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	<title>Leopold Lucas - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bisam: Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht, fehlendes Wort</title>
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		<updated>2026-01-11T19:04:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abkürzungen korrigiert bzw. vereinheitlicht, fehlendes Wort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leopold Lucas Portrait.jpg|mini|Leopold Lucas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg Leopold-Lucas-Straße Straßenschild.jpg|mini|Straßenschild Leopold-Lucas-Straße in Marburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg Jüdischer Friedhof Gedenkstein Leopold Lucas 1.jpg|mini|Gedenkstein für Leopold Lucas auf dem Alten Jüdischen Friedhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marburg Leopold-Lucas-Straße 20 Gedenktafel für Leopold Lucas.jpg|mini|Gedenktafel für Leopold Lucas bei den Kaufmännischen Schulen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leopold Lucas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[18. September]] [[1872]] in [[Marburg]]; gestorben [[13. September]] [[1943]] im [[Ghetto Theresienstadt]]) war ein deutscher [[Historiker]] und [[Rabbiner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leopold Lucas stammte aus einer der ersten in Marburg nachweisbaren jüdischen Familien. 1674 erhielt der Handelsmann Abraham Lucas († 1712), Sohn des Schlomo, den landesherrschaftlichen [[Schutzbrief (Diplomatie)#Schutz von Juden|Schutzbrief für Juden]]. Sein Sohn Aaron und der Enkel Loeb Lucas waren am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts Vorsteher der Marburger Judenschaft. Leopolds Eltern waren der Uhrmacher und Juwelier Bernhard Lucas (1836–1906) und seine Ehefrau Bertha Falkenstein (1833–1897).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Barbara Wagner |Titel=Marburg |Sammelwerk=Von der Ausgrenzung zur Deportation in Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Neue Beiträge zur Verfolgung und Ermordung von Juden und Sinti im Nationalsozialismus. Ein Gedenkbuch |Hrsg=Klaus-Peter Friedrich im Auftrag der Geschichtswerkstatt |Reihe=Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur|BandReihe=108|HrsgReihe=Magistrat der Universitätsstadt Marburg |Verlag=Rathaus-Verlag |Ort=Marburg |Datum=2017|ISBN=978-3-942487-10-8|Seiten=29–30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1892 am [[Gymnasium Philippinum Marburg|Gymnasium Philippinum]] in Marburg studierte Leopold Lucas an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] Geschichte, Philosophie und orientalische Sprachen, sowie gleichzeitig an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Er promovierte 1895 an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] mit einer &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Tyrus zur Zeit der Kreuzzüge&amp;#039;&amp;#039; zum Doktor der Philosophie. Ab 1899 wirkte er als [[Rabbiner]] in der traditionsreichen jüdischen Gemeinde von [[Glogau]] in Niederschlesien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine wissenschaftliche Arbeit galt vor allem der Geschichte der Juden in den ersten christlichen Jahrhunderten. Mit [[Martin Philippson]], der zum Vorsitzenden gewählt wurde, teilte er, der zum Schriftführer bestellt wurde, die Leitung der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft zur Förderung der [[Wissenschaft des Judentums]]&amp;#039;&amp;#039;. Ihr Gründungsdatum war der 2.&amp;amp;nbsp;Dezember 1902. Noch als fast 70-Jähriger berief ihn [[Leo Baeck]] zu Beginn des Jahres 1941 an die Berliner [[Hochschule für die Wissenschaft des Judentums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem „Altentransport“ vom 17. Dezember 1942 wurden Leopold Lucas und seine Frau Dorothea geb. Janower (* 1882) von Berlin ins [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert, wo er am 13. September 1943, wenige Tage vor seinem 71. Geburtstag, ermordet wurde. Seine Frau Dorothea wurde mit dem Transport vom 12. Oktober 1944 in das [[KZ Auschwitz]] verschleppt und dort ebenfalls ermordet. 1987 wurde auf dem [[Alter jüdischer Friedhof (Marburg)|Alten jüdischen Friedhof]] in Marburg ein Gedenkstein für das Ehepaar Lucas errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS |ref=nein |DB=HB |ID=23955 |titel=Lucas, Leopold |datum=2025-02-10 |abruf=2025-03-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dina Goldine Lucas (* 1866) war eine ältere Schwester von Leopold Lucas. Sie besuchte die neu gegründete [[Elisabethschule Marburg|Elisabethschule]] und wurde [[Dentist]]in. Fast ihr gesamtes Leben lebte und arbeitete sie zusammen mit ihrer Schwester Fanny Frieda Lucas (1869–1936) in der Bahnhofstraße 10 in Marburg, wo sie ein Dentallabor führte. In der [[NS-Zeit]] verlor Dina die Kassenzulassung und durfte nur noch jüdische Patienten behandeln. Als ihre Schwester 1936 starb, blieb sie allein zurück. Für eine Emigration fühlte sie sich zu alt. 1942 musste sie einem Marburger Geschäftsmann unter Zwang das Vorkaufsrecht an ihrem Haus einräumen und selbst in ein [[Ghettohaus]] umziehen. Am 6. September 1942 wurde Dina Lucas von Marburg über Kassel nach Theresienstadt und von dort weiter ins [[Vernichtungslager Treblinka]] verschleppt, wo sie am 29. September 1942 ermordet wurde. An sie erinnert ein [[Liste der Stolpersteine in Marburg|Stolperstein]] vor ihrem Haus in der Bahnhofstraße 10.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |titel=Dina Goldine Lucas |titelerg=Stolpersteine – Steine gegen das Vergessen |url=https://www.geschichtswerkstatt-marburg.de/projekte/dlucas.php |datum= |abruf=2025-03-08 |format= |hrsg= |werk=Geschichtswerkstatt Marburg e.V.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Barbara Rumpf-Lehmann, mit Fotografien von Andreas Schmidt |Titel=Der Alte Jüdische Friedhof zu Marburg. Die Geschichte des Begräbnisplatzes mitsamt einer Beschreibung aller Grabstätten |Hrsg=Friedhofsverwaltung im Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz der Universitätsstadt Marburg |Reihe=Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur |BandReihe=104|HrsgReihe=Magistrat der Universitätsstadt Marburg |Verlag=Rathaus-Verlag |Ort=Marburg |Datum=2015|ISBN=978-3-942487-10-8|Seiten=189}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
* 1972 stiftete sein Sohn [[Franz D. Lucas]] den [[Dr.-Leopold-Lucas-Preis]], der seitdem alljährlich an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen für hervorragende geisteswissenschaftliche Leistungen sowie für das Engagement für Völkerverständigung und Toleranz verliehen wird. Seit 1986 werden im Rahmen der Verleihung des Dr. Leopold-Lucas-Preises die Dr. Leopold-Lucas-Nachwuchswissenschaftler-Preise verliehen, prämiert wird jeweils eine herausragende Dissertation, die an den im Stiftungsstatut aufgeführten Fakultäten – der Evangelisch-Theologischen und der Katholisch-Theologischen Fakultät sowie der Fakultät für Philosophie und Geschichte – eingereicht wurde.&lt;br /&gt;
* [[Karl Popper]] hielt im Mai 1981 an der [[Universität Tübingen]] seinen Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Duldsamkeit und intellektuelle Verantwortlichkeit&amp;#039;&amp;#039; im Gedenken an Leopold Lucas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=yHN3dcNSfGA |titel=Karl Popper – Duldsamkeit und intellektuelle Verantwortlichkeit (Vortrag 1981) |abruf=2022-07-31 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1986 wurde in Marburg die Leopold-Lucas-Straße nach ihm benannt (ehemals Schwangasse). Hier befindet sich heute das Gymnasium Philippinum, an dem er das Abitur absolviert hatte.&lt;br /&gt;
* Auf dem [[Alter jüdischer Friedhof (Marburg)|Alten Jüdischen Friedhof]] in Marburg steht ein Gedenkstein für ihn und seine Ehefrau.&lt;br /&gt;
* Seit 2013 erinnert am Eingang zu den [[Kaufmännische Schulen Marburg|Kaufmännischen Schulen Marburg]] (KSM) an der Leopold-Lucas-Straße eine Gedenktafel an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Juden im vierten Jahrhundert. Der Kampf zwischen Christentum u. Judentum.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck der Ausgabe Berlin 1910, Olms, Hildesheim, 1985, ISBN 3-487-07627-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Geist. Fünf Essays zum Verständnis des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; Zum Gedenken an den fünfzigsten Todestag von Rabbiner Dr. Leopold Lucas hrsg. von Franz D. Lucas. Duncker und Humblot, Berlin 1995, ISBN 3-428-08168-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]], [[Michael Brocke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; (= Biographisches Handbuch der Rabbiner, 2). Bearbeitet von Katrin Nele Jansen, Jörg H. Fehrs, Valentina Wiedner. K. G. Saur, München 2009, ISBN 978-3-598-24874-0, S. 415 f.&lt;br /&gt;
* [[Hanno Drechsler]], Karl Ch. Lingelbach: &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner Dr. Leopold Lucas. Marburg 1872–1943 Theresienstadt. Versuch einer Würdigung&amp;#039;&amp;#039;. Presseamt der Stadt Marburg, Marburg 1987, ISBN 3-923820-18-6.&lt;br /&gt;
* [[Margret Heitmann]]: &amp;#039;&amp;#039;„Sie wirken in einer Gemeinde, die einen historischen Namen besitzt“. Zu Leben und Werk des letzten Glogauer Rabbiners Leopold Lucas (1872–1943)&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Silesiographia, Stand und Perspektiven der historischen Schlesienforschung&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für [[Norbert Conrads]] zum 60. Geburtstag, Hrsg. von [[Matthias Weber (Historiker)|Matthias Weber]], Carsten Rabe, Würzburg 1998, S. 105–117.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Lang (Historiker)|Hans-Joachim Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit der Waffe der Wissenschaft. Rabbiner Leopold Lucas und der Kampf um die Anerkennung des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; Sonderseite [[Schwäbisches Tagblatt]], Tübingen 15. Mai 1999.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. [[Leo Baeck Institut]]e Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 248.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122356829}}&lt;br /&gt;
* [https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/evangelisch-theologische-fakultaet/fakultaet/lucas-preis/person/ Lebenslauf von Rabbiner Dr. Leopold Lucas (1872–1943)] auf der Website der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070927204441/http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/136813/ Biografischer Abschnitt in &amp;#039;&amp;#039;Leopold Lucas-Preis 2007&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=122356829|titel=Lucas, Leopold|datum=2025-02-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122356829|LCCN=n85375390|VIAF=74232940}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lucas, Leopold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Althistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für die Wissenschaft des Judentums)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judaist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Hessen ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lucas, Leopold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. September 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. September 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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