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	<title>Leo Woerl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T04:37:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Leben */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2024-11-02T14:20:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Woerl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. Mai]] [[1843]] in [[Freiburg im Breisgau]]; † [[1. Juli]] [[1918]] in [[Leipzig]]) war ein [[deutscher]] [[Verleger]], der insbesondere für seine Reiseführer bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Woerl war der Sohn des Kartographen [[Joseph Edmund Woerl]] (1803–1865) und der Maria Herder (* 1805), einer Tochter des [[Bartholomä Herder]] (1774–1839), und damit ein Neffe des Besitzers der [[Verlag Herder|Herder’schen Verlagsbuchhandlung]] in Freiburg, [[Benjamin Herder]] (1818–1888). Er erlernte in Freiburg bei Herder von 1858 bis 1862 den Buchhandel und begründete nach einigen Wanderjahren als Buchhändler 1866 in [[Würzburg]] seine eigene Verlagsbuchhandlung („Leo Woerl’sche Buch- und kirchliche Kunstverlagshandlung“, auch „Leo Woerl’sche Buch, Kunst- und Verlagshandlung“; „Verlag von Leo Woerl“), deren Spannweite vom Theologischen bis zum Belletristischen reichte. 1866 bis 1869 lebte er in [[Zürich]]; seit den 1870er Jahren unterhielt er auch eine Agentur in Wien (Spiegelgasse 12).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Würzburger Verlag erschien von 1868 bis 1870 das katholische &amp;#039;&amp;#039;[[Fränkisches Volksblatt|Fränkische Volksblatt]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Fr%C3%A4nkisches_Volksblatt &amp;#039;&amp;#039;Fränkisches Volksblatt&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Historischen Lexikon Bayern&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1874 betrieb er auch ein „Centralbureau für katholische Interessen“ zur Arbeitsvermittlung für katholische Arbeitnehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Christlich-sociale Blätter&amp;#039;&amp;#039; Nr. 31, 20. Dezember 1874, S. 299–300 ([https://books.google.de/books?id=tXhqtdMmWVsC&amp;amp;pg=RA6-PA299&amp;amp;dq=Central+Bureau+f%C3%BCr+katholische+Interessen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjDr6nkn-LRAhVFzRQKHcvFAh0Q6AEIMDAF#v=onepage&amp;amp;q=Central%20Bureau%20f%C3%BCr%20katholische%20Interessen&amp;amp;f=false Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Würzburg war er von 1882 bis 1891 zudem als Stadtrat kommunalpolitisch aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 begann der Verleger mit der Herausgabe von [[Führer (Nachschlagewerk)|Reiseführern]] („Woerl Reisehandbücher“), von denen allein bis zur Jahrhundertwende über 600 erschienen. Der „Woerl&amp;#039;s Reisebücher-Verlag“ wurde 1897 nach [[Leipzig]], damals die zentrale deutsche Buchhandelsstadt, verlegt. In seinem Verlag erschien auch eine zweibändige gekürzte Fassung des mehrbändigen Prachtwerkes des [[Erzherzog]]s [[Ludwig Salvator von Österreich-Toskana]] &amp;#039;&amp;#039;Die Balearen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Balearen. Geschildert in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Woerl, Würzburg / Leipzig 1897; gekürzte Fassung von &amp;#039;&amp;#039;Die Balearen&amp;#039;&amp;#039;. 7 Bände, Brockhaus, Leipzig 1869–1891. &amp;lt;/ref&amp;gt; Woerl verfasste eine 1899 erschienene Biographie Ludwig Salvators. Zu den weiteren bekannten Woerl-Autoren gehörte unter anderen [[Joseph Stöckle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Woerl nach einem Konkurs 1898 die Stadt Würzburg verlassen&amp;lt;ref&amp;gt;Sybille Grübel: &amp;#039;&amp;#039;Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1234.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte, wurde der Verlag 1920 von Albrecht Seemann (1863–1952) übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekanntes Zitat ==&lt;br /&gt;
Das schon um 1900 als auch in der Gegenwart, vor allem in Diskussionen um den Journalistenberuf und in der [[Journalismusforschung]], häufigste Zitate aus Woerls pressekundlichem Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Publicistik der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; ist die Behauptung, dass „die Publicistik mehr oder weniger unbewusst zu den ,unehrlichen Gewerben&amp;#039;, d. h. zu denen gezählt wird, die sich ausserhalb des socialen Organismus bewegen, wie ehedem Schäfer, Kesselflicker, Zahnärzte, Zigeuner und Schauspieler“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war allerdings nicht als allgemeine Verächtlichmachung gedacht, sondern als Abbild einer „Naivetät des Volksbewusstseins“ in Österreich-Ungarn. Woerl versuchte differenziert zu erklären, warum sich in Österreich-Ungarn erst relativ spät eine qualitativ hochwertige katholisch-konservative Presse entwickelte, die es mit den liberalen, weltlichen Großstadtzeitungen aufnehmen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er argumentierte berufs- und milieusoziologisch und sozialpsychologisch: Gebildete Konservative hätten die Presse als Berufsfeld gemieden, weil sie im christlich-bäuerlich-ständisch geprägten Sozialmilieu weniger Ansehen erwarten konnten als in individualistischeren Ländern wie etwa Frankreich, wo „die publicistische Laufbahn begabte Männer zu den höchsten Ehrenstellen führt und auch katholisch-conservative Schriftsteller und Redacteure in hohem Ansehen und bedeutender socialer Stellung sich befinden“. Woerl, der sich selbst zur katholisch-konservativen Publizistik zählte, bedauerte das und wies Wege zu einem anderen Berufsverständnis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Leo Woerl |Titel=Die Pressverhältnisse im Kaiserstaat Oesterreich-Ungarn |Sammelwerk=Die Publicistik der Gegenwart |Band=5 |Verlag=Leo Woerl |Ort=Würzburg / Wien |Datum=1881 |Seiten=359 |Online=https://books.googleusercontent.com/books/content?req=AKW5QafY0Iv1Un4UcesqazqzHfoCY2zly89xNYBsMmf9gStjcv1o_OILYuUw5Rv5y3RFr3tzs-NKLhS7fCa90XwB86P4af1bDz99CBzYAd03-w3OqdURVZ2iUgagB9oZMcq0QokH6T0m309UdN-7133_krUXiMsCoNyGLv4lo_RC9gdjrnZmpHF8j3zXuNY8U4BkQK3wMUONGTs4k0G_nogpZAhHdImyM983w2SKWXdlkBAql97VfdOdVFDLdQieST_xvoeeSF_dFQpUi5HmXmtS7M-H1Q9tcQ |Abruf=2023-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Presse. Ein Neujahrsgruß für die Katholiken Deutschlands, Österreichs und der Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1875.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Presse in Europa zu Neujahr 1877&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1876.&lt;br /&gt;
** 2. Auflage &amp;#039;&amp;#039;Die katholische Presse in Europa 1877&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1877 ([https://archive.org/stream/diekatholischep00woergoog Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltrundschau über die katholische Presse zu Neujahr 1878&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1878.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Statistik der katholischen Zeitungen und Zeitschriften in der ganzen Welt zu Neujahr 1879&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Publizistik der Gegenwart. Eine Rundschau über die gesamte Presse der Welt&amp;#039;&amp;#039;. Heft 1–6 Woerl, Würzburg 1879–1881.&lt;br /&gt;
** Heft 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Presseverhältnisse im Großherzogthum Hessen&amp;#039;&amp;#039;. 1879.&lt;br /&gt;
** Heft 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Pressverhältnisse im Königreich Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. 1879.&lt;br /&gt;
** Heft 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Pressverhältnisse in der Schweizerischen Eidgenossenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 1879.&lt;br /&gt;
** Heft 4: &amp;#039;&amp;#039;Die Pressverhältnisse im Königreich Bayern&amp;#039;&amp;#039;. 1880.&lt;br /&gt;
** Heft 5: &amp;#039;&amp;#039;Die Pressverhältnisse Im Kaiserstaat Oesterreich-Ungarn&amp;#039;&amp;#039;. 1881 ([https://archive.org/stream/diepressverhltn00woergoog#page/n7/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
** Heft 6: &amp;#039;&amp;#039;Die Pressverhältnisse im Königreich Preussen&amp;#039;&amp;#039;. 1881.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Statistik der katholischen Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland, Österreich-Ungarn, Luxemburg und der Schweiz zu Neujahr 1882&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Würzburg 1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erzherzog Ludwig Salvator aus dem österreichischen Kaiserhause als Forscher des Mittelmeeres&amp;#039;&amp;#039;. Woerl, Leipzig 1899 ([https://archive.org/stream/erzherzogludwig00salvgoog#page/n9/mode/2up Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Führer durch Würzburg und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Woerl’s Reisebuchverlag, Leipzig 1899.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;(chronologisch geordnet)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schmidt (Journalist)|Rudolf Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Buchhändler, deutsche Buchdrucker. Beiträge zu einer Firmengeschichte des deutschen Buchgewerbes.&amp;#039;&amp;#039; Band 6. Verlag von Rudolf Schmidt, Eberswalde 1908, S. 1055–1056 ([http://www.zeno.org/Schmidt-1902/A/Woerl,+Leo Online] bei [[Zeno.org]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel&amp;#039;&amp;#039; 3. Juli 1918, Nr. 152.&lt;br /&gt;
* [[Michael Schmolke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die schlechte Presse. Katholiken und Publizistik zwischen „Katholik“ und „Publik“ 1821–1968.&amp;#039;&amp;#039; Regensberg, Münster 1971, S. 183–184.&lt;br /&gt;
* Julius Dorneich: &amp;#039;&amp;#039;Hansjakobs erster Verleger Leo Woerl&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hansjakob-Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; Band 6. 1978, S. 14–24.&lt;br /&gt;
* [[Olaf Blaschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Katholizismus und Antisemitismus im deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 122). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1997, ISBN 3-525-35785-0, S. 60, 137, 143, 207.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://wuerzburgwiki.de/wiki/Leo_Woerl Leo Woerl] im WürzburgWiki&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11890535X}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11890535X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == 	&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11890535X|LCCN=nr/98/39056|VIAF=54946616}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Woerl, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Woerl, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Mai 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juli 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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