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	<title>Leo Wagner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:43:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-25T00:07:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 1 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F039716-0006, Bonn, CDU-CSU Bundestagsfraktion.jpg|mini|Leo Wagner (1973, von links), [[Richard Stücklen]], [[Gerhard Schröder (Politiker, 1910)|Gerhard Schröder]], [[Wilhelm Rawe]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Wagner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. März]] [[1919]] in [[München]]; † [[8. November]] [[2006]] in [[Günzburg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Von 1961 bis 1976 war er [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Er zählte lange Jahre zum engsten Vertrautenkreis des CSU-Vorsitzenden [[Franz Josef Strauß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Wagner wurde in München geboren und besuchte eine Oberrealschule. Sein Vater, zuletzt Polizeiinspektor, stammte aus [[Ellingen]] in Franken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000011175|Abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur 1937 studierte Leo Wagner an der [[Hochschule für Lehrerbildung]] in [[München]] und nahm dann von 1939 bis 1945 als Funker&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hannes Hintermeier |titel=„Geheimnisse des schönen Leo“: Nachts ein völlig anderer Mensch |werk=FAZ.NET |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ueber-den-br-film-die-geheimnisse-des-schoenen-leo-17270744.html |abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; am [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] teil, in dem er verwundet wurde. Er war Kriegsbeschädigter. Von 1945 bis 1961 war er Lehrer und Schulleiter der von ihm aufgebauten Volksschulen in [[Bubesheim]] und [[Reisensburg]] sowie Rektor der katholischen Volksschule in Günzburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bwbs.de/bwbs_biografie/Wagner__Leo_G1087.html |titel=Wagner, Leo - Lexikon |hrsg=[[Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung]] |abruf=2009-11-15 |archiv-datum=2007-07-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20070702170207/http://www.bwbs.de/bwbs_biografie/Wagner__Leo_G1087.html |offline=ja |archiv-bot=2026-03-25 00:07:36 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.csu-geschichte.de/personen/detail/leo-wagner/ |titel=Dr. hc. Leo Wagner |werk=Geschichte der CSU |hrsg=[[Hanns-Seidel-Stiftung]] |abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Wagner war in erster Ehe mit Elfriede Wagner (1922–1980) verheiratet. In der Zeit der Ehe wurden zwei Kinder, Gerd und Ruth, geboren. Er war jedoch nicht der Vater.&amp;lt;ref&amp;gt;Benedikt Schwarzer: [https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/die-geheimnisse-des-schoenen-leo-a-2291234.html?ref=2331434#! &amp;#039;&amp;#039;Die Geheimnisse des schönen Leo&amp;#039;&amp;#039;], Dokumentarfilm der Lichtblick Film in Koproduktion mit dem WDR und dem BR, gefördert von der der Film- und Medienstiftung NRW, dem BKM und dem FilmFernsehFonds Bayern&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Guenzburg-Leo-Wagners-Witwe-im-Interview-Ich-habe-ihn-wirklich-geliebt-id53763016.html |titel=Leo Wagners Witwe im Interview: „Ich habe ihn wirklich geliebt“ |datum=2019-03-13 |sprache=de |abruf=2026-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In zweiter Ehe war er mit Brigitte Wagner verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Till Hofmann |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Der-schoene-schreckliche-Leo-Wagner-und-seine-Intrigen-kommen-ins-Kino-id53123726.html |titel=Der schöne schreckliche Leo Wagner und seine Intrigen kommen ins Kino |abruf=2021-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei und öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
1946 wurde Wagner Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Günzburg, den er mit Unterstützung [[Fritz Schäffer]]s 1945 mitbegründet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Salbaum |Hrsg=CSU-Kreisverband Günzburg |Titel=Die Geschichte der CSU |Verlag=CSU-Kreisverband Günzburg |Ort=Günzburg |Datum=1998}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Munzinger&amp;quot; /&amp;gt; 1948 übernahm er das Amt des stellvertretenden [[Landrat (Deutschland)|Landrats]]. Dem Stadtrat von Günzburg gehörte er zwischen 1949 und 1964 an, dem [[Bezirkstag (Bayern)|Bezirkstag]] [[Schwaben]] von 1954 bis 1962, wobei er dort auch das Amt des Fraktionsvorsitzenden bekleidete. 1956 wurde er Zweiter Bürgermeister von Günzburg. Dem CSU-Bezirksverband Schwaben stand er von 1961 bis 1973 vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1961 bis 1976 gehörte Wagner dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] an, in dem er zwischen 1963 und 1975 [[parlamentarischer Geschäftsführer]] der [[CSU-Landesgruppe]] war. Nach der [[Spiegel-Affäre]] 1962 und dem Rücktritt von [[Franz Josef Strauß]] ebnete Wagner „in [[Politische Partei|Partei]], Landesgruppe und bei den Koalitionspartnern den Weg für Strauß [zurück] an den [[Kabinett Kiesinger|Kabinettstisch 1966]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Zellhuber (Bearbeitung), Tim B. Peters (Bearbeitung) |Titel=Die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1949–1972 |Sammelwerk=Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien |Band=15/I |Nummer=Vierte Reihe |Verlag=Droste Verlag |Ort=Düsseldorf |Datum=2011 |ISBN=978-3-7700-5307-0 |Seiten=LIII}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Blank |Titel=Für Strauß zur zweiten Kür bereit? |Sammelwerk=[[Süddeutsche Zeitung]] |Datum=1966-04-13 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 14 Monaten als Abgeordneter war Wagner im Januar 1963 in derselben Landesgruppensitzung zum [[Parlamentarischer Geschäftsführer|parlamentarischen Geschäftsführer]] gewählt worden, in der Strauß mit der Wahl zum Landesgruppenvorsitzenden in ein Amt zurückkehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Schindler |Titel=30 Jahre Deutscher Bundestag: Dokumentation, Statistik, Daten |Verlag=Bonner Universitätsdruckerei |Ort=Bonn |Datum=1979 |Seiten=116}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagner fungierte 1968 als Herausgeber einer Sammlung von Strauß’ Bundestagsreden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Josef Strauß |Hrsg=Leo Wagner |Titel=Bundestagsreden |Verlag=AZ Studio, Pfattheicher &amp;amp; Reichardt |Ort=Bonn |Datum=1968}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1971 bis 1975 war Wagner einer der fünf parlamentarischen Geschäftsführer der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]], davon ab 1972 der erste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Wagner 1965 die Deutsch-Koreanische Parlamentariergruppe mit ins Leben gerufen hatte, gründete er 1966 zusammen mit [[Max Adenauer]] und dem Bonner Verleger Hermann Pfatteicher die [[Deutsch-Koreanische Gesellschaft]], deren Präsident und späterer Ehrenpräsident er wurde. Zusammen mit [[Gunter Sachs]] gründete er 1967 den Verein „Flammenpfennig“, der u.&amp;amp;nbsp;a. mit dem Verkauf von [[Schallplatte]]n Geld für das Organisationskomitee der [[Olympische Sommerspiele 1972|Olympischen Spiele 1972]] in München erlösen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Pfennige auf der Platte |Sammelwerk=Zeit Online |Datum=1969-01-03 |Online=https://www.zeit.de/1969/01/pfennige-auf-der-platte |Abruf=2018-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1973 berichtete das Wirtschaftsmagazin [[Capital (Deutschland)|Capital]] in einer Artikelserie über „Die seltsamen Geschäfte des Abgeordneten Leo W.“, nach der Wagner für Kredite sein Mandat missbraucht haben soll. Wagners Schulden im siebenstelligen Bereich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael H. Spreng, Richard Voelkel |Titel=Eine Million Schulden: Hoher bayerischer Politiker geisteskrank |Sammelwerk=[[Bild (Zeitung)|Bild]] |Band= |Nummer=45/8 |Datum=1975-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sollen aus hohen Ausgaben für seinen Lebenswandel und Nachtclubbesuche resultiert haben. Nachdem Anfang 1975 von ihm ausgestellte [[Wechsel (Urkunde)|Wechsel]] und Schecks geplatzt waren, bat er am 29. Januar 1975 um Beurlaubung von seinen Ämtern. Am folgenden Tag erlitt er einen Nervenzusammenbruch und wurde von seinem Anwalt in ein Krankenhaus eingeliefert. Am 20. Februar 1975 erklärte er schriftlich seinen Mandatsverzicht, der jedoch wegen [[Unzurechnungsfähigkeit]] nicht anerkannt werden konnte. Am 26. Februar 1975 erstattete er Selbstanzeige wegen Betrugsverdachts&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41575601 |Titel=Schübe in der Nacht |Jahr=1975 |Nr=9 |Datum=1975-02-24 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41560946 |Titel=In den Wind |Jahr=1975 |Nr=10 |Datum=1975-03-03 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und trat von seinem Posten als parlamentarischer Geschäftsführer zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14320885 |Autor=[[Gerhard Mauz]] |Titel=Bis zu meinem Zusammenbruch … |Jahr=1980 |Nr=43 |Datum=1980-10-20 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14336201 |Autor=[[Gerhard Mauz]] |Titel=Er hatte einen miserablen Umgang |Jahr=1980 |Nr=51 |Datum=1980-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen [[Kreditbetrug]]s wurde Wagner im Dezember 1980 zu einer [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von 18 Monaten [[Strafaussetzung zur Bewährung|mit Bewährung]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Misstrauensvotum 1972 und Stasi-Verbindung ==&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; vom November 2000 soll Wagner neben dem CDU-Abgeordneten [[Julius Steiner (Politiker)|Julius Steiner]] der zweite Unions-Abgeordnete gewesen sein, der sich 1972 beim Konstruktiven [[Misstrauensvotum]] gegen [[Willy Brandt]] der Stimme enthielt. Er habe – wie Steiner – von der Stasi für seine Stimmenthaltung 50.000 DM erhalten. Er sei ferner unter dem Decknamen „Löwe“ [[Inoffizieller Mitarbeiter]] (IM) der [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=17925474 |Titel=CSU-Spion enttarnt |Jahr=2000 |Nr=48 |Datum=2000-11-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagner stritt dies jedoch ab. Die bereits 1975 vom Nachrichtenmagazin [[Stern (Zeitschrift)|Stern]] erhobenen Vorwürfe&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gerüchte aus Bonn: Wer war der 2. Mann? |Sammelwerk=Stern |Nummer=13 |Datum=1975-03-24 |Seiten=179}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden 2005 und 2006 erneut von der Presse aufgegriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Liebesgrüße aus Ostberlin |werk=Cicero |url=https://www.cicero.de/innenpolitik/liebesgr%C3%BC%C3%9Fe-aus-ostberlin/37219 |abruf=2018-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Misstrauensvotum gegen Brandt: Stasi-Karten lüften das letzte Geheimnis |werk=Spiegel Online |datum=2005-12-22 |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/misstrauensvotum-gegen-brandt-stasi-karten-lueften-das-letzte-geheimnis-a-392036.html |abruf=2018-10-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem der Stasi-Forscher und ehemalige Leiter der [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen]] [[Hubertus Knabe]] versuchte, über die ab 2003 wissenschaftlich zugänglich gemachten [[Rosenholz-Dateien]] Rückschlüsse auf eine Bestechung Wagners beim Misstrauensvotum 1972 herzuleiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Rolf Kleine]], Einar Koch, Julia Topar |url=http://www.bild.de/BTO/news/aktuell/2006/08/03/strauss-brandt/strauss-brandt.html |titel=Geheime „Rosenholz“-Datei veröffentlicht: Stasi denunzierte Strauß als Massen-Mörder |werk=[[Bild (Zeitung)|Bild]] |datum=2006-08-02 |abruf=2009-11-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Georg Herbstritt]] |Titel=Bundesbürger im Dienst der DDR-Spionage: eine analytische Studie |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2007 |ISBN=978-3-525-35021-8 |Seiten=144}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die historische Forschung bestätigt, dass Wagner anlässlich des Misstrauensvotums 1972 von der Stasi mit 50.000 DM bestochen worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_16_09/HPM_16_09_1.pdf |titel=Auf der Suche nach den fehlenden Stimmen 1972. Zu den Nachwirkungen des gescheiterten Misstrauensvotums |datum=2010-05-07 |format=PDF |abruf=2017-06-12 |autor=Andreas Grau}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|BStU]]: Der Deutsche Bundestag 1949 bis 1989 in den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. Gutachten an den Deutschen Bundestag gemäß § 37 (3) des Stasi-Unterlagen-Gesetzes, Berlin 2013, S. 265ff. ({{Webarchiv |url=http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/45329705_kw24_gutachten/gutachten.pdf |text=PDF |wayback=20131108051602}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sicher sei das Abschöpfen Wagners durch die Stasi im Zeitraum 1976 bis 1983, wobei sich nicht abschließend feststellen lässt, ob dies seitens Wagners wissentlich oder unwissentlich geschehen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]]-Offizier Horst Kopp legte in seinen 2016 erschienenen Memoiren dar, dass er den Auftrag ausgeführt habe, Wagner zu bestechen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Kopp |Titel=Der Desinformant. Erinnerungen eines DDR-Geheimdienstlers |Verlag=Verlag Das Neue Berlin |Ort=Berlin |Datum=2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; die [[Hauptverwaltung A]] (HVA) sei über dessen permanente Geldnot unterrichtet gewesen. Den Kontakt habe der Journalist Georg Fleissman bereits 1969 hergestellt. Fleissman arbeitete als [[Inoffizieller Mitarbeiter|IM]] „Dürer“ seit 1966 für die HVA.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Münkel, &amp;#039;&amp;#039;Kundschafter als Stimmenkäufer. Horst Kopp und das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt im April 1972.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 16. Mai 2017, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wagner war auch Mitglied des Bundestagskontaktausschusses zu den Bahr-Kohl-Gesprächen von 1970 bis 1973 in Vorbereitung des [[Grundlagenvertrag]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1968: [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 1969: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1973: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVK|GrVK|43/1973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1973: [[Ehrendoktor]] der [[Sungkyunkwan-Universität]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leo Wagner in Korea stürmisch gefeiert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Günzburger Zeitung&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 69, 23. März 1973, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
In dem Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Die Geheimnisse des schönen Leo]]&amp;#039;&amp;#039; zeichnete der Enkel Leo Wagners und Absolvent der [[HFF München]] [[Benedikt Schwarzer]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Till Hofmann |url=https://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Regisseur-Benedikt-Schwarzer-Der-Enkel-des-schoenen-Leo-id53212971.html |titel=Regisseur Benedikt Schwarzer: Der Enkel des „schönen Leo“ |werk=[[Augsburger Allgemeine]] |datum=2019-01-16 |abruf=2019-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 die Lebensgeschichte Leo Wagners nach; der Film wurde beim [[DOK.fest]] München uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dokfest-muenchen.de/films/view/13913 Die Geheimnisse des schönen Leo] auf dem [[DOK.fest]] München&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vierhaus]], [[Ludolf Herbst]] (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;N–Z. Anhang.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 914.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|107479842}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|9524940f58354451bf24d0b87ae0a1c1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=107479842|LCCN=no/2003/12791|VIAF=42358309}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wagner, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Günzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2006]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wagner, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. März 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Günzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 2006&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Günzburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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