Zehnder]] (1940–2024), Mathematiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1841|Leuggern (Gemeinde)|Autor=Christoph Herzig}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|11991|Leuggern (Kommende)|Autor=Peter Ziegler}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|8533|Gippingen|Autor=Christoph Herzig}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sarah Brian Scherer, Dominik Sauerländer, [[Andreas Steigmeier]] |Titel=Das Kirchspiel Leuggern, Geschichte von Böttstein, Full-Reuenthal, Leibstadt und Leuggern |Jahr=2001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.leuggern.ch Offizielle Website der Gemeinde Leuggern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Zurzach Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4237194-6|VIAF=243076111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1231]]&lt;/div&gt;</summary>
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