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	<title>Leo Zuckermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leo_Zuckermann&amp;diff=656059&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-27T20:24:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S89526, Berlin, Botschafter Puschkin zu Präsident Pieck.jpg|mini|Staatssekretär Leo Zuckermann (Bildmitte) begleitet den sowjetischen Botschafter in der DDR, [[Georgi Maximowitsch Puschkin|Georgi Puschkin]], beim Abschreiten einer Ehrenkompanie der [[Deutsche Volkspolizei|Deutschen Volkspolizei]], Berlin, 4. November 1949]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Zuckermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Juni]] [[1908]] in [[Lublin]], [[Kongresspolen]]; † [[14. November]] [[1985]] in [[Mexiko-Stadt]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Funktionär. 1952 [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete er aus der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Zuckermann wuchs als Sohn einer [[Geschichte der Juden in Deutschland|jüdischen]] Kaufmannsfamilie in [[Elberfeld]] auf. 1924 wurde er Mitglied der [[Sozialistische Arbeiter-Jugend|SAJ]]. Nach dem Abitur 1927 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften in [[Bonn]] und [[Berlin]]. Dort bewegte er sich unter [[Linkssozialismus|linkssozialistischen]] und kommunistischen Studenten. Zuerst Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], trat er 1928 zur [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] über und arbeitete in der Leitung der [[Kommunistische Studentenfraktion|Kommunistischen Studentenfraktion]] (Kostufra). Seine Promotion zum Dr. jur. erfolgte 1931.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 begann er ein Referendariat bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal. Nach der [[Machtergreifung]] emigrierte er im März 1933 nach Frankreich, wo er unter dem Namen Leo Lambert Mitarbeiter beim „Verteidigungskomitee für die Angeklagten im Reichstagsbrandprozeß“ und später auch Sekretär beim „Weltkomitee gegen Krieg und Faschismus“ war. Bei Kriegsausbruch 1939 wurde Zuckermann interniert. Im Juni 1940 gelang ihm die Flucht in das von der [[Wehrmacht]] noch nicht besetzte [[Marseille]] und im Oktober 1941 die Emigration nach [[Mexiko]]. Hier gehörte Zuckermann zu den führenden deutschen Kommunisten unter [[Paul Merker]], war Mitglied der [[Bewegung Freies Deutschland]] und des [[Heinrich-Heine-Klub]]s. Er redigierte die Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Post&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alemania Libre&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1947 kehrte er nach Deutschland in die [[Sowjetische Besatzungszone]] (SBZ) zurück und wurde Referent der Abteilung Kommunalpolitik im Zentralsekretariat der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED). Gemeinsam mit Paul Merker brachte er 1948 einen Gesetzesentwurf im Politbüro ein, der eine kollektive Wiedergutmachung für die jüdischen Opfer der Nazis vorsah. Das Wiedergutmachungsgesetz scheiterte jedoch am [[Antizionismus|antizionistischen]] Kurs der SED-Führung.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab April 1949 war Zuckermann Leiter der außenpolitischen Kommission des [[Liste der Mitglieder des Parteivorstandes der SED|SED-Parteivorstandes]] und damit enger Mitarbeiter von Merker. Er war von 1948 bis 1950 Mitglied des 1. und 2. [[Deutscher Volksrat|Volksrates]] der SBZ sowie der [[Volkskammer|Provisorischen Volkskammer]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Ab Oktober 1949 war er [[Staatssekretär]] und Leiter der Präsidialkanzlei des [[Präsident der DDR|Präsidenten der DDR]], [[Wilhelm Pieck]]. Er war Mitautor der [[Verfassung der DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1950 wurde Zuckermann wegen seiner Westemigration und seiner engen Verbindung zu [[Paul Merker]] entlassen, blieb aber außenpolitischer Mitarbeiter des ZK der SED bzw. des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten. Im November 1952 wurde er zum Direktor des Instituts für Rechtswissenschaft der [[Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft|Akademie für Staat und Recht]] in Potsdam-Babelsberg berufen. Im Kielwasser des Prager [[Slánský-Prozess]]es von einem entsprechenden Beschluss des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Zentralkomitee|ZK der SED]] vom 20. Dezember 1952 als „zionistischer Agent“ diffamiert, drohte Zuckermann ein Verfahren vor der [[Zentrale Parteikontrollkommission|Zentralen Parteikontrollkommission]]. Zuckermann floh Mitte Dezember 1952 nach [[West-Berlin]], ging nach Frankreich und kehrte schließlich nach Mexiko zurück. Zuletzt betrieb er eine Buchhandlung und eine Schallplattenfirma und lehrte als Soziologieprofessor an der Universität Mexiko-Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 war Leo gemeinsam mit seinem Bruder, dem Kardiologen [[Rudolf Zuckermann]], nach Mexiko emigriert. Rudolf übersiedelte in die DDR etwa gleichzeitig mit Leos Flucht aus dem Land. Die Brüder sollten sich nicht wiedersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* [[John Desmond Bernal|J. D. Bernal]], Maurice Cornforth: &amp;#039;&amp;#039;Die Wissenschaft im Kampf um Frieden und Sozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen übersetzt von Leo Zuckermann. Dietz, Berlin 1950, {{DNB|450405982}}.&lt;br /&gt;
* James Stewart Allen: &amp;#039;&amp;#039;Weltmonopol und Frieden.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen übersetzt von Leo Zuckermann. Dietz, Berlin 1951, {{DNB|450051293}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kießling]]: &amp;#039;&amp;#039;Partner im „Narrenparadies“: der Freundeskreis um Noel Field und Paul Merker.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1994, ISBN 3-320-01857-4.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kießling: &amp;#039;&amp;#039;Absturz in den kalten Krieg: Rudolf und Leo Zuckermanns Leben zwischen nazistischer Verfolgung, Emigration und stalinistischer Maßregelung.&amp;#039;&amp;#039; (Hefte zur DDR-Geschichte, 57). [https://www.helle-panke.de/de/topic/158.publikationen.html?productId=62564|Helle&amp;amp;#x20;Panke Helle Panke], Berlin 1999, {{DNB|958073635}}.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=leo-zuckermann|lemma=Zuckermann, Leo|autor=[[Bernd-Rainer Barth]]|band=2|idNum=3971}}&lt;br /&gt;
* Philipp Graf: &amp;#039;&amp;#039;Twice Exiled: Leo Zuckermann (1908–85) and the Limits of the Communist Promise.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Contemporary History&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 56 (2021), 3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zuckermann, Leo&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 851&lt;br /&gt;
* Philipp Graf: &amp;#039;&amp;#039;Zweierlei Zugehörigkeit. Der jüdische Kommunist Leo Zuckermann und der Holocaust.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2024, ISBN 978-3-525-30257-6.&lt;br /&gt;
* Uwe Sonnenberg: &amp;#039;&amp;#039;Leo Zuckermann im Exil. Stationen „zwischen Internationale und Völkerfreundschaft“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung&amp;#039;&amp;#039; (2026), S. 203–218.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121637743}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mitglieder des 1. Volksrates der SBZ]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Mitglieder der Provisorischen Volkskammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121637743|VIAF=18084001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zuckermann, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bewegung Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Heinrich-Heine-Klubs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer von Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener der Noel-Field-Affäre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zuckermann, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lambert, Leo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SED-Funktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Juni 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lublin]], Polen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. November 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mexiko-Stadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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