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	<title>Lerntyp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:27:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lerntyp&amp;diff=61531&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Korte: Link auf neuen Artikel zur Person</title>
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		<updated>2026-02-25T15:52:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf neuen Artikel zur Person&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerntyp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine wissenschaftlich abgelehnte Unterscheidung von Personen hinsichtlich besonders effizienten [[Lernen|Lernverhaltens]] nach der Idee bevorzugter [[Wahrnehmung]]skanäle. Insbesondere in den [[Kognitionswissenschaft]]en wird diese Typologie nicht gestützt; in der Psychologie werden [[Persönlichkeitstypologie|Typenlehren]] grundsätzlich als überholt betrachtet. Ungeachtet dessen sind Lerntypologien populär, da sie vermeintlich dem „Interesse einer Effektivierung von [[Lernprozess]]en“ folgen, sie gelten daher als ein [[Faktoid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaefer2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Pashler u.&amp;amp;nbsp;a. existieren im Jahr 2008 insgesamt 71 unterschiedliche Modelle von Lerntypologien, dabei genügten „fast alle Studien den fundamentalen Kriterien wissenschaftlicher Forschung“ nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaefer2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Lerntypen abzugrenzen sind personenunabhängige [[Lernstil]]e. Diese beschreiben individuelle Präferenzen in verschiedenen Phasen eines Lernprozesses und können beispielsweise bei der Reflexion eigenen Lernverhaltens hilfreich sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaefer2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Lerntypologie wird in folgenden Kontexten gebraucht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lerntypologie nach Vester: Die Einteilung von Lernern nach Lerntypen aufgrund ihrer bevorzugten Lernaktivität wurde von [[Frederic Vester]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Denken, Lernen, Vergessen&amp;#039;&amp;#039; propagiert. Lerneffektivität kann nach dieser Auffassung gesteigert werden, indem der jeweils richtige Wahrnehmungskanal (visueller, auditiver, [[Haptik|haptischer]], [[Kognition| kognitiver]]) angesprochen wird. Der Ansatz wird oft im Zusammenhang mit [[Ganzheitlichkeit (Pädagogik)|ganzheitlichem Lernen]], [[Handlungsorientierter Unterricht|handlungsorientiertem Lernen]] und [[Neuro-Linguistisches Programmieren|Neuro-Linguistischem Programmieren]] genannt. Aufgrund ihrer Oberflächlichkeit und Inkonsistenz wird Vesters Typologie von der [[Lernpsychologie]] nicht ernst genommen. Oberflächlich ist Vester, da er unbestimmt lässt, ob sich seine Typisierung auf Präferenzen für bestimmte Informationsangebote oder für bestimmte mentale Formate und Prozesse bezieht. Inkonsistent ist seine Theorie, da er drei der Lerntypen über Wahrnehmungskanäle charakterisiert, während sich der vierte auf den Verstehensprozess bezieht – was die Frage aufwirft, woher der Lerner kognitiven Typs seinen Lernstoff bezieht und was die anderen Lerner mit ihren Sinnesdaten anfangen: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, [[Anschauung]]en ohne Begriffe sind blind“ ([[Immanuel Kant]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Fehlübersetzung der Arbeiten von Gagné: In Teilen des didaktischen Schrifttums steht &amp;#039;&amp;#039;Lerntypen&amp;#039;&amp;#039; als etwas unbeholfene Übersetzung für die namentlich von [[Robert Gagné]] klassifierten „types of learning“, also &amp;#039;&amp;#039;Arten&amp;#039;&amp;#039; des Lernens: [[assoziatives Lernen]], [[Diskriminationslernen]], Begriffslernen, Regellernen, [[Problemlösen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund der theoretischen Arbeit zu Lerntypen ==&lt;br /&gt;
Eine allgemeine Vorstellung von Lehre ist, dass es sich hierbei nicht nur um die Vermittlung von Stoff und somit um das Fragmentieren und Aufbereiten von Inhalten handelt (siehe hierzu eine Vielzahl von [[Didaktik#Allgemeindidaktik: Didaktische Modelle|Didaktikmodellen]]). Bei theoriegeleitetem Lehren sollen Lehrende vor Augen behalten, zu welchem Ziel ([[Lernziel|Lehr-/Lernziel]]) ein jeweiliger Inhalt vermittelt wird und welche Voraussetzungen bei der inhaltlichen und methodischen Gestaltung der Lehr-/Lernsituation berücksichtigt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Voraussetzungen, die von Lehrenden erhoben und berücksichtigt werden sollten, gehören unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Soziokultur|soziokulturelle Bedingungen]] (wie bereits erfahrene oder vernachlässigte Förderungen durch das familiäre oder schulische Umfeld),&lt;br /&gt;
* vorhandenes Methodenrepertoire ([[Methodenkompetenz]]en, [[Soziale Kompetenz]]en, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Textlesefähigkeiten, Visualisierungsfähigkeiten, [[Informationskompetenz|Präsentationstechniken]], Techniken der Materialbeschaffung und -bewertung für die Erarbeitung von Inhalten, Methodenkenntnisse für die Arbeit im Team und mit einem Partner, Methoden der (selbständigen) Sicherung von Lerninhalten, Techniken der Zusammenarbeit im [[Plenum]]),&lt;br /&gt;
* Generische Voraussetzungen für die Erarbeitung neuer Inhalte („Welche Aufnahmekanäle können angesprochen werden?“, „Auf welche Verarbeitungsmechanismen kann zurückgegriffen werden?“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum letztgenannten Punkt haben sich verschiedene theoretische Positionen und Grundannahmen unter Überschriften mit teilweise überschneidenden Bedeutungshöfen entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Theorien sind eher allgemein auf die [[Persönlichkeit]] ausgerichtet, andere fokussieren speziell Lernen und Denken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Lerntypen ([[Frederic Vester]])&lt;br /&gt;
* [[Denkstil]]e ([[Robert Sternberg]])&lt;br /&gt;
* [[Lernstil]]e und die ‘experiential learning theory’ von [[David A. Kolb|David Kolb]], basierend auf Werken von [[John Dewey]], [[Kurt Lewin]], [[Jean Piaget]] und [[Joy Paul Guilford]]. Kolb hat seine Lernstile in einem Lernzyklus zusammengebracht, der von der Erfahrung im Experiment bis hin zur Abstrahierung reicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablehnung des Begriffs und Kritik (Lernpsychologie) ==&lt;br /&gt;
Aufgrund mangelnder empirischer Belege&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaefer2017&amp;quot;/&amp;gt; oben genannter Ansätze bevorzugt die Lernpsychologie das Konzept der [[Lernstil]]e, hier besonders die Untersuchungen von Kolb oder Honey &amp;amp; Mumford. Aus Sicht der Lernpsychologie werden Lerntypen im Sinne Vesters aus mehreren Gründen kritisiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Einteilung von Personen anhand ihres Lerntyps basiert auf einem unzulässigen Schluss von Präferenzen in bestimmten Situationen auf überdauernde Merkmale.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Wisniewski: &amp;#039;&amp;#039;Der Unsinn von den Sinnen&amp;#039;&amp;#039; in: B. Wisniewski &amp;amp; A. Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Schule auf Abwegen - Mythen, Irrtümer und Aberglaube in der Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;, Schneider Verlag, Baltmannsweiler, 2013, ISBN 978-3-8340-1256-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der überwiegende Teil menschlicher Gedächtnisinhalte ist völlig unabhängig von irgendeiner Sinnesmodalität gespeichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniel T. Willingham: “Do visual, auditory and kinesthetic learners need visual, auditory and kinesthetic instruction?” in: &amp;#039;&amp;#039;American Educator&amp;#039;&amp;#039;, 29(2), 31–35, 2005 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Es konnte empirisch nicht nachgewiesen werden, dass die Berücksichtigung des eigenen Lerntyps zu einer Verbesserung der Lernleistung führt.&amp;lt;ref&amp;gt;John Hattie: &amp;#039;&amp;#039;Visible Learning - A synthesis of over 800 meta-analyses relating to achievement&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, London, 2009, ISBN 978-0-415-47618-8 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harold Pashler, Mark McDaniel, Doug Rohrer, Robert Bjork |Titel=Learning Styles: Concepts and Evidence |Sammelwerk=Psychological Science in the Public Interest |Band=9 |Nummer=3 |Datum=2008-12 |ISSN=1529-1006 |DOI=10.1111/j.1539-6053.2009.01038.x |Seiten=105–119 |Online=http://journals.sagepub.com/doi/10.1111/j.1539-6053.2009.01038.x |Abruf=2023-06-02}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso gibt es keine Hinweise dafür, dass die Berücksichtigung von verschiedenen Lerntypen durch Lehrkräfte zu einem Anstieg positiver Lerneffekte führt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kenneth A. Kavale, Steven R. Forness: “Substance over style: Assessing the efficacy of modality testing and teaching” in: &amp;#039;&amp;#039;Exceptional Children&amp;#039;&amp;#039;, 54(3), 228–239, 1987, [https://doi.org/10.1177/001440298705400305 doi.org] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lerntypentest nach Vester]]&lt;br /&gt;
* [[Lernmethode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernd Weidenmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Multicodierung und Multimodalität im Lernprozess&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Information und Lernen mit Multimedia im Text&amp;#039;&amp;#039;, 1995, Seite 53, kritisch.&lt;br /&gt;
* Maike Looß: &amp;#039;&amp;#039;Lerntypen?- Ein pädagogisches Konstrukt auf dem Prüfstein&amp;#039;&amp;#039;, Die Deutsche Schule, 93 (2) 186–198 (2001).&lt;br /&gt;
* Grotehusmann, Sabine: „Der Prüfungserfolg. Die optimale Prüfungsvorbereitung für jeden Lerntyp.“ Offenbach, GABAL-Verlag, 2008, ISBN 978-3-89749-859-4.&lt;br /&gt;
* Meeker, M.&amp;amp;nbsp;N. (1969): &amp;#039;&amp;#039;The Structure of Intellect.&amp;#039;&amp;#039; Columbus, OH: Merrill (englisch).&lt;br /&gt;
* Stangl, W. (2005): &amp;#039;&amp;#039;Lernstile – was ist dran?&amp;#039;&amp;#039;, Praxis Schule 5–10, 31.&amp;amp;nbsp;Jg., Heft 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Frederic Vester]]: &amp;#039;&amp;#039;Denken, Lernen, Vergessen&amp;#039;&amp;#039;, 1975, als Taschenbuch 1978, 36. Auflage dtv 2014, ISBN 978-3-423-33045-9; zumindest für den deutschen Sprachraum das Grundlagenbuch.&lt;br /&gt;
* Smith, Donna M., and David A. Kolb. 1986: &amp;#039;&amp;#039;The User&amp;#039;s Guide for the Learning-Style Inventory: A Manual for Teachers and Trainers.&amp;#039;&amp;#039; McBer &amp;amp; Company. Boston, MA (englisch).&lt;br /&gt;
* Lewin, Kurt (1942) &amp;#039;&amp;#039;Field Theory and Learning&amp;#039;&amp;#039; in D Cartwright (ed.) &amp;#039;&amp;#039;Field Theory in Social Science: Selected theoretical papers&amp;#039;&amp;#039;, London; Social Science Paperbacks, 1951 (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;schaefer2017&amp;quot;&amp;gt;Erich Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Welche Mythen existieren über das Lernen im Erwachsenenalter?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lebenslanges Lernen. Kritisch hinterfragt.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin, Heidelberg, 2017, S.&amp;amp;nbsp;1–17. {{DOI|10.1007/978-3-662-50422-2_1}}; ISBN 978-3-662-50422-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Didaktik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Korte</name></author>
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