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	<title>Leonhard Sohncke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T11:18:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Werke (Auswahl) */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-08-16T20:47:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werke (Auswahl): &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leonhard-Sohncke.jpg|mini|hochkant|Leonhard Sohncke (zwischen 1886 und 1897)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leonhard Sohncke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1842]] in [[Halle (Saale)|Halle]]; † [[1. November]] [[1897]] in [[München]]) war ein [[Mathematiker]], [[Naturwissenschaftler]] und Professor für [[Physik]] in [[Karlsruhe]], [[Jena]] und München.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leonhard Sohncke war der zweite Sohn des Mathematikers Ludwig Adolf Sohncke (1807–1853). Leonhard Sohncke studierte ab 1859 Mathematik und Naturwissenschaften an der [[Universität Halle]]. 1865 wurde er Lehrer an einem Gymnasium in Königsberg, wo er an der [[Albertus-Universität Königsberg|Universität Königsberg]] sein Studium fortsetzte. Seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum Dr. phil. in Halle schloss er 1866 mit einer mathematischen Arbeit, die auf die Anregung von [[Heinrich Eduard Heine]] zurückgeht, „De aequatione differentiali seriei hypergeometricae“ ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 heiratete er seine Cousine Elise Bernhardi. Sie hatten zwei Töchter, Dora und Elsbeth (heiratete 1888 den Pfarrer [[Ernst Böhme (Pfarrer)|Ernst Böhme]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 legte er in Königsberg  bei [[Franz Ernst Neumann]] seine [[Habilitation]] mit einer Arbeit über die [[Kohäsion (Chemie)|Kohäsion]] des Steinsalzes ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 wurde Leonhard Sohncke auf Empfehlung von [[Gustav Robert Kirchhoff]] Professor für Experimentalphysik am Polytechnikum zu Karlsruhe, heute [[Karlsruher Institut für Technologie]], und übernahm auch die Leitung des dortigen Meteorologischen Observatoriums. 1871 wurde er Mitbegründer des [[Oberrheinischer Geologischer Verein|Oberrheinischen Geologischen Vereins]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 wurde er an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] ordentlicher Professor für Physik und der erste Leiter des dortigen Physikalischen Institutes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neugasse24 SW.jpg|mini|Physikalisches Institut der Uni Jena um 1900 (Quelle: Bauarchiv der FSU Jena)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 wechselte er nach München auf den Lehrstuhl Experimentalphysik (Nachfolge von [[Wilhelm von Beetz]]) und leitete bis zu seinem Tod 1897 das Physik-Department an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeit Sohnckes war die [[Festkörperphysik]], wo er Theorien der [[Kristallstruktur]] entwickelte. Er erweiterte die von [[Auguste Bravais]] eingeführten 14 Punktgitter ([[Bravais-Gitter]]) auf 65 [[Raumgruppe]]n ([[Sohncke-Raumgruppe]]n), die nur Drehachsen und Schraubenachsen beinhalten. Auf dem Gebiet der [[Doppelbrechung]] und [[Polarisation]] arbeitete er mit [[Ernst Abbe]] und [[Siegfried Czapski]] zusammen. Gemeinsam mit [[Albert Wangerin (Mathematiker)|Albert Wangerin]] publizierte er Arbeiten zur optischen [[Interferenz (Physik)|Interferenz]] und über [[Newtonsche Ringe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sohncke Modell.jpg|mini|Demonstrationsmodell von Sohncke zur Veranschaulichung der „chiralen“ Raumgruppen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sohncke Nachbau.jpg|mini|Nachbau des Demonstrationsmodell von Sohncke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt war die [[Meteorologie]], wo er sich mit der Gewitterelektrizität und Wettervorhersagen beschäftigte. Er bestätigte die Entdeckung von [[Michael Faraday]], dass durch Reibung von Wasser an Eis Elektrizität entsteht und wies nach, dass dieser Effekt eine wesentliche Quelle der elektrischen Erscheinungen in der Atmosphäre bildet (Faraday-Sohncke-Effekt). Er war einer der Pioniere der wissenschaftlichen Ballonfahrten, Mitbegründer und Vorsitzender des Münchner Vereins für Luftschifffahrt. Gemeinsam mit [[Sebastian Finsterwalder]] veröffentlichte er wesentliche meteorologische Resultate dieser Ballonfahrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Lehre entwickelte Sohncke eine Reihe von Experimenten und anschaulichen Modellen. In engem Kontakt zu [[Adolf Ferdinand Weinhold]], dem an der TU Chemnitz tätigen „Nestor der Elektrotechnik“, führte er elektrotechnische Vorlesungsversuche ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tafel Sohncke.jpg|mini|Tafel am ehemaligen Physikalischen Institut der Universität Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Er wurde 1887 außerordentliches und 1889 ordentliches Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. 1892 wurde er Ehrendoktor der [[Universität Padua]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm zu Ehren gibt es in München die Sohncke-Straße und in Karlsruhe den Leonhard-Sohncke-Weg. Am ehemaligen ersten Physikalischen Institut in Jena, Neugasse 24, dessen Bau von [[Ernst Abbe]] geplant und durch Sohncke umgesetzt wurde, erinnert eine Gedenktafel an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De aequatione differentiali seriei hypergeometrica.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Cohäsion des Steinsalzes in krystallographisch verschiedenen Richtungen.&amp;#039;&amp;#039; Promotion. Königsberg 1869, siehe auch &amp;#039;&amp;#039;Annalen der Physik und Chemie.&amp;#039;&amp;#039; CXXXVII, No. 6, 1869, S. 12 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie des optischen Drehvermögens von Krystallen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mathem. Annalen von C. Neumann.&amp;#039;&amp;#039; Bd. IX, 1870, S. 504–529.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die unbegrenzten regelmässigen Punktsysteme als Grundlage einer Theorie der Krystallstruktur&amp;#039;&amp;#039;. 83 Seiten. 2 Tafeln, Karlsruhe 1876. Separatabdruck aus dem 7. Heft der Verhandlungen des naturwissenschaftl. Vereins zu Karlsruhe.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Universalmodell der Raumgitter&amp;#039;&amp;#039;. Repertorium für Experimentalphysik. Bd. XII. 1876.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entwickelung einer Theorie der Krystallstruktur&amp;#039;&amp;#039;. B.G. Teubner, Leipzig 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Apparat zur Untersuchung der Newtonschen Ringe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ann. Phys.&amp;#039;&amp;#039; 13, 1881.&lt;br /&gt;
* L. Sohncke, A. Wangerin: &amp;#039;&amp;#039;Neue Untersuchungen über die Newtonschen Ringe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ann. Phys.&amp;#039;&amp;#039; 12, 1881.&lt;br /&gt;
* L. Sohncke, A. Wangerin: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Interferenzerscheinungen an dünnen insbesondere keilförmigen Blättchen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ann. Phys.&amp;#039;&amp;#039; Band 256, Nr. 19, 1883, S. 177–227 und Band 256, Nr. 11, 1883, S. 391–425.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gemeinverständliche Vorträge aus de Gebieten der Physik.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer Verlag, Jena 1892.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erweiterte Theorie von der Krystallstruktur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kristallographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1888, S. 426–446.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewitterelectrizität und gewöhnliche Luftelectrizität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meteorol. Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, 1888.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gewitterstudien auf Grund von Ballonfahrten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Akademische Abhandlungen.&amp;#039;&amp;#039; 18, 1895, München&lt;br /&gt;
* S. Finsterwalder, L. Sohncke: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Fahrten des Münchener Vereins für Luftschiffahrt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meteorolo. Zeitsch.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1894, S. 375–376.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Bedeutung wissenschaftlicher Ballonfahrten.&amp;#039;&amp;#039; Festreden vom 15. November 1894 München. Verlag der k. b. Akademie, München 1894.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Seidel: &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werke von LEONHARD SOHNCKE (1842–1897), einem Mitbegründer des Oberrheinischen Geologischen Vereins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jber. Mitt. oberrhein. geol. Ver.&amp;#039;&amp;#039; N. F., 91, 2009, S. 101–112.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Flitner]], Joachim Wittig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Optik – Technik – Soziale Kultur. Siegfried Czapski, Weggefährte und Nachfolger Ernst Abbes. Briefe, Schriften, Dokumente&amp;#039;&amp;#039;. Hain-Verlag, Rudolstadt 2000, ISBN 3-930215-91-8.&lt;br /&gt;
* Fritz Erk: &amp;#039;&amp;#039;Leonhard Sohncke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meteorologische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, 1898, S. 81–84.&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Finsterwalder]], [[Hermann Ebert (Physiker, 1861)|Hermann Ebert]]: &amp;#039;&amp;#039;Leonhard Sohncke.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Königlich Technischen Hochschule in München 1897/98.&amp;#039;&amp;#039; Anhang S. 1–21.&lt;br /&gt;
* {{ADB|54|377|379|Sohncke, Leonhard|Siegmund Günther|ADB:Sohncke, Leonhard}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ogv-online.de/Info/sohnke.html |text=Kurzbiographie |wayback=20110717025907}} auf der Website des Oberrheinischen Geologischen Vereins&lt;br /&gt;
* [http://www.db-thueringen.de/servlets/DocumentServlet?id=14633 Öffentliche Samstagsvorlesung] an der Universität Jena zum Thema „Leonhard Sohnke und seine Beiträge zur Kristallographie, Meteorologie und Optik“.&lt;br /&gt;
* [http://www.genealogy.ams.org/id.php?id=51622 Eintrag im Mathematikerstammbaum]&lt;br /&gt;
* [http://www.badw.de/de/akademie/mitglieder/historisch/mitglied/index.html?per-id=2964 Prof. Dr. Leonhard Sohncke], Mitglieder der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/search.php?query=Leonhard%20Sohncke Leonhard Sohncke] im Internet Archive&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/sohncke.leonhard Leonhard Sohncke] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117453021|LCCN=no/95/17930|VIAF=52467532}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sohncke, Leonhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallograph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karlsruher Institut für Technologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leiter des Karlsruher Instituts für Technologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Padua]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sohncke, Leonhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hochschullehrer, Professor für Physik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halle (Saale)|Halle]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. November 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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