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	<title>Leopold Tyrmand - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leopold_Tyrmand&amp;diff=873670&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ivonna Nowicka: /* Leben */</title>
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		<updated>2026-02-13T16:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leopold Tyrmand (tablica).JPG|mini|190px|Leopold Tyrmand]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leopold Tyrmand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Mai]] [[1920]] in [[Warschau]]; † [[19. März]] [[1985]] in [[Fort Myers]]) war ein [[Polen|polnischer]] [[Schriftsteller]], [[Publizist]] und [[Jazz]]-Enthusiast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Tyrmand entstammte einer [[Geschichte der Juden in Polen|assimilierten jüdischen Familie]], die seit vielen Generationen in Warschau lebte und sich der [[Politische Mitte|politischen Mitte]] sowie dem [[Liberalismus]] zugehörig fühlte. Lediglich einer seiner Onkel, Jerzy Tyrmand, war bekennender [[Kommunismus|Kommunist]] und ein enger Freund des polnischen Ökonomen [[Oskar Lange]], des Mitschöpfers des [[Konkurrenzsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur am Jan-Kreczmar-Gymnasium in Warschau (&amp;#039;&amp;#039;Gimnazjum imienia Jana Kreczmara w Warszawie&amp;#039;&amp;#039;) studierte Tyrmand zunächst für ein Jahr [[Architektur]] an der [[École nationale supérieure des beaux-arts de Paris|Staatlichen Hochschule der Schönen Künste in Paris]] (&amp;#039;&amp;#039;École nationale supérieure des beaux-arts de Paris&amp;#039;&amp;#039;). Dort kam er das erste Mal mit Jazz in Berührung und wurde Stammgast des [[Hot Club de Jazz]], wo er das [[Duke Ellington Orchestra]] hörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Überfall auf Polen|Überfall Deutschlands auf Polen]] erlebte Tyrmand 1939 in Warschau, er floh ins polnische [[Vilnius|Wilno]], das nach der [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|Sowjetischen Besetzung Ostpolens]] an [[Litauen]] fiel, das wiederum 1940 von der Sowjetunion annektiert wurde. Er schrieb in Vilnius für mehrere polnischsprachige kommunistische Zeitungen [[Feuilleton]]s. In Vilnius lernte er außerdem den polnischen Journalisten [[Franciszek Walicki]] kennen, der einer seiner wichtigsten Weggefährten wurde und seine Leidenschaft für den Jazz förderte. Tyrmands Eltern wiederum gerieten während der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besetzung Polens]] in Haft. Während die Mutter den [[Holocaust]] überlebte, wurde der Vater, Mieczysław Tyrmand, der vor Kriegsausbruch einen lukrativen [[Pelz]]großhandel betrieben hatte, im [[Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek|KZ Majdanek]] von den deutschen Nazisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] engagierte sich Tyrmand auf Betreiben des polnischen Schriftstellers [[Waldemar Babinicz]] für mehrere konspirative polnische Unabhängigkeitsgruppen, weshalb er 1941 vom [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] festgenommen wurde und in einen [[Gulag]] verbracht werden sollte. Durch den [[Unternehmen Barbarossa|Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion]] gelang ihm und seinen Mitstreitern allerdings die Flucht aus sowjetischer Haft. Mit Hilfe gefälschter französischer Dokumente wollte er auf dem Landweg in das von Deutschland eroberte [[Frankreich]] fliehen. Er schlug sich auf dem Weg als Übersetzer, Kellner und Gleisarbeiter durch. Da die Möglichkeit einer Flucht nach Frankreich immer aussichtsloser wurde, heuerte er schließlich als Matrose an, um über das besetzte [[Norwegen]] ins neutrale [[Schweden]] zu gelangen. Im Hafen von [[Stavanger]] wurde er jedoch aufgegriffen und verbrachte den Rest des Zweiten Weltkrieges im [[Polizeihäftlingslager Grini|KZ Grini]] in Norwegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende arbeitete Tyrmand zunächst für das [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Rote Kreuz]] und schließlich als Korrespondent für die polnische Presseagentur in [[Dänemark]]. 1946 kehrte er nach Warschau zurück und wurde freier Redakteur für Zeitschriften und Tageszeitungen wie [[Tygodnik Powszechny]], [[Przekrój]] und [[Rzeczpospolita (Zeitung)|Rzeczpospolita]]. Darüber hinaus arbeitete er mehrere Jahre für das [[Polskie Radio]]. Zu seinem Repertoire gehörte die Berichterstattung zu Themen rund um Musik, Theater und Sport, dennoch fiel Tyrmand immer wieder wegen sowjetkritischer Wortwahl auf und verlor dadurch regelmäßig Aufträge. 1953 wurde er schließlich mit einem Berufsverbot belegt und durfte nicht weiter als Journalist arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Rolle spielte Tyrmand vor allem beim Aufbau der polnischen Jazz-Szene. In Warschau gründete er 1946 einen regionalen Jazz-Club des [[Christlicher Verein Junger Menschen|YMCA]]. Auf seine Initiative fand am 30. Mai 1947 dort das erste öffentliche Jazz-Konzert unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;[[Jamsession]]&amp;#039;&amp;#039; statt, bei dem unter anderem der Saxophonist [[Charles Bovery]], die Sängerin [[Jeanne Johnstone Schiele]], der Klarinettist [[Juliusz Skowroński]], der Pianist [[Wiesław Machan]] und der Schlagzeuger Janusz „Marek“ Byliński mitwirkten. Den YMCA-Clubs (weitere befanden sich in [[Krakau]] und [[Łódź]]) war jedoch kein langes Leben beschieden; sie wurden 1947 aufgelöst, als die Kulturfunktionäre der [[PVAP|Polnischen Arbeiterpartei]] den Jazz als „bourgeois, dekadent, verdächtig und schädlich“ deklassierten. Tyrmand war dann 1954 Schirmherr des ersten polnischen Jazz-Festivals, des &amp;#039;&amp;#039;Krakauer Jazzallerseelen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab 1945 hatte Tyrmand an dem Erzählband &amp;#039;&amp;#039;Hotel Ansgar&amp;#039;&amp;#039; über seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkrieges gearbeitet, der 1947 in Polen publiziert wurde. Seine ab 1954 zunehmend regimekritischen Romane wurden in Polen jedoch verboten, erschienen aber im Westen in deutscher und englischer Übersetzung. 1966 emigrierte er in die [[USA]], wo er seine Arbeit als Redakteur für den [[The New Yorker|New Yorker]] und das [[The New York Times|New York Times Magazine]] fortsetzen konnte und zu einem Kritiker der in seinen Augen unmoralischen Kultur [[Hollywood]]s wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tyrmand starb an einem Herzinfarkt während eines Urlaubsaufenthalts in [[Florida]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinem 100. Geburtstag wurde in Polen 2020 durch den [[Sejm]] zum Leopold-Tyrmand-Jahr ausgerufen mit zahlreichen Veranstaltungen, Sonderpublikationen und Neuauflagen seines Werkes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Böse. Roman&amp;#039;&amp;#039; („Zły“, 1955). Ullstein-Verlag, Berlin 1958 (übersetzt von Kurt Harrer).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Hotel in Darlowo. Roman&amp;#039;&amp;#039; („Siedem dalekich rejsów“). Ullstein-Verlag, Berlin 1962 (übersetzt von Jan Tauschinski).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Filip. Roman&amp;#039;&amp;#039; („Filip“, 1961). Ins Deutsche übersetzt von Peter Oliver Loew. Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt 2021, ISBN 978-3-627-00284-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pawel Brodowski: &amp;#039;&amp;#039;Jazz in Polen&amp;#039;&amp;#039;. In: Annette Hauber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;That’s Jazz: Der Sound des 20. Jahrhunderts: eine Ausstellung der Stadt Darmstadt, veranstaltet vom Institut Mathildenhöhe Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt, 29. Mai – 28. August 1988.&amp;#039;&amp;#039; Institut Mathildenhöhe, Darmstadt 1988, {{DNB|880879696}}.&lt;br /&gt;
* Grzegorz Sołtysiak: &amp;#039;&amp;#039;Nie taka zła. Przewodnik po Warszawie Leopolda Tyrmanda&amp;#039;&amp;#039; Muzeum Powstania Warszawskiego, Warszawa 2020, ISBN 978-83-7729-577-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Leopold Tyrmand}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119056240}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Krystyna Dąbrowska (Dichterin)|Krystyna Dąbrowska]] |url=https://culture.pl/pl/tworca/leopold-tyrmand |titel=Leopold Tyrmand |werk=culture.pl |datum=2010-12 |sprache=pl |abruf=2021-10-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Martin Sander (Journalist)|Martin Sander]] |url=https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/10/06/die_rollenspiele_des_polnischen_schriftstellers_leopold_drk_20211006_1930_e809f6ec.mp3 |titel=Schriftsteller Leopold Tyrmand – Ein begnadeter Rollenspieler und Überlebenskünstler |werk=[[Deutschlandfunk Kultur|Deutschlandfunk-Kultur]]-Sendung „Zeitfragen“ |datum=2021-10-07 |format=mp3-Audio; 27,6&amp;amp;nbsp;MB; 30:10&amp;amp;nbsp;Minuten |kommentar=[https://www.deutschlandfunkkultur.de/schriftsteller-leopold-tyrmand-ein-begnadeter-rollenspieler.976.de.html?dram:article_id=503911 html-Version] |abruf=2021-10-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119056240|LCCN=n/50/17047|VIAF=14790415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tyrmand, Leopold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Polnisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Warschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur der Volksrepublik Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polnischer Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tyrmand, Leopold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Schriftsteller und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1920&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Warschau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. März 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fort Myers]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ivonna Nowicka</name></author>
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