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	<title>Leonhard Vogt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:35:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leonhard_Vogt&amp;diff=2703758&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bruno413: Kirche in Holzschwang benannt und verlinkt</title>
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		<updated>2024-08-18T12:43:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kirche in Holzschwang benannt und verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Kunstschreiner und Bildhauer Leonhard Vogt. Zum Arzt siehe [[Leonhard Voigt]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:StAgathaDickenreishausenAltar02.jpg|mini|Signatur Vogts am Altar in [[Dickenreishausen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leonhard Vogt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Johann Leonhard Vogt&amp;#039;&amp;#039;; * [[25. November]] [[1837]] in [[Memmingen]]; † [[26. April]] [[1928]] ebenda) war ein deutscher [[Tischler|Kunstschreiner]], [[Altarbauer]] und [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Kunstgewerbe|kunstgewerblichen]] Herstellung von [[Möbel]]n entstanden in seinem [[Atelier]] am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zahlreiche [[Kirchenausstattung]]sstücke wie [[Altar|Altäre]], [[Kanzel]]n und [[Taufbecken|Taufsteine]], die dem Stil des [[Historismus]] zuzuordnen sind. Die von ihm geschaffenen Ausstattungen befinden sich hauptsächlich in [[Evangelische Kirche|evangelischen]] Kirchen im [[Bayern|bayerischen]] [[Schwaben (Bayern)|Regierungsbezirk Schwaben]] und nehmen vor allem für den Raum des [[Evangelisch-Lutherisches Dekanat Memmingen|Dekanats Memmingen]] ab den 1880er Jahren eine kirchenlandschaftsprägende Stellung innerhalb der protestantischen Kunst des Historismus ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vogthaus 1.jpg|mini|[[Vogthaus (Memmingen)|Vogthaus]] (Hintere Gerbergasse 13)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vogt wurde im [[Oberschwaben|oberschwäbischen]] Memmingen geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Informationen zur Person und Werkstatt des Leonhard Vogt, die nicht näher belegt werden, stammen aus den Beständen des Stadtarchiv Memmingens (StadtA MM) und wurden von Herrn Edmund Melzl recherchiert und am 13. Juli 2001 schriftlich zusammengefasst (Kopie im Stadtarchiv Memmingen).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stammte aus einer traditionsreichen Schreinerfamilie, die sich in Memmingen bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Wie sein gleichnamiger Vater, der bereits 1841 verstarb, erlernte auch er das Schreinerhandwerk. Am 1. Februar 1861 meldete er seinen eigenen Betrieb im Haus Nr.&amp;amp;nbsp;749 in der Hinteren Gerbergasse (heute Hausnummer&amp;amp;nbsp;13) an. In diesem, als [[Vogthaus (Memmingen)|Vogthaus]] bezeichneten Gebäude, hatte Leonhard Vogt seine eigene Werkstatt und Wohnung.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Rogg, Christoph Engelhard: &amp;#039;&amp;#039;Memmingen. Schlüssel zur Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Maximilian Dietrich Verlag, Memmingen 2007, ISBN 978-3-87164-166-4, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 8. September 1864 heiratete er seine Frau Mathilde (geborene Sturm), mit der er insgesamt fünf Kinder hatte: Johann Leonhard (1865), Aline Mathilde (1866), Wilhelmine (1870), Emma (1874) und Karl (1880). Nachdem am 19. September 1901 der väterliche Betrieb an den erstgeborenen Sohn Johann Leonhard jr. überging, zog sich Vogt allmählich aus dem Berufsleben zurück und lebte bis zu seinem Tod am 26. April 1928 in seiner Heimatstadt als [[Privatier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sein zweiter Sohn [[Karl Vogt (Bildhauer)|Karl Vogt]] trat das künstlerische Erbe des Vaters an und erhielt hierfür eine Ausbildung zum akademischen Bildhauer bei der Bildhauerschule Eberle an der [[Akademie der Bildenden Künste München|königlichen Akademie der Bildenden Künste]] in [[München]], der er am 21. Oktober 1901 beitrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Matrikelbuch der königlichen Akademie der Bildenden Künste in München: [https://matrikel.adbk.de/matrikel/mb_1884-1920/jahr_1901/matrikel-02367 Matrikelnummer 02367]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Atelier für christliche Kunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Werbeinserat Atelier Leonhard Vogt.jpg|mini|hochkant|[[Anzeige (Medien)|Werbeinserat]] des Ateliers für christliche Kunst aus dem [[Christliches Kunstblatt für Kirche, Schule und Haus|Christlichen Kunstblatt]] von 1890]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie seine Vorfahren und Verwandten war Leonhard Vogt zunächst als Bau- und Möbelschreiner beschäftigt. Im Jahr 1881 erhielt er ein vom Regierungspräsidium gewährtes [[Stipendium]] für den Besuch der Zeichenschule in [[Garmisch-Partenkirchen|Partenkirchen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Artikel in der Memminger Zeitung vom 27. Oktober 1881 (StadtA MM): W. Spangenberg: &amp;#039;&amp;#039;Lokales.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Memminger Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 256, 1881, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wandelte Vogt sein Unternehmen in eine Kunstschreinerei um, die neben dem Schreinereibetrieb auch eine eigene Bildhauerwerkstatt sowie eine kunstgewerbliche Möbelfabrikation im Haus Nr.&amp;amp;nbsp;578 in der Kramerstraße (heute Hausnummer&amp;amp;nbsp;27) beinhaltete. Die Außenstelle in der Kramerstraße enthielt auch ein Magazin für den Handel mit verschiedenen Holzwaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der kunstgewerblichen Möbelproduktion wurden in der Werkstatt Leonhard Vogts ab diesem Zeitpunkt vor allem Kirchenausstattungen, überwiegend für protestantische Kirchen, produziert. Das Unternehmen wurde nun unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Atelier für christliche Kunst&amp;#039;&amp;#039; geführt und beworben, was einem ganzseitigen [[Anzeige (Medien)|Werbeinserat]] aus dem [[Christliches Kunstblatt für Kirche, Schule und Haus|Christlichen Kunstblatt]] des Jahrgangs 1890 zu entnehmen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Christliches Kunstblatt für Kirche, Schule und Haus, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Inserat ist ein „[[Pastiche|Pasticcio]] aus [[Gotik|gotischen]] Formen und Versatzstücken, es zeigt u.&amp;amp;nbsp;a. den Blick in einen gotischen [[Chor (Architektur)|Chor]] mit einem himmelsstürmenden, filigranen Altar.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sörries, S. 257&amp;quot;&amp;gt;Sörries 1990, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Atelier für christliche Kunst war hauptsächlich auf die Anfertigung historistischer Kirchenausstattungen spezialisiert. So schreibt Reiner Sörries, die Altäre Vogts seien „in [[Neugotik|neugotischen]] Formen gehalten und orientieren sich bewußt an mittelalterlichen, deutschen Vorbildern“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sörries, S. 257&amp;quot; /&amp;gt;, was voll und ganz dem zeitgenössischen Kunstverständnis des späten 19. Jahrhunderts entsprach. Im Gegensatz zur im Allgemeinen vom [[Nazarener (Kunst)|Nazarenertum]] geprägten Tendenz in der Kirchenkunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts, enthalten die &amp;#039;&amp;#039;Vogt’schen&amp;#039;&amp;#039; Altäre jedoch keine [[Altarretabel|Retabelbilder]], sondern sind fast ausnahmslos [[Skulptur|skulptural]] geschmückt und boten damit der nazarenischen Kunst keinen Raum.&amp;lt;ref&amp;gt;Sörries 1990, S. 258.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den überwiegend neugotischen Ausstattungsstücken gehörten aber auch andere historisierende Stile, wie beispielsweise der [[Neubarock]], zum [[Repertoire]] der &amp;#039;&amp;#039;Vogt’schen&amp;#039;&amp;#039; Werkstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werk ===&lt;br /&gt;
[[Datei:StMartinChorgestuehl5.jpg|mini|links|Hans Stark und Hans Herlin, spätgotisches Chorgestühl (1501–1507), Chor, [[St. Martin (Memmingen)|St. Martin]], [[Memmingen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Atelier Leonhard Vogts gewann seit den späten 1880er Jahren, vor allem im schwäbisch protestantischen Raum, immer mehr an Einfluss. So stammen bezeichnenderweise fast alle historistischen Kirchenausstattungsstücke am Ende des 19. Jahrhunderts in diesem Gebiet von ihm. Im Dekanat Memmingen wurden sogar alle sakralen Neuausstattungen protestantischer Kirchen ab dieser Zeit von Vogt bzw. seiner Werkstatt ausgeführt. So entstanden bis ins beginnende 20. Jahrhundert hinein zahlreiche Arbeiten, die durch [[Signatur (Kunst)|Signaturen]], Rechnungsbelege und Entwurfszeichnungen Leonhard Vogt zugeschrieben werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste nachweisbare Werk Vogts ist der 1887 für die [[Kinderlehrkirche]] in Memmingen gefertigte Altar.&amp;lt;ref&amp;gt;Julius Miedel: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch Memmingen und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Erster Teil.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlags- und Druckereigenossenschaft Memmingen, Memmingen 1929, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten zahlreiche weitere Ausstattungsstücke für einige der evangelisch-lutherischen Gemeinden, die historisch zum Herrschaftsgebiet dieser ehemals freien [[Freie und Reichsstädte|Reichsstadt]] gehörten. Darunter [[Woringen]] (1892)&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno Bushart, Georg Paula: &amp;#039;&amp;#039;Schwaben&amp;#039;&amp;#039; (= Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Band III). 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 2008, ISBN 978-3-422-03116-6, S. 1134.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Frickenhausen (Lauben)|Frickenhausen]] (1893)&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Mayer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frickenhausen – Unterallgäu&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Ein Dorf stellt sich vor&amp;#039;&amp;#039;. Memminger MedienCentrum, Druckerei und Verlags-AG, Memmingen 2008, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Arlesried (Erkheim)|Arlesried]] (1896) und [[Dickenreishausen]] (1898)&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Müller: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Dickenreishausen bei Memmingen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der &amp;#039;&amp;#039;Otto’schen&amp;#039;&amp;#039; Buchdruckerei, Memmingen 1908, S. 60&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kempten St. Mang Detail Altar 7.jpg|mini|Leonhard Vogt, &amp;#039;&amp;#039;Letztes Abendmahl&amp;#039;&amp;#039; (1893), Hochaltar, [[St. Mang (Kempten)|St. Mang]], [[Kempten (Allgäu)|Kempten]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber), Heilig-Blut-Altar 018.jpg|mini|[[Tilman Riemenschneider]], &amp;#039;&amp;#039;Letztes Abendmahl&amp;#039;&amp;#039; (1501/1505), [[Stadtkirche St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber)#Heiligblut-Altar|Heilig-Blut-Altar]], [[Stadtkirche St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber)|St. Jakob]], [[Rothenburg ob der Tauber]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch war Vogt als ausführender Handwerker für die [[Restaurierung]]sarbeiten zwischen 1880 und 1901 am [[Chorgestühl]] der Memminger [[St. Martin (Memmingen)#Chorgestühl|St.&amp;amp;nbsp;Martinskirche]] verantwortlich, welches „nächst dem Ulmer und Konstanzer das reichste Gestühl aus spätgotischer Zeit in Süddeutschland“&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Braun, Hilde Miedel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meinungen über Memmingen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Heimatpflege, Kempten 1965, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Georg Dehio]]) ist. Dieses Restaurierungsvorhaben, das vom königlichen Generalkonservatorium (dem Vorläufer des heutigen [[Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege|Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege]]) geleitet wurde und nach heutigen Maßstäben einen äußerst fortschrittlichen [[Denkmal#Begriffsgeschichte|Denkmalbegriff]] vertrat, löste regelrechte Kontroversen unter den wichtigen zeitgenössischen Persönlichkeiten des Münchner Kunst- und Kulturlebens aus. Besonders zwischen [[Rudolf von Seitz]] und [[Georg von Hauberrisser]], der die Leitung des Projektes übernahm, entstand eine heftige Debatte um die Frage nach den denkmalpflegerischen Vorgehensweisen bei solch einer Restaurierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Miller 2006/2007, S. 195&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch beschränkte sich der Wirkungsraum der &amp;#039;&amp;#039;Vogt’schen&amp;#039;&amp;#039; Werkstätte nicht nur auf die Memminger Umgebung. So stammen u.&amp;amp;nbsp;a. der neubarocke Altar und die Kanzel der Pfarrkirche [[St. Georg (Holzschwang)|St. Georg]] in [[Holzschwang]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bushart / Paula 2008, S. 493.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie auch der 1898 vollendete, neugotische Hochaltar der evangelischen Stadtpfarrkirche [[St. Anna (Augsburg)|St. Anna]] in [[Augsburg]] von ihm.&amp;lt;ref&amp;gt;Bushart / Paula 2008, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vereinzelt lassen sich sogar Werke Vogts in [[Franken (Region)|Franken]] nachweisen. So z.&amp;amp;nbsp;B. eine Kanzel in der Pfarrkirche von [[Wüstenselbitz]] von 1901.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmuth Meißner: &amp;#039;&amp;#039;Bau und Ausstattung evangelischer Kirchen in Oberfranken im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Schulze Verlag, Lichtenfels 2001, ISBN 3-87735-165-4, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein Hauptwerk gilt sicher der Hochaltar der [[Kempten (Allgäu)|Kemptener]] Stadtpfarrkirche [[St. Mang (Kempten)|St.&amp;amp;nbsp;Mang]]. Dieser wurde nach Entwürfen von J. M. Schmietz, [[Architekt]] an der örtlichen Bauleitung von [[St. Sebald (Nürnberg)|St.&amp;amp;nbsp;Sebald]] in [[Nürnberg]], ausgeführt. Der neugotische Altar aus massivem Eichenholz enthält mehrere Szenen aus dem Leben Jesu, die alle in Lindenholz gearbeitet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Witt, S. 22&amp;quot;&amp;gt;Otto Nikolaus Witt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Columbische Weltausstellung in Chicago&amp;#039;&amp;#039;. Reichsdruckerei, Berlin 1893, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Altar hat mehrere spätgotische Schnitzaltäre zum Vorbild. So ist beispielsweise die Abendmahlsszene in der [[Predella]] direkt [[Tilman Riemenschneider]]s [[Stadtkirche St. Jakob (Rothenburg ob der Tauber)#Heiligblut-Altar|Heilig-Blut-Altar]] in [[Rothenburg ob der Tauber]] entlehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mayr 1993, S. 429.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben diversen Auszeichnungen in Nürnberg und München konnte Vogt mit diesem Werk auch auf der großen [[World’s Columbian Exposition|Weltausstellung]] in [[Chicago]], der &amp;#039;&amp;#039;World’s Columbian Exposition&amp;#039;&amp;#039;, im Jahr 1893 die Goldmedaille erringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Witt, S. 22&amp;quot; /&amp;gt; 1896 wurde der Altar an die Kirchengemeinde St. Mang in Kempten verkauft, wo er sich bis heute befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Haberl: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische St. Mangkirche Kempten&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag der Kirchengemeinde, Kempten 1972.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
Die folgende Liste enthält einige Beispiele von sakralen Werken Leonhard Vogts und soll einen repräsentativen Querschnitt durch sein Wirken als Kunstschreiner, Altarbauer und Bildhauer widerspiegeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:12%&amp;quot;|Bild&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;|Entstanden&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:20%&amp;quot;|Ort&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:58%&amp;quot;|Objektbeschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Memmingen Kinderlehrkirche Altar 4.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Memmingen (Kinderlehrkirche)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1887&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[Kinderlehrkirche]], Memmingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.985265|EW=10.17923|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=Kinderlehrkirche (Memmingen)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Neugotischer Altar aus Eichenholz mit der Figurengruppe &amp;#039;&amp;#039;Christus segnet die Kinder&amp;#039;&amp;#039; aus naturbelassenem Lindenholz.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Woringen Unser Frauen Altar Detail.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Woringen (Unser Frauen)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1892&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[Unser Frauen (Woringen)|Unser Frauen]], Woringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.922155 |EW=10.202238|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=Unser Frauen (Woringen)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Neugotischer Altar mit &amp;#039;&amp;#039;Kreuzigungsgruppe&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Christus am Kreuz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Maria&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Johannes&amp;#039;&amp;#039;) flankiert vom &amp;#039;&amp;#039;hl. Petrus&amp;#039;&amp;#039; (links) und &amp;#039;&amp;#039;hl. Paulus&amp;#039;&amp;#039; (rechts) ohne farbliche Fassung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Kempten St. Mang Altar 2.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Kempten (St. Mang)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1893&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[St. Mang (Kempten)|St. Mang]], Kempten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.72568|EW=10.31980|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=St. Mang (Kempten)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Neugotischer Hochaltar aus Eichenholz nach dem Vorbild mittelalterlicher Schnitzaltäre (z.&amp;amp;nbsp;B. Heilig-Blut-Altar in Rothenburg ob der Tauber von Tilman Riemenschneider). Im Zentrum des Schreinkastens Szene mit der &amp;#039;&amp;#039;Passions-Gruppe&amp;#039;&amp;#039;. In den Retabelflügeln in [[Ikonographie|ikonographischer]] Reihenfolge die Szenen: &amp;#039;&amp;#039;Mariä Verkündigung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Geburt Jesu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Einzug Jesu in Jerusalem&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Gebet Christi am Ölberg&amp;#039;&amp;#039;. In der Predella befindet sich die &amp;#039;&amp;#039;Abendmahls-Szene&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Gesprenge]] vier Engel und in der Mitte der Heiland (&amp;#039;&amp;#039;salvator mundi&amp;#039;&amp;#039;). Alle Skulpturen sind aus Lindenholz gearbeitet und farblich nicht gefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk wurde nach einem Entwurf des Nürnberger Architekten Jos. M. Schmitz als Ausstellungsstück für die [[World’s Columbian Exposition|Weltausstellung in Chicago]] angefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Blätter für Architektur und Kunsthandwerk |Verlag=A. Braun |Ort=Berlin |Band=9. Jahrgang  |Datum=1888 |Seiten=64|Fundstelle=Tafel 107 |Online={{archive.org|blatterfurarchit09unse|Blatt=64}}, {{archive.org|blatterfurarchit09unse|Blatt=287}}|Kommentar=Geschnitzter Altar für eine gothische Kirche}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Frickenhausen St. Vitus Altar Detail.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Frickenhausen (St. Vitus)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1893&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[St. Vitus (Frickenhausen)|St. Vitus]], Frickenhausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48.073613|EW=10.313051|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=St. Vitus (Frickenhausen)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Neubarocker, farblich gefasster Altar aus Eichenholz. Im Zentrum des Retabels befindet sich der gekreuzigte &amp;#039;&amp;#039;Jesus Christus&amp;#039;&amp;#039;, flankiert vom &amp;#039;&amp;#039;Hl. Petrus&amp;#039;&amp;#039; (links) und &amp;#039;&amp;#039;Hl. Paulus&amp;#039;&amp;#039; (rechts). Hinter dem Kruzifix befindet sich ein vergoldetes Relief mit dem &amp;#039;&amp;#039;himmlischen Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Arlesried St. Ursula Altar.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Arlesried (St. Ursula)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1896&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[St. Ursula (Arlesried)|St. Ursula]], Arlesried&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48.07709|EW=10.348493|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=St. Ursula (Arlesried)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Schlichter, farblich gefasster Altar mit Retabel-Kruzifix im Stil der Neugotik.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:StAgathaDickenreishausenAltar03.jpg|120px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[commons:Leonhard Vogt#Dickenreishausen (St. Agatha)|&amp;lt;small&amp;gt;(Weitere Bilder)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
|1898&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|[[St. Agatha (Dickenreishausen)|St. Agatha]], Dickenreishausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.951887|EW=10.171988|type=landmark|region=DE-BY|text=&amp;lt;small&amp;gt;(Standort)&amp;lt;/small&amp;gt;|name=St. Agatha (Dickenreishausen)}}&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Neugotischer Altar mit Retabel-Kruzifix. In den Retabelflügeln &amp;#039;&amp;#039;hl. Petrus&amp;#039;&amp;#039; (links) und &amp;#039;&amp;#039;hl. Paulus&amp;#039;&amp;#039; (rechts). In der Predella befindet sich ein Relief des Lamm Gottes (&amp;#039;&amp;#039;Agnus Dei&amp;#039;&amp;#039;). Der Altar und die Skulpturen sind größtenteils farblich gefasst.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vincent Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Perugino. Beobachtungen und Gedanken zum Riemenschneider-Bild des 19. und 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Musis et Litteris.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Bernhard Rupprecht, Silvia Glaser, Andrea M. Kluxen (Hrsg.). Fink-Verlag, München 1993, ISBN 3-7705-2859-X, S. 423–234, insbesondere S. 428&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* Katharina von Miller: &amp;#039;&amp;#039;Die Kontroverse um die Restaurierung des Memminger Chorgestühls in den Jahren 1890–1901.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Memminger Geschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 55, 2006/2007. Memminger MedienCentrum, Druckerei und Verlags-AG, {{ISSN|0539-2896}}, S. 195–220.&lt;br /&gt;
* Andreas Schnurrenberger: &amp;#039;&amp;#039;Johann Leonhard Vogt. Ein Memminger Kunstschreiner des Historismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Memminger Geschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 59, 2012/2013. Memminger MedienCentrum, Druckerei und Verlags-AG, {{ISSN|0539-2896}}, S. 121–155.&lt;br /&gt;
* Reiner Sörries: &amp;#039;&amp;#039;Einfluss nazarenischer Gesinnung auf die Kirchenkunst der Protestanten in Bayerisch-Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 24, 1990. Verlag des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte e.&amp;amp;nbsp;V., {{ISSN|0341-9916}}, S. 244–261, insbesondere S. 256&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Leonhard Vogt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1044499575|VIAF=305357462}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vogt, Leonhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Memmingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstschreiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer des Historismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vogt, Leonhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vogt, Johann Leonhard (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunstschreiner, Altarbauer und Bildhauer des Historismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. November 1837&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Memmingen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1928&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Memmingen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bruno413</name></author>
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