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	<title>Leon Jessel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SBB Musik: /* Weblinks */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leon Jessel.jpg|mini|hochkant=0.85|Leon Jessel, etwa 1933]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leon Jessel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Januar]] [[1871]] in [[Stettin]]; † [[4. Januar]] [[1942]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Komponist]] mit jüdischen Wurzeln. Er komponierte vor allem [[Operette]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Leon Jessel war der Sohn eines Kaufmanns, der aus Polen in die USA ausgewandert und mit seiner Ehefrau &amp;#039;&amp;#039;Mary&amp;#039;&amp;#039; später wieder nach Europa zurückgekehrt war. Leon Jessel war ab 1891 zunächst in [[Gelsenkirchen]] und [[Mülheim an der Ruhr]], später auch in [[Freiberg]], [[Kiel]], [[Stettin]] und [[Chemnitz]] als Kapellmeister tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Zuweilen muss einer da sein, der gedenkt – Blätter der Erinnerung an Komponisten, Schriftsteller und Schauspieler&amp;#039;&amp;#039;, 2003, ISBN 3-8330-0015-5, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt; 1896 heiratete er Clara Luise Grunewald. Von 1899 bis 1905 wirkte Jessel als Kapellmeister am [[Wilhelm-Theater (Lübeck)|Wilhelm-Theater]] in Lübeck und war anschließend Direktor der Liedertafel des Gewerkvereins Lübeck. Im Jahre 1909 wurde seine Tochter Eva Maria geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit in Berlin ===&lt;br /&gt;
Jessels Popularität begann mit dem 1905 für Klavier komponierten [[Charakterstück]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Parade der Holzsoldaten|Parade der Zinnsoldaten]]&amp;#039;&amp;#039;, das bald von verschiedensten Orchestern gespielt wurde. Das  Stück diente 1933 als Titellied im [[Paramount Pictures|Paramount]]-Zeichentrickfilm &amp;#039;&amp;#039;The Parade of the Wooden Soldiers&amp;#039;&amp;#039;. Jessel gehörte zu den Mitgründern einer [[Gema]]-Vorläuferorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 übersiedelte die Familie nach Berlin. &lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Leon Jessel Berlin Düsseldorfer Str.47 20060607.jpg|mini|Gedenktafel am Haus Düsseldorfer Straße 47 in Berlin-Wilmersdorf (in diesem Haus wohnte später auch die Schauspielerin [[Lilian Harvey]])]]&lt;br /&gt;
In seiner Berliner Zeit ab 1911 wandte sich Jessel verstärkt der Komposition von Operetten und Singspielen zu, die vor allem in Berlin, später auch in [[München]], [[Hamburg]] und [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] uraufgeführt wurden. Seinen größten Erfolg feierte er mit der Operette &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzwaldmädel (Operette)|Das Schwarzwaldmädel]]&amp;#039;&amp;#039; (Libretto von [[August Neidhart]]), die 1917 in der [[Alte Komische Oper Berlin|Komischen Oper Berlin]] (an der Weidendammer Brücke) uraufgeführt wurde. Der große Erfolg des &amp;#039;&amp;#039;Schwarzwaldmädels&amp;#039;&amp;#039; lässt sich daran ermessen, dass es innerhalb der folgenden 10 Jahre rund 6000-mal aufgeführt wurde, unter anderem 1922 am [[Teatro Coliseo]] in [[Buenos Aires]]. Einen zweiten großen Erfolg konnte er 1921 mit der Operette &amp;#039;&amp;#039;Die Postmeisterin&amp;#039;&amp;#039; feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde die erste Ehe geschieden, 1921 heiratete er seine zweite Ehefrau Anna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfemung und Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Wilmersdorf - Grab Leon Jessel.jpg|mini|Sein Grab in Berlin-Wilmersdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Nationalsozialisten]] auf Grund seiner deutschnationalen Ansichten zunächst offenbar eher wohlwollend gegenüberstehend, ersuchte Jessel nach deren Machtergreifung um Aufnahme in den [[Kampfbund für deutsche Kultur]] [[Alfred Rosenberg]]s. Er wurde jedoch abgewiesen und wenig später wegen seiner jüdischen Abstammung mit Aufführungsverbot belegt, obwohl er bereits 1894 aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten und zum christlichen Glauben übergetreten war. Am 15. Dezember 1941 wurde Jessel zur [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Leitstelle in [[Berlin-Mitte]] vorgeladen und festgenommen. Grund war ein 1939 geschriebener, bei einer Hausdurchsuchung gefundener Brief an seinen Librettisten [[Wilhelm Sterk]] nach [[Wien]], in dem Jessel geschrieben hatte: „Ich kann nicht arbeiten in einer Zeit, wo Judenhetze mein Volk zu vernichten droht, wo ich nicht weiß, wann das grausige Schicksal auch an meine Tür klopfen wird.“ Von der Gestapo wurde Jessel in einem Keller des Polizei-Präsidiums am [[Alexanderplatz]] so schwer misshandelt, dass er am 4. Januar 1942 im [[Jüdisches Krankenhaus Berlin|Jüdischen Krankenhaus Berlin]] verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leon Jessel wurde zunächst auf dem [[Südwestkirchhof Stahnsdorf]] beigesetzt und 1955 auf den [[Friedhof Wilmersdorf]] in Berlin umgebettet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.knerger.de/html/jesselmusiker_34.html Grabstätte von Leon Jessel bei knerger.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilmersdorf Leon-Jessel-Platz.jpg|mini|[[Leon-Jessel-Platz]] in [[Berlin-Wilmersdorf]]|alternativtext=]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bezirksamt Wilmersdorf von Berlin benannte 1985 einen [[Leon-Jessel-Platz|Platz]] nach ihm, worauf sich für die umgebenden Straßen der Name &amp;#039;&amp;#039;Jesselkiez&amp;#039;&amp;#039; einbürgerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Parade der Zinnsoldaten.jpg|mini|Leon Jessel: Parade der Zinnsoldaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jessel komponierte 29 Operetten zwischen 1913 und 1936. &amp;#039;&amp;#039;Das Schwarzwaldmädel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Parade der Zinnsoldaten&amp;#039;&amp;#039; gehören zu seinen erfolgreichsten Werken.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Zentner und Anton Würz (Hrsg.): Reclams Opern- und Operettenführer. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1962, Beitrag Leon Jessel, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Husaren&amp;#039;&amp;#039; (Operette; Text: Wilhelm Jacoby u. [[Rudolf Schanzer]], Uraufführung: 6. Februar 1913 im [[Theater des Westens]], Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer zuletzt lacht&amp;#039;&amp;#039; (musikalisches Lustspiel, Text: Arthur Lippschitz u. A. Bernstein-Sawersky, Uraufführung: 31. Dezember 1913 in der [[Alte Komische Oper Berlin|Komischen Oper]] an der [[Weidendammer Brücke]] Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzwaldmädel (Operette)|Das Schwarzwaldmädel]]&amp;#039;&amp;#039; (Operette, Text: August Neidhart, Uraufführung: 25. August 1917 in der Komischen Oper Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein modernes Mädel&amp;#039;&amp;#039; (Operette, Text evtl. [[Fritz Grünbaum]] u. [[Wilhelm Sterk]], Uraufführung: 28. Juni 1918, Volkstheater München)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwalbenhochzeit&amp;#039;&amp;#039; (Operette, Text: Pordes-Milo, Uraufführung: 28. Januar 1921 im Theater des Westens, Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Postmeisterin&amp;#039;&amp;#039; (Operette, Text: August Neidhart, Uraufführung: 3. Februar 1921 im [[Central-Theater (Berlin)|Central-Theater]], Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Des Königs Nachbarin&amp;#039;&amp;#039; (Singspiel, Text: Fritz Grünbaum u. Wilhelm Sterk, Uraufführung: 15. April 1923, [[Wallner-Theater]], Berlin)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die goldene Mühle&amp;#039;&amp;#039; (Singspiel, Text: Wilhelm Sterk, teilweise nach Carl Costa, 1936 in [[Olten]] in der [[Schweiz]] uraufgeführt, da Jessel in Deutschland nicht mehr gespielt werden durfte)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Treffpunkt Tegernsee&amp;#039;&amp;#039; (Operette, Text: Aksel Lund und [[Erik Radolf]], Uraufführung: 12. April 2009 im [[Neuburger Kammeroper|Stadttheater Neuburg an der Donau]] durch das Neuburger Volkstheater e.&amp;amp;nbsp;V.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Leon-Jessel-Platz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Operetten-Komponisten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Operetten]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der vom NS-Regime oder seinen Verbündeten verfolgten Komponisten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Albrecht Dümling]]: &amp;#039;&amp;#039;Die verweigerte Heimat. Léon Jessel, der Komponist des „Schwarzwaldmädel“.&amp;#039;&amp;#039; DKV, Düsseldorf 1992, ISBN 3-924166-27-7. Revidierte und ergänzte Neuausgabe, Lukas-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86732-127-3.&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|421|422|Jessel, Leon|[[Anton Würz]]|119285517}}&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 3672f. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Martin Trageser&lt;br /&gt;
   |Titel=Millionen Herzen im Dreivierteltakt. Die Komponisten des Zeitalters der „Silbernen Operette“&lt;br /&gt;
   |Verlag=Königshausen und Neumann&lt;br /&gt;
   |Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2020&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8260-6924-6&lt;br /&gt;
   |Seiten=235-244}}&lt;br /&gt;
* Rolf Schlenker: &amp;#039;&amp;#039;Leon Jessel – das tragische Schicksal des „Schwarzwaldmädel“-Komponisten.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Es geschah im Schwarzwald. Schicksalhafte Ereignisse aus der Vergangenheit spannend erzählt.&amp;#039;&amp;#039; Silberburg, Tübingen 2024, ISBN 978-3-8425-2395-1, S. 56–59.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119285517}}&lt;br /&gt;
* {{LexMusikNS|00001323}}&lt;br /&gt;
* {{operone|jessel|k}}&lt;br /&gt;
* [http://operetta-research-center.org/leon-jessel/ Hans-Dieter Roser: Leon Jessel]&lt;br /&gt;
* [http://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-55516 Ergänzungsnachlass L. Jessel] an der [[Staatsbibliothek zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119285517|LCCN=n/82/32732|NDL=00522983|VIAF=49411154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jessel, Leon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1871]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leon Jessel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jessel, Leon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Komponist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Januar 1871&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stettin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Januar 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SBB Musik</name></author>
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