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	<title>Lessivierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T02:49:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lessivierung&amp;diff=239194&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:9E8:3CC7:7900:94E8:CAFA:3E95:EFDC am 16. Dezember 2024 um 08:29 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-16T08:29:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lessivierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von französisch &amp;#039;&amp;#039;lessiver&amp;#039;&amp;#039; ‚auslaugen, auswaschen‘, von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;lixivus&amp;#039;&amp;#039; ‚ausgelaugt‘&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wissen.de/fremdwort/lessivierung Wahrig Fremdwörterlexikon].&amp;lt;/ref&amp;gt;) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tonverlagerung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bodenbildender Prozess. Sie ist in der [[Bodenkunde]] auch unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tondurchschlämmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Es handelt sich dabei um die Verlagerung von feinsten [[Tonmineral]]teilchen (&amp;lt; 0,002&amp;amp;nbsp;mm) in tiefere [[Bodenhorizont]]e. Dort angekommen bilden sie auf den dortigen Oberflächen einen Belag in der Form von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Toncutanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tonhäutchen&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/toncutane/16722 spektrum.de], abgerufen am 19. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lessivierung findet sich vor allem in Böden aus [[Löß]] oder [[Geschiebemergel]]. Lessivierte Böden werden in der deutschen Bodensystematik in der Klasse der [[Lessivés]] in die [[Bodentyp]]en [[Parabraunerde]] und [[Fahlerde]] unterschieden. In der [[World Reference Base for Soil Resources]] handelt es sich – je nach den heutigen Nährstoffgehalten und ihrer [[Kationenaustauschkapazität]] – um [[Luvisol]]e, [[Alisol]]e oder [[Acrisol]]e bzw., bei einem zungenförmigen Eingreifen des in diesem Fall sehr hellen Tonauswaschungshorizontes in den Bt-Horizont, um [[Albeluvisol]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Der Prozess der Lessivierung umfasst mehrere Teilprozesse. Im [[Oberboden]] gehen die Tonteilchen durch die [[Peptisation]] im Sickerwasser in [[Suspension (Geologie)|Suspension]]. Dies ist möglich, wenn der Anteil mehrwertiger positiv geladener Ionen im Sickerwasser gering ist, weil [[Tonminerale]] eine negative Oberflächenladung aufweisen und durch mehrwertige [[Kation]]en [[Flockung|ausflocken]]. In der Regel wird dies nur bei Starkniederschlägen in erkennbarem Umfang geschehen. Die Suspension gelangt mit dem Sickerwasserstrom in tiefere Horizonte. Die Ausflockung wird hier durch höhere Nährstoff- und damit höhere Gehalte in der Regel von zweiwertigen [[Calcium]]- bzw. zweiwertigen [[Magnesium]]ionen hervorgerufen. Ein weiterer beteiligter Teilprozess ist im trockenen [[Unterboden]] das Eindringen des Transportmediums Wasser in die trockenen Bodenaggregate. Hierbei lagern sich die Tonteilchen an den Oberflächen der Bodenaggregate bzw. den Porenwänden ab, und es bildet sich mit der Zeit ein &amp;#039;&amp;#039;Tonanreicherungs-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tonilluviations-&amp;#039;&amp;#039; oder Bt-[[Bodenhorizont|Horizont]]. &lt;br /&gt;
Die Lessivierung kann im Verlauf der Bodenentwicklung erst einsetzen, wenn der Kalk und die aus ihm stammenden Ca&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;- und Mg&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen ausgewaschen sind, das heißt die erste Stufe der [[Bodenversauerung]] durchlaufen ist. Die Lessivierung bleibt so lange aktiv, bis die zunehmende Bodenversauerung zur Anwesenheit von Al&amp;lt;sup&amp;gt;3+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen in der Bodenlösung im Oberboden führt. Entsprechend kann die Lessivierung in einem [[pH-Wert|pH]]-Bereich zwischen etwa 6,5 und 5 ablaufen. Böden, in denen dieser pH-Bereich aufgrund von Kalkfreiheit, geringer Nährstoffgehalte, hoher Wasserdurchlässigkeit oder Lage in einem sehr niederschlagsreichen Klima schnell durchlaufen wird, bilden sich entsprechend keine morphologisch wahrnehmbaren tonangereicherten B-[[Bodenhorizont|Horizont]]e aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Peter Blume [[et al.]]: &amp;#039;&amp;#039;Scheffer/Schachtschabel. Lehrbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 16. Auflage.  Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin 2010, ISBN 978-3-8274-1444-1.&lt;br /&gt;
* W. Ziechmann, U. Müller-Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Bodenchemie.&amp;#039;&amp;#039; BI Wissenschaftsverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1990, ISBN 3-411-03205-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4437953-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
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