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	<title>Leo Müffelmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T16:09:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leo_M%C3%BCffelmann&amp;diff=1257076&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen vor Beleg entfernt, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-07-15T19:45:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leo Müffelmann zur Treue i.O. Osnabrück.png|mini|Leo Müffelmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Müffelmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Leopold Heinrich Wilhelm Müffelmann&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Mai]] [[1881]] in [[Rostock]]; † [[29. August]] [[1934]] in [[Berlin]]) war Jurist und Hauptgeschäftsführer des Verbandes der leitenden Angestellten in Berlin (Vela), [[Dienstgrade des Deutschen Heeres (Deutsches Kaiserreich)|Hauptmann der Reserve]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und Vorkämpfer der humanitären [[Freimaurerei]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Müffelmann, Sohn des Philologen, Journalisten und Freimaurers [[Ludwig Müffelmann]] (1853–1927) und dessen Frau Lina, geb. Stypmann (* 1858), verlebte Kindheit und Jugend in Rostock. Er besuchte die [[Große Stadtschule Rostock]], bestand dort Ostern 1899 das Abitur, studierte anschließend Rechtswissenschaften in Berlin, München und Rostock&amp;lt;ref&amp;gt;Immatrikulation am 20. Oktober 1900 (Matrikeleintrag: http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200007214)&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde am 15. Februar 1902 mit einer Untersuchung &amp;#039;&amp;#039;„Das Problem der Willensfreiheit in der neuesten deutschen Philosophie“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor   = Leo Müffelmann&lt;br /&gt;
 |Titel   = Das Problem der Willensfreiheit in der neuesten deutschen Philosophie&lt;br /&gt;
 |Ort     = Rostock&lt;br /&gt;
 |Verlag  = F. W. Willgeroth&lt;br /&gt;
 |Datum   = 1902&lt;br /&gt;
 |Seiten  = VIII, 121 S.&lt;br /&gt;
 |Online  = https://n2t.net/ark:/27364/d1G0RJQ&lt;br /&gt;
 |Format  = PDF&lt;br /&gt;
 |Abruf   = 2025-07-15&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
von der [[Universität Rostock]] zum Dr. phil. (sic!) promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits sein Vater war engagierter Freimaurer und wurde zum [[Großloge|Großmeister]] der Provinzial-[[Große Loge von Hamburg|Großloge von Hamburg]] gewählt. Er nahm seinen Sohn persönlich 1913 in der [[Freimaurerloge|Loge]] &amp;#039;&amp;#039;Humanitas&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg in den Freimaurerbund auf. Sein Bruder Ronald Müffelmann war ebenfalls Freimaurer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ersten Weltkrieg nahm Müffelmann als Hauptmann teil. Nach Ende des Kaiserreichs ging Müffelmann einer kaufmännischen Tätigkeit nach und wurde Ende der 1920er Jahre Hauptgeschäftsführer des [[Die Führungskräfte|Verbandes der leitenden Angestellten (Vela)]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der Symbolischen Großloge ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich die reguläre deutsche Freimaurerei einem kompromisslosen [[Nationalismus]] verschrieben. Ihre Öffentlichkeitsarbeit war darauf ausgerichtet, das Verhältnis zur stärker werdenden völkischen Rechten zu verbessern und die deutsche Freimaurerei als weltanschauliche Einheit zu positionieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Neuberger: Winkelmaß und Hakenkreuz. Die Freimaurer und das Dritte Reich. Herbig (Mai 2001). ISBN 978-3-7766-2222-5. S. 18 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der streng nationalistische Kurs stieß auf Widerstände innerhalb der Bruderschaft und führte zu einer weiteren Aufspaltung der deutschen Freimaurerei. Die liberale und internationale Strömung, der Müffelmann angehörte, führte zur Gründung des &amp;#039;&amp;#039;Bluntschli-Ausschuss der deutschen Liga für [[Völkerbund]]&amp;#039;&amp;#039;, der der [[Großloge zur Sonne]] nahestand. Diesem Ausschuss gehörten [[Ludwig Müffelmann|Ludwig]] und Leo Müffelmann sowie [[Hjalmar Schacht]] an. Die internationalen Ideale dieser Gruppe wurden von den Leitungen der Großlogen abgelehnt und bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 nahm Müffelmann am internationalen Freimaurerkongress in Belgrad teil und tauschte dort mit dem [[Grand Orient de France|GOdF]]-Großmeister [[Arthur Groussier|Groussier]] den Bruderkuss aus, was als Provokation der national gesinnten Freimaurer und Beleidigung der völkischen Kräfte in Deutschland ausgelegt wurde. Daraufhin schlossen ihn die deutschen Großlogen aus der deutschen Freimaurerei aus. Müffelmann schloss sich daraufhin der Loge &amp;#039;&amp;#039;Labor&amp;#039;&amp;#039; der international ausgerichteten Großloge von Wien an und erreichte dort 1929 den 33. Grad (AASR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 gründeten 600 Freimaurer, die in den existierenden nationalen Großlogen keine Heimat mehr sahen, im Bestreben nach Regularität die &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Großloge von Deutschland, Sitz Hamburg e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Sie erfüllte alle die von der Großloge von England für eine internationale Anerkennung gestellten Bedingungen und wurde in der Folgezeit von ausländischen Großlogen akzeptiert. Erster Großmeister wurde Leo Müffelmann. Bereits 1932 bestand die Großloge aus 1200 Mitgliedern in 26 Logen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung nahm der Druck auf alle deutschen Freimaurer zu. Sie wurden als unarische Volksverhetzer, Vaterlandsverräter und Kapitalisten verfemt. Etwa 1932 rief der Großmeister der &amp;#039;&amp;#039;Freimaurerbundes „Zur aufgehenden Sonne“&amp;#039;&amp;#039;, Max Seber, zum geistigen Widerstand gegen das NS-Regime auf. Während sich mehrere deutsche Großlogen 1933 den Nazis anbiederten, lehnte man dies beim &amp;#039;&amp;#039;Freimaurerbund „Zur aufgehenden Sonne“&amp;#039;&amp;#039; und bei der &amp;#039;&amp;#039;Symbolischen Großloge&amp;#039;&amp;#039; strikt ab. Noch im selben Jahr wurden diese durch ihre Großmeister Seber und Müffelmann (am 15. April 1933) aufgelöst. Ebenfalls lösten sich im gleichen Jahr die so genannten „humanitären“ Großlogen von Bayreuth, Darmstadt, Frankfurt a. M. und Hamburg auf. Die übrigen fünf deutschen Großlogen hingegen wandelten sich 1933 in national-christliche Orden ohne freimaurerische Bezüge um. Damit wollten sie durch Anpassung einer Zwangsauflösung entgehen. 1935 mussten sie trotzdem geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. September 1933 wurde Müffelmann von der [[Gestapo]] verhaftet und nach einem Verhör ins [[KZ Sonnenburg]] verbracht. In seinem Tagebuch schrieb er dazu &amp;#039;&amp;#039;3 Monate Schutzhaft, September bis November 1933 wegen Zugehörigkeit zur Freimaurerei.&amp;#039;&amp;#039; Am 26. November 1933 wurde er infolge von Schlägen und den Haftbedingungen schwer krank und mit bleibenden Schäden aus dem Konzentrationslager entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exilgründung in Palästina, Tod nach KZ-Haft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Leo Müffelmann im KZ Sonnenburg Herbst 1933.png|mini|Freimaurer Leo Müffelmann li. und Freimaurer [[Carl von Ossietzky]] dritter von re. (stehend) im [[KZ Sonnenburg]] Herbst 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf - Grab Müffelman.jpg|mini| Grab von Leo Müffelmann auf dem [[Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müffelmann reiste nach seiner Entlassung aus dem KZ nach [[Jerusalem]] und begründete dort am 15. November 1933 die &amp;#039;&amp;#039;Symbolische Großloge von Deutschland im Exil&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Jerusalem/[[Mandatsgebiet Palästina|Palästina]], deren Gründung bereits am 5. Juli 1933 beschlossen wurde. Diese war damit die einzige deutsche freimaurerische Großloge, die nach dem endgültigen Verbot der Freimaurerei durch die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Diktatur]] ab 1935 weiterexistieren konnte; die national-christlichen Orden mussten sich 1935 ebenfalls auflösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müffelmann kehrte trotz seines sich weiter verschlechternden Gesundheitszustandes 1934 nach Deutschland zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. August 1934 erlag Müffelmann unmittelbar nach seiner Rückkehr den Folgen der durch eine erneute KZ-Haft erlittenen gesundheitlichen Schäden. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem [[Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von ihm aus Deutschland nach Jerusalem gerettete Licht der &amp;#039;&amp;#039;Symbolischen Großloge&amp;#039;&amp;#039; und das der &amp;#039;&amp;#039;Großen Loge von Hamburg&amp;#039;&amp;#039; (deren Licht in Logen in Palästina und Chile weiterexistierte) wurde schließlich am 19. Juni 1949 feierlich in die neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland|Vereinigte Großloge von Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; eingebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken an Leo Müffelmann ==&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Leo Müffelmanns gründete sich in [[Tel Aviv-Jaffa|Tel Aviv]] die [[Freimaurerloge]] &amp;#039;&amp;#039;Müffelmann zur Treue Nr. 29&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ostsee-Zeitung, Ausgabe Rostock, 14. September 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie besteht bis heute (inzwischen unter der Großloge des Staates Israel) und arbeitet in deutscher Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://freimaurer-wiki.de/index.php/M%C3%BCffelmann_zur_Treue_(Tel-Aviv) |titel=Müffelmann zur Treue (Tel-Aviv) – Freimaurer-Wiki |abruf=2023-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Leo Müffelmann wurden in [[Münster]] am 1. April 1987 das Atelier des [[AASR]] &amp;#039;&amp;#039;Müffelmann zur Pflicht und Treue&amp;#039;&amp;#039; und am 31. August 1996 die Freimaurerloge &amp;#039;&amp;#039;Leo Müffelmann zur Treue&amp;#039;&amp;#039; i. Or. Osnabrück ([[Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland|AFAM]]) gegründet. Außerdem besteht eine Logenpartnerschaft mit der Kölner [[Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland|AFAM]]-Loge Zum Ewigen Dom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karsten Oelckers: Großmeister Leo Müffelmann (1881–1934): Richtungskämpfe innerhalb der deutschen Freimaurerei in den Jahren 1923–1934. Eine quellenkundliche Arbeit. [[Salier Verlag]], Leipzig, 2014, ISBN 978-3-943539-30-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|23784057X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.freimaurerloge-lmzt.de/index.php/leo-mueffelmann Biographie Leo Müffelmanns]&lt;br /&gt;
* [http://www.freimaurerloge-lmzt.de Freimaurerloge Leo Müffelmann zur Treue i. Or. Osnabrück] Meller Straße 185 A, 49084 Osnabrück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1037284038|LCCN=no/2015/117925|VIAF=304935766}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muffelmann, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Freimaurerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sonnenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Müffelmann, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Müffelmann, Leopold Heinrich Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Freimaurer und Pazifist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. August 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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