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	<title>Lengnau AG - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lfx&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung Schweizer Kanton|AG|Aargau|Lengnau}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in der Schweiz&lt;br /&gt;
| NAME_ORT = Lengnau&lt;br /&gt;
| BILD = 2003-Lengnau-AG.jpg&lt;br /&gt;
| BESCHREIBUNG = Dorfzentrum von Lengnau&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_KARTE = Karte Gemeinde Lengnau AG 2022.png&lt;br /&gt;
| BILDPFAD_WAPPEN = Wappen Lengnau AG.svg&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = CH-AG&lt;br /&gt;
| BEZIRK = [[Bezirk Zurzach|Zurzach]]&lt;br /&gt;
| IMAGEMAP = Bezirk Zurzach&lt;br /&gt;
| BFS = 4312&lt;br /&gt;
| PLZ = 5426&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 47.52050&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 8.32954&lt;br /&gt;
| HÖHE = 415&lt;br /&gt;
| FLÄCHE = 12.67&lt;br /&gt;
| EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| STAND_EINWOHNER = &amp;lt;!--wird durch eine zentralisierte Vorlage eingebunden--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GEMEINDEAMMANN = Vikor Jetzer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url = https://www.lengnau-ag.ch/behoerden/9105 |titel = Gemeinderat |abruf = 2024-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| WEBSITE = www.lengnau-ag.ch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lengnau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[schweizerdeutsch]]: {{IPA|ˈlæŋːˌnæu}}, [[Surbtaler Jiddisch|surbtalerjiddisch]]: {{IPA|ˈlɪŋlə}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beat Zehnder |Hrsg=Historische Gesellschaft des Kantons Aargau |Titel=Die Gemeindenamen des Kantons Aargau |Sammelwerk=Argovia |Band=Band 100 |Verlag=Verlag Sauerländer |Ort=Aarau |Datum=1991 |ISBN=3-7941-3122-3 |Seiten=245–247}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Material &amp;#039;&amp;#039;[[Sprachatlas der deutschen Schweiz]],&amp;#039;&amp;#039; vgl. sprachatlas.ch.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[Politische Gemeinde|Einwohnergemeinde]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Aargau]]. Sie gehört zum [[Bezirk Zurzach]] und liegt im [[Surbtal]], in Luftlinie rund sieben Kilometer von der [[Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz|Grenze zu Deutschland]] entfernt. Im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert waren Lengnau und das Nachbardorf [[Endingen AG|Endingen]] die einzigen Orte der Schweiz, wo sich [[Juden]] niederlassen durften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt in der Übergangszone zwischen [[Tafeljura]] im Norden und dem [[Mittelland (Schweiz)|Schweizer Mittelland]] im Süden. Das Dorf besteht aus den Ortsteilen Oberlengnau und Unterlengnau, deren Bebauung heute zusammengewachsen ist. Beide Ortsteile liegen an der [[Surb]], die hier in nordwestlicher Richtung fliesst. Das wellige Gelände steigt im Norden zum Wannenbuck ({{Höhe|591|CH|link=1}}) an. Ganz im Norden hat Lengnau einen kleinen Anteil am Tal des Chrüzlibachs, der bei [[Rekingen]] in den [[Hochrhein]] mündet. Im Süden befinden sich das Gländ ({{Höhe|609|CH}}) und der Hüsliberg ({{Höhe|605|CH}}); beide Hügel sind Teil des [[Siggenberg]]s, der die natürliche Grenze zum [[Limmattal]] bildet. Jeweils zwei Kilometer vom Dorfzentrum entfernt liegen die folgenden Weiler: Vogelsang ({{Höhe|495|CH}}) im Norden, Himmelrich ({{Höhe|560|CH}}) im Nordosten, Husen ({{Höhe|475|CH}}) im Süden und Degermoos ({{Höhe|495|CH}}) im Westen.&amp;lt;ref&amp;gt;Landeskarte der Schweiz, Blatt 1070, Swisstopo.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 1267 [[Hektar]]en, davon sind 477 Hektaren bewaldet und 130 Hektaren überbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/raum-umwelt/bodennutzung-bedeckung/gesamtspektrum-regionalen-stufen/gemeinden.assetdetail.6646410.html |titel=Arealstatistik Standard – Gemeinden nach 4 Hauptbereichen |hrsg=[[Bundesamt für Statistik]] |datum=2018-11-26 |abruf=2019-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höchste Punkt liegt auf 609 Metern auf dem Gländ, der tiefste auf 380 Metern an der Surb. Nachbargemeinden sind [[Zurzach]] im Norden, [[Schneisingen]] im Osten, [[Ehrendingen]] im Südosten, [[Freienwil]] im Süden, [[Obersiggenthal]] im Südwesten, [[Endingen AG|Endingen]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Lengnau-Inlandflüge-LBS MH01-002840.tif|mini|Luftbild aus 300&amp;amp;nbsp;m von [[Walter Mittelholzer]] (1922)]]&lt;br /&gt;
Vor rund 2000 Jahren bestand in Lengnau ein [[Römisches Reich|römischer]] [[Gutshof]]. Ungefähr im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert siedelten sich die [[Alamannen]] an. Die erste urkundliche Erwähnung von &amp;#039;&amp;#039;Leginwanc&amp;#039;&amp;#039; erfolgte im Jahr 798, als der Thurgauer Graf Odalricus dem [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster St.&amp;amp;nbsp;Gallen]] einige Grundstücke schenkte. Der Ortsname stammt vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;(ze demo) lengin wanc&amp;#039;&amp;#039; und bedeutet beim langgestreckten Abhang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;name&amp;quot; /&amp;gt; Von Mitte des 11. bis Mitte des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts herrschten die Freiherren von Lengnau, von der Burg dieses [[Ministeriale]]ngeschlechts ist nichts erhalten geblieben. Die [[niedere Gerichtsbarkeit]] wurde von der [[Schloss Beuggen|Deutschritterkommende Beuggen]] ausgeübt, im Weiler Husen von der [[Johanniterkommende Leuggern]]. Weitere bedeutende Grundbesitzer waren die Klöster [[Kloster Einsiedeln|Einsiedeln]], [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|St.&amp;amp;nbsp;Blasien]] und [[Kloster Wettingen|Wettingen]]. Die [[Blutgerichtsbarkeit]] und die Landeshoheit lagen in den Händen der [[Habsburg]]er.&lt;br /&gt;
[[Datei:Synagoge Lengnau.jpg|mini|Radierung der Synagoge in Lengnau, 18. Jahrhundert. In der Sammlung des [[Jüdisches Museum der Schweiz|Jüdischen Museums der Schweiz]]. ]]&lt;br /&gt;
1415 eroberten die [[Alte Eidgenossenschaft|Eidgenossen]] den Aargau. Lengnau gehörte nun zum Amt Ehrendingen der [[Grafschaft Baden]], einer [[Gemeine Herrschaft|Gemeinen Herrschaft]]. Zwischen 1623 und 1633 wurden die Juden aus den Schweizer Städten vertrieben und in Oberlengnau angesiedelt. Zahlreiche Flüchtlinge stammten aus dem [[Heiliges Römisches Reich|Deutschen Reich]], wo der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreissigjährige Krieg]] wütete. Ab 1678 liessen sich die Juden auch im Nachbardorf [[Endingen AG|Endingen]] nieder. Sie unterstanden direkt dem [[Landvogt#Schweiz|Landvogt]] in [[Baden AG|Baden]] und durften weder Landwirtschaft betreiben noch ein Handwerk ausüben. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie vor allem an der international bedeutenden [[Zurzacher Messe]] und am Markt in Baden. Ab 1696 mussten sie sich alle 16 Jahre einen teuren Schutz- und Schirmbrief erkaufen. Ab 1776 war das Wohnrecht sämtlicher Juden in der Schweiz auf Endingen und Lengnau beschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caspar Battegay, Naomi Lubrich |Titel=Jüdische Schweiz: 50 Objekte erzählen Geschichte |Hrsg=Jüdisches Museum der Schweiz |Verlag=Christoph Merian |Ort=Basel |Datum=2018 |ISBN=978-3-85616-847-6 |Seiten=62-65}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1774 bestanden in beiden Orten zusammen 108 jüdische Haushalte mit 553 Personen, 1792 waren es bereits 147 Haushalte.&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Hunziker: &amp;#039;&amp;#039;Doppeltürhäuser und jüdischer Grundbesitz in Endingen und Lengnau: Hintergründe, Beobachtungen und Überlegungen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]. 135. 2023, S. 9–32, hier S. 20&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie sich nachts nur in den beiden Dörfern aufhalten durften, war ihr Aktionsradius stark eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1798 nahmen die [[Erste Französische Republik|Franzosen]] die Schweiz ein und riefen die [[Helvetische Republik]] aus, Lengnau gehörte zunächst zum kurzlebigen [[Kanton Baden]]. Der neue Staat war bald in weiten Kreisen der Bevölkerung verhasst. Dieser Hass entlud sich am 21. September 1802 im so genannten «Zwetschgenkrieg» gegen die Juden, die als Anhänger der neuen liberaleren Ordnung galten. Eine Horde von über 800 Bewohnern aus den Nachbardörfern fiel über Endingen und Lengnau her und bereicherte sich am Hab und Gut der wehrlosen Juden, die christlichen Einwohner hingegen blieben weitgehend unbehelligt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Erika Hebeisen |url=https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=ban-001:1998:73::19#19 |titel=Das Pogrom von 1802 gegen die jüdischen Gemeinden im Surbtal |abruf=2019-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1803 gehört Lengnau zum Kanton Aargau. Die jüdische [[Korporation]] verwaltete sich selbst und führte eine eigene Schule. 1847 wanderte [[Meyer Guggenheim]] und seine Familie über Hamburg in die USA aus und liess sich in Philadelphia nieder. Die [[Guggenheim (US-amerikanische Familie)|Familie Guggenheim]] stieg innerhalb einer Generation zu einer der reichsten Familien in den USA auf. Erst mit der revidierten [[Totalrevision der Schweizer Bundesverfassung 1874|Bundesverfassung von 1874]] erhielten die Schweizer Juden die vollständige Gleichberechtigung. In der Folge zogen fast alle in die grossen Städte (vor allem nach [[Zürich]]), wo sie bessere Verdienstmöglichkeiten vorfanden. Dadurch sank die Bevölkerungszahl des Dorfes markant. Von 1875 bis 1903 gab es im Dorf die damals einzige [[Mazzenbäckerei Lengnau|Mazzenbäckerei]] der Schweiz. Heute leben in Lengnau nur noch wenige jüdische Einwohner, die meisten davon im Israelitischen Altersheim. Ihre einstige Sprache, das [[Surbtaler Jiddisch]], ist im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eröffnung der [[Bahnstrecke Turgi–Koblenz–Waldshut]] im Jahr 1859 und der [[Wehntalbahn|Bahnstrecke Dielsdorf–Niederweningen]] im Jahr 1891 reichten die Gemeinden des Surbtals eine Konzession für den Bau einer Verbindungsstrecke zwischen [[Niederweningen]] und [[Döttingen]] ein. Doch der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] verhinderte den Bau der [[Surbtalbahn]], und das Projekt wurde 1937 endgültig abgeschrieben. Vor allem seit Beginn der 1960er Jahre ist das Dorf stark gewachsen. Dazu beigetragen haben die Ansiedlung zahlreicher kleiner und mittlerer Gewerbebetriebe sowie die Nähe zu den Städten Baden und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2003-Lengnau-AG-Kirche.jpg|mini|hochkant|Kath. Kirche St. Martin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lengnau Synagoge.jpg|mini|hochkant|[[Synagoge (Lengnau)|Synagoge Lengnau]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lengau AG 5644.jpg|mini|hochkant|Zweitüriger Hauseingang]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturgüter in Lengnau AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Synagoge (Lengnau)|Synagoge Lengnau]] entstand zwischen 1845 und 1847 nach Plänen von [[Ferdinand Stadler]] im [[Rundbogenstil]] der [[Neuromanik]]. Direkt gegenüber der Synagoge und wie diese auf einer erhöhten Plattform steht die katholische Kirche St. Martin, die älteste Kirche des gesamten Surbtals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für Lengnau und Endingen typischen Häuser mit zwei nebeneinander liegenden Haustüren (jeweils eine für Juden, eine für Christen) sind die Folge diskriminierender behördlicher Erlasse. Den Juden war untersagt, Grund und Liegenschaften zu besitzen. Gleichwohl gelang es ihnen, bereits vor der 1776 erlassenen eidgenössischen [[Tagsatzung]], die ihnen in beschränktem Maße Hauseigentum ermöglichte, einzelne Häuser zu erwerben. Da sie nicht mit Christen unter einem Dach leben durften, boten zweitürige Häuser die Möglichkeit, das Kohabitationsverbot zu umgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Edith Hunziker: &amp;#039;&amp;#039;Doppeltürhäuser und jüdischer Grundbesitz in Endingen und Lengnau: Hintergründe, Beobachtungen und Überlegungen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Argovia (Buchreihe)|Argovia]]. 135. 2023, S. 9–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen jüdischen Bauwerke des Dorfes sind durch den [[Jüdischer Kulturweg Endingen-Lengnau|Jüdischen Kulturweg Endingen-Lengnau]] miteinander verbunden. Aus dem Vermittlungsprojekt «Doppeltür»&amp;lt;ref&amp;gt;[https://doppeltuer.ch/ &amp;#039;&amp;#039;Doppeltür.&amp;#039;&amp;#039;] Abgerufen am 4. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; entstand der gleichnamige Verein, der im Oktober 2018 mit dem Kauf eines Doppeltür-Hauses in Lengnau die Realisierung eines Besucherzentrums umzusetzen begann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/verein-doppeltuer-neues-zentrum-soll-geschichte-der-aargauer-juden-erzaehlen |titel=Neues Zentrum soll Geschichte der Aargauer Juden erzählen |hrsg=[[Schweizer Radio und Fernsehen]] |datum=2018-10-30 |abruf=2018-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die [[Blasonierung]] des Gemeindewappens lautet: «In Rot auf grünem Boden schreitendes weisses Pferd.» Das Wappen erschien erstmals 1808 auf dem Gemeindesiegel. Angeblich soll es sich um das Wappen von Kaspar Josef Bucher handeln, der damals [[Gemeindepräsident|Gemeindeammann]] war und die Taverne «Zum Rössli» betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Galliker, Marcel Giger |Titel=Gemeindewappen des Kantons Aargau |Verlag=Lehrmittelverlag des Kantons Aargau |Ort=Buchs |Datum=2004 |ISBN=3-906738-07-8 |Seiten=200}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |titel=Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden des Kantons Aargau seit 1850 |werk=Eidg. Volkszählung 2000 |hrsg=Statistik Aargau |datum=2001 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114614/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Bevoelkerungsentwicklung_Kantone_seit1850.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-15 |format=Excel |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1799 || 1850 || 1900 || 1930 || 1950 || 1960 || 1970 || 1980 || 1990 || 2000 || 2010 || 2020&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 950 || 1761 || 1119 || 1197 || 1355 || 1356 || 1592|| 1882 || 2052 || 2287 || 2541 || 2770&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am {{EWD|CH-AG}} lebten {{EWZ CH|CH-AG|4312}} Menschen in Lengnau, der Ausländeranteil betrug {{FormatZahl|{{Metadaten Ausländeranteil CH-AG|4312}} }} %. Bei der Volkszählung 2015 bezeichneten sich 49,2 % als [[Römisch-katholische Kirche in der Schweiz|römisch-katholisch]] und 19,0 % als [[Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweiz|reformiert]]; 31,8 % waren [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]] oder gehörten anderen Glaubensrichtungen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |titel=Wohnbevölkerung nach Religionszugehörigkeit, 2015 |werk=Bevölkerung und Haushalte, Gemeindetabellen 2015 |hrsg=Statistik Aargau |abruf=2019-06-15 |format=Excel |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191020011839/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2010/STATPOP2015_Bevoelkerung_Haushalte.xlsx |archiv-datum=2019-10-20 |offline=ja |archiv-bot=2022-12-02 08:44:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 93,1 % gaben bei der Volkszählung 2000 [[Deutsche Sprache|Deutsch]] als ihre Hauptsprache an, 1,8 % [[Albanische Sprache|Albanisch]], 1,2 % [[Italienische Sprache|Italienisch]] und 0,7 % [[Englische Sprache|Englisch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |titel=Eidg. Volkszählung 2000: Wirtschaftliche Wohnbevölkerung nach Hauptsprache sowie nach Bezirken und Gemeinden |hrsg=Statistik Aargau |archiv-url=https://web.archive.org/web/20181008114554/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/volkszaehlung___strukturerhebung_1/vz_2000/Wohnbevoelkerung_nach_Hauptsprache_und_Gemeinden.xls |archiv-datum=2018-10-08 |abruf=2019-06-15 |format=Excel |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik und Recht ==&lt;br /&gt;
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die [[Gemeindeversammlung]], übt die Legislativgewalt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführende Behörde ist der fünfköpfige [[Gemeinderat (Schweiz)|Gemeinderat]]. Er wird im [[Mehrheitswahl|Majorzverfahren]] vom Volk gewählt, seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Der Gemeinderat führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton zugeteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Rechtsstreitigkeiten ist in erster Instanz das [[Bezirksgericht (Schweiz)|Bezirksgericht]] Zurzach zuständig. Lengnau gehört zum Friedensrichterkreis XVII (Zurzach).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ag.ch/de/ueber-uns/gerichte-kanton-aargau/organisation/schlichtungsbehoerden/friedensrichterinnen-und-friedensrichter/friedensrichterkreise &amp;#039;&amp;#039;Friedensrichterkreise.&amp;#039;&amp;#039;] In: ag.ch. Abgerufen am 4. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
In Lengnau gibt es gemäss der im Jahr 2015 erhobenen Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) rund 950 Arbeitsplätze, davon 11 % in der Landwirtschaft, 36 % in der Industrie und 53 % im Dienstleistungssektor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |titel=Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) |hrsg=Statistik Aargau |datum=2016 |abruf=2019-06-15 |format=Excel; 157&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190508143920/https://www.ag.ch/media/kanton_aargau/dfr/dokumente_3/statistik/statistische_daten_3/statistische_daten_nach_themen/07/arbeitsstaetten__beschaeftigte/STATENT_Gemeinden_Sektor.xlsx |archiv-datum=2019-05-08 |offline=ja |archiv-bot=2022-12-02 08:44:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in den umliegenden Gemeinden und vor allem in der Region [[Baden AG|Baden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Lengnau liegt an der [[Hauptstrasse 17]], die von [[Döttingen]] durch das Surbtal und das [[Wehntal]] nach [[Zürich]] führt. Drei [[Postauto]]linien erschliessen das Dorf: Von [[Tegerfelden]] bzw. [[Endingen AG|Endingen]] zum [[Bahnhof Baden]] sowie von Döttingen nach [[Niederweningen]]. Beim Bahnhof Niederweningen besteht Anschluss an die [[S-Bahn Zürich]]. An Wochenenden verkehrt ein Nachtbus von Baden über das [[Surbtal]] und [[Klingnau]] nach [[Bahnhof Bad Zurzach|Bad Zurzach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2003-Lengnau-AG-Gemeindehaus.jpg|mini|Gemeindehaus (alte Schule)]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über zwei [[Kindergarten|Kindergärten]] und vier Schulhäuser für [[Primarschule]], [[Sekundarschule]] und [[Realschule]]. Die [[Bezirksschule]] kann in [[Endingen AG|Endingen]] besucht werden. Die nächstgelegenen Gymnasien sind die [[Kantonsschule Baden]] und die [[Kantonsschule Wettingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Selig Pinchas Bamberger]] (1872–1936), Rabbiner&lt;br /&gt;
* [[Markus G. Dreyfus]] (1812–1877), Publizist&lt;br /&gt;
* [[Alis Guggenheim]] (1896–1958), Bildhauerin und Malerin&lt;br /&gt;
* [[Meyer Guggenheim]] (1828–1905), Stammvater der [[Guggenheim (US-amerikanische Familie)|amerikanischen Guggenheim-Linie]]&lt;br /&gt;
* [[Karl Kloter]] (1911–2002), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Theodor Kloter]] (1916–1990), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Silvia Trummer]] (* 1940), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Kurt Schmid (Autor)|Kurt Schmid]] (* 1954), Autor, Unternehmer, Wirtschaftsprüfer und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Patrik Müller]] (* 1975), Journalist&lt;br /&gt;
* [[Alina Müller]] (* 1998), Eishockeyspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|1840|Lengnau (AG)|Autor=[[Andreas Steigmeier]]}}&lt;br /&gt;
* [[Alexandra Binnenkade]]: &amp;#039;&amp;#039;KontaktZonen. Jüdisch-christlicher Alltag in Lengnau, &amp;#039;&amp;#039; Köln 2009 (Diss. Basel).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alexandra Binnenkade, Ekaterina Emeliantseva, Svjatoslav Pacholkiv |Titel=Vertraut und fremd zugleich: jüdisch-christliche Nachbarschaften in Warschau – Lengnau – Lemberg |TitelErg=Geleitwort von [[Heiko Haumann]] |Reihe=Jüdische Moderne |BandReihe=8 |Verlag=Böhlau |Ort=Köln, Weimar, Wien |Datum=2009 |ISBN=978-3-412-20177-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Edith Hunziker, Ralph Weingarten |Titel=Die Synagogen von Lengnau und Endingen und der jüdische Friedhof |Sammelwerk=Schweizerische Kunstführer |Band=Band 771/772 |Verlag=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] |Ort=Bern |Datum=2005 |ISBN=3-85782-771-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Anna Rapp |Titel=Jüdisches Kulturgut in und aus Endingen und Lengnau |Verlag=Verlag Regionalkultur |Ort=Ubstadt-Weiher |Datum=2008 |ISBN=978-3-89735-493-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Stein |Titel=Lebendiges und untergegangenes jüdisches Brauchtum, Brauch gestern und heute, Brauch hier und dort, mit besonderer Berücksichtigung der schweizerischen Judendörfer Endingen und Lengnau |Verlag=Verlag Regionalkultur |Ort=Ubstadt-Weiher |Datum=2008 |ISBN=978-3-89735-551-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lengnau}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lengnau-ag.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Lengnau]&lt;br /&gt;
* {{ISOS|0170|Lengnau|Abruf=|Sprache=}}&lt;br /&gt;
* [https://doppeltuer.ch/ Vermittlungsprojekt «Doppeltür»]&lt;br /&gt;
* [https://www.srf.ch/audio/zeitblende/was-die-guggenheim-museen-mit-einem-aargauer-dorf-zu-tun-haben?id=12551480 &amp;#039;&amp;#039;Was die Guggenheim-Museen mit einem Aargauer Dorf zu tun haben&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitblende&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer Radio und Fernsehen]]&amp;#039;&amp;#039; vom 9. März 2024 (Audio)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bezirk Zurzach Aargau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4302723-4|LCCN=nr/94/2337|VIAF=148195642}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Gemeinde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbild von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 798]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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