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	<title>Leopold Marx - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:28:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leopold_Marx&amp;diff=431344&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulf Heinsohn: /* Leben */ typo</title>
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		<updated>2025-06-05T10:38:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leopold Marx&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Dezember]] [[1889]] in [[Stuttgart-Bad Cannstatt|Cannstatt]], [[Deutsches Kaiserreich]]; † [[25. Januar]] [[1983]] in [[Shavei Zion]], [[Israel]]) war ein schwäbischer Schriftsteller, Dichter und Fabrikant, der 1939 aus dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschland]] in das britische [[Protektorat]] [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] emigrieren musste, dort in einem [[Moschaw]] siedelte und zeitlebens in deutscher Sprache schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In einer Fabrikanten-Familie Cannstatts geboren, besuchte Leopold Marx bis 1904 das dortige [[Johannes-Kepler-Gymnasium Bad Cannstatt|Gymnasium]]. Seine Eltern waren Eduard Marx und Babette geborene Rothschild&amp;lt;ref&amp;gt;Ihre Geschichte wird ausführlich dargestellt in: Rainer Redies: [https://www.stolpersteine-cannstatt.de/biografien/babette-marx-mitte-einer-familie &amp;#039;&amp;#039;Babette Marx: Mitte einer Familie&amp;#039;&amp;#039;], Cannstatter Stolperstein-Initiative&amp;lt;/ref&amp;gt;, die in der Seelbergstraße 1 (heute Waiblinger Straße 12) in Cannstatt wohnten. Sie besaßen zusammen mit Bernhard Gutmann die &amp;#039;&amp;#039;Mechanische Bandweberei Gutmann und Marx&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gelände der früheren Heilanstalt von Dr. Ebner (Ecke Seelbergstraße/Waiblinger Straße) in Cannstatt mit einer Filiale in [[Neuffen]]. Das Familienhaus und die Firma in Cannstatt stand am [[Wilhelmsplatz (Bad Cannstatt)|Wilhelmsplatz]].&lt;br /&gt;
Die Filiale in Neuffen befand sich in der Nähe des Lindenplatzes am Oberen Graben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein Vater 1904 starb, musste der Fünfzehnjährige seine gymnasiale Karriere aufgeben und sich auf die Übernahme der Firma vorbereiten. 1904 bis 1908 absolvierte er eine kaufmännische und technische Ausbildung (Lehre, Textilschule in [[Barmen]], Aufenthalt in [[London]] und [[Paris]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 übernahm der noch nicht Volljährige den Betrieb. 1914, in der Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], wurde er als Leiter eines kriegswichtigen Betriebs zurückgestellt, im Jahr 1916 ließ er sich im Tausch gegen seinen Bruder Julius einberufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher heiratete er Ida (Judith) geborene Hartog aus [[Mannheim]], die ebenfalls aus einer jüdischen Familie stammte. Im Mai trat er seinen Kriegsdienst in Nordfrankreich an, im Oktober 1916 geriet er an der [[Somme]] in französische Gefangenschaft. Dort überwand er allgemeine Vorurteile gegen Franzosen, klärte sein Verhältnis zum [[Judentum]] nach einer Begebenheit mit algerischen Juden, die als Soldaten in Frankreich dienten. In der Gefangenschaft lernte er etwas [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] und machte sich mit den Schriften [[Martin Buber]]s vertraut. Er kam in Kontakt mit [[Hermann Hesse]], der für die deutsche [[Kriegsgefangenen-Fürsorge]] in [[Bern]] arbeitete und Bücher für Gefangene zur Verfügung stellte. Leopold Marx verfasste erste [[Lyrik]] ([[Sonett]]e u.&amp;amp;nbsp;a.), von denen Hermann Hesse einige veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 gelang ihm die Flucht. Im Dezember kehrte er heim. Von da an leitete er zusammen mit seinem Bruder Julius die familieneigene Fabrik, bis diese 1938 in Neuffen „[[Arisierung|arisiert]]“ wurde. Bei diesem Vorgang spielte der damalige Neuffener Bürgermeister August Pfänder eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der unternehmerischen Tätigkeit veröffentlichte er in Zeitschriften und Zeitungen wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdische Rundschau|Jüdischen Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Jugend (Zeitschrift)|Jugend]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, hauptsächlich Gedichte und Artikel, später auch im &amp;#039;&amp;#039;[[Aufbau (jüdische Zeitung)|Aufbau]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1924 hatte er freundschaftliche Beziehungen zu dem bekannten jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber, auf dessen Anregung Leopold Marx in Gemeinschaft mit seinem Schwager Karl Adler und [[Otto Hirsch (Verwaltungsjurist)|Otto Hirsch]] in [[Stuttgart]] ein jüdisches Lehrhaus ([[Beit Midrasch|Beit haMidrasch]]) gründete, nach dem Vorbild des in [[Frankfurt am Main]] bestehenden [[Freies Jüdisches Lehrhaus|Freien Jüdischen Lehrhauses]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Deportation in das [[KZ Dachau]] und seiner dortigen Entlassung (1938) ließ er seine zwei Söhne Erich Josua (Jehoschuʿa) und Eder/Eduard (Ephrajim) nach Palästina ausreisen. Beide befanden sich zuvor im [[Jüdisches Landschulheim Herrlingen#Schüler des Landschulheims|Jüdischen Landschulheim Herrlingen]], Eder als Schüler, Erich als Hilfskraft. Den Lebensweg von Erich Jehoshua, der am 14. Januar 1948 im [[Palästinakrieg|Israelischen Unabhängigkeitskrieg]] zu Tode kam, hat Leopold Marx in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Mein Sohn Erich Jehoshua&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Marx wurde im Mai 1939 von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] inhaftiert, kam dann wieder frei. Im zweiten Kriegsmonat des Jahres 1939 [[Alija|emigrierte]] er mit seiner Frau nach [[Palästina (Region)#Britisches Mandat|Palästina]], das er – [[Zionismus|Zionist]], der er war – [[Erez Israel|Erez Jisrael]] nannte. Er wurde hier im gleichen Jahr noch in das landwirtschaftliche Kollektiv ([[Moschav]] Schittufi) [[Schawei Zion|Schavei Zion]] aufgenommen, im Deutschen auch „Shavey Zion“ oder „Shavej Zion“ („Rückkehrer nach Zion“). Dieser Moschav wurde von einer Gruppe von Juden aus [[Rexingen (Horb)|Rexingen]] gegründet, die sich 1938 unter dem Druck der Verfolgung in Nazi-Deutschland im „Land der Väter“ eine neue Heimat gesucht hatten. Zwölf Jahre arbeitete er in den landwirtschaftlichen Pflanzungen. Danach war er als Gärtner tätig und hatte großen Einfluss auf die dortige landschaftspflegerische Gestaltung und auf kulturelle Gemeinschaftseinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Israel]] entfaltete er eine vermehrte literarische Tätigkeit, trotz seiner stark beeinträchtigten Sehleistung. Im Februar 1972 starb seine Frau Judith; am 25. Januar 1983 starb er selbst. Postum erschien sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Franz und Elisabeth&amp;#039;&amp;#039; im Bleicher-Verlag [[Gerlingen]], wie er es gewünscht hatte, und zwar am 8. Dezember 1989, zu seinem 100. Geburtstag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der literarische Nachlass von Leopold Marx ist teilweise im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]] aufbewahrt. Auch sein Sohn Ephrajim Marx (Kibbuz Evron) bewahrt Teile des Nachlasses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Seine Gedichte und seine Prosa stellen ein bewegendes Zeugnis der Gefühle eines Juden dar, der das Kaiserreich, die Weimarer Republik, die traumatische NS-Zeit und das Werden Israels miterlebte. Er gilt als bedeutender deutsch-jüdischer Schriftsteller, auch im Kontext der deutsch-israelischen Literatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bereicherte das kulturelle jüdische Leben im Stuttgart der 1920er und 1930er Jahre durch selbst geschriebene Stücke (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Purim in Schwabylon&amp;#039;&amp;#039;, eine Revue), Artikel, Vorträge, Ansprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Synagoge]] in Stuttgart-Bad Cannstatt während der [[Novemberpogrome 1938]] niedergebrannt worden war, stellte er der Gemeinde Räume in seinem Familienhaus für gottesdienstliche Zwecke zur Verfügung. In Shavei Zion gehörte er zu denen, die die Gestaltung des Moschaw und das kulturelle Leben, z.&amp;amp;nbsp;B. als Gärtner, Landschaftsgestalter, Chronist, Gründer des Hauses „Beth Jehoshua“ (Haus zur Erinnerung an Jehoshua Marx) wesentlich prägten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein jüdisches Lehrhaus in Stuttgart. Ein Vortrag (Schluß).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 3 (1926/27), Heft 2, 16. April 1924, S. 35–40 ([https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/4904487 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hachscharah&amp;#039;&amp;#039;, Gedichtsammlung, Jerusalem 1941/1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Schawej Zion&amp;#039;&amp;#039;, Schavej Zion 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Otto Hirsch – ein Lebensbild&amp;#039;&amp;#039;, 1963&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lied der Lieder&amp;#039;&amp;#039;, 1964&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es führt eine lange Straße&amp;#039;&amp;#039;, Gedichtband, Berlin 1976&lt;br /&gt;
* Beiträge zur Anthologie &amp;#039;&amp;#039;Stimmen aus Israel&amp;#039;&amp;#039;, 1976&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jehoshua, mein Sohn&amp;#039;&amp;#039;, Gerlingen 1979 (2., veränderte Auflage 1996 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mein Sohn Erich Jehoshua – Lebensbild eines früh Gereiften&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lobgesänge. Das Buch der Psalmen&amp;#039;&amp;#039;, Gerlingen 1987&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Franz und Elisabeth. Erzählung&amp;#039;&amp;#039;. Bleicher-Verlag, Gerlingen 1989, ISBN 3-88350-446-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|347|347|Marx, Leopold|Werner P. Heyd|125003366}}&lt;br /&gt;
* Werner Volke, Nachwort, in: &amp;#039;&amp;#039;Franz und Elisabeth. Erzählung&amp;#039;&amp;#039;. Bleicher-Verlag, Gerlingen 1989, ISBN 3-88350-446-7&lt;br /&gt;
* Manuel Werner: &amp;#039;&amp;#039;Cannstatt – Neuffen – New York. Das Schicksal einer jüdischen Familie in Württemberg. Mit den Lebenserinnerungen von Walter Marx&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Sindlinger-Burcharz, Nürtingen/Frickenhausen 2005, ISBN 3-928812-38-6&lt;br /&gt;
* Carsten Kohlmann, Landesarchiv Baden-Württemberg: &amp;#039;&amp;#039;Das Archiv der Gemeinde Shavei Zion in Israel. Archivgeschichte, Beständestruktur, Ausstellungsplanung&amp;#039;&amp;#039;. Marburg an der Lahn 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125003366}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/brieflust5.htm Reinhard Döhl: &amp;#039;&amp;#039;Von Briefstellern, Briefen und anderen schriftlichen Lustbarkeiten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Reinhard Döhl: [http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/marx.htm &amp;#039;&amp;#039;Von Cannstadt nach Shavej Zion – Der Dichter Leopold Marx&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Carsten Kohlmann: [https://www.landesarchiv-bw.de/web/46879 &amp;#039;&amp;#039;Das Archiv der Gemeinde Shavei Zion in Israel&amp;#039;&amp;#039;], Landesarchiv Baden-Württemberg. &lt;br /&gt;
* Rainer Redies: [https://www.stolpersteine-cannstatt.de/biografien/babette-marx-mitte-einer-familie  &amp;#039;&amp;#039;Babette Marx: Mitte einer Familie&amp;#039;&amp;#039;], Cannstatter Stolperstein-Initiative&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125003366|LCCN=n/80/138085|VIAF=72341558}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marx, Leopold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württemberger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Palästina zur Mandatszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Israeli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marx, Leopold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-israelischer Schriftsteller, Dichter und Fabrikant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Dezember 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Cannstatt]] &lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schawe Zion]], Israel&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulf Heinsohn</name></author>
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