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	<title>Leonhard Paminger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:50:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-08-01T06:03:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; sort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leonhard Paminger 1573.jpg|mini|Leonhard Paminger. Die Umschrift lautet: ISTA LEONARTI PAMINGERI EFFIGIES EST / CORPORE PRAESTANTIS INGENIOQVE VIRI / QUI BENE CHRISTICOLA DE POSTERITATE MERENDO / VESTIIT HARMONICIS DOGMATA SACRA MODIS. Deutsch: „Dies ist das Bild Leonhard Pamingers, / eines an Gestalt und Geistesgaben hervorragenden Mannes, / der, sich um die christgläubige Nachwelt verdient machend, / die heiligen Glaubenslehren in harmonische Musik gekleidet hat.“]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leonhard Paminger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. März]] [[1495]] in [[Aschach an der Donau]]; † [[3. Mai]] [[1567]] in [[Passau]]) war ein [[österreich]]ischer [[Komponist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wurde in Aschach an der Donau ([[Oberösterreich]]) geboren und getauft. Sein Vater [[Andreas Paminger]] war dort [[Ratsherr]] und stand möglicherweise im Dienst der [[Grafschaft Schaumburg (HRR)|Grafen von Schaumburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Leonhard Pamingers Leben wissen wir nur das wenige, was durch seine Söhne und durch eine Lebensbeschreibung des [[Oettingen in Bayern|Oettinger]] Predigerseminarrektors [[Philipp Albert Christfels]] von 1764 berichtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demnach war Paminger bereits im Alter von 10 Jahren in [[Wien]], wo er – nach einer notvollen Schulzeit – eine Anstellung auf dem [[Chor (Musik)|Chor]] von [[Stephansdom|St. Stephan]] erlangen konnte. Dort wurde er wegen seines tiefen [[Bass (Stimmlage)|Basses]] und seiner Künste auf der [[Harfe]], der [[Laute]] und der [[Flöte]] sehr geschätzt. Paminger, der fließend [[Latein]] und [[Griechische Sprache|Griechisch]] sprach, brachte sich auch Kenntnisse des [[Tonsatz]]es im Selbstunterricht bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1517, also im Alter von 22 Jahren, kam er dann ins [[Augustinerchorherrenstift St. Nikola (Passau)|Augustiner-Chorherrenstift St. Nikola]] vor Passau, wohl als Schulgehilfe. Er blieb bis zu seinem Tode im Dienste des [[Kloster]]s. Nach der Heirat mit Elisabeth Agnes nahm er Wohnung in einem Haus mit Garten in der [[Hofmark]], die damals nicht zu Passau gehörte, sondern den bayerischen [[Herzog|Herzögen]] unterstand. Um 1529 wird seine Ernennung zum Leiter dieser Schule vermutet. Die [[archiv]]alischen Spuren dieser Schule sind gering. Spätere Visitationsberichte erwähnen drei oder vier „gerichtete Betten“ für die Schüler und Sängerknaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] fand im Kloster St. Nikola Resonanz. Auch Leonhard Paminger beteiligte sich bis unmittelbar vor seinem Tode mit Schriften an der Debatte über religiöse Zeitfragen. So schrieb er „Schriften gegen die Papisten, Anabaptisten, Sakramentarier und Gegner der &amp;#039;&amp;#039;reinen Lehre des Sohnes Gottes&amp;#039;&amp;#039;“ sowie ein „Kurzer Bericht von Corruptelen und Jrrthumen, die Gegenwärtigkeit des wahren Leibs und Bluts unseres Herrn Jesu Christi im Heil. Abendmahle belangende“. ([[Regensburg]] 1567)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Luther]] schickte Paminger seinen Kommentar zum [[Galaterbrief]] mit einer persönlichen [[Widmung]]: &amp;#039;&amp;#039;„Suo Leonhardo Pamingero, fideli institutori pueritiae Christianae et Musico inter primos laudabili“&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Seinem Leonhard Paminger, dem treugläubigen Lehrer der christlichen Jugend und unter den Ersten zu rühmenden Musiker&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei [[Komposition (Musik)|Komposition]]en widmete Paminger – ganz in der [[Humanismus|humanistischen]] Tradition stehend – mit lateinisch-griechischen Anweisungen und Rätseln versehen, dem [[Lutherstadt Wittenberg|Wittenberger]] Griechischprofessor und [[Theologe]]n [[Philipp Melanchthon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob diese Kontakte zur Reformation ausreichen, ihn als [[Protestanten]] zu bezeichnen, muss offenbleiben. Wichtig für das herrschende [[Toleranz]]klima ist, dass Paminger trotz der reformatorischen Wirren im [[Konvent (Kirche)|Klosterkonvent]] zum Sekretär, dem höchsten [[Laie (Religion)|Laien]]-Klosteramt, aufsteigen konnte und damit die rechte Hand des [[Propst]]es wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paminger hinterließ neben [[Theologie|theologischen]] [[Traktat]]en und [[Übersetzung (Sprache)|Übersetzungen]] [[antike]]r [[Komödie]]n ein sehr umfangreiches kompositorisches Werk, das seine Söhne [[Sophonias Paminger|Sophonias]] und Sigismund in den Jahren zwischen 1573 und 1580 herausgaben. In dieser, nur in wenigen [[Exemplar]]en überlieferten [[Edition]] der „Cantiones ecclesiasticae“ haben sich etwa 700 [[kirchenmusik]]alische [[Vokalmusik|Vokalwerke]] Pamingers erhalten, darunter die Vertonung des fast vollständigen [[Buch der Psalmen|Psalters]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1557 starb Pamingers Frau; 1562 heiratete er eine Witwe namens Barbara, die er bereits 1564 zu Grabe tragen musste. Er selbst starb am 3. Mai 1567 im hohen Alter von 72 Jahren und wurde in Passau-[[Augustinerchorherrenstift St. Nikola (Passau)|St. Nikola]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonhard Paminger, Gedenktafel in Passau-St. Nikola.jpg|mini|Gedenktafel in Passau-St. Nikola]]&lt;br /&gt;
* Im Eingangsbereich zur [[Augustinerchorherrenstift St. Nikola (Passau)#Klosterkirche St. Nikola|Universitätskirche St. Nikola]] wurde eine Gedenktafel für Leonhard Paminger angebracht.&lt;br /&gt;
* In Passau wurde die Leonhard-Paminger-Straße nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkausgabe ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz-Walter Schmitz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leonhard Paminger 1495-1567. Ausgewählte Werke I und II&amp;#039;&amp;#039;. Passau 1995 (&amp;#039;&amp;#039;Musica sacra Passaviensis&amp;#039;&amp;#039; 38–39)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Passauer Weihnachtsgesänge&amp;#039;&amp;#039; (Herausgeber: [[Konrad Ruhland]]) = Musik aus Ostbayern Heft 1. (Carus Verlag, ursprünglich bei Musikverlag Alfred Coppenrath, Altötting 1987)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musik zu den 4 Adventssonntagen, S. Nicolao und S. Barbara&amp;#039;&amp;#039;. (Aus: &amp;#039;&amp;#039;Primus Tomus Ecclesiasticarum Cantionum.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1573, Heft 2). Cornetto-Verlag&lt;br /&gt;
* Motette &amp;#039;&amp;#039;Primo vero die sopra La Spagna&amp;#039;&amp;#039;. Cornetto-Verlag&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ach Gott, straf mich nit&amp;#039;&amp;#039;. Tonos Musikverlag&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Novum et insigne opus musicum]]&amp;#039;&amp;#039; mit Werken von Leonhard Paminger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|25|114|115|Päminger, Leonhard|L. u.|ADB:Paminger, Leonhard}}&lt;br /&gt;
* Heinz-Walter Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Leonhard Paminger (1495–1567), Passauer Komponist und Theologe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Ostbairische Grenzmarken]].&amp;#039;&amp;#039; Band 40, Passau 1998, {{ISSN|0078-6845}}, S. 91–113.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|26|27|Paminger, Leonhard|Fritz Markmiller|119368323}}&lt;br /&gt;
* Heinz-Walter Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Paminger – eine Familie im Spannungsfeld der Konfessionalisierung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ostbairische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Dietmar Klinger Verlag, Passau 2004, ISBN 3-932949-41-2, S. 59&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[Manfred H. Grieb]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Nürnberger Künstlerlexikon|Nürnberger Künstlerlexikon: Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts]].&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, München 2007, ISBN 978-3-598-11763-3, S. 1112.&lt;br /&gt;
* [[Franz Krautwurst]]: &amp;#039;&amp;#039;„Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“: zahlensymbolisches Komponieren bei Johann Walter und Leonhard Paminger&amp;#039;&amp;#039;. In: Rainer Kleinertz, Christoph Flamm, Wolf Frobenius (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musik des Mittelalters und der Renaissance: Festschrift Klaus-Jürgen Sachs zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Olms, Hildesheim [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2010, ISBN 978-3-487-14533-4, S. 435–441.&lt;br /&gt;
* David J. Burn: &amp;#039;&amp;#039;Analysing Sixteenth-Century Chant-Based Polyphony: Some Methodological Observations, and a Case-Study from Leonhard Paminger.&amp;#039;&amp;#039; 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119368323}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Paminger, Leonhard}}&lt;br /&gt;
* {{ChoralWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119368323|LCCN=n/89/667952|VIAF=10113471}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paminger, Leonhard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Renaissance)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenliedkomponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Multiinstrumentalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Latein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Reformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Martin Luther]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1495]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1567]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paminger, Leonhard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1495&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aschach an der Donau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 1567&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Passau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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