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	<title>Leo Bönhoff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-13T00:17:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Leo_B%C3%B6nhoff&amp;diff=1465355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fluklix123 am 6. Januar 2026 um 16:39 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-06T16:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Andreas Gustav Leo Bönhoff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Oktober]] [[1872]] in [[Trotha (Halle)|Trotha]]; † [[10. September]] [[1943]] in [[Dresden]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischer]] [[Theologie|Theologe]], der sich auch als [[Heimatforscher]] und [[Kirchengeschichte|kirchengeschichtlicher]] [[Schriftsteller]] betätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Bönhoff wurde 1872 in Trotha als Sohn des Kaufmanns Wilhelm Bönhoff und dessen Ehefrau Louise geborene Machetanz geboren, besuchte jedoch von 1881 bis 1890 das [[Wettiner Gymnasium]] in [[Dresden]], wohin er mit seinen Eltern verzogen war. Er studierte in [[Tübingen]] und [[Leipzig]] Theologie, Sprachen und [[Philosophie]] und schloss seine Studien am 2.&amp;amp;nbsp;Juli 1894 nach der Annahme seiner [[Dissertation]] zur Thematik &amp;#039;&amp;#039;[[Adhelm von Malmesbury]] – Ein Beitrag zur angelsächsischen Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; als Doktor der Philosophie an der [[Universität Leipzig]] ab. Er erhielt 1896 den Grad eines [[Lizentiat]]en der Theologie. 1898 wurde er als [[Vikar]] in der Dresdner Petrigemeinde eingestellt. Bereits ein Jahr später wurde er Vikar und schließlich 1900 Pfarrer in [[Pleißa]] bei [[Chemnitz]]. 1903 wurde er als [[Diakon]] nach [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]] berufen, 1912 wurde er dort Archidiakon. 1925 wurde er als Pfarrer an die [[Matthäuskirche (Dresden)|Matthäuskirche]] nach Dresden versetzt, wo er bis zu seiner [[Emeritierung]] 1937 wirkte. Seinen Lebensabend verbrachte Bönhoff im [[Radebeul]]er Stadtteil [[Oberlößnitz]], in der [[Villa Carl Hugo Haußhälter|Hauptstraße 53]].&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch Radebeul, 1939, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben [[Walter Fröbe]] und [[Siegfried Sieber]] gilt Bönhoff als einer der Meister der [[Erzgebirge|erzgebirgischen]] Heimatforschung des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Fröbe urteilte über ihn: „Er war einer der ersten, der mit dem Ernst des neuzeitlichen Forschers, mit der Exaktheit wissenschaftlicher Untersuchung an die Heimatgeschichte heranging, lange bevor sie in den Instituten und Seminaren der Hochschulen einer solch eingehenden Beachtung gewürdigt wurde. Und Bönhoff war der erste, der sich an das kritische Studium unserer älteren lateinischen Urkunden und Quellen heranwagte und zu neuen Erkenntnissen kam.“ Er beschäftigte sich insbesondere mit der mittelalterlichen Gebietsgeschichte des Erzgebirges, was sich in seinen Aufsätzen zur Geschichte der erzgebirgischen Herrensitze, über den Umfang der Herrschaft [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]] oder den [[Muldensprengel]] widerspiegelt. Besondere Bedeutung erlangte Bönhoff durch seine Arbeit an den Handschriften des Chronisten [[Christian Lehmann (Pfarrer, 1611)|Christian Lehmann]], dessen &amp;#039;&amp;#039;Kriegschronik&amp;#039;&amp;#039; er 1911 erstmals auszugsweise in Druck brachte. In Summe verfasste Bönhoff über 250&amp;amp;nbsp;Einzeltitel in diversen Zeitschriften, unter anderem in der &amp;#039;&amp;#039;Glückauf-Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039; des [[Erzgebirgsverein]]s, im &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Archiv für sächsische Geschichte|Neuen Archiv für sächsische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Beiträge für sächsische Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neues Sächsisches Kirchenblatt&amp;#039;&amp;#039; sowie anderen regionalen Zeitungen. 1913 wurde er zum Ehrenmitglied des Vereins für Geschichte von Annaberg und Umgegend ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Bönhoff war seit 1901 mit Clara Pauline Fischer aus Chemnitz verheiratet. Er wurde auf dem Friedhof der [[Matthäuskirche (Dresden)|Dresdner Matthäuskirche]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibliothek und der schriftliche Nachlass Bönhoffs gingen beim Einmarsch der Sowjetarmee nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]s verloren, als die Wohnung seiner Witwe Clara beschlagnahmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gebietsherren Limbachs – vom Ende des 12. bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Muldensprengel. Ein Beitrag zur kirchlichen Geographie des Erzgebirges.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NASG.&amp;#039;&amp;#039; 24, 1903, S. 43–66.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der ursprüngliche Umfang der Grafschaft Hartenstein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NASG.&amp;#039;&amp;#039; 27, 1906, S. 209–278.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen des sächsischen Erzgebirges.&amp;#039;&amp;#039; 1908–1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgische Kriegschronik nach dem Originale der „Deutschen Kriegschronik“: Das sächsische Erzgebirge im Kriegesleid.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für Geschichte von Annaberg.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;4, 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Archidiakonat, Erzpriesterstuhl und Pfarrei Bautzen.&amp;#039;&amp;#039; 1913.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Einführung der Reformation in den Parochien der sächsischen Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur sächsischen Kirchengeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 27, 1914, S.&amp;amp;nbsp;132–178.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Annaberger Pflege zu Beginn des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschriftenaufsatz 1938, Wiederherausgabe 2008.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Gau Nisan in politischer und kirchlicher Beziehung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;NASG.&amp;#039;&amp;#039; 36, 1915, S. 177–211.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Pöhlberg bis zu ihrem definitiven Anfall an das Haus Wettin. Ein Beitrag zur Regionalgeschichte des Erzgebirges.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für Geschichte von Annaberg und Umgegend.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2, Heft&amp;amp;nbsp;10, ohne Jahresangabe, S.&amp;amp;nbsp;297–320 (verfügbar im Stadtarchiv Annaberg-Buchholz).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die von Blankenau. Eine genealogische Skizze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins Chemnitzer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; XV, 1912, S.&amp;amp;nbsp;48–56, sowie Anmerkung Nr.&amp;amp;nbsp;5 von Rübsamen auf S.&amp;amp;nbsp;365.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der erzgebirgische Uradel und seine Stammsitze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glückauf.&amp;#039;&amp;#039; 1934, ab S. 57.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Schlettau im Mittelalter (Eine erzgebirgische Geschichtsskizze).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Obererzgebirgische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 1907, Beilage 165, 167, 169.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schlettau – Streiflichter auf seine mittelalterliche Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glückauf.&amp;#039;&amp;#039; LXI, 1941, S.&amp;amp;nbsp;69–73.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bucher Klosterfehde im Erzgebirge.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Glückauf.&amp;#039;&amp;#039; 38, S. 71–75.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die mittelalterlichen Landkirchenkreise von Chemnitz und von Stollberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins Chemnitzer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; XIV, 1908, S.&amp;amp;nbsp;25–51.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinz Bauer |Titel=… von Leo Bönhoff |Sammelwerk=[[Erzgebirgische Heimatblätter]] |Band=14 |Nummer=4 |Datum=1992 |Seiten=12–13|ISSN=0232-6078}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Heinz Bauer |Titel=Zwischen Altar und Archiv – Leo Bönhoff zum 140. Geburtstag. |Sammelwerk=[[Sächsische Heimatblätter]] |Band=55 |Nummer=4 |Datum=2012 |Seiten=361-363 |ISSN=0486-8234}}&lt;br /&gt;
* Christian Bönhoff: &amp;#039;&amp;#039;Heimatliebe prägte sein Schaffen – Vor 65 Jahren starb Leo Bönhoff, Altmeister der erzgebirgischen Heimatforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Freie Presse]].&amp;#039;&amp;#039; Lokalausgabe Schwarzenberg, 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 2008.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Michael Wetzel (Historiker)|Michael Wetzel]] |Titel=Leo Bönhoff (1872–1943) –Theologe und Historiker. Eine Würdigung zum 150. Geburtstag |Sammelwerk=[[Erzgebirgische Heimatblätter]] |Band=44 |Nummer=6 |Datum=2022 |Seiten=22–24 |ISSN=0232-6078}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leo Bönhoff (1872–1943). Sächsischer Landes- und Kirchenhistoriker, Theologe und Gemeindepfarrer zwischen Kaiserzeit und Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Markus Cottin, Stefan Michel, Alexander Wieckowski (Hrsg.): Herbergen der Christenheit. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2025 (Jahrbuch für deutsche Kirchengeschichte; 46/47, 2022/23), ISBN 978-3-374-07559-1, S. 161–324.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133528758}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=133528758}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|Dirk Martin Mütze|133528758|Leo Bönhoff}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133528758|VIAF=77506120}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bonhoff, Leo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Annaberg-Buchholz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Heimatkunde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bönhoff, Leo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bönhoff, Friedrich Andreas Gustav Leo (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pfarrer, Heimatforscher und Kirchenhistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Oktober 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Trotha (Halle)|Trotha]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. September 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fluklix123</name></author>
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