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	<title>Leninbund - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-03T18:25:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leninbund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Lenin-Bund&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Leninbund (Linke Kommunisten)&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[kommunistische Partei]] in [[Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Leninbund konstituierte sich Anfang April 1928, seine (zunächst ca. 6000) Mitglieder waren im Wesentlichen ehemalige [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD-Mitglieder]], die nach der Verdrängung des „[[Ultralinke|ultralinken]]“ und linken Flügels durch die Führung unter [[Ernst Thälmann]] aus verantwortlichen Positionen aus der Partei ausgeschlossen wurden oder austraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Vorgeschichte der „Ultralinken“ vgl. [[Ralf Hoffrogge]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.akweb.de/ak_s/ak596/35.htm Für Lenin, gegen Stalin. Linksradikale in der Weimarer Republik: Werner Scholem und die „Ultralinken“ der KPD].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Analyse &amp;amp; Kritik.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 596, vom 19. August 2014, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darunter befanden sich mehrere Reichstags- und Landtagsabgeordnete (die im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] und im [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Linke Kommunisten]]&amp;#039;&amp;#039; agierten) und andere prominente Parteimitglieder wie [[Ruth Fischer]], [[Arkadi Maslow]], [[Werner Scholem]], [[Paul Schlecht]], [[Hugo Urbahns]] und [[Guido Heym]]. Die Gründungsmitglieder solidarisierten sich mit den Positionen der [[Vereinigte Opposition|Vereinigten Opposition]] um [[Leo Trotzki|Trotzki]] und [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Sinowjew]] in der Sowjetunion und kritisierten verschiedene Aspekte der [[Kommunistische Internationale|Komintern]]- und [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]]-Politik (zum Beispiel die „[[Sozialismus in einem Land|Sozialismus-in-einem-Land]]-Linie“ [[Josef Stalin|Stalins]] und das Bündnis mit der [[Kuomintang]] in China) als Rechtsabweichung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der [[Reichstagswahl 1928]] kam es zur ersten größeren Abspaltung, als bis auf Hugo Urbahns (der den Leninbund bis zu dessen Ende führte) alle prominenten Politiker (u.&amp;amp;nbsp;a. infolge der Kapitulation Sinowjews und [[Lew Borissowitsch Kamenew|Kamenews]] oder aus Kritik an der als verfrüht angesehenen Wahlteilnahme) die Organisation verließen,&amp;lt;ref&amp;gt;Insbesondere Werner Scholem kritisierte die Wahlteilnahme, vgl. [[Ralf Hoffrogge]]: &amp;#039;&amp;#039;Werner Scholem. Eine politische Biographie (1895–1940).&amp;#039;&amp;#039; UVK-Verlags-Gesellschaft, Konstanz u. a. 2014, ISBN 978-3-86764-505-8; S. 335–339, (Zugleich: Potsdam, Universität, Dissertation, 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt; das Wahlergebnis von 0,26 % bzw. 80.230 Stimmen war dementsprechend enttäuschend. Der langsame, aber stetige Zerfallsprozess war nun, zumal die KPD ab 1928 im Rahmen der ultralinken Dritte-Periode-Politik den Leninbund verbal links überholte, nicht mehr zu stoppen. So traten einzelne Mitglieder wie [[Fritz Schimanski]] auch wieder der KPD bei, andere wie Guido Heym schlossen sich der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an, so dass der Leninbund auf zunächst ca. 1000 Mitglieder zusammenschrumpfte. Bedeutsam blieb der Leninbund lediglich auf kommunaler Ebene, wo er z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Dortmund]], [[Neu-Isenburg]], [[Brunsbüttel]]koog und einigen brandenburgischen Städten wie [[Bernau bei Berlin|Bernau]] und [[Rathenow]] auch in Kommunalparlamenten vertreten war. Im Rheinland und in Berlin trat ein Teil der Anhänger von [[Karl Korsch]] nach der formellen Auflösung ihrer eigenen Strukturen der Organisation bei; 1930 spaltete sich hingegen der genuin [[Trotzkismus|trotzkistische]] Flügel um [[Anton Grylewicz]] nach Kontroversen über die Frage der Reformierbarkeit von KPD und Komintern und über den Charakter der sowjetischen Außenpolitik ab und konstituierte sich als [[Linke Opposition der KPD]], was aber dem Bezug des Leninbundes auf theoretische Positionen Trotzkis keinen Abbruch tat. Früh die Gefahr für die Arbeiterbewegung durch die anwachsende [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] erkennend, war der Leninbund ab 1930 an diversen Versuchen beteiligt, eine [[Einheitsfront]] der [[Arbeiterpartei]]en [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] und KPD gegen den [[Faschismus]] aufzubauen, was zumeist aber nur zu einer intensivierten Kooperation mit anderen linken Kleinorganisationen wie der [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]] und der [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (1931)|SAPD]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Presse des Leninbundes (die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Volkswille&amp;#039;&amp;#039;, welche 1928 anfänglich täglich, 1928 bis 1930 dreimal wöchentlich, 1930 bis 1932 wöchentlich und bis zum endgültigen Verbot vierzehntäglich erschien, und das theoretische Organ &amp;#039;&amp;#039;Fahne des Kommunismus&amp;#039;&amp;#039;, vierzehntäglich) 1932 schon mehrmals verboten worden war, musste die Organisation 1933 nach dem [[Reichstagsbrand]] in den Untergrund gehen. Anders als anderen linken Kleinorganisationen gelang es dem Leninbund jedoch nicht, eine funktionierende Auslandsleitung (eine Exilgruppe um Hugo Urbahns bestand in Stockholm) oder zentralisierte illegale Strukturen aufzubauen. [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandsgruppen]] aus dem Bereich des Leninbundes waren unter anderem in Hamburg, Thüringen oder im Ruhrgebiet aktiv, häufig in Kooperation mit anderen linken Organisationen. Nach Kriegsausbruch 1939 verloren sich deren Spuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste linkskommunistischer Organisationen in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marcel Bois: &amp;#039;&amp;#039;Im Kampf gegen Stalinismus und Faschismus. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik (1924–1933).&amp;#039;&amp;#039; In: Kora Baumbach, Marcel Bois, Kerstin Ebert, Viola Prüschenk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte/Manuskripte-69_2.pdf Strömungen: Politische Bilder, Texte und Bewegungen]&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rosa-Luxemburg-Stiftung: Manuskripte.&amp;#039;&amp;#039; 69 = &amp;#039;&amp;#039;Rosa-Luxemburg-Stiftung: DoktorandInnenseminar.&amp;#039;&amp;#039; 9). Dietz, Berlin 2007, ISBN 978-3-320-02128-3, S. 86–109, (PDF; 12,0&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Marcel Bois: &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition der KPD in der Weimarer Republik. Eine Gesamtdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1282-3 (Zugleich: Berlin, Technische Universität, Dissertation, 2014).&lt;br /&gt;
* Leo Trotzki: &amp;#039;&amp;#039;Die Verteidigung der Sowjetrepublik und die Opposition. Die Ultralinken und der Marxismus. Welchen Weg geht der Leninbund?&amp;#039;&amp;#039; Grylewicz, Berlin 1929, (historische Polemik von Trotzki gegen den Leninbund).&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Leninbund. Linke Kommunisten in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 62). Droste, Düsseldorf 1978, ISBN 3-7700-5096-7 (Zugleich: Darmstadt, Technische Hochschule, Dissertation, 1976).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.marxistische-bibliothek.de/_leninbund.html |text=Texte des &amp;#039;&amp;#039;Leninbundes&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;Marxistischen Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20070429131708}}&lt;br /&gt;
* Marcel Bois: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nd-aktuell.de/artikel/817842.mit-kirchengelaeut-aus-der-taufe-gehoben.html Mit Kirchengeläut aus der Taufe gehoben.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, vom 6. April 2013.&lt;br /&gt;
* [[Pierre Broué]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.marxists.org/history/etol/revhist/backiss/vol2/no3/gerleft.html The German Left and the Russian Opposition (1926–28).]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revolutionary History.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Nr. 3, Herbst 1989, {{ISSN|0953-2382}}, S. 20–28.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Hoffrogge]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://archiv.akweb.de/ak_s/ak596/35.htm Für Lenin, gegen Stalin. Linksradikale in der Weimarer Republik: Werner Scholem und die „Ultralinken“ der KPD].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Analyse &amp;amp; Kritik.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 596, vom 19. August 2014, {{ISSN|0945-1153}}, S. 32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5006745-X|LCCN=n79076763|VIAF=146115700}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leninbund| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunistische Partei|Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wladimir Iljitsch Lenin als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nach einer Person benannte Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leninismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1933]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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