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	<title>Lenk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-28T09:02:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;...&lt;a href=&quot;/index.php?title=Lengg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Lengg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Lengg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Schweizer Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lenk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Bedeutungen sind unter [[Lenk (Familienname)]] aufgeführt.}}&lt;br /&gt;
{{All Coordinates|pos=right}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Lenk&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Lenk 2010.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = CHE Lenk COA.svg&lt;br /&gt;
| BILD = Picswiss BE-96-02 Winterliches Lenk.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Lenk im Simmental&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-BE&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen|Obersimmental-Saanen]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen&lt;br /&gt;
| BFS = 0792&lt;br /&gt;
| PLZ = 3775&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 46.4570&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 7.4434&lt;br /&gt;
| HÖHE = 1068&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 123.1&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!-- wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEBSITE = https://www.lenkgemeinde.ch/&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lenk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lenk im Simmental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), im örtlichen [[Berner Oberländisch|berneroberländischen Dialekt]] &amp;#039;&amp;#039;an der [[Lengg]]&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|[ɑn dər lɛŋk]}},&amp;lt;ref name=&amp;quot;lsg&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen]].&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S.&amp;amp;nbsp;523.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Bern]]. Sie gehört zum [[Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Lenk ist die höchstgelegene Gemeinde im [[Simmental]]. Das Gemeindegebiet umfasst mehrere Berge, der höchste ist der [[Wildstrubel]]. Etwas unterhalb des Wildstrubels, bei den [[Siebenbrünnen]], entspringt die [[Simme]], welche dem Simmental seinen Namen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lenk liegt 57 km südlich von [[Bern]] und 42 km östlich von [[Montreux]] (Luftlinie).&lt;br /&gt;
Der tiefste Punkt des Gemeindegebiets befindet sich beim Brändli auf ca. {{Höhe|1016|CH|link=1}}, höchster Punkt ist der Wildstrubel mit {{Höhe|3244|CH}}&amp;lt;ref&amp;gt;https://map.geo.admin.ch/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 2023|Nationalratswahlen 2023]] betrugen die Wähleranteile in Lenk (in Klammern die Veränderung im Vergleich zu den [[Schweizer Parlamentswahlen 2019|Wahlen 2019]] in Prozentpunkten): [[Schweizerische Volkspartei|SVP]] 51,79 % (−1,84), [[Eidgenössisch-Demokratische Union|EDU]] 9,70 % (+3,11), [[FDP.Die Liberalen|FDP]] 8,84 % (+0,15), [[Grünliberale Partei|glp]] 7,52 % (+0,96), [[Die Mitte|Mitte]] 6,65 % (−1,30), [[Sozialdemokratische Partei der Schweiz|SP]] 5,65 % (+0,89), [[Grüne Schweiz|Grüne]] 4,60 % (−0,28), [[Evangelische Volkspartei|EVP]] 3,46 % (+0,46), [[Schweizer Demokraten|SD]] 0,28 % (+0,10).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |url=https://opendata.swiss/de/dataset/eidg-wahlen-2023 |titel=Eidgenössische Wahlen 2023, NR – Ergebnisse Parteien (csv) |werk=opendata.swiss |abruf=2024-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Lenk hat 2&amp;#039;314 Einwohner. 88 % (2&amp;#039;039 Personen) der Bevölkerung sind [[Schweizer]] und 12 % (269 Personen) sind [[Ausländer]].&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung gehört mit 84 % mehrheitlich einer [[Landeskirche]] an: 73 % (1&amp;#039;686 Personen) sind [[Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn|evangelisch-reformiert]], 11 % (251 Personen) sind [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]]. (Alle Zahlen: Stand 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2020.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lenkgemeinde.ch/gemeindeinzahlen |titel=Bevölkerung: Statistik per 31.12.2020 |hrsg=Gemeinde Lenk |datum=2021 |abruf=2021-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben sind in der Bevölkerung weitere [[Freikirche|protestantische Bekenntnisse]], [[Orthodoxe Kirchen|christlich-orthodoxe Christen]] sowie [[Islam|Muslime]] vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfsstatic/dam/assets/61018/master |titel=Lenk im Simmental: Wohnbevölkerung nach Hauptsprache, Religion, Nationalität und weiteren Merkmalen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2013 |format=Excel |abruf=2021-03-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Lenk lebt vor allem vom Tourismus, namentlich vom Wintersport. Daneben bestehen verschiedene Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe. So sind sechs Säge-/Zimmerbetriebe, sechs LKW-Transportunternehmen, vier Schreinereien, fünf Autobetriebe und zwölf Hoch- und Tiefbauunternehmen an der Lenk ansässig. Um Planung und Verkauf der errichteten Objekte kümmern sich acht Architektur- und Immobilienbüros (Stand Dezember 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB - Lenk im Simmental, Pfarrhaus und Kirche - Collection Gugelmann - GS-GUGE-WEIBEL-D-78b.tif|mini|Pfarrhaus und Kirche Lenk, Aquatinta von Jakob Samuel Weibel (um 1825)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB Photoglob-Wehrli EAD-WEHR-13010-B.tif|mini|Strasse in Lenk 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Lenk, Wildstrubel-LBS H1-020084.tif|mini|Luftbild von Lenk mit Wildstrubel (1957)]]&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Lenk geht bis in die [[Jungsteinzeit]] zurück, als Menschen die {{Höhe|2660|CH}} gelegene Tierberghöhle als Rastplatz nutzten. Es handelt sich dabei um den wahrscheinlich höchsten alpinen Rastplatz der Urzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lenk-simmental.ch/de/Simmental/Geschichte |text=Archivierte Kopie |wayback=20130721063159 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung der Lenk als «an der Leng» fällt ins Jahr 1370. 1505 schlossen sich die fünf [[Bäuert]]en Aegerten, Gutenbrunnen, Brand, Oberried und Pöschenried zur [[Kirchgemeinde]] Lenk zusammen. Vorher gehörte die Lenk zur Kirchgemeinde [[St. Stephan BE|St. Stephan]] und davor zur Kirchgemeinde [[Zweisimmen]], der Mutterkirchgemeinde des Obersimmentals. Bis zur völligen Unabhängigkeit der Lenk verging noch ein Jahrzehnt, in dem Differenzen mit den Kirchgemeinden St. Stephan und Zweisimmen sowie dem [[Kloster Interlaken]] beigelegt werden mussten. Die im Jahre 1528 in Bern durchgesetzte [[Reformation]] stiess im Obersimmental auf heftigen Widerstand. Auf Druck der katholischen Handelspartner aus dem Wallis schrieben die Lenker 1529 an Bern, dass sie den alten Glauben beibehalten wollten. Erst vier Jahre später wurde die Lenk unter dem Pfarrer Wilhelm Dachs 1533 reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1663 wütete an der Lenk ein ganzes Jahr lang die [[Pest]]. Die Seuche, welche seit 1358 im Berner Oberland grassierte, trat an der Lenk letztmals erst 1752 auf, als sie im Pfarrhaus drei Kinderleben forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth L. Aebi: Lenk, Naturschönheit im Simmental. Aarau 1994. S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den [[Rawilpass]] ({{Höhe|2425|CH}}) unterhielten die Lenker seit dem frühen Mittelalter Handelsbeziehungen mit dem [[Kanton Wallis|Wallis]]. Mehrere Wiesen nördlich der Passhöhe wurden lange Zeit von den Wallisern unterhalten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Wallisdole auf der [[Iffigenalp]]. Die Legende der sogenannten Wyberschlacht auf der Langermatte weist aber auch auf Konflikte zwischen Lenkern und Wallisern hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen anhaltenden Überschwemmungen des Oberrieds durch die Simme wurde deren Bachbett im 18. Jahrhundert künstlich verändert. Die markantesten Zeugen dieser [[Gewässerkorrektur]] sind die [[Simmenfälle]], wo die Wassermassen in einem in den Fels gesprengten Bachbett ins Tal stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Sommer: 500 Jahre Lenk. Wimmis 2005. S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 18. Jahrhundert florierte im Simmental der Export des [[Simmentaler Fleckvieh]]s. Züchtung und Verkauf der begehrten Rasse brachten dem gesamten Tal Arbeit und Wohlstand, wie an den reich verzierten Simmentaler Häusern aus jener Zeit zu sehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth L. Aebi: Lenk, Naturschönheit im Simmental. Aarau 1994. S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage wanderten vorwiegend im 19. Jahrhundert zahlreiche arme Lenker Familien nach Amerika aus. Der Gemeinderat unterstützte sie mit 20 bis 40 Franken pro Kind.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Sommer: 500 Jahre Lenk. Wimmis 2005. S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1878 wurde die bis anhin verschonte Lenk von einem verheerenden Dorfbrand heimgesucht. 25 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer, unter ihnen auch die alte Kirche. Obwohl das halbe Dorf abbrannte, gab es keine Verletzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Juli 1930 wurde die Lenk Opfer einer Unwetterkatastrophe. Nach einem heftigen Gewitter verwüsteten [[Murgang|Murgänge]] aus den Seitenbächen das halbe Dorf und verstopften das Flussbett der Simme, so dass das gesamte Dorfzentrum einen Monat unter Wasser gesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth L. Aebi: Lenk, Naturschönheit im Simmental. Aarau 1994. S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur mit Hilfe von aussen, unter anderem durch die [[Schweizer Armee]], konnten Dorf und Zufahrtswege wieder instand gesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Sommer: 500 Jahre Lenk. Wimmis 2005. S. 152–159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Favergesee auf dem [[Plaine-Morte-Gletscher]] im 20. und 21. Jahrhundert mehrere Male ausgebrochen ist und zu Überschwemmungen in der Lenk führte, wurde 2019 ein Ablaufkanal in den Gletscher gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.thunertagblatt.ch/region/oberland/der-gletschersee-soll-baulich-gezaehmt-werden/story/17764394 |titel=Der Gletschersee soll baulich gezähmt werden |werk=[[Thuner Tagblatt|thunertagblatt.ch]] |datum=2019-04-10 |abruf=2019-05-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gletschersee-lenk.ch/ |titel=Webseite der Gemeinde Lenk zum Gletschersee |abruf=2021-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Dorfnamens ===&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Dorfnamens kann nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Die gängigste Theorie besagt, dass der Ortsname vom Flurnamen &amp;#039;&amp;#039;Lengi Egge&amp;#039;&amp;#039; («langer Bergrücken») herrührt, einer markanten, sich vom Oberlaubhorn bis in den Talgrund hinziehenden Gratlinie. Diese Theorie würde auch erklären, weshalb man bis heute «an der Lenk» statt «in der Lenk» sagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lsg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pilgerheiligtum an Flueseeli ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flueseeli (15413468290).jpg|mini|Blick vom Flueseeli auf das [[Ammertenhorn]], in dessen Nähe das Pilgerheiligtum gefunden wurde]]&lt;br /&gt;
Im Sommer 2020 entdeckte ein Trailrunner auf einer Höhe von 2590 m oberhalb des [[Flueseeli]]s nahe am Gipfel des [[Ammertenhorn]]s eine Handvoll alter Münzen. Bei den Grabungen, die von 2021 bis 2023 dauerten, entdeckte ein Team des Archäologischen Dienstes des Kanton Berns rund 140 [[Römisches Reich|römische Münzen]], das Fragment eines [[Votivblech]]s aus [[Bronze]] und eine [[Kelten|spätkeltische]] [[Fibel (Schließe)|Fibel]]. Die Fibel wurde auf ungefähr 100 v.&amp;amp;nbsp;Chr. datiert und ist der einzige Hinweis darauf, dass der Ort bereits vor der römischen Zeit besucht wurde. Die Münzen stammen aus einem Zeitraum von 22 n.&amp;amp;nbsp;Chr. bis zum 4. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Christus. Es wird vermutet, dass einige der spät datierten Münzen noch im 5. Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. deponiert wurden. Die Münzen werden von den Archäologen als Weihegaben interpretiert, die während rund 400 Jahren an dem Ort niedergelegt wurden. Das Votivblech wie auch die über 50 kleinen Bergkristalle, die bei der Grabung gefunden wurden, deuten auf einen religiösen Zusammenhang hin. Das Hochplateau am [[Wildstrubel]] wird deshalb als ein Pilgerheiligtum interpretiert, das während der römischen Zeit das Ziel anspruchsvoller Pilgerfahrten gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Regula Gubler, Fanny Puthod, Adriano Boschetti: &amp;#039;&amp;#039;Ein Pilgerheiligtum in den Hochalpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antike Welt.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für Archäologie und Kulturgeschichte. Sonderheft 2024. ISBN 978-3-451-90054-9, S.&amp;amp;nbsp;113–117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Den oberen Teil des Lenker Wappens zieren die [[Siebenbrünnen]], also die Quelle der [[Simme]], auf grünem Grund. Der untere Teil zeigt [[Rocken|Kunkel]] und Schwert auf rotem Grund und soll an die Wyberschlacht auf der Langermatte zu Zeiten der [[Villmergerkriege]] erinnern. Die Legende der Wyberschlacht besagt, dass die Lenker Frauen, in Abwesenheit der in den Krieg gezogenen Männer, Walliser Viehdiebe nur mit Werkzeug bewaffnet in die Flucht schlugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans A. Michel (Hrsg.): Die Lenk in alter Zeit, Die Lenk im Jahre 1799. Bern 1978. S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lenk Simmental.jpg|mini|Blick auf die Bergkette beim Dorfeingang]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in der Lenk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lenk hat – bei knapp über 2000 Einwohnern – ungefähr 11&amp;amp;nbsp;000 Übernachtungsplätze, davon 950 Hotelbetten. 30 Restaurants bieten Mahlzeiten und Getränke an, nicht eingerechnet die Jausenstationen im Ski- oder Bergwandergebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Tourismus an der Lenk begann 1689 mit der Eröffnung des Mineralbades Lenk. Das Bad wird bis heute von einer acht Grad kalten Schwefelquelle aus der Holiebi westlich des Dorfes gespeist. Das mit [[Schwefelwasserstoff]] angereicherte Wasser wurde als Universalheilmittel vermarktet, und Menschen mit unterschiedlichsten Leiden kamen auf der Suche nach Linderung aus ganz Europa an die Lenk. Mit den aufkommenden Arzneimitteln Anfang des 20. Jahrhunderts schwand das Interesse am Mineralbad Lenk, und der [[Wintersport]] übernahm die Rolle als Tourismusmotor. Die erste Transportbahn war das Funi (Kurzform von Funiculaire), eine [[Schlitten-Standseilbahn]], welche Wintersportler von der Lenk auf den Stoss beförderte, also ungefähr dorthin, wo sich heute die Mittelstation der Gondelbahn Lenk-Betelberg befindet. Es folgten weitere Bahnen auf beiden Talseiten. Heute besteht neben dem «Hausberg» [[Betelberg]] ein Liftverbund mit der Region [[Adelboden]]. Höchster Punkt ist der Schlepplift &amp;#039;&amp;#039;Dossen&amp;#039;&amp;#039; mit {{Höhe|2362|CH}} im Bereich [[Engstligenalp]] auf Adelbodener Seite. Insgesamt erschliessen 70 Liftanlagen 210 Pistenkilometer. Damit ist das Skigebiet Adelboden-Lenk eines der grössten im Berner Oberland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alte Tradition des Kur- und Badeortes Lenk wurde im Luxushotel [[Lenkerhof]] in neuer Atmosphäre wiederbelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Simmentaler Hausweg#Obersimmentaler Hausweg|Obersimmentaler Hausweg]] führt von [[Boltigen]] über [[Zweisimmen]] {{Coordinate|text=ICON0|NS=46.553384|EW= 7.375265|type=landmark|region=CH-BE|name= Zweisimmen (Bahnhof)}} und [[St. Stephan BE|St. Stephan]] {{Coordinate|text=ICON0|NS=46.505395|EW= 7.400648|type=landmark|region=CH-BE|name= St. Stephan (Bahnhof)}} nach Lenk {{Coordinate|text=ICON0|NS=46.458138|EW= 7.444052|type=landmark|region=CH-BE|name= Lenk (Bahnhof)}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Seit 1988 finden jährlich im Juli die &amp;#039;&amp;#039;Jazz Tage Lenk&amp;#039;&amp;#039; statt. Neben den Konzerten auf dem Kronenplatz gibt es Workshops für junge Musiker. Bands aus verschiedensten Ländern spielen vorwiegend traditionellen [[New Orleans Jazz]], aber auch [[Gospel]], [[Blues]] und Kinderkonzerte sind vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer Vielzahl von Jugend- und Militärskilagern, die teilweise mehrfach im Jahr durchgeführt werden, findet jeweils im Februar ein internationales Schlittenhunderennen in der Lenk statt. Anlässe für Familien wie Kinderkonzerte mit Maus [[Jimmy Flitz]] prägen den touristisch aktiven Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Herbst 2011 ist die &amp;#039;&amp;#039;Strubeli-Dampfbahn&amp;#039;&amp;#039; beim [[Lenkersee]] in Betrieb. Sie ist in den neuen Spielplatz integriert und wird in den Sommermonaten betrieben. Die 10 Zoll (254 mm) Bahn ist zur Hauptattraktion des Spielplatzes geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Publikumsmagnet ist seit vielen Jahren das Aelplerfest, welches jeweils Mitte Oktober stattfindet. Dabei werden Kühe von ihren Besitzern geschmückt und in sogenannten «Zügleten» durch das Dorf getrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lenk Betelberg.jpg|mini|Blick auf die Lenk aus der Betelberg-Bahn]]&lt;br /&gt;
Schon in prähistorischer Zeit wurde das 2756 Meter hohe [[Schnidejoch]] als Verkehrsweg genutzt. Nördlich der Passhöhe fanden Archäologen eine beeindruckende Fülle an Werkzeugen und Kleidung, von denen die ältesten mit einem Alter von über 6000 Jahren etwa 1500 Jahre älter sind als [[Ötzi]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Hafner: Zwischen Gipfeln und Seen – Archäologie im Alpenraum. In: UniPress 156/2013. S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Lenk.jpg|mini|MOB-Bahnhof Lenk]]&lt;br /&gt;
Die Überreste eines römischen Gebäudes, die 1983 am Westufer des [[Iffigsee]]s unter der Wasseroberfläche gefunden wurden, lassen darauf schliessen, dass der gleiche Passübergang auch zu römischen Zeiten rege genutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz E. Herzig: Eine Römerstrasse am Kaltwasserpass? Probleme der Alpenstrassen zur Römerzeit. In: Stiftung Kulturförderung Lenk (Hrsg.): Lenk, Zehn Jahre Sommer-Universität Lenk. Wimmis 1997. S. 19–23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen Mittelalter verlor das Schnidejoch seine Bedeutung zugunsten des tiefer gelegenen [[Rawilpass]]es, welcher durch die Errichtung eines [[Saumpfad]]es begehbar gemacht wurde.&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde ein neuer Pfad in die Felswand über der Iffigenalp gesprengt, wodurch der Weg von der Lenk ins Wallis noch einmal verkürzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans A. Michel (Hrsg.): Die Lenk in alter Zeit, Die Lenk im Jahre 1799. Bern 1978. S. 78–80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Einläutung des Bahnzeitalters gab es mehrmals Ambitionen, eine Bahn durch das Simmental ins Wallis zu bauen. Beim ersten Projekt handelte es sich um eine [[Normalspurbahn]], welche mittels zweier Tunnel durch das [[Stockhorn]]- und das [[Wildstrubelmassiv]] den Anschluss Berns an den [[Simplontunnel]] und somit nach [[Italien]] hätte sicherstellen sollen. Das Dampfbahn-Projekt unterlag jedoch der elektrischen [[Lötschberg-Bergstrecke|Lötschberg]]-Variante.&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Amacher Hoppler: Entstehung der Lötschbergbahn 1902–1913. In: Kilian T. Elsasser und Stephan Appenzeller: Pionierbahn am Lötschberg, Die Geschichte der Lötschbergbahn. Zürich 2013. S. 58–61.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1912, als die [[Montreux-Berner-Oberland-Bahn|MOB]]-Strecke Zweisimmen–Lenk eingeweiht wurde, plante man den Bau einer Rawil-Bahn ins Wallis, die jedoch nie realisiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans A. Michel (Hrsg.): Die Lenk in alter Zeit, Die Lenk im Jahre 1799. Bern 1978. S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch eine Strasse über den Rawilpass, beziehungsweise darunter hindurch, war immer wieder ein Thema gewesen. Die erste Idee war eine [[Passstrasse]] nach Crans-Montana mit einem lediglich 1,6&amp;amp;nbsp;km langen [[Tunnel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Sommer: 500 Jahre Lenk. Wimmis 2005. S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen des [[Nationalstrasse]]nnetzes war Ende der 50er-Jahre ein ambitionierteres Projekt in Form einer Weiterziehung der [[Autobahn 6 (Schweiz)|A6]] durch das Simmental bis an die [[Autobahn 9 (Schweiz)|A9]] im Wallis mit einem ca. 4&amp;amp;nbsp;km langen Rawiltunnel vorgesehen. Da diese Strasse wegen ihres hochgelegenen Scheitelpunktes nur im Sommer befahrbar gewesen wäre und so ein schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufgewiesen hätte, verwarf man diese Idee aber bald wieder, und plante stattdessen den Bau eines 9,8&amp;amp;nbsp;km langen, wintersicheren Tunnels. Das umstrittene Autobahn-Projekt wurde jedoch wegen heftigen Widerstands der Simmentaler Bevölkerung und ungünstigen geologischen Voraussetzungen am Rawil trotz heftiger Proteste aus dem Wallis verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Joana Hählen]] (1992–), Skirennfahrerin&lt;br /&gt;
* [[Martin Loosli]] (1956–), Maler und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Walter Pfund]] (1895–1993), Jurist und Lyriker&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Tritten]] (1923–2015), Maler, Zeichner und Kunstpädagoge&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Eine kurze Sequenz von &amp;#039;&amp;#039;[[Theo gegen den Rest der Welt]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Marius Müller-Westernhagen]] wurde an der Lenk aufgenommen. Auch der erfolgreiche Schweizer Fernseh- und Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;Dinu&amp;#039;&amp;#039; von Regisseur [[Simon Aeby]] mit Hauptdarsteller [[Jonathan Loosli]] wurde grösstenteils an der Lenk gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lenk Iffigfall.jpg|[[Iffigfälle|Wasserfall]] des [[Iffigbach]]s unterhalb der [[Iffigenalp]]&lt;br /&gt;
Picswiss BE-96-05 Kronenplatz in Lenk.jpg|Kronenplatz an der Lenk mit Hotelchalets und touristischer Dekoration&lt;br /&gt;
Lenk Poeschenried.jpg|Chalet im Pöschenried, das sich entlang dem Grat zum Oberlaubhorn hinzieht&lt;br /&gt;
Siebenbrunnen.jpg|Karstquelle [[Siebenbrünnen]]&lt;br /&gt;
Walter Pfund, Irrfahrt.jpg|[[Walter Pfund]], &amp;#039;&amp;#039;Irrfahrt&amp;#039;&amp;#039;, Gedichte. Wien, Prag, Leipzig: Ed. Strache 1922&amp;lt;ref&amp;gt; Aus Anlass von Pfunds 125. Geburtstag wurden 2020 sieben Gedichte aus den Irrfahrten (&amp;#039;&amp;#039;Canzonetta, La Ville&amp;#039;&amp;#039; / Französische Fassung des Gedichts &amp;#039;&amp;#039;Die Stadt am See&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinz P. Adamek]]/, &amp;#039;&amp;#039;Rosennacht, Gebet, Tauwetter, Mondenstund, Helle Dinge&amp;#039;&amp;#039;) von [[Akos Banlaky]] in Musik gesetzt. (Banlaky - &amp;#039;&amp;#039;Sieben Lieder nach Walter Pfund op. 70&amp;#039;&amp;#039;, Universal Edition, UES103481-602)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* H. Allemann-Wampfler: &amp;#039;&amp;#039;Einiges über die Kirche in Lenk (Simmental).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, Heft 1, 1917, S. 72–76 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=bbg-001%3A1917%3A13#80 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{HLS|474|&amp;#039;&amp;#039;Lenk&amp;#039;&amp;#039;|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* Albert Sommer: &amp;#039;&amp;#039;500 Jahre Lenk.&amp;#039;&amp;#039; Wimmis 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lenk}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lenkgemeinde.ch/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4340653-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4340653-1|LCCN=n/82/151183|VIAF=161307244}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lenk Im Simmental}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lenk| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wintersportgebiet in der Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
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