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	<title>Lerge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T03:17:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lerge&amp;diff=1820017&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-06-18T19:36:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lerge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; stammt aus [[Niederschlesien]] und ist seit dem 19. Jahrhundert lexikalisch nachweisbar. Laut dem Schriftsteller [[Karl von Holtei]] und dem Sprachforscher [[Karl Weinhold (Mediävist)|Karl Weinhold]] bezeichnet „Lerge“ ursprünglich in der Grundbedeutung „schlecht, fehlerhaft“, ein „dürres schlechtes Pferd“ oder einen „dürren Hund“. Im übertragenen Sinne war damit ein „lüderliches Frauenzimmer“ gemeint.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl von Holtei: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Haude und Spener, Berlin 1830; Trewendt, Breslau 1878, S. 151; Karl Weinhold: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zu einem schlesischen Wörterbuche.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1855, S. 53; s.&amp;amp;nbsp;a. Ignaz Petters: &amp;#039;&amp;#039;Andeutungen zur Stoffsammlung in den deutschen Mundarten Böhmens.&amp;#039;&amp;#039; Prag 1864, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort „Lerge“ galt als „unfein“, aber nicht als vulgär.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Simon&amp;quot;&amp;gt;Günter Simon (Leserbrief). In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; 11/2006, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später weitete sich die Bedeutung des Begriffs aus. „Lerge“ wurde sowohl als Beschimpfung als auch als Kosewort benutzt,&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg. Breslau-Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2003, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; beispielsweise „du timplige Lerge“ („du dümmlicher Mensch“) oder „du verrückte Lerge“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Simon&amp;quot;/&amp;gt; Schließlich galt das Wort als [[Spitzname]] für die Bewohner [[Breslau]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Großpietsch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„O lerge!“ war ein allgemeiner Ausruf des Erstaunens,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Großpietsch&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Großpietsch: &amp;#039;&amp;#039;Parkstraße 15. Die Geschichte einer Breslauer Bürgerfamilie 1700 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2007, S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso wie „ach du Lerge“ („ach du meine Güte“) oder auch „Lerge-box“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Simon&amp;quot;/&amp;gt; Das Wort wurde im Volksmund auch als [[Akronym]] für „Lieber Einziger Reizender Goldener Engel“ erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Peter Brachmanski: {{Webarchiv|url=http://www.oberschlesien-aktuell.de/presse/presse/schlesien/060401sn.pdf |wayback=20150402122320 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Breslauer Lerge – ein vergessener schlesischer Begriff?&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-25 14:24:41 InternetArchiveBot }} (PDF; 367&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; 7/2006, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bedeutungsvielfalt beschreibt die Autorin Magdalena Maria Hönisch-Tunk 2007 so:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic; margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sagten wir Kinder ‚Lerge‘, bekamen die meisten von uns ein paar hinter die Löffel. Sogar wir Gassenkinder durften nicht einmal einer Freundin im Zorn ‚Du doofe Lerge‘ an den Kopf werfen.&lt;br /&gt;
Dabei ist sie weder braun noch riecht sie schlecht. Also viel schöner, als das, was heute in aller Munde ist. Nun, was drückte Lerge aus? Sie konnte lieb sein und gemein!&lt;br /&gt;
Zum Beispiel:&lt;br /&gt;
Ein kleines Baby im Kinderwagen: ‚Ach ist das ’ne süße klene Lerge!‘&lt;br /&gt;
Der stolze Papa: ‚Na, kuck dir mal die klene Lerge an!‘&lt;br /&gt;
Der Junge, der von seinem Mädel schwärmt: ‚Das ist dir vielleicht ene Lerge, Lotschke Fisch! – Da hebste ob.‘&lt;br /&gt;
Die Frau, die vergeblich auf ihren Mann wartet: ‚Die alte Lerge sitzt sicher wieder in der Kneipe und besauft sich!‘&lt;br /&gt;
Die Streithähne: ‚Mensch Lerge, ich hau dir ene in die Flappe, dass dir die rote Suppe nachläuft!‘&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat mit freundlicher Genehmigung der Autorin nach {{Webarchiv | url=http://www.lerge-das-war-eine-zeit.de/9227.html | archive-is=20120804104818 | text=Lerge, Lerge Das war eine Zeit! – Die Breslauer Lerge}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=AJOsdDx6mg8 Ich bin eine Breslauer Lerge] – [[Hans Arno Simon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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