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	<title>Letale Injektion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:17:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Letale_Injektion&amp;diff=1319729&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HH58: /* Schmerzhaftigkeit */ &quot;aus solchen Grün den&quot; und &quot;daher&quot; ist doppelt gemoppelt / überlangen Satz geteilt</title>
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		<updated>2026-01-25T12:47:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schmerzhaftigkeit: &lt;/span&gt; &amp;quot;aus solchen Grün den&amp;quot; und &amp;quot;daher&amp;quot; ist doppelt gemoppelt / überlangen Satz geteilt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Giftspritze|Zur schwarzen Komödie von Roy Ward Baker aus dem Jahr 1968 siehe [[Die Giftspritze]].}}&lt;br /&gt;
Als Hinrichtung durch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giftspritze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;letale Injektion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine Form der Vollstreckung der [[Todesstrafe]], bei der dem Verurteilten ein tödliches [[Gift]] oder Medikamente in [[Letale Dosis|letaler Dosis]] [[Injektion|injiziert]] werden. Sie wird seit den 1980er Jahren in zunehmendem Maße eingesetzt und soll als so genannte „humane“ Form der [[Hinrichtung]] an die Stelle des [[Elektrischer Stuhl|elektrischen Stuhls]], des [[Erhängen|Galgens]], der [[Erschießung]], der [[Gaskammer (Todesstrafe)|Gaskammer]] und anderer Methoden treten. Sie wurde zuerst in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] eingeführt und wird hauptsächlich dort angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SQ Lethal Injection Room.jpg|miniatur|Der Raum für die letale Injektion im [[San Quentin State Prison]]]]&lt;br /&gt;
Der Hinzurichtende wird auf einer Liege fixiert und erhält in beide Arme eine [[Venenverweilkanüle]]. Von diesen wird nur eine zur Durchführung der Exekution benötigt; die andere dient als Ersatz für den Fall, dass die erste Kanüle unbrauchbar geworden sein sollte. Die verabreichten Medikamente sollen zunächst Bewusstlosigkeit auslösen und anschließend den Tod durch [[Apnoe|Lähmung der Atemmuskulatur]] oder durch [[Depolarisation (Physiologie)|Depolarisation]] des [[Herzmuskel]]s auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schmerzhaftigkeit ==&lt;br /&gt;
Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Tötung mit der Giftspritze tatsächlich schmerzlos ist. Das Betäubungsmittel [[Thiopental]]-natrium wirkt sehr schnell, aber auch nur für verhältnismäßig kurze Zeit (5–15 Minuten), weshalb die Gefahr besteht, dass der Verurteilte wieder zu Bewusstsein kommen könnte und durch die Wirkung des nachfolgenden Medikaments ([[Muskelrelaxans]]) qualvoll erstickt. [[Tierarzt|Veterinärmediziner]] setzen daher beim [[Einschläferung|Einschläfern]] von Tieren zum Beispiel langwirkende [[Barbiturate]] oder auch ([[Esketamin|S]])-[[Ketamin]] ein, welches den Vorteil besitzt, auch ohne Muskelrelaxanzien die Atmung aussetzen zu lassen, jedoch gleichzeitig eine [[Analgetikum|analgetische]] (schmerzstillende) Wirkung besitzt. Dadurch erleidet das Tier, sollte es wieder zu Bewusstsein gelangen, keine Schmerzen durch Erstickung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig kommt es außerdem zu technischen Komplikationen: So kann die Einführung der Nadeln Schwierigkeiten bereiten, zum Teil konnten geeignete Venen erst nach einer vollen Stunde zugänglich gemacht werden. Wenn die Venenkanülen von medizinischen Laien gelegt werden, sind Fehllagen häufig. Wird nun dadurch nicht [[intravenös]], sondern [[subkutan]] injiziert, so wirkt das Hypnotikum (z.&amp;amp;nbsp;B. Thiopental) wegen seiner langsamen und unvollständigen Resorption aus dem Unterhautgewebe nicht regelrecht, während das [[Muskelrelaxans]] durchaus wirksam ist, da es relativ gut und schnell resorbiert wird. Der Delinquent erstickt im schlimmsten Fall bei vollem Bewusstsein an einer Lähmung der Atemmuskulatur. Am Anfang wurde zwischen den Gaben der einzelnen Medikamentenlösungen auf die Ausspülung von Injektionsschlauch und Nadel mit [[Isotonische Kochsalzlösung|isotonischer Kochsalzlösung]] verzichtet. Durch [[Fällung|Niederschlag]], der durch das Aufeinandertreffen der einzelnen Medikamente miteinander auftrat, wurde der Schlauch undurchlässig und die Hinrichtung musste unterbrochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
=== Letale Injektion in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Todesstrafe in den Vereinigten Staaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA griff im Februar 1977 der Anästhesist Stanley Deutsch von der Universität [[Oklahoma]] den Gedanken der Hinrichtung durch Medikamentengabe auf und schlug die beschriebene Medikamentenkombination vor. Als erster Delinquent wurde [[Charlie Brooks (Mörder)|Charlie Brooks]] am 7. Dezember 1982 in Texas nach der neuen Methode hingerichtet. In 32 von 50 Bundesstaaten ist die Giftspritze heute Haupthinrichtungsmethode. Einige Zeit nach der Erstanwendung fand das Verfahren auch außerhalb der USA Anklang. [[Volksrepublik China|China]] führte es 1997, [[Guatemala]] 1998, die [[Philippinen]] 1999 und [[Thailand]] 2003 ein. Andere Staaten sehen die Hinrichtung durch die Giftspritze inzwischen gesetzlich vor, haben sie aber in der Praxis nicht übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 2006 entschied der [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten]], dass zum Tode Verurteilte gegen die Hinrichtungsprotokolle von [[US-Bundesstaat]]en klagen könnten, wenn diese eine ungewöhnliche und grausame Strafe darstellten und so gegen den [[8. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten|8. Verfassungszusatz]] verstießen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://jurist.law.pitt.edu/paperchase/2006/06/supreme-court-allows-death-row-lethal.php&lt;br /&gt;
 |titel=Supreme Court allows death row lethal injection challenge to proceed&lt;br /&gt;
 |werk=JURIST&lt;br /&gt;
 |datum=12. Juni 2006&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-08-15&lt;br /&gt;
 |offline=2024-08-15&lt;br /&gt;
 |archiv-url=&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Missouri]] und [[South Dakota]] erreichten Häftlinge auf dem Gerichtswege die Einstellung von Hinrichtungen mit der Giftspritze. Dagegen wurden Klagen in [[Florida]], [[Kentucky]] und [[Texas]] abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://jurist.law.pitt.edu/paperchase/2006/11/kentucky-supreme-court-upholds-lethal.php&lt;br /&gt;
 |titel=Kentucky Supreme Court upholds lethal injection protocol&lt;br /&gt;
 |werk=JURIST&lt;br /&gt;
 |datum=23. November 2006&lt;br /&gt;
 |sprache=e&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-08-15&lt;br /&gt;
 |offline=2024-08-15&lt;br /&gt;
 |archiv-url=&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Bundesstaaten Florida und [[Kalifornien]] wurde die Hinrichtung durch die Giftspritze am 15. Dezember 2006 ausgesetzt, nachdem ein Verurteilter in Florida über 30 Minuten mit dem Tod gekämpft hatte und qualvoll gestorben war sowie (zufällig am selben Tag) ein kalifornisches Bundesgericht die Methode wegen Zweifel an der Verfassungskonformität vorerst verboten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel=Nach der Giftspritze folgten 34 Minuten Todeskampf|url=https://www.welt.de/print-welt/article703371/Nach-der-Giftspritze-folgten-34-Minuten-Todeskampf.html|autor=Uwe Schmitt|werk=welt.de|datum=2020-12-18|abruf=2020-06-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall [[Baze v. Rees]] hat der [[Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten|Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten]] am 16. April 2008 mit einem Grundsatzurteil die Hinrichtung per tödlicher Injektion für grundsätzlich rechtens erklärt. Die Hinrichtungsart sei keine „grausame und ungewöhnliche Bestrafung“ und verstoße somit nicht gegen den [[8. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten|achten Zusatz der amerikanischen Verfassung]], wie die Kläger, zwei Todeskandidaten aus Kentucky, geltend gemacht hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach Bekanntgabe des Urteils hob der Gouverneur von Virginia ein seit Herbst geltendes Moratorium für Hinrichtungen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sd&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor= |url=http://www.sueddeutsche.de/politik/todesstrafe-in-den-usa-giftspritze-ist-fuer-us-richter-keine-grausame-strafe-1.218730 |titel=Giftspritze ist für US-Richter keine grausame Strafe |werk=sueddeutsche.de |datum=17. Mai 2010 |sprache=de |abruf=2024-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit mehr als einem halben Jahr war in den USA kein Mensch mehr hingerichtet worden; vor der weiteren Vollstreckung der Todesstrafe hatten die Bundesstaaten das Urteil des [[Supreme Court]] abwarten wollen. Das Urteil wurde mit einer klaren Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen gefällt.&amp;lt;ref name=sd/&amp;gt; Zuvor hatten Äußerungen der höchsten Richter auf ein gespaltenes Meinungsbild beim Supreme Court hingedeutet. Richter [[David Souter]] deutete an, dass niedrigere gerichtliche Instanzen aufgefordert werden könnten, nach schmerzlosen Alternativen zu suchen. Das würde dazu führen, dass Hinrichtungen jahrelang ausgesetzt bleiben würden. Während der konservative Richter [[Antonin Scalia]] die Frage stellte, weshalb für die Hinrichtung eines Mörders die „am wenigsten schmerzhafte Methode“ gewählt werden müsse, äußerte der liberale Richter [[John Paul Stevens]], er sei „fürchterlich beunruhigt“ darüber, dass die Giftspritze „qualvolle Schmerzen“ auslösen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hersteller und alleinige Belieferer für US-Justizvollzugsanstalten von [[Thiopental]], die Firma [[Hospira]], hatte 2010 [[Arzneimittel-Lieferengpass|Lieferengpässe]] und stellte im Januar 2011 die Produktion und den Vertrieb von Thiopental ein, so dass die Hinrichtungen mit der Giftspritze in neun Bundesstaaten zeitweise ausgesetzt bzw. verschoben werden mussten. Im Dezember 2011 trat außerdem eine [[Europäische Union|EU]]-weite einheitliche Ausfuhrgenehmigungspflicht für Thiopental und alle weiteren kurz- und mittelfristig wirkenden [[Barbiturate]] in Kraft, ein Export aus der EU ist seitdem nur noch mit Sondergenehmigung möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-720126&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/usa-haeftling-nach-suizid-versuch-per-giftspritze-hingerichtet-a-720126.html | titel=USA: Häftling nach Suizid-Versuch per Giftspritze hingerichtet | werk=[[Spiegel Online]] | datum=2010-09-28 |abruf=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.sueddeutsche.de/panorama/hinrichtungen-in-den-usa-eu-schraenkt-lieferung-von-todesspritzen-substanz-ein-1.1232140 | titel=EU schränkt Lieferung von Todesspritzen-Substanz ein | autor=G. Bohsem | werk=[[Süddeutsche Zeitung]] | datum=2011-12-11 |abruf=2011-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.aerztezeitung.de/news/article/637976/todesstrafe-usa-gehen-giftspritzen.html | titel=Kein Gift für US-Todesspritzen: Deutschland sagt Nein | werk=Ärzte-Zeitung online | datum=2011-01-24 |abruf=2011-12-12 | archiv-url=https://archive.is/20120720000000/http://www.aerztezeitung.de/news/article/637976/todesstrafe-usa-gehen-giftspritzen.html | archiv-datum=2012-07-20 | offline=2022-03-14 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2014 wurde erstmals [[Midazolam]] in Kombination mit [[Hydromorphon]] im US-Bundesstaat Ohio als Hinrichtungsgift anstelle des sonst verwendeten [[Pentobarbital]]s verabreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.latimes.com/nation/nationnow/la-na-nn-ohio-execution-drug-protocol-20140116,0,420812.story#axzz2qbRzOAwd &amp;#039;&amp;#039;Ohio execution: New drug protocol, but 15 minutes to die.&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;[[Los Angeles Times]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neueren Publikationen werden auch die Fragen der Rechtmäßigkeit und moralischer Aspekte der Beteiligung der Ärzteschaft an der Hinrichtung durch Giftspritzen diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Sawicki NN: &amp;#039;&amp;#039;Clinicians&amp;#039; involvement in capital punishment--constitutional implications.&amp;#039;&amp;#039;, N Engl J Med. 2014 Jul 10;371(2):103-5, PMID 24869595&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Truog RD, Cohen IG, Rockoff MA: &amp;#039;&amp;#039;Physicians, medical ethics, and execution by lethal injection.&amp;#039;&amp;#039; JAMA. 2014 Jun 18;311(23):2375-6, PMID 24842282&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Ethikrichtlinie der [[American Medical Association]] untersagt Ärzten die aktive Mitwirkung, etwa durch das Legen eines [[Peripherer Venenkatheter|venösen Zugangs]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ama-assn.org/ama/pub/physician-resources/medical-ethics/code-medical-ethics/opinion206.page? |titel=Opinion 2.06 - Capital Punishment |werk=American Medical Association |datum=2000-06 |sprache=en |abruf=16. September 2014 |offline=2024-08-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110408153137/http://www.ama-assn.org/ama/pub/physician-resources/medical-ethics/code-medical-ethics/opinion206.page |archiv-datum=2011-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2016 gab der Pharma-Konzern [[Pfizer]] als letzte von 25 Pharmafirmen, deren Substanzen in den USA als Gifte für die Todesstrafe verwendet werden, bekannt, den Verkauf zu diesem Zweck einzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johannes Kuhn |url=http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/usa-pfizer-untersagt-nutzung-seiner-substanzen-fuer-hinrichtungen-1.2994366 |titel=Pfizer untersagt Nutzung seiner Substanzen für Hinrichtungen |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2016-05-14 |abruf=2024-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem im Jahr 1976 in den USA die Todesstrafe wieder eingeführt wurde, wurden dort 1387 Hinrichtungen per Giftspritze ausgeführt (Stand 2023). Dies sind fast 90 % der insgesamt ausgeführten Hinrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gudrun Engel |url=https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/usa-todesstrafe-105.html |titel=Zu brutal - und zu teuer. Debatte über Todesstrafe in USA |werk=Tagesschau |datum=2023-06-04 |abruf=2024-02-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letale Injektion in der Volksrepublik China ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Todesstrafe in der Volksrepublik China}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In China soll seit 1997 mit einer bislang geheim gehaltenen Kombination verschiedener Wirkstoffe hingerichtet werden. Die tödlichen Substanzen werden mit einer einzigen Spritze verabreicht, statt wie in den USA üblich als Infusion. Der angeblich schmerzlose Tod soll zwischen 30 und 60 Sekunden nach der Injektion eintreten. Federführend bei der Entwicklung dieses Hinrichtungsverfahrens war das Volksgericht von [[Kunming]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Näheres über diese Hinrichtungsmethode ist seitdem nicht in Erfahrung gebracht worden, da solche Informationen in China der staatlichen Geheimhaltung unterliegen. Diese neue angeblich schmerzlose Todesspritze wird von Teilen der Justiz als „ein zu einfacher Tod“ für Verbrecher kritisiert. In Verbindung mit den seit 2003 neu eingesetzten mobilen [[Hinrichtungsbus]]sen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/panorama/hinrichtungsbusse-in-china-tod-auf-raedern-a-240108.html |titel=Hinrichtungsbusse in China: Tod auf Rädern |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2003-03-13 |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der chinesischen Schnellgerichte wird die Zahl der Hinrichtungen nach Befürchtungen von [[Amnesty International]] jedoch noch ansteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2008 dürfen Todesstrafen in China nur noch mit einer Giftspritze vollstreckt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/politik/ausland/todesstrafe_aid_231975.html &amp;#039;&amp;#039;China richtet nur noch mit Giftspritze hin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Focus]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung im Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Die Hinrichtung durch die Giftspritze ist in ihrer derzeitigen, oben beschriebenen Form erst seit den achtziger Jahren in den USA im Einsatz. Die Grundidee der tödlichen Injektion ist allerdings schon älter. Im [[NS-Staat|Deutschen Reich]] wurde sie von [[Karl Brandt (Mediziner)|Karl Brandt]] für die Verwendung im [[Geschichte der Euthanasie#Nationalsozialistischer Krankenmord|Euthanasie-Programm]] der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] vorgeschlagen, bei dem sie – neben anderen Methoden – auch genutzt wurde. Außerdem töteten SS-Angehörige im [[KZ Auschwitz-Birkenau|Konzentrationslager Auschwitz]] kranke und zum Tode verurteilte Häftlinge durch Injektion von [[Phenol]] und anderen Giften direkt in den Herzmuskel. Auch im [[Konzentrationslager Buchenwald]] wurden im sogenannten „Bunker“, dem Arrestbereich des Lagers, Häftlinge in größerer Zahl mit ähnlichen Injektionen getötet, ebenso im [[KZ Mauthausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mauthausen-memorial.at/db/admin/de/show_article.php?&amp;amp;fromlist=1&amp;amp;carticle=54 | wayback=20070927033602 | text=Die SS-Ärzte}} In: &amp;#039;&amp;#039;mauthausen-memorial.at&amp;#039;&amp;#039;. Bericht aus dem KZ Mauthausen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein prominentes Opfer war der frühere Fraktionsvorsitzende der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]], [[Ernst Heilmann]], der am 3. April 1940 von SS-Hauptscharführer [[Martin Sommer (SS-Mitglied)|Martin Sommer]] in Buchenwald mit einer Giftinjektion getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lethal injection|Letale Injektion}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Giftspritze}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deathpenaltyinfo.org/state-lethal-injection Angaben zur Zusammensetzung der Letalen Injektion in den einzelnen Bundesstaaten mit Todesstrafe der USA] in: &amp;#039;&amp;#039;deathpenaltyinfo.org&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Injektion und Infusion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HH58</name></author>
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