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	<title>Lenadelta - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lenadelta&amp;diff=2363811&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grullab: /* Geschichte */Tippfehler / Linkfix</title>
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		<updated>2025-06-26T13:38:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt;Tippfehler / Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lena River Delta - Landsat 2000.jpg|miniatur|Infrarot-Satellitenbild des Lenadeltas]]&lt;br /&gt;
[[Datei:На Большой Туматской.tif|miniatur|[[Ren]]tiere an der Protoka Tumatskaja]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lenadelta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das weitverzweigte [[Mündungsdelta]] des [[Sibirien|sibirischen]] Flusses [[Lena (Arktischer Ozean)|Lena]] in der [[Russland|russischen]] Republik [[Sacha]] (Jakutien) und ist mit 32.000&amp;amp;nbsp;km² Fläche&amp;lt;ref name=&amp;quot;PKazaryan&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWHubberten&amp;quot; /&amp;gt; das größte [[Flussdelta]] in der [[Arktis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Lenadelta liegt durchschnittlich etwas mehr als 600&amp;amp;nbsp;km nördlich des nördlichen [[Polarkreis]]es und reicht etwa 150&amp;amp;nbsp;km in die [[Laptewsee]] hinein, ein Randmeer des [[Nordpolarmeer]]s (auch &amp;#039;&amp;#039;Nördliches Eismeer&amp;#039;&amp;#039; genannt). Südlich des Deltas liegen die Nordausläufer des [[Werchojansker Gebirge]]s und südwestlich die [[Czekanowskiberge]]. Zwischen beiden Gebirgen hindurch fließt die von Süden kommende Lena in das Delta ein und fächert sich in etwa 150 Arme auf. Der 134&amp;amp;nbsp;km lange Hauptarm Protoka Trofimowskaja, der 70 % des Lenawassers führt, macht einen scharfen Knick nach Osten. Bedeutende Nebenarme sind die Protoka Bykowskaja (106&amp;amp;nbsp;km) im Südosten, die für den Verkehr zum Hafen [[Tiksi]], dem wichtigsten der Republik [[Sacha]] (Jakutien), von Bedeutung ist, die Protoka Tumatskaja (149&amp;amp;nbsp;km) im Norden und die Protoka Olenjokskaja (208&amp;amp;nbsp;km) im Westen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PKazaryan&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Mündungsdeltas umfließt das Lenawasser zunächst die Insel [[Stolb]], einen [[Härtling]], der durch das Wasser vom [[Charaulachrücken]] abgetrennt wurde. Im weiteren Verlauf wird das Lenadelta von Teilsträngen, Seen und über 1500 Inseln&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWHubberten&amp;quot; /&amp;gt; charakterisiert, die permanent ihre Umrisse ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geomorphologie|Geomorphologisch]] lässt sich das Delta in drei [[Terrasse (Geologie)|Terrassen]] aufteilen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSchwamborn1&amp;quot; /&amp;gt; Die erste umfasst [[Flussaue]]n mit einem Höhenniveau zwischen {{Höhe|1|RU}} und {{Höhe|12|RU}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSchwamborn1&amp;quot; /&amp;gt;, die den Hauptteil des östlichen Deltas zwischen der Protoka Tumatskaja und der Protoka Bykowskaja ausmachen. Dieser Teil des Deltas ist der jüngste und entstand im mittleren [[Holozän]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JSchneider&amp;quot; /&amp;gt; Der westliche Sektor zwischen der Protoka Tumatskaja und der Protoka Olenjokskaja wird von sandigen Inseln gebildet, deren größte die Insel [[Arga (Insel)|Arga]] mit einem Durchmesser von 110&amp;amp;nbsp;km ist. Diese bildet den größten Teil der in der Zeit vom späten [[Pleistozän]] bis frühen Holozän geformten zweiten Terrasse mit einem Höhenniveau von {{Höhe|11|RU}} bis {{Höhe|30|RU}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JSchneider&amp;quot; /&amp;gt; Die dritte Terrasse bilden Inseln (z.&amp;amp;nbsp;B. Chardan, Kurungnach und Sobo)&amp;lt;ref name=&amp;quot;TopoKar86&amp;quot; /&amp;gt; am südlichen Deltarand, wo sandige Sedimente von eisreichen [[Torf]]-Sand-Gemischen&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSchwamborn2&amp;quot; /&amp;gt; bedeckt sind. Hier wird ein Höhenniveau zwischen {{Höhe|30|RU}} und {{Höhe|60|RU}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;JSchneider&amp;quot; /&amp;gt; erreicht; maximal sind die dortigen Inseln Sobo {{Höhe|42|RU}} und Chardan {{Höhe|66|RU}} hoch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TopoKar86&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klima ==&lt;br /&gt;
Das Lenadelta besitzt ein arktisches [[Kontinentalklima]] mit einer über das Jahr gemittelten Temperaturen von −13&amp;amp;nbsp;°C (Januar: −32&amp;amp;nbsp;°C, Juli: 6,5&amp;amp;nbsp;°C). Die Niederschlagsmenge ist mit 190&amp;amp;nbsp;mm pro Jahr gering. Der Boden ist bis in eine Tiefe von 500 bis 600&amp;amp;nbsp;m dauerhaft gefroren ([[Permafrost]]). Der [[Auftauboden]] hat im kurzen Sommer eine Dicke von 30 bis 50&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JSchneider&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das größte indigene Volk im Gebiet des Lenadeltas sind die [[Jakuten]]. Als erste Europäer erreichten die Kosaken [[Ilja Perfiljew]] und [[Iwan Iwanowitsch Rebrow|Iwan Rebrow]] im Jahre 1634 die Lenamündung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals beschrieben und kartographiert wurde das Lenadelta während der [[Zweite Kamtschatkaexpedition|Zweiten Kamtschatkaexpedition]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Große Nordische Expedition&amp;#039;&amp;#039; genannt) unter dem russischen Entdecker und Polarforscher [[Wassili Wassiljewitsch Prontschischtschew|Wassili Prontschischtschew]] (1702–1736) im August 1735.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1881 landeten zwei Boote mit Schiffbrüchigen der US-amerikanischen Polarexpedition mit der &amp;#039;&amp;#039;Jeannette&amp;#039;&amp;#039; im Lenadelta. Der Expeditionsleiter [[George Washington DeLong]] verhungerte mit elf weiteren Männern auf der vergeblichen Suche nach bewohnten Ortschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1882 bis 1884 befand sich auf der Insel [[Sagastyr]] eine arktische Forschungsstation, die Russland im Rahmen des [[Erstes Internationales Polarjahr|Ersten Internationalen Polarjahrs]] eingerichtet hatte. Dort nahmen während der damaligen [[Alexander von Bunge (Forschungsreisender, 1851)#Expedition ins Lenadelta 1882–1884|Expedition ins Lenadelta]] der Expeditionsleiter [[Stabskapitän]] [[Nikolai Jürgens]] (1847–1898), der Arzt [[Alexander von Bunge (Forschungsreisender, 1851)|Alexander von Bunge]] (1851–1930) und der Mathematiker [[Adolph Eigner]] (1854–?) regelmäßige [[Meteorologie|meteorologische]] und [[Erdmagnetismus|erdmagnetische]] Beobachtungen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Forschungsstation Insel Samoilow|Forschungsstation auf der Insel Samoilow]], die im Rahmen einer russisch-deutschen Kooperation auch von Wissenschaftlern des [[Alfred-Wegener-Institut]]s genutzt wird, ist im Jahr 2013 durch einen modernen Neubau ersetzt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWI&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiete ==&lt;br /&gt;
Im Lenadelta befinden sich der [[Ust-Lenski-Sapowednik]] (14.330&amp;amp;nbsp;km²) und der kontinentale Teil von Russlands größtem Naturschutzgebiet, dem Lena-Delta-Reservat (ca.&amp;amp;nbsp;60.000&amp;amp;nbsp;km²). Dort leben zahlreiche seltene Wasservögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lena Delta|Lenadelta}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PKazaryan&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor= Pavel Kazaryan | Titel= Lena River | Herausgeber= Mark Nuttall | Sammelwerk= Encyclopedia of the Arctic | Verlag=Routledge | Band= Band 2 | Ort= New York und London | Datum= 2003 | ISBN= 1-57958-436-5 | Seiten= 1179–1180 | Sprache= en | Online= {{Google Buch | BuchID= Swr9BTI_2FEC | Seite= 1179}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWHubberten&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=H. W. Hubberten, D. Wagner, E. M. Pfeiffer, J. Boike, A. Y. Gukov | Titel=The Russian-German research station Samoylov, Lena Delta – A keysite for polar research in the Siberian Arctic | Sammelwerk=[[Polarforschung (Zeitschrift)|Polarforschung]] | Band=73 | Nummer=2/3 | Datum=2006 | Seiten=111–116 | Sprache=en| DOI=10.2312/polarforschung.73.2-3.111}} {{HDL|10013/epic.24419}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSchwamborn1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Georg Schwamborn, Volker Rachold, Mikhail N. Grigoriev | Titel=Late Quaternary sedimentation history of the Lena Delta | Sammelwerk=[[Quaternary International]] | Band=89 | Datum=2002 | Seiten=119–134| Sprache=en}} {{HDL|10013/epic.15242}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;JSchneider&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Julia Schneider, Guido Grosse, Dirk Wagner | Titel=Land cover classification of tundra environments in the Arctic Lena Delta based on Landsat 7 ETM+ data and its application for upscaling of methane emissions | Sammelwerk=Remote Sensing of Environment | Band=113 | Datum=2009 | Seiten=380–391| Sprache=en | DOI=10.1016/j.rse.2008.10.013}} {{HDL|10013/epic.31719}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;TopoKar86&amp;quot;&amp;gt;[[Topographische Karte]] des [http://maps51.narod.ru/indexs5152.html &amp;#039;&amp;#039;Lenadeltas&amp;#039;&amp;#039;] (1:1.000.000, Bl.&amp;amp;nbsp;S-51,52, Ausg.&amp;amp;nbsp;1986) am Südrand der Laptewsee u.&amp;amp;nbsp;a. mit von Süden heran fließender [[Lena (Arktischer Ozean)|Lena]] (etwa mittig unten) und dem [[Olenjok]] (diagonal links unten), auf maps51.narod.ru (mit [[Höhe über dem Meeresspiegel|Höhen über Meer]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSchwamborn2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Georg Schwamborn, Andrei A. Andreev, Volker Rachold, Hans-Wolfgang Hubberten, Mikhail N. Grigoriev, Volodya Tumskoy, Elena Yu. Pavlova, Marina V. Dorozkhina | Titel=Evolution of Lake Nikolay, Arga Island, Western Lena River Delta, during Late Pleistocene and Holocene Time | Sammelwerk=Polarforschung | Band=70 | Datum=2002 | Seiten=69–82 | Sprache=en | DOI=10.2312/polarforschung.70.69}} {{HDL|10013/epic.29859.d001}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWI&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.awi.de/expedition/stationen/insel-samoylov.html Forschungsstation Insel Samoylov. Eine Basis für russisch-deutsche Permafrost-Forschung in Sibirien]&amp;#039;&amp;#039;, Alfred-Wegener-Institut, 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2015, abgerufen am 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=72.964753|EW=126.185302|type=waterbody|region=RU-SA|dim=20000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4601120-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Lena|0Lenadelta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Asien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flussdelta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laptewsee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[en:Lena_River#Lena_Delta]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grullab</name></author>
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