<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lemle_Moses_Reinganum</id>
	<title>Lemle Moses Reinganum - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Lemle_Moses_Reinganum"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lemle_Moses_Reinganum&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T10:37:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lemle_Moses_Reinganum&amp;diff=1870560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phrontis: +== Einzelnachweise == &lt;references /&gt;</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Lemle_Moses_Reinganum&amp;diff=1870560&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-25T14:24:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+== Einzelnachweise == &amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lemle Moses Reinganum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[1666]] in [[Rheingönheim]]; gestorben am [[25. März]] [[1724]] in [[Mannheim]]) war ein [[Kurpfalz|kurpfälzischer]] [[Hofjude]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Der nach seinem Geburtsort benannte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Leopold Löwenstein]] |Titel=Geschichte der Juden in der Kurpfalz |TitelErg=Nach gedruckten und ungedruckten Quellen dargestellt | Sammelwerk=Beiträge zur Geschichte der Juden in Deutschland |Band=1 |Verlag=J. Kauffmann |Ort=Frankfurt (Main) |Datum=1895 |Seiten=170 |Online={{Google Buch | BuchID=mIo9AQAAMAAJ | Seite=170 }}|Abruf=2024-03-25 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lemle Moses Reinganum war der Sohn von Mendel Moses und Süßche. Seine Ehe mit Fromet Mayer-Hess blieb kinderlos. Auf seinen Einfluss hin wurden aber seine Brüder Abraham Moses und Süßkind Moses sowie seine Neffen Emanuel Mayer und Moses Mayer ebenfalls Hofjuden in der Kurpfalz. Drei der Nichten waren mit Enkeln des brandenburgischen Hofjuden [[Josef Elias Gomperz|Elias Gomperz]] verheiratet. Eine weitere Nichte, Rebecca, heiratete Simon Wolf Oppenheimer, einen Enkel des kaiserlichen Hofjuden [[Samuel Oppenheimer]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Reinganum und sein Vater zogen in den 80er Jahren des 17. Jahrhunderts als Pferdehändler nach Mannheim, wo er 1687 das Schutzrecht erlangte. Bereits zwei Jahre später wurde Mannheim im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] von französischen Truppen völlig zerstört und er floh nach [[Heidelberg]]. Während des Kriegs belieferte er das pfälzische Heer mit Pferden, wodurch er zum Oberkriegsfaktor aufstieg. Er gehörte zu den ersten, die nach Mannheim zurückkehrten und beteiligte sich am Wiederaufbau der Stadt und der [[Jüdische Gemeinde Mannheim|jüdischen Gemeinde]], die ihn zum Vorsteher wählte. In Mannheim besaß er mehrere Häuser und 1711 baute er am Rande der Stadt beim [[Rheintor (Mannheim)|Rheintor]] ein großes Landhaus mit Stallungen, Garten und einer [[Orangerie]]. Auf der nahegelegenen Mühlauinsel ließ er 1712 ein Mustergut für Obst und Viehzucht errichten und belieferte den Hof mit Vieh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Grundlage für Reinganums unternehmerischen und gesellschaftlichen Aufstieg war seine Verbindung zum kaiserlichen Hofjuden [[Samuel Oppenheimer]]. Er war sein Statthalter in der Kurpfalz und pachtete 1699 gemeinsam mit dessen Sohn Isaak Beer für 120.000 [[Gulden]] jährlich das pfälzische [[Staatsmonopol|Salzmonopol]] auf zehn Jahre. Für den pfälzischen Hof wurde er zum wichtigen Kreditgeber. So lieh er 1703 dem Kurfürsten auf Grundlage für von Österreich zugesagten [[Subsidien]] 775.000 Gulden und 1709 406.656 Gulden. Oft sprang er ein, wenn größere Ausgaben kurzfristig den pfälzischen Haushalt sprengten, wie bei der vom [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] geforderten [[Reichstürkenhilfe|Türkensteuer]] oder dem Bau des [[Mannheimer Schloss]]es. Zum Dank für seine Dienste ernannte ihn Kurfürst [[Johann Wilhelm (Pfalz)|Johann Wilhelm]] zum [[Hoffaktor|Hof- und Obermilizfaktor]]. Auch außerhalb der Kurpfalz war Reinganum tätig. Er war Kreditgeber des Kaisers und von Landgraf [[Ernst Ludwig (Hessen-Darmstadt, Landgraf)|Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt]] und hatte Geschäftsbeziehungen nach [[Berlin]], [[Frankfurt am Main|Frankfurt]] und [[Wien]]. Sein Geschäft umfasste den Handel mit Pferden, Vieh und Juwelen, das Kredit- und Wechselgeschäft sowie den Handel mit Immobilien. Neben seinen Häusern in Mannheim besaß er mehrere Häuser in Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend seinen Möglichkeiten setzte sich Reinganum immer wieder für die jüdische Gemeinde ein. 1697 trat er gegenüber dem Stadtrat für ein Konvent der im Pfälzischen Erbfolgekrieg aus Mannheim geflüchteten Juden ein. 1717 warb er gemeinsam mit [[Michael May (Hoffaktor)|Michael May]] bei Kurfürst [[Karl III. Philipp (Pfalz)|Carl Philipp]] für eine Erneuerung der Judenkonzession. Als [[Schtadlan]] war er Fürsprecher der jüdischen Gemeinde und Mittelsmann zur Regierung. Mehrere seiner Häuser stellte er Glaubensgenossen zur Verfügung, denn gemäß der kurfürstlichen Konzession, besaß ein Jude nur dann das Niederlassungsrecht, wenn er den Besitz eines Hauses vorweisen konnte. Am dauerhaftesten aber sollte sich seine Stiftung einer [[Klaus (Schule)|Klaus]] erweisen. Er erwirkte 1706 bei Kurfürst Johann Wilhelm die Genehmigung und errichtete eine Stiftung mit einem Vermögen von 100.000 Gulden. Zwei Jahre später wurde die [[Lemle-Moses-Klaus]] eröffnet, eine [[Talmud]]schule mit [[Synagoge]]. Sie war später Zentrum der [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen Juden]] und wurde 1938 von den Nationalsozialisten geschändet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lemle Moses starb 1724 als reichster Hofjude in Mannheim. In seinem Testament vermachte er der Klaus 66.666 Gulden. Sein Grabstein auf dem alten jüdischen Friedhof war als einer der wenigen aus kostbarem Jurakalkstein. Als die jüdische Gemeinde 1938 gezwungen wurde, den Friedhof zu räumen, gehörte sein Grabstein zu den wenigen, die auf den neuen [[Jüdischer Friedhof Mannheim|Friedhof]] umgesetzt wurden. Die Stadt Mannheim benannte 2010 eine Straße nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|207||Moses Reinganum, Lemle|[[Robert Uri Kaufmann]]|137575688}}&lt;br /&gt;
* Britta Waßmuth: &amp;#039;&amp;#039;Im Spannungsfeld zwischen Hof, Stadt und Judengemeinde: Soziale Beziehungen und Mentalitätswandel der Hofjuden in der kurpfälzischen Residenzstadt Mannheim am Ausgang des Ancie Régime&amp;#039;&amp;#039;. Ludwigshafen am Rhein 2005, ISBN 3-934845-30-4.&lt;br /&gt;
* [[Karl Otto Watzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Juden in Mannheim 1650–1945.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1984, ISBN 3-17-008696-0, S. 128–130: &amp;#039;&amp;#039;Moses, Reinganum, Lemle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Förderkreis historischer Grabstätten in Mannheim (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Friedhöfe in Mannheim. Wegweiser zu den Grabstätten bekannter Mannheimer Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Südwestdeutsche Verlagsanstalt, Mannheim 1992, ISBN 3-87804-213-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.verlag-waldkirch.de/buch268_268_268_331_Die-Welt-der-Mannheimer-Klaus.html Volker Keller: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Mannheimer Klaus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;verlag-waldkirch.de.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137575688|LCCN=|VIAF=81749409}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reinganum, Lemle Moses}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1666]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1724]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reinganum, Lemle Moses&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kurpfälzischer Hofjude&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1666&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rheingönheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1724&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mannheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phrontis</name></author>
	</entry>
</feed>