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	<title>Lesart - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:53:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lesart&amp;diff=508088&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chiananda: /* Einleitung */ + Links + Format (1 Zeile statt unerwünschter Aufzählung in der Einleitung)</title>
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		<updated>2020-05-01T02:38:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; + Links + Format (1 Zeile statt unerwünschter Aufzählung in der Einleitung)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lesart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist [[Mehrdeutigkeit|mehrdeutig]] und bezeichnet entweder eine [[Textvariante]] oder eine Interpretations- oder [[Synonym#Partielle Synonymie (Bedeutungsähnlichkeit)|Bedeutungsvariante]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Textvariante}}Lesart als Variante eines Textes == &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Lesart&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in den historischen [[Redaktor (Textwissenschaft)|Textwissenschaften]] eine überlieferte oder durch [[Emendation (Editionsphilologie)|Emendation]] und [[Konjektur]] hergestellte Fassung einer Textstelle. Lesart ist hier etwa gleichbedeutend mit &amp;#039;&amp;#039;Überlieferungsvariante&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der [[Rekonstruktion]] [[Literatur|literarischer]] [[Text]]e versteht man unter „Lesart“ eine Textstellenvariante in einer durch mehrere alte Quellen teilweise abweichend überlieferten Schrift. Solche Varianten lassen sich gelegentlich als Missverständnisse und Missdeutungen von Abschreibern erklären. Man spricht dann von einer &amp;#039;&amp;#039;verderbten Lesart&amp;#039;&amp;#039;. Oft sind aber gerade die schwerer verständlichen Lesarten die originalen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Siehe als Beispiel auch: [[Lesarten des Korans]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Interpretation}}Lesart als Variante einer Interpretation oder einer Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Lesart&amp;#039;&amp;#039; im Sinne einer Interpretations- oder Bedeutungsvariante kann in verschiedenen Zusammenhängen verwendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesart als bestimmte Einzelbedeutung eines Ausdrucks ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Lesart&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine bestimmte Bedeutung oder Interpretation eines sprachlichen Ausdrucks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: Für das Wort „Lesart“ werden auf dieser Wikipedia-Seite oder auf der verlinkten Wiktionary-Seite mehrere Lesarten aufgeführt. &lt;br /&gt;
* Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;scharf&amp;#039;&amp;#039; in verschiedenen Lesarten als Attribut von &amp;#039;&amp;#039;Messer, Soße, Kurve, Kante, Munition&amp;#039;&amp;#039; usw.&lt;br /&gt;
* Beispiel: „sich“ in der Lesart &amp;#039;&amp;#039;reflexiv&amp;#039;&amp;#039; (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;er kämmt sich&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;reziprok&amp;#039;&amp;#039; (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;sie unterhalten sich&amp;#039;&amp;#039;) oder &amp;#039;&amp;#039;medial&amp;#039;&amp;#039; (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;die Sowjetunion löst sich auf&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;In Anlehnung an Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010: &amp;#039;&amp;#039;Lesart.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Perspektive oder Theorie wird mit Lesart mehr eine objektive (konventionelle) Bedeutung oder die subjektive Deutung eines Ausdrucks durch einen Rezipienten angesprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Lesarten sollen der Einzel-, nicht der Regelfall sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Heusinger, Siegfried: &amp;#039;&amp;#039;Die Lexik der deutschen Gegenwartssprache. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; W. Fink, München 2004 (UTB 2491), S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;Lesartendisambiguierung&amp;#039;&amp;#039; geht es um ein automatisiertes [[Disambiguierung]]sverfahren zur eindeutigen Zuordnung einer Bedeutung zu einem Wort.&amp;lt;ref&amp;gt;Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2010: &amp;#039;&amp;#039;Lesartendisambiguierung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesart als bestimmte Auslegung eines mehrdeutigen Originals (Editionswesen) ===&lt;br /&gt;
Im Editionswesen bezeichnet Lesart die Auslegung des Herausgebers eines im Original enthaltenen, mehrdeutigen Zeichens. So verwendeten die Mönche in den [[Skriptorium|Kopierstuben]] des Mittelalters häufig persönliche Abkürzungen, die dem heutigen Leser nicht ohne Weiteres eindeutig erschließbar sind. In [[Kommentierte Ausgabe|kommentierten Ausgaben]] werden in solchen Fällen plausible Lesarten einer bestimmten Textstelle angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesart als bestimmte Interpretation eines literarischen Textes (Literaturwissenschaft) ===&lt;br /&gt;
Für die literaturwissenschaftliche Schule der [[Rezeptionsästhetik]] ist die Lesart eine zentrale Kategorie. Ausgangspunkt ist dabei die Vorstellung, dass ein literarischer Text keine in ihm selbst ruhende, feste Bedeutung hat. Dem Text wird erst durch den Leseprozess Bedeutung verliehen. Dabei ist die Interpretation des einzelnen Lesers entscheidend. Der literarische Text wird als ein System von Leerstellen verstanden, das beim Lesen vervollständigt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel ist die Industriestadt, die den Handlungsort für [[Christa Wolf]]s Erzählung &amp;#039;&amp;#039;[[Der geteilte Himmel]]&amp;#039;&amp;#039; bildet. Ohne explizite Benennung mag sie der eine zum Beispiel als [[Halle (Saale)|Halle an der Saale]] (wie in der späteren Verfilmung), der andere als [[Leipzig]] oder [[Potsdam]] deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lesart als bestimmte Interpretation offizieller Texte ===&lt;br /&gt;
In der [[Diplomatie]] regeln internationale Verträge häufig nicht in allen Einzelheiten den Gegenstand des Vertrags. Die konkrete Umsetzung bedarf daher der Interpretation. Mit dem Begriff „Lesart“ für eine spezielle Interpretation wird suggeriert, dass das Interesse des Interpretierenden Einfluss genommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich spricht man auch von einer amtlichen oder offiziellen Lesart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Hundsnurscher: &amp;#039;&amp;#039;Die „Lesart“ als Element der semantischen Beschreibung.&amp;#039;&amp;#039; In: Lutzeier, Peter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wortfeldtheorie.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1993 (= Linguistische Arbeiten 288). S. 239–249.  &lt;br /&gt;
* Michael Dürr, Peter Schlobinski (2006): &amp;#039;&amp;#039;Deskriptive Linguistik: Grundlagen und Methoden.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht. S. 175ff.&lt;br /&gt;
* [http://www.festschrift-gerd-fritz.de/files/publ_hp/fritz_1995_scharf.pdf Gerd Fritz: Metonymische Muster und Metaphernfamilien.] (PDF; 1,54 MB) Bemerkungen zur Struktur und Geschichte der Verwendungsweisen von &amp;#039;&amp;#039;scharf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Gebrauch der Sprache. Festschrift für Franz Hundsnurscher zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Hg. von Götz Hindelang, Eckard Rolf und Werner Zillig. Münster 1995, Lit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Editionsphilologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chiananda</name></author>
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