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	<title>Leonhard Spengel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leonhard_Spengel&amp;diff=2055865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;John Red: Einzelnachweis</title>
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		<updated>2026-01-16T09:00:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einzelnachweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leonhard von Spengel - Imagines philologorum.jpg|mini|Leonhard Spengel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leonhard Spengel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (seit 1875 &amp;#039;&amp;#039;von Spengel&amp;#039;&amp;#039;, * [[24. September]] [[1803]] in [[München]]; † [[8. November]] [[1880]] ebenda) war ein deutscher [[Klassische Philologie|Klassischer Philologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leonhard Spengel stammte aus einer wohlhabenden Familie. Seine Eltern sind der Stifter auf dem Heil-Berg Leonard Spengl und dessen Ehefrau Anna Maria Münch. Seine Taufe fand in der Kirche St.-Peter in München statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besuchte bis zum Abitur 1821 das (heutige) [[Wilhelmsgymnasium München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Max Leitschuh: &amp;#039;&amp;#039;Die Matrikeln der Oberklassen des Wilhelmsgymnasiums in München.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1740/41 – 1829/30.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1973, ISBN 3-406-10899-7, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo ihn seine Lehrer [[Johann von Gott Fröhlich]] und [[Joseph Kopp (Philologe)|Joseph Kopp]] anregten, Klassische Philologie zu studieren. Bereits als Oberschüler besuchte Spengel die Übungen des Philologischen Seminars, das damals [[Friedrich Thiersch]] leitete. Die spätere [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]] befand sich damals noch in Landshut. Bei Thiersch begann Spengel auch 1821 sein reguläres Studium, das er bereits 1823 abschloss, im Alter von noch nicht zwanzig Jahren. Auf Empfehlung seines akademischen Lehrers und mit der Unterstützung eines staatlichen Stipendiums vertiefte Spengel seine Studien an der [[Universität Leipzig]] (bei [[Gottfried Hermann (Philologe)|Gottfried Hermann]]) und ab 1825 an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] bei [[August Boeckh]] und [[Immanuel Bekker]]. Im folgenden Jahr löste er die Preisaufgabe der Philosophischen Fakultät, die der rhetorischen Ausbildung im antiken Griechenland galt. Die Preisschrift erschien 1828 erweitert unter dem Titel {{lang|grc|Συναγωγὴ τεχνῶν}} („Sammlung der Künste“).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Συναγωγὴ τεχνῶν, sive artium scriptores. Ab initiis usque ad editos Aristotelis de rhetorica libros.&amp;#039;&amp;#039; Cotta, Stuttgart 1828, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10765693_00005.html Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Arbeiten wurde Spengel an der [[Christian-Albrechts-Universität Kiel|Universität Kiel]] eine außerordentliche Professur für Klassische Philologie angeboten, die er jedoch ausschlug. Er kehrte im Herbst 1826 nach München zurück und arbeitete als Lektor am Münchner Gymnasium. Zur selben Zeit wurde die Universität von Landshut nach München verlegt. Dort wurde Spengel am 28. März 1827 [[Promotion (Doktor)|promoviert]] und kurz darauf [[Habilitation|habilitiert]]. Anschließend wirkte er zugleich am Gymnasium und an der Universität. 1830 wurde er zum Gymnasialprofessor und gleichzeitig zum zweiten Seminarvorstand an der Universität ernannt. Die [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]] wählte ihn 1835 zum außerordentlichen, 1841 zum ordentlichen Mitglied ihrer philosophisch-historischen Klasse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|2987 |Name=Leonhard von Spengel |Datum=16. Januar 2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1842 war er korrespondierendes Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.bbaw.de/die-akademie/akademie-historische-aspekte/mitglieder-historisch/historisches-mitglied-leonhard-spengel-2620| titel=Mitglieder – historisch: Leonhard Spengel| hrsg=[[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]]| zugriff=2026-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1841 nahm Spengel einen Ruf der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]] zum ordentlichen Professor für Klassische Philologie an. 1847 kehrte er nach München zurück, nachdem er dort eine ähnliche Stelle an der Universität erhalten hatte. In den 1850er und 1860er Jahren wurde er mehrfach zum „Commissär für die Abhaltung der Schlußprüfungen“ an den Münchner Gymnasien ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresberichte des k.Maximilians-Gymnasium in München 1852/53, 1853/54, 1862/63&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tode seines einstigen Lehrers und jetzigen Kollegen Thiersch (1860) wurde Spengel Leiter des Philologischen Seminars. Im selben Jahr wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Krahnke: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 246 = &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1875 wurde ihm der Bayerische Personaladel verliehen, 1877 feierte er sein goldenes Doktorjubiläum. Er starb am 8. November 1880.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spengel war zu seiner Zeit einer der besten Kenner der griechisch-römischen Rhetorik. Er verfasste zahlreiche Einzeluntersuchungen über Theorie und Praxis der antiken Beredsamkeit, außerdem über griechische Philosophie ([[Platon]], [[Aristoteles]]) und die [[Textkritik]] des römischen Universalgelehrten [[Marcus Terentius Varro]]. 1840 erschien in der Reihe [[Griechische Prosaiker in neuen Uebersetzungen]] (Bd. 201) seine Übersetzung von Aristoteles’ &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik an Alexander&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spengel begründete 1841 in einem Vortrag vor der Bayerischen Akademie der Wissenschaften die Ansicht, dass die &amp;#039;&amp;#039;[[Magna Moralia]]&amp;#039;&amp;#039; nicht von Aristoteles stammen, sondern von einem seiner Schüler.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ueber die unter dem Namen des Aristoteles erhaltenen Ethischen Schriften. Vorgetragen in der Sitzung der philosophisch-philologischen Classe den 24. April 1841. Abtheilung 1.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Philosophisch-Philologischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, 1841, {{ZDB|209997-4}}, S. 437–496.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese These wurde zunächst angenommen (unter anderem von [[Eduard Zeller]], dem bedeutendsten Philosophiehistoriker des 19. Jahrhunderts), zu Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch von [[Hans von Arnim (Philologe)|Hans von Arnim]] zurückgewiesen. Darauf folgte eine Auseinandersetzung zwischen Arnim und dem Berliner Professor [[Werner Jaeger]], der (wie viele seiner Schüler) gegen die Autorschaft des Aristoteles eintrat. Später traten [[Franz Dirlmeier]] (1958) und [[John M. Cooper]] (1999) für Aristoteles’ Autorschaft ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sohn Otto Spengel (* 1837) studierte nach dem Abitur 1855 Rechtswissenschaften, Sohn [[Andreas Spengel]] war als Gymnasiallehrer in Landshut, als Gymnasialprofessor in München und zuletzt als Gymnasialrektor in Passau tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Sitzungsberichte der philosophisch-philologischen und der historischen Klasse der K.B.Akademie der Wissenschaften zu München. Jahrgang 1906. Verlag der K. B. Akademie der Wissenschaften, München 1907. Nekrologe, S. 364 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:17-2-3-Grab-Leonhard-Spengel-Alter-Suedl-Friedhof-Muenchen.jpg|mini|Grab von Leonhard Spengel auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstätte von Leonhard Spengel befindet sich auf dem [[Alter Südfriedhof (München)|Alten Südlichen Friedhof]] in München (Gräberfeld 17 – Reihe 2 – Platz 3, {{Coordinate|text=Standort|name=Grab von Leonhard Spengel|NS=48/7/39.50/N |EW=11/33/54.80/E|type=landmark|region=DE-BY}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Conrad Bursian]]: &amp;#039;&amp;#039;Leonhard Spengel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 3, 1880, S. 39–59 ([https://archive.org/details/bub_gb_AXg8AAAAIAAJ/page/n1283/mode/2up?view=theater Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|35|115|117|Spengel, Leonhard|[[Richard Hoche]]|ADB:Spengel, Leonhard von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11947364X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11947364X}}&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/search?oclcno=828790768&amp;amp;db=100 Nachlass von Leonhard Spengel in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in Heidelberg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Klassische Philologie in München&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11947364X|LCCN=n/85/811699|VIAF=41930269}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spengel, Leonhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Altgriechischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1803]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spengel, Leonhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spengel, Leonhard von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klassischer Philologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. September 1803&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 1880&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;John Red</name></author>
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