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	<title>Leubnitzbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leubnitzbach&amp;diff=2017729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;32X: WIMAD-Artikel mit funktionierendem PDF-Link wieder ergänzt; Form</title>
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		<updated>2026-03-14T14:46:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WIMAD-Artikel mit funktionierendem PDF-Link wieder ergänzt; Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Heiliger Born|Zum Roman von Wilhelm Raabe siehe [[Der heilige Born]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| NAME= Leubnitzbach&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= Heiliger Born&lt;br /&gt;
| SORTNAME= Leubnitzbach&lt;br /&gt;
| LAGE= [[Dresden]], [[Sachsen]], Deutschland&lt;br /&gt;
| GKZ= &lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= Elbe&lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= Landgraben (Dresden)/Landgraben/Elbe//Nordsee&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE= &lt;br /&gt;
| LÄNGE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| PEGEL1= &lt;br /&gt;
| PEGEL1-REIHE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL1= &lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-QUELLE= Ursprung&lt;br /&gt;
| QUELLE= Zusammenfluss von Britschen-, Keul- und Zauchgraben&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD= 51.004119&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 13.754128&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= als &amp;#039;&amp;#039;Koitzschgraben&amp;#039;&amp;#039; in den [[Landgraben (Dresden)|Landgraben]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 51.046399&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 13.814777&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
| KARTE= &lt;br /&gt;
| KARTE-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
| BILD= Leubnitz bach tal - dd.JPG&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Das Tal in seinen oberen Lagen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Heiliger Born - dd.JPG|mini|Die Brunnenanlage des &amp;#039;&amp;#039;Heiligen Borns&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heiliger Born neu, dd.JPG|mini|Zierbrunnen aus dem Jahr 1992]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leubnitzbach am pfarrgut2.jpg|mini|Leubnitzbach am Leubnitzer Pfarrgut]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leubnitzbach bruecken - dd.JPG|mini|Alte Brücken am Pfarramt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaitzbach 1863 Detail.jpg|mini|Gewässersystem um 1863 zwischen Strehlen und Leubnitz]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leubnitzbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heiliger Born&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nach einer [[Quelle]] in seinem Mittellauf benannt, oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neuostraer Wasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bruno Steglich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Fischwässer im Königreiche Sachsen: Darstellung der gesammten sächsischen Fischereiverhältnisse&amp;#039;&amp;#039;. Sächsischer Fischerei-Verein (Hrsg.), Dresden 1895 (= Schriften des Sächsischen Fischereivereines; 20), S. 49. (dort als Nebenfluss des Kaitzbaches eingeordnet).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein linker Nebenfluss der [[Elbe]] im südlichen Stadtgebiet von [[Dresden]]. Der Bach hatte seit dem [[Mittelalter]] für die [[Wasserversorgung Dresdens]] eine hohe Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Leubnitzbach&amp;#039;&amp;#039; ist an den Namen des Dorfes [[Leubnitz (Dresden)|Leubnitz]] angelehnt, das heute zum Dresdner Stadtteil [[Leubnitz-Neuostra]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft findet sich in der Literatur für den Wasserlauf die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Heiliger Born,&amp;#039;&amp;#039; was sich auf eine in seinem Mittellauf befindliche und ergiebige Quelle bezieht. Nach den Überlieferungen soll das Wasser von wallfahrenden Kranken zu Waschungen genutzt worden sein, weil sie sich davon Heilung versprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nessig: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Exkursionen&amp;#039;&amp;#039;. S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lauf und Geologie ==&lt;br /&gt;
Das Leubnitzbachtal beginnt auf den südlichen [[Elbtalkessel|Elbtalhängen]] Dresdens in Form von drei kleinen Rinnsalen in den Feldern zwischen [[Goppeln]], [[Rippien]] und [[Rosentitz]]. Das sind der &amp;#039;&amp;#039;Britschen-Graben&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Keul-Graben&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zauch-Graben&amp;#039;&amp;#039;. In deren Quellgebieten bestehen die Böden aus mehreren Metern dicken Schichten von [[löss]]haltigem [[Lehm]]. Die Quellläufe haben sich bis auf den darunter liegenden [[Pläner]]sandstein eingegraben und durchschneiden die abfallende Gehängefläche als sanfte Einsenkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Eintritt in den mit steilen Hängen beginnenden Leubnitzgrund vereinigen sich die meist trocken liegenden Gräben zu einem gemeinsamen Verlauf. Hier beginnt ein relativ enges kleines Tal, das beidseitig von Kleingärten und Wiesen gesäumt ist. Noch vor dem Beginn der städtischen Bebauung im &amp;#039;&amp;#039;Heiligen Grund&amp;#039;&amp;#039; liegt die Quelle des &amp;#039;&amp;#039;Heiligen Borns&amp;#039;&amp;#039;, die mit einem hügelartigen Brunnenhaus (1835 angelegt) geschützt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Zühlke (Red.) et al.: &amp;#039;&amp;#039;Dresden. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme&amp;#039;&amp;#039;. (= [[Werte unserer Heimat]], Band 42). Akademie-Verlag, Berlin 1985. S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; An ihrem Fuß tritt ein kleiner aber intensiver Zufluss aus, der nach wenigen Metern in das bis dahin meist trocken liegende Bett des Leubnitzbaches mündet. Etwa 200 Meter flussabwärts bietet ein kleines 1955 errichtetes [[Rückhaltebecken]] Hochwasserschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im vierten Quartal 2023 wurde im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden die Quellstube sowie ihr unmittelbares, etwas in Unordnung geratenes Umfeld saniert und neu gestaltet. Im Zuge dieser Arbeiten erhielt die Quellstube eine Messeinrichtung, mit der die Daten der [[Quellschüttung]] aufgezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2023/12/pm_066.php &amp;#039;&amp;#039;Leubnitz-Neuostra: Einfassung der Quelle des Heiligen Born saniert&amp;#039;&amp;#039;]. Meldung der Landeshauptstadt Dresden vom 27. Dezember 2023. Abgerufen am 23. März 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa 400 Metern erreicht der Leubnitzbach an der Brunnenstraße die Grenze der Ortsbebauung. Hier steht ein durch Rohrleitung gespeister Brunnen aus [[Elbsandstein]] mit Sitzbänken. Die kleine Anlage wurde 1992 nach einem Entwurf der Bildhauerin [[Petra Graupner]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bach zieht sich mit seinem Lauf durch den Dorfkern von Leubnitz-Neuostra, wobei er auf einem alten parallelführenden Fußweg verfolgt werden kann. An der Stelle, wo er den alten Verbindungsweg zwischen [[Pfarrgut]] und der [[Kirche Leubnitz-Neuostra]] erreicht, queren den Leubnitzbach zwei historische Fußgängerbrücken aus Sandstein. Von hier fließt er in nordöstliche Richtung zur [[Dresden-Teplitzer Poststraße|Dohnaer Straße]]. Wenige Meter vor dieser Hauptverkehrsstraße befindet sich in seinem mit [[Natursteinmauerwerk|Quadermauerwerk]] gefassten Bett ein kleines [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]], das einen alten und heute nicht mehr genutzten Abzweig erkennen lässt. Früher schwenkte sein oberirdischer Verlauf hier in Richtung des Dorfes [[Strehlen (Dresden)|Strehlen]], wo er dem &amp;#039;&amp;#039;Kaitzbachmühlgraben&amp;#039;&amp;#039; zufloss und sich heute im Bereich des Rückhaltebeckens am [[Hugo-Bürkner-Park]] mit dem [[Kaitzbach]] vereinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerke: &amp;#039;&amp;#039;Plan von Dresden 1912&amp;#039;&amp;#039;, Vermessungsamt der Stadt Dresden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute existiert entlang der Dohnaer Straße auf dieser Linie eine unterirdische Zuführung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20150419015416 |url=http://www.dresden.de/de/08/03/055/01/03/01/c_04.php |text=Landeshauptstadt Dresden, Stadtentwicklung und Umwelt: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerführer Leubnitzbach&amp;#039;&amp;#039;, Station 4: &amp;#039;&amp;#039;Friedhof Leubnitz-Neuostra&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinem früheren Verlauf zwischen dem nördlichen Teil des Dorfkerns von Leubnitz und den ehemaligen Wiesen am Rückhaltebecken östlich von Strehlen umfasste er bogenartig ein Gebiet, das in seinem ursprünglichen Untergrund aus alten [[Humus]]böden bestand und nördlich seines Verlaufes an der Dohnaer Straße grenzt ein Streifen aus [[Mergel|Ton- und Sandmergel]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Kossmat]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Sachsen, Nr. 66 Blatt Dresden&amp;#039;&amp;#039;. Signaturen &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;am&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Verlauf des Leubnitzbaches an der Dohnaer Straße in stadtauswärtiger Richtung ist für etwa 300 Meter unterirdisch gefasst, quert die Fernverkehrsstraße auf Höhe des ehemaligen [[Maizena|Weizenin]]-Werkes und fließt über gewerbliches Gelände dem &amp;#039;&amp;#039;Koitzschgraben&amp;#039;&amp;#039; zu. Der &amp;#039;&amp;#039;Koitzschgraben&amp;#039;&amp;#039; war ursprünglich ein eigenständiger Wasserlauf, der seine Quelle in einer ehemaligen Wiese südöstlich des heutigen Gemeindezentrums St.&amp;amp;nbsp;Petrus hatte. Über den &amp;#039;&amp;#039;Koitzschgraben&amp;#039;&amp;#039; erreicht das Wasser den [[Landgraben (Dresden)|Landgraben]] und bei [[Blasewitz]] die Elbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hochwasser und Schutz ==&lt;br /&gt;
Der Leubnitzbach kann bei Niederschlägen sprunghaft ansteigen. Sein relativ ausgedehntes fächerartiges Quellgebiet sammelt dabei große Mengen an Niederschlagswasser. Aus diesem Grund existiert wenige Meter vor der Bebauung von Leubnitz-Neuostra im Rahmen des [[Hochwasserschutz in Dresden|Dresdner Hochwasserschutzes]] ein kleines Rückhaltebecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die historische Wasserversorgung Dresdens ==&lt;br /&gt;
Große Bedeutung hatte der Flusslauf für die mittelalterliche und spätere Wasserversorgung der [[Dresdner Befestigungsanlagen|Festung Dresden]]. Der Grund dafür ist der &amp;#039;&amp;#039;Heilige Born&amp;#039;&amp;#039;. Eine weitere Quelle in [[Niedergorbitz]] und der &amp;#039;&amp;#039;Heilige Born&amp;#039;&amp;#039; waren die beiden einzigen historischen Gewinnungsorte für gesundheitlich unbedenkliches Wasser über den gesamten Jahresverlauf in der nahen Region der alten Festungsstadt. Aus diesem Grund hatte man frühzeitig eine hölzerne [[Rohrleitung|Röhrenwasserleitung]] von Leubnitz in die Festung gelegt. Sie wurde zwischen 1551 und 1555 durch eine [[Bergrechtliche Gewerkschaft|Gewerkschaft]] von Amtsträgern und Bürgern mit kurfürstlicher Unterstützung erbaut. Ihr Verlauf zog sich durch den Leubnitzer Grund entlang der Teplitzer Straße über Strehlen, von dort fast parallel mit dem [[Kaitzbach]] durch die [[Bürgerwiese]] zum alten Stadtzentrum. Der Graben an den Festungswerken wurde mit einem &amp;#039;&amp;#039;Röhrstuhl&amp;#039;&amp;#039; überbrückt. Diese Holzkonstruktion war mit Bleiplatten ausgeschlagen und führte zusätzlich den Kaitzbach durch die Festungsmauer. Danach verteilte sich das Wasser über Hauptröhren und &amp;#039;&amp;#039;Röhrkästen&amp;#039;&amp;#039; (später Sandsteintröge und -becken) in Nebenröhren vieler Straßenzüge. Einige weitere wichtige Wasserleitungen der Dresdner Festung mit dem [[Residenzschloss Dresden|Schloss]] sind noch älter, kamen aber aus der Richtung [[Plauen (Dresden)|Dresden-Plauen]], führten [[Weißeritz]]wasser heran, und aus der Richtung [[Räcknitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Röhren benutzte man Kiefernholz. Wurden Röhren mit größerem Durchmesser benötigt, beschaffte man die nötigen Stämme aus Böhmen. Die Hauptwasserleitungen hatten einen Bohrungsdurchmesser von 7,7&amp;amp;nbsp;cm, 8,8&amp;amp;nbsp;cm und 10,6&amp;amp;nbsp;cm. Die Zuleitungen zu den Häusern waren mit einem Durchmesser von 2,7 und 5,3&amp;amp;nbsp;cm ausgestattet. Für diese Nebenleitung kamen die Kiefernstämme aus der [[Dresdner Heide]] und aus Waldgebieten bei [[Elsterwerda]]. Die Länge einer einzelnen Röhre betrug 6&amp;amp;nbsp;Ellen (3,40&amp;amp;nbsp;m). Ihre Lebensdauer belief sich je nach Bodenart auf wenigstens 6 und maximal 80&amp;amp;nbsp;Jahre. Bis in das 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verwendete man in Dresden solche Leitungen, die über einen ins Holz geschlagenen, kreisförmigen Eisenblechstreifen an der [[Hirnholz|Stirnseite]] der Stämme miteinander verbunden waren. Mit deren Herstellung und der Instandsetzung der inzwischen komplex angewachsenen Leitungssysteme war der [[Röhrmeister]] beauftragt. Im Verlauf des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts setzten sich zunehmend Wasserleitungen aus [[Elbsandstein]] durch, Diese bestanden aus länglichen Quadern mit einer mittigen Bohrung.&amp;lt;ref&amp;gt;Rühle: &amp;#039;&amp;#039;Wasserversorgung&amp;#039;&amp;#039;. S. 51–55.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts umfasste das Wasserröhrensystem in der [[Innere Altstadt|Dresdner Altstadt]] und [[Innere Neustadt|Neustadt]] eine Länge von insgesamt 200&amp;amp;nbsp;Kilometern. Das Anwachsen der Stadtbevölkerung verteuerte die Wasserversorgung und es waren nicht mehr genügend geeignete Baumstämme in hoher Qualität verfügbar. Deshalb stellte man Versuche mit Eisen- und Tonröhren an. Die Ergebnisse verliefen jedoch nicht befriedigend. Obwohl Steinröhren schon zum Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts diskutiert worden, fiel die Entscheidung des Rates der Stadt auf Vorschlag von [[Rudolf Sigismund Blochmann]] zu deren Gunsten erst im Jahr 1835. Die Verlegearbeiten waren mit dem Legen von eisernen Gasleitungen verbunden. Lieferungen kamen aus den Sandsteinbrüchen bei [[Cotta (Dohma)|Cotta]] und [[Postelwitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rühle: &amp;#039;&amp;#039;Wasserversorgung&amp;#039;&amp;#039;. S. 58–61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Leubnitzer Röhrleitung&amp;#039;&amp;#039; versorgte die Stadt über 400 Jahre mit Quellwasser. Dank seiner Ergiebigkeit und guten Qualität war der &amp;#039;&amp;#039;Heilige Born&amp;#039;&amp;#039; eine wichtige Lokalität im Umfeld Dresdens. Die jährliche [[Schüttung (Hydrologie)|Quellschüttung]] llag in den 1930er Jahren bei 150.000&amp;amp;nbsp;Kubikmeter.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ebert, R. Grahmann, K. Pietzsch: &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen, Blatt Dresden&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1934, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine andauernde Wasserführung verdankt er [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] Gesteinsschichten aus [[Wechsellagerung|wechsellagernden]] Sedimentabfolgen mit [[Grundwassernichtleiter|undurchlässigen Horizonten]] (Pläner und [[Mergel]]) und dazwischen liegenden [[Grundwasserleiter]]n. Wie sich am Beispiel des [[Artesischer Brunnen (Dresden)|Artesischen Brunnens]] in der Neustadt und weiterer früherer Brunnen dieser Art in Dresden zeigt, sind die in den Schichten vorhandenen Wassermengen beträchtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten kleinen südlichen Seitentälern Dresdens bilden die Pläner- bzw. Mergelschichten eine wasserundurchlässige Talsohle. Diese Schichten sind auch die Ursache dafür, dass bei Leubnitz, [[Torna (Dresden)|Torna]] und Strehlen vor der Bebauung mehrere [[Feuchtwiese|Sumpfwiesen]] existierten, die ihr Wasser teilweise in das System des Kaitzbaches abgaben, wozu der Leubnitzbach gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrogeologie ==&lt;br /&gt;
Die Quelle des Heiligen Borns hat ihren Ursprung in den etwa nach Norden schräg [[Fallen (Geologie)|einfallenden]] Sedimentkörpern der &amp;#039;&amp;#039;Oberhäslicher Schichten&amp;#039;&amp;#039; ([[Cenomanium]]), eine Struktureinheit der Elbtalkreide, die im Elbtal als [[Grundwasserleiter|Hauptgrundwasserleiter]] auftritt. Diese Schichtenabfolge besteht aus [[Elbsandstein|Quarzsandsteinen]] und [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeraten]]. Eine hohe Wasserwegsamkeit in diesen Gesteinen erweist sich dann, wenn das Korngefüge (überwiegend Quarzkörner) eine kieselige Bindung besitzt. Das Einzugsgebiet des für den Heiligen Born in Frage kommenden Grundwasserleiterareals liegt nur etwa 1 Kilometer südwestlich vom Quellaustritt entfernt. Dementsprechend ist die Selbstreinigungsfähigkeit infolge der landwirtschaftlichen Nutzung in diesem Gebiet nur gering. Das Wasser des Heiligen Borns hat einen [[pH-Wert]] von 7,1 (Messung vom 9. Juli 1999) und ist seinem [[Salinität|Chemismus]] nach ein [[Calcium|Ca]]-[[Natrium|Na]]-[[Hydrogencarbonate|HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Typ.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Alexowsky et al.: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte des Freistaates Sachsen, 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;25&amp;amp;nbsp;000, Erläuterungen zu Blatt 4948 Dresden&amp;#039;&amp;#039;. 4. neu bearbeitete Auflage, Freiberg 2001, S.&amp;amp;nbsp;119–120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Kossmat|F. Kossmat]], [[Kurt Pietzsch|K. Pietzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Spezialkarte des Königreichs Sachsen, Nr. 82 Blatt Kreischa&amp;#039;&amp;#039;. II. Auflage. Kgl. Finanzministerium (Hrsg.), Dresden 1912&lt;br /&gt;
* F. Kossmat, [[Rudolf Grahmann|R. Grahmann]], [[Heinz Ebert (Geologe)|H. Ebert]], [[Armin Graupner|A. Graupner]], K. Pietsch, [[Georg Bierbaum|G. Bierbaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Sachsen, Nr. 66 Blatt Dresden&amp;#039;&amp;#039;. III. Auflage. Leipzig 1934&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Robert Nessig]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Exkursionen in der Umgegend von Dresden&amp;#039;&amp;#039;. Dresden 1898. – [https://www.kreidefossilien.de/literatur/e-book-der-woche/nessig-1898-geologische-exkursionen-in-der-umgegend-von-dresden Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span title=&amp;quot;Ernst Karl Rühle&amp;quot;&amp;gt;E. K. Rühle&amp;lt;/span&amp;gt;: &amp;#039;&amp;#039;Die Wasserversorgung der Stadt Dresden vom 13. bis 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. (= Forschungen zur ältesten Entwicklung Dresdens; Heft 2) Bibliographisches Institut Leipzig. Leipzig 1954&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Heiliger Born und Leubnitzer Wasserleitung |TitelErg=Dresdner Technikhistorie |Reihe=Blätter zur Wassergeschichte Dresdens |BandReihe=9 |Hrsg=WIMAD – Verein für Wissenschaftler und ingenieurtechnische Mitarbeiter Dresden e.{{nnbsp}}V., Frontinus-Gesellschaft e.{{nnbsp}}V. |Online=https://www.frontinus.de/wp-content/uploads/2025/10/WIMAD.pdf#page=41 |KBytes=22333 |Kommentar=Geschichtlicher Abriss mit historischen Abbildungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Leubnitzbach (river)|Leubnitzbach, Heiliger Grund und Heiliger Born (Quelle)}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20100718072748 |url=http://www.dresden.de/de/08/03/055/01/03/c_01.php |text=Landeshauptstadt Dresden, Stadtentwicklung und Umwelt: &amp;#039;&amp;#039;Gewässerführer Leubnitzbach&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.dresdner-stadtteile.info/Sudost/Leubnitz-Neuostra/Heiliger_Born/heiliger_born.html |autor=Lars Herrmann |titel=Heiliger Born |werk=dresdner-stadtteile.info |sprache=de |abruf=2026-03-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dresdner Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leubnitz-Neuostra]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;32X</name></author>
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