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	<title>Leo Gans - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:56:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leo_Gans&amp;diff=432226&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DynaMoToR: /* Lebenslauf */</title>
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		<updated>2025-11-18T08:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lebenslauf&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leo Gans ca1910.jpg|mini|Leo Gans, ca. 1910]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leo Gans&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1843]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[14. September]] [[1935]] ebenda; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Leo Ludwig Gans-Landau&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Chemiker]] und [[Unternehmer]]. Für seine Verdienste als [[Mäzen]] und Förderer von Wissenschaft und Kultur wurde er zum [[Ehrensenator]] der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt|Universität Frankfurt]] ernannt und 1928 mit der [[Ehrenbürger]]würde seiner Vaterstadt ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtübernahme]] des [[NS-Regime]]s 1933 wurde der 90-jährige Gans wegen seiner jüdischen Abstammung gezwungen, alle Ämter und Ehrenämter niederzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Leo Gans entstammte einer der seit 1350 erwähnten [[Gans (Familie)|Familie Gans]], einer der ältesten deutschen jüdischen Familien mit festem Familiennamen. Sein Vater [[Ludwig Aaron Gans]], Sohn des Philipp Ahron Gans und der Fanny Gans geb. Hanau, entstammte der über 150 Jahre in Celle ansässigen jüdischen Händlerfamilie, übersiedelte nach Frankfurt und heiratete Rosette geb. Goldschmidt (1805–1868). Leo war eines von sechs gemeinsamen Kindern. Seine Brüder waren Adolf Gans und [[Friedrich Ludwig von Gans]], seine Schwestern Henriette Heidelbach, Pauline Weinberg und Marianne Löwengard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SchlossWallenburg.jpg|mini|1917 kaufte Leo Gans in Miesbach in Bayern Gut und Schloss Wallenburg]]&lt;br /&gt;
Am 15. März 1876 heiratete er Luise geb. Sander (1854–1927), mit der er drei Kinder hatte. Ihre einzige Tochter Hedwig (1877–1947) heiratete [[Kartz von Kameke-Streckenthin|Kartz von Kameke]] (1877–1942) und zog zunächst auf dessen Güter in Pommern. Ihr erster Sohn Robert wurde 1879 geboren und starb im gleichen Jahr. Ihr zweiter Sohn Richard (1880–1943) studierte erst Chemie und wurde dann [[Jurist]]. Eine unternehmerische Nachfolge gab es in diesem Familienzweig nicht. Seinen Wohnsitz hatte Gans immer in Frankfurt, im Haus Barckhaustraße 14. Dieses Haus ließ er sich von seinem Neffen, dem Architekten [[Alfred Löwengard]], erbauen. 1917 kaufte Leo das in [[Miesbach]] in Oberbayern gelegene Gut mit dem [[Schloss Wallenburg]], das sich heute noch im Besitz der Nachkommen befindet. Leo Gans [[Konversion (Judentum)|konvertierte]] um die Jahrhundertwende zum [[Protestantismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hörte [[Studium der Chemie|Chemie]] bei [[Rudolf Christian Boettger]], seit 1835 Lehrer am [[Physikalischer Verein|Physikalischen Verein]], und studierte am [[Polytechnikum Karlsruhe]], an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und an der [[Universität Marburg]]. Zu seinen akademischen Lehrern gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Emil Erlenmeyer]], [[Robert Bunsen]] und [[Hermann von Helmholtz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Zeit in [[Paris]], wo er den Begründer der [[Teerfarbe]]nchemie [[August Wilhelm von Hofmann]] kennenlernte, gründete er 1868 mit August Leonhardt ein Farbstofflabor in Frankfurt am Main. 1870 baute er in [[Frankfurt-Fechenheim|Fechenheim]], damals ein kleines Dorf am [[Main]] zwischen Frankfurt und [[Hanau]], eine neue Fabrik zur Produktion von [[Fuchsin]] und anderen Farbstoffen. Das neue Unternehmen [[Firma|firmierte]] zunächst als &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Anilinfarbenfabrik von Gans und Leonhardt&amp;#039;&amp;#039;, später als &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Anilinfarbenfabrik Gans&amp;amp;nbsp;&amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1879 baute er es, später mit Unterstützung seiner Neffen [[Arthur von Weinberg|Arthur]] und [[Carl von Weinberg|Carl Weinberg]], durch intensive Forschung zu einem führenden Unternehmen für Textilfarben aus. Um 1900 war das 1894 in [[Cassella Farbwerke Mainkur|Leopold Cassella &amp;amp; Co.]] umbenannte Unternehmen zum weltgrößten Hersteller von synthetischen [[Farbstoffe]]n geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 beteiligten sich die [[Hoechst|Farbwerke Hoechst vorm. Meister Lucius &amp;amp; Brüning]]  an dem Unternehmen Cassella, das 1925 in der &amp;#039;&amp;#039;[[I.G. Farben]]industrie AG&amp;#039;&amp;#039; aufging. Von 1926 bis 1935 war Gans Mitglied im [[Aufsichtsrat]] der I.G. Farben.&amp;lt;ref&amp;gt;Geschäftsberichte der I.G. Farben, [https://pm20.zbw.eu/mirador/?manifestId=https://pm20.zbw.eu/iiif/folder/co/011650/manifest.json hier] online verfügbar. Leo Gans erscheint letztmals im Bericht zum Geschäftsjahr 1934 in der Liste der Aufsichtsratsmitglieder, die sich auf den Zeitpunkt der Berichterstattung (1935) bezieht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit brachte ihm ein beträchtliches Vermögen ein, das er als Mäzen für zahlreiche wissenschaftliche und soziale Zwecke in seiner [[Vaterstadt]] einsetzte. U. a. war Gans Vorsitzender des [[Städelsches Kunstinstitut|Städelschen Museumsvereins]], des [[Physikalischer Verein|Physikalischen Vereins]] und des [[Frankfurter Verein für Luftfahrt von 1908|Frankfurter Vereins für Luftfahrt]], der die erste [[Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung Frankfurt 1909]] organisierte. 1913 erhielt der [[Asteroid]] Nr.&amp;amp;nbsp;728 den Namen [[(728) Leonisis|Leonisis]], nach Leo Gans und der ägyptischen Göttin [[Isis]], dem Symbol des Physikalischen Vereins.&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Breite1 = 100&lt;br /&gt;
| Bild1 = Der Hafenarbeiter DSC 5349.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Bronzeplastik 1890 von Constantin Meunier, Der Hafenarbeiter, Stifter Leo Gans&lt;br /&gt;
| Breite2 = 113&lt;br /&gt;
| Bild2 = FFM Guenthersburgpark Saemann-Statue.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Bronzeplastik 1890 von Constantin Meunier, Der Saemann, Stifter Leo Gans&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Kunst im öffentlichen Raum in Frankfurt am Main|Kunst im öffentlichen Raum]] befinden sich in Frankfurt zwei von Leo Gans gestiftete Figuren des belgischen Bildhauers [[Constantin Meunier]]. Es sind die Figur &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sämann (Constantin Meunier)|Der Sämann]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1890, die 1906 von der Stadt Frankfurt am Main angekauft wurde und seit 1915 im [[Günthersburgpark]] steht, sowie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Hafenarbeiter]]&amp;#039;&amp;#039;, ebenfalls aus dem Jahre 1890, an der Frankfurter [[Friedensbrücke (Frankfurt am Main)|Friedensbrücke]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gans war einer von über 80 Stiftern der Universität Frankfurt. Dieser Stifter spendeten über 14 Millionen Goldmark. Leo Gans spendete 1912 eine Million [[Mark (1871)|Goldmark]] und 1920 75.000 Goldmark.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.frankfurt1933-1945.de/beitraege/bildung-und-kultur/beitrag/die-frankfurter-universitaetsstiftung-in-und-nach-der-ns-zeit-negation-juedischer-stiftertradition/suchwort/Leo%20Gans?cHash=349e857d1d7969f583dfd03c4b771991 &amp;#039;&amp;#039;Die Frankfurter Universitätsstiftung in und nach der NS-Zeit: Negation jüdischer Stiftertradition&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Universität Frankfurt verlieh ihm 1923 die [[Ehrendoktor]]würde. Er führte den [[Nichtakademischer Titel|Ehrentitel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Geheimrat|Geheimer]] [[Kommerzienrat]]&amp;#039;&amp;#039; und den akademischen Grad [[Dr. phil.]] Zu seinen Ehrendoktorwürden zählten &amp;#039;&amp;#039;Dr. med. h. c.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Dr. rer. nat. h. c.&amp;#039;&amp;#039; 1928 wurde er als erster gebürtiger Frankfurter [[Liste der Ehrenbürger von Frankfurt am Main|Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main]]. 1932 unterstützte er mit einer großzügigen Spende an das [[Freies Deutsches Hochstift|Freie Deutsche Hochstift]] die Erhaltung des [[Goethe-Haus]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Leo Gans.jpg|mini|Grab von Leo Gans und seiner Frau]]&lt;br /&gt;
Er starb am 14. September 1935 in Frankfurt. Sein Grab befindet sich auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Hauptfriedhof]]. In [[Fechenheim]] erinnert die Leo-Gans-Straße an ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;frankfurt.de: [https://geoportal.frankfurt.de/karte/?layerIDs=55037,55035,55033,118&amp;amp;visibility=true,true,true,true&amp;amp;transparency=0,0,0,0&amp;amp;center=482960,5552530&amp;amp;zoomlevel=12&amp;amp;marker=482960,5552530 Karte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|64|64|Leo Gans|Franz Lerner|133726622}}&lt;br /&gt;
* [[Sabine Hock]]: {{Frankfurter Personenlexikon|2354|Gans, Leo}} (Stand des Artikels: 22. Juni 1988), auch in: {{BibISBN|3782904443|Seiten=239f.}}&lt;br /&gt;
* Angela von Gans, Monika Groening: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Gans 1350-1963.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Regionalkultur, Heidelberg, 2006, ISBN 978-3-89735-486-9&lt;br /&gt;
* Monika Groening: &amp;#039;&amp;#039;Leo Gans und Arthur von Weinberg. Mäzenatentum und jüdische Emanzipation&amp;#039;&amp;#039; (Biographiereihe der Goethe-Universität: Gründer, Gönner und Gelehrte), Societätsverlag Frankfurt  am Main 2012, ISBN 978-3-942921-86-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=133726622|titel=Gans, Leo Ludwig|datum=2020-01-15}}&lt;br /&gt;
* Kay Bandermann: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/leo-gans-100.html &amp;#039;&amp;#039;04.08.1843 - Geburtstag des Unternehmers Leo Gans&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 4. August 2018. (Podcast)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten des Physikalischen Vereins}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133726622|LCCN=no2013002616|VIAF=59835141}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gans, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (I.G. Farben)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hoechst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Frankfurt am Main ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Fechenheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Goethe-Universität Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied des Physikalischen Vereins]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Gans|Leo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1843]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gans, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gans-Landau, Leo Ludwig (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chemiker und Unternehmer, Ehrenbürger der Stadt Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1843&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. September 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DynaMoToR</name></author>
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