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	<title>Leopold Berchtold - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Fritz Fellner; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-17T19:17:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Fritz Fellner; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vollständiger Name &amp;#039;&amp;#039;Graf Leopold Anton Johann Sigismund Josef Korsinus Ferdinand Berchtold von und zu [[Ungarschitz]], [[Fratting]], und [[Police u Jemnice|Pullitz]]&amp;#039;&amp;#039;; {{huS|&amp;#039;&amp;#039;Gróf Berchtold Lipót&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[18. April]] [[1863]] in [[Wien]]; † [[21. November]] [[1942]] in [[Peresznye]], [[Komitat Ödenburg]]) war ein [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Diplomat und Politiker. Er spielte eine wichtige Rolle in der [[Julikrise]], die zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] führte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2004-1110-500, Leopold Graf Berchtold.jpg|mini|hochkant|Leopold Graf Berchtold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buchlovice schloss1.jpg|mini|[[Schloss Buchlovice|Schloss Buchlau]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leopold Berchtold Familie.jpg|mini|Berchtold mit Frau und Söhnen auf Schloss Buchlau (1906)]]&lt;br /&gt;
Die [[Berchtold (Adelsgeschlecht)|Familie der Grafen Berchtold]] stammte ursprünglich aus [[Tirol]] und besaß ausgedehnte Ländereien in [[Mähren]]. Leopold war der Sohn von Graf Sigmund von Berchtold (1834–1900) und dessen Frau geborene Gräfin [[Trauttmansdorff]]. Er wuchs auf [[Schloss Buchlovice|Schloss Buchlau]] in Mähren auf. Dort lernte er auch die [[Tschechische Sprache|tschechische]], [[Slowakische Sprache|slowakische]] und [[ungarische Sprache]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Hantsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963, Band 1: S.&amp;amp;nbsp;1 und 8ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ablegung des Staatsexamens trat er 1887 bei der Statthalterei in [[Brünn]] in den Staatsdienst ein. 1894 legte Berchtold die Diplomatenprüfung ab und wurde als [[Legationssekretär]] der Botschaft [[Paris]] zugeteilt. Er heiratete Gräfin Ferdinandine [[Károlyi]], Erbin großer Besitztümer in der heutigen [[Slowakei]], und bekam mit ihr drei Söhne, von denen zwei schon als Kinder starben. 1897 ging er als erster Sekretär an die Botschaft nach [[London]] und 1903 als Botschaftsrat nach [[Sankt Petersburg]]. Dort erlebte er im September 1905 die russische Niederlage im [[Russisch-Japanischer Krieg|Krieg gegen Japan]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Hantsch: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963, Band 1: S.&amp;amp;nbsp;11, 15, 23 und 30ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchtold war vom 28. Dezember 1906 bis zum 25. März 1911 österreichischer [[Botschafter]] in Sankt Petersburg. 1908 initiierte er eine Zusammenkunft von Außenminister [[Alois Lexa von Aehrenthal]] mit dessen russischem Amtskollegen [[Alexander Petrowitsch Iswolski|Iswolski]] in seinem Schloss Buchlau,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|1|71||Berchtold Leopold Graf|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wo beide Reiche am 16. September im Vorfeld der [[Bosnische Annexionskrise|Bosnischen Annexionskrise]] das &amp;#039;&amp;#039;Abkommen von Buchlau&amp;#039;&amp;#039; vereinbarten, nach dem die Donaumonarchie [[Bosnien und Herzegowina|Bosnien-Herzegowina]] behalten und das [[Russisches Kaiserreich|Russische Kaiserreich]] die freie Durchfahrt durch die [[Dardanellen]] gewinnen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Februar 1912 wurde Berchtold vom Kaiser und König zum [[K.u.k. gemeinsame Ministerien|Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern]] und damit zum Vorsitzenden des gemeinsamen Ministerrates ernannt. Er trat sein Amt an, nachdem die Politik seines Vorgängers [[Alois Lexa von Aehrenthal|Aehrenthal]] Österreich in eine internationale Isolation geführt und vor allem das Verhältnis zu Russland verschlechtert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchtold verfolgte diesen Kurs weiter. Als Vertreter einer anti-serbischen Politik initiierte er die Gründung von [[Albanien]], um [[Serbien]] vom [[Mittelmeer]] fernzuhalten. Nach der Ermordung des österreichisch-ungarischen [[Thronfolger]]s [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Erzherzog Franz Ferdinand]] am 28. Juni 1914 im [[Attentat von Sarajevo]] formulierte und vertrat er am 23. Juli 1914 das [[Ultimatum]] an Serbien, dessen Ablehnung letztlich den Ersten Weltkrieg einleitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Rücktritt als Außenminister zum 13. Jänner 1915, zu dem ihm [[Franz Joseph I.]] die Brillanten zum Großkreuz des [[k.u. Sankt Stephans-Orden|St.-Stephans-Ordens]] verlieh, wurde Berchtold Berater des Thronfolgers und späteren Kaisers und Königs [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Karl&amp;amp;nbsp;I.]] Er diente ihm von Mai bis November 1918 als (letzter) [[Obersthofmeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang November 1918 begleitete er einen Transport von habsburgischen Juwelen aus der [[Schatzkammer (Wien)|Schatzkammer in der Wiener Hofburg]] in die Schweiz, um ihre weitere Disposition durch Karl&amp;amp;nbsp;I. zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=46414189|Titel=Rosa Tropfen|Jahr=1966|Nr=37|Seiten=108 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Berchtold blieb zunächst in der Schweiz und seit 1923 zurückgezogen vorwiegend in [[Ungarn]]. Er starb 1942 auf seinem Gut im ungarischen Peresznye bei [[Köszeg|Güns]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Krisen ==&lt;br /&gt;
=== Balkankriege 1912/1913 ===&lt;br /&gt;
Während des [[Balkankriege|Ersten Balkankrieges]] (im Oktober 1912) strebte Berchtold, neben minimalen Grenzberichtigungen, einen engen wirtschaftlichen Anschluss Serbiens an die Monarchie an. Einen serbischen [[Adriatisches Meer|Adriazugang]] lehnte der Außenminister ab. Daher erschuf er ein autonomes Albanien und wollte die wirtschaftlichen Interessen der Monarchie auf dem Balkan, durch den Bau einer Bahn nach dem in einen Freihafen umgewandelten [[Thessaloniki|Saloniki]], sichern. Seine Zollunionspläne mit Serbien und [[Montenegro]] verfolgten den Zweck, diese Staaten durch eine wirtschaftliche Angliederung politisch auszuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Dörte Löding: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands und Österreich-Ungarns Balkanpolitik von 1912–1914 unter besonderer Berücksichtigung ihrer Wirtschaftsinteressen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1969, S.&amp;amp;nbsp;38–41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits in der Bosnischen Annexionskrise, noch stärker aber während der Balkankriege, tauchten Pläne auf, die [[Südslawen|südslawische Frage]] durch Annexion Serbiens zu lösen. Auch Berchtold war schon beim [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich#Ministerrat für gemeinsame Angelegenheiten|Gemeinsamen Ministerrat]] am 2. Mai 1913, während der [[Shkodra|Skutari]]-Krise, für die Angliederung Serbiens als gleichberechtigter Teil der Monarchie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Bittner]], [[Hans Uebersberger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarns Außenpolitik von der bosnischen Krise 1908 bis zum Kriegsausbruch 1914. Diplomatische Aktenstücke des österreichisch-ungarischen Ministeriums des Äußeren.&amp;#039;&amp;#039; Wien/Leipzig 1930, Band 6: S.&amp;amp;nbsp;324ff. (Nr. 6870) und Band 7: S.&amp;amp;nbsp;397ff. (Nr. 8779).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berchtold enthüllte das politische Programm der Monarchie nach den Balkankriegen in einer noch vor dem Attentat von Sarajevo konzipierten [[Memorandum|Denkschrift]] vom 1. Juli 1914: {{Zitat|Das durch die Expansion Serbiens und die hegemoniale Stellung [[Rumänien]]s gestörte Gleichgewicht der Balkanstaaten und der tief herabgesunkene Einfluss Österreich-Ungarns sollten durch eine neue politische Offensive wiederhergestellt und damit die gefährlichen Umtriebe der [[Großserbien|großserbischen]] und großrumänischen [[Irredenta]], die einen so mächtigen Antrieb empfangen hatte, zurückgedrängt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Hantsch: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963. Band 1: S.&amp;amp;nbsp;549.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Julikrise 1914 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Laszlo - Count Leopold Berchtold.jpg|mini|[[Philip Alexius de László]]: &amp;#039;&amp;#039;Graf Leopold Berchtold&amp;#039;&amp;#039;, Öl auf Leinwand, 1906]]&lt;br /&gt;
Nach dem Attentat von Sarajevo übernahm der vorher ablehnende Berchtold selbst die Führung der &amp;#039;&amp;#039;Kriegspartei&amp;#039;&amp;#039;. [[Franz Conrad von Hötzendorf]] wollte auf die Nachricht vom Attentat sofort mit dem Angriff auf Serbien beginnen, aber Berchtold und [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Franz Joseph]] hielten eine Untersuchung und eine diplomatische Vorbereitung für notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;William Jannen, Jr: &amp;#039;&amp;#039;The Austro-Hungarian Decision For War in July 1914.&amp;#039;&amp;#039; In: Samuel R. Williamson, Jr, Peter Pastor (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Essays On World War I. Origins and Prisoners of War.&amp;#039;&amp;#039; New York 1983, S.&amp;amp;nbsp;55–81, hier: S.&amp;amp;nbsp;72.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
József Galántai: &amp;#039;&amp;#039;István Tisza und der Erste Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Österreich in Geschichte und Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8 (1964), S.&amp;amp;nbsp;465–477, hier: 477.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Ministerrat für gemeinsame Angelegenheiten vom 7. Juli 1914 forderte Berchtold, „Serbien durch eine Kraftäußerung für immer unschädlich zu machen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Miklós Komjáthy (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Protokolle des Gemeinsamen Ministerrates der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (1914–1918).&amp;#039;&amp;#039; Budapest 1966, S. 104f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war Berchtolds Taktik in der Julikrise, so zu tun, als habe man kein Interesse an der Annexion Serbiens. Österreichisch-ungarische Diplomaten in Sankt Petersburg und [[London]] betonten wiederholt, die Monarchie habe keine Eroberungsabsichten in Serbien. Berchtold ließ dem russischen Außenminister [[Sergei Dmitrijewitsch Sasonow|Sasonow]] mitteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|dass wir bei unserer Aktion gegen Serbien keinerlei territorialen Erwerb beabsichtigen und auch die selbständige Existenz des Königreiches ganz und gar nicht vernichten wollen. […] Die Monarchie ist territorial saturiert und trägt nach serbischem Besitz kein Verlangen. Wenn der Kampf mit Serbien uns aufgezwungen wird, so wird dies für uns kein Kampf um territorialen Gewinn, sondern lediglich ein Mittel der Selbstverteidigung und Selbsterhaltung sein.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Juli hingegen wurde diese Botschaft vermieden: eine Regierung könne nicht voraussehen, ließ man in London wissen, was sie nach einem siegreichen Krieg tun würde. Es sei aber natürlich, dass „alle auf unser Desinteressement bezüglichen Erklärungen nur für den Fall gelten, dass der Krieg zwischen uns und Serbien lokalisiert bleibe“.&amp;lt;ref&amp;gt;Imanuel Geiss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Julikrise und Kriegsausbruch. Eine Dokumentensammlung.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1963/64, Band 2: S.&amp;amp;nbsp;345ff. und 408 und 448f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gefahr, die durch ein Eingreifen Russlands drohte, war man sich bei den Entscheidungsträgern sehr wohl bewusst, aber man konnte und wollte den dringenden Wunsch, gegen Serbien loszuschlagen, offenbar nicht mehr unterdrücken. Berchtold schrieb noch während der Julikrise, am 25. Juli:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In dem Augenblicke, wo wir uns zu einem ernsten Vorgehen gegen Serbien entschlossen haben, sind wir uns natürlich auch der Möglichkeit eines sich aus der serbischen Differenz entwickelnden Zusammenstoßes mit Russland bewusst gewesen. […] Wir konnten uns aber durch diese Eventualität nicht in unserer Stellungnahme gegenüber Serbien beirren lassen, weil grundlegende staatspolitische Considerationen uns vor die Notwendigkeit stellten, der Situation ein Ende zu machen, dass ein russischer Freibrief Serbien die dauernde, ungestrafte Bedrohung der Monarchie ermögliche.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Bittner, Hans Uebersberger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarns Außenpolitik von der bosnischen Krise 1908 bis zum Kriegsausbruch 1914. Diplomatische Aktenstücke des österreichisch-ungarischen Ministeriums des Äußeren.&amp;#039;&amp;#039; Wien/Leipzig 1930, Band 8: S.&amp;amp;nbsp;721 (Nr. 10685).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verantwortung für diese fatalen Entscheidungen Österreich-Ungarns lag bei Kaiser und König Franz Joseph und seinen Ratgebern: Berchtold, den beiden Ministerpräsidenten [[Karl Stürgkh]] und [[István Tisza|Stephan Tisza]] sowie Generalstabschef Conrad. Das österreichische [[Reichsrat (Österreich)|Parlament]] war im März 1914 vom Kaiser und Stürgkh vertagt worden und wurde nicht gefragt.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Chronologie der Julikrise 1914}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italienische Forderungen ===&lt;br /&gt;
Berchtold unterließ es absichtlich, die (offiziell) Verbündeten [[Italien]] und Rumänien von der beabsichtigten Aktion gegen Serbien zu unterrichten, da er voraussah, dass diese ihre Zustimmung nur gegen Kompensationen geben würden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Hantsch: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963, Band 1: S.&amp;amp;nbsp;567.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der italienische Botschafter in Wien erklärte Berchtold am 19. Dezember 1914, Italien verlange Kompensationen auch bei „partialer, permanenter oder temporärer … territorialer Besetzung“, aber auch wenn die Monarchie „Vorteile nicht territorialer Natur, ja selbst bloß politische Einflussnahme oder wirtschaftliche Privilegien“ erlange.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Hantsch: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963. Band 2: S.&amp;amp;nbsp;696.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Botschafter in [[Rom]], [[Bernhard von Bülow]] und [[Karl Macchio]], gedrängt, gab Berchtold nach und schlug am 9. Januar 1915 Franz Joseph vor, das [[Trentino]] abzutreten. Der Kaiser und der ungarische Ministerpräsident Stephan Tisza wollten aber davon nichts wissen. Auf Betreiben des mächtigen Tisza wurde Berchtold am 13. Januar 1915 vom Kaiser als Außenminister durch den Ungarn [[Stephan Burián]] ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Hantsch: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963, Band 2: S.&amp;amp;nbsp;705–717.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Leo Valiani: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen zwischen Italien und Österreich-Ungarn 1914–1915.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Schieder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erster Weltkrieg. Ursachen, Entstehung und Kriegsziele.&amp;#039;&amp;#039; Köln/Berlin 1969, S.&amp;amp;nbsp;317–346, hier: S.&amp;amp;nbsp;326f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peresznye légifotó.jpg|mini|Auf seinem Gut Peresznye verbrachte Berchtold seine letzten Lebensjahre]]&lt;br /&gt;
Von Zeitgenossen wurde Berchtold als liebenswürdiger, feinsinniger, taktvoller und gebildeter [[Seigneur|Grandseigneur]] geschildert, bescheiden, selbstironisch aber auch unsicher und weltfremd. Jagd, Pferdesport, Frauen und Freunde standen oft im Vordergrund, der politischen Wirklichkeit blieb er fern. Eine echte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen und Ideen der Völker des Reiches war ihm nicht möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|2|65||Berchtold, Leopold Graf|Johann Albrecht Freiherr von Reiswitz|123557372}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seiner Zeit als Karls Obersthofmeister hatte der Kaiser den neuen Minister [[Josef Redlich]] in Privataudienz empfangen und ihm gesagt: „…&amp;amp;nbsp;er hätte den Krieg nie erklärt; aber er sei damals nur ein kleiner Offizier gewesen&amp;amp;nbsp;…“ Der „wohl Hauptverantwortliche“ –&amp;amp;nbsp;Berchtold&amp;amp;nbsp;– stand unterdessen als Oberstkämmerer im Vorzimmer, bemerkt dazu Anton Mayr-Harting.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Fellner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schicksalsjahre Österreichs 1908–1919. Das politische Tagebuch Josef Redlichs.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Graz/Köln 1954, Band 2: S.&amp;amp;nbsp;309.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anton Mayr-Harting: &amp;#039;&amp;#039;Der Untergang. Österreich-Ungarn 1848–1922.&amp;#039;&amp;#039; Amalthea, Wien 1988, ISBN 3-85002-257-9, S.&amp;amp;nbsp;888.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Hantsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Graf Berchtold. Grandseigneur und Staatsmann.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Wien/Köln 1963.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|65||Berchtold, Leopold Graf|Johann Albrecht Freiherr von Reiswitz|123557372}}&lt;br /&gt;
* Georg Erich Schmid: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=559 Berchtold, Leopold Anton]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, München 1974, S. 184 f.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|71||Berchtold Leopold Graf|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Berchtold,_Leopold_Graf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oocities.org/veldes1/berchtold.html Biografie] bei Austrian Commanders (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001499}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|  VORGÄNGER= [[Alois Lexa von Ährenthal]]&lt;br /&gt;
|        AMT= [[Liste der Außenminister der Habsburgermonarchie|k.u.k.&amp;amp;nbsp;Außenminister]]&lt;br /&gt;
|       ZEIT= 17. Feb. 1912 – 13. Jän. 1915&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER= [[Stephan Burián]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123557372|LCCN=no/2008/182758|VIAF=50138449}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Berchtold, Leopold}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisch-ungarischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Botschafter in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des k.u. Sankt Stephans-Ordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich, 20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obersthofmeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Berchtold, Leopold&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Berchtold, Leopold Graf von; Berchtold von und zu Ungarschitz Frättling und Püllütz, Graf Leopold Anton Johann Sigismund Josef Korsinus Ferdinand; Berchtold, Gróf Lipót (ungarisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-ungarischer Außenminister beim Beginn des Ersten Weltkriegs&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Peresznye]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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