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	<title>Leitzins - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mathze: /* Allgemeines */ unreputable Quelle (Books on Demand, also Eigenverlag) entfernt.</title>
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		<updated>2026-02-11T19:45:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines: &lt;/span&gt; unreputable Quelle (Books on Demand, also Eigenverlag) entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Wichtige Leitzinsen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leitzins&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Finanzwesen]] der von einer [[Zentralbank]] im Rahmen ihrer [[Geldpolitik]] einseitig festgelegte [[Zinssatz]], zu dem sie mit den ihr angeschlossenen [[Kreditinstitut]]en [[Bankgeschäft|Geschäfte]] abschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Leitzinsen.png|mini|Leitzinsen der USA, der Deutschen Bundesbank und der EZB 1954–2014]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Leitzins ist das zentrale Instrument zur Steuerung der Geldpolitik, weil er als [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] die [[Geldnachfrage]] und die [[Geldangebot|Geldanlage]] der [[Geschäftsbank]]en bei der Zentralbank unmittelbar beeinflusst. Da sich die Leitzinsen unmittelbar auf den [[Interbankenhandel]] auswirken, wird auch der [[Geldmarkt]] von der Leitzinspolitik der Zentralbanken betroffen. Schließlich wirkt sich die Leitzinspolitik auch auf die gesamte [[Volkswirtschaft]] aus, und zwar bei steigenden Leitzinsen kontraktiv, bei sinkenden expansiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] etablierten viele Zentralbanken einen anderen oder neuen Leitzins. In den [[USA]] begann die [[Federal Reserve System|Federal Reserve Bank]] mit dem [[Nominalzins]] der seit Dezember 1913 bestehenden [[Federal Funds Rate]], in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] orientierte sich die [[Bank of England]] am „Mindestkreditzins“ ({{enS|Minimum Lending Rate}}; genannt {{enS|base rate, official rate of interest}}) und der [[Rückkaufvereinbarung|Repo Rate]]. Deren Leitzinssätze entwickelten sich zu nationalen und auch internationalen [[Referenzzinssatz|Referenzzinssätzen]] des [[Bankenmarkt]]s und der [[Wirtschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kreditfinanzierung_Kreditsicherung_nach/7bg0EAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=leitzins+referenzzins&amp;amp;pg=PT43&amp;amp;printsec=frontcover Andreas Göller, &amp;#039;&amp;#039;Kreditfinanzierung &amp;amp; Kreditsicherung nach englischem Recht&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 43]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen [[Diskontsatz|Diskont-]] und [[Lombardsatz]] hatte in [[Deutschland]] bereits die im Januar 1876 gegründete [[Reichsbank]] eingeführt. Diese Politik setzte die im März 1948 gegründete [[Deutsche Bundesbank]] (bzw. deren Vorgängerinstitut [[Bank deutscher Länder]]) fort, wobei der Lombardsatz immer mehr an Bedeutung gewann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politik der Bundesbank zielte im Wesentlichen darauf ab, das [[Kreditangebot]]sverhalten der Geschäftsbanken und die Geld- und [[Kreditnachfrage]] der Wirtschaft mittelbar über Veränderungen der Bankenliquidität und der Zinsen am [[Geldmarkt]] zu steuern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.uni-leipzig.de/bankinstitut/dokumente/1995-10-01-01.pdf |wayback=20130921060058 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der Bundesbank&amp;#039;&amp;#039; }}, Deutsche Bundesbank, Oktober 1995, S. 98 (PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das leitete sich aus §&amp;amp;nbsp;15 BbankG ab, der der Bundesbank das Recht einräumte, zur Beeinflussung des Geldumlaufs und der Kreditgewährung den [[Diskontsatz]] festzulegen. Das [[Rediskont|(Re-)Diskontgeschäft]] ergab sich entsprechend aus §&amp;amp;nbsp;19 BbankG. Das (Re-)Diskontvolumen erreichte 1979/1980 seinen Höhepunkt und wurde zur entscheidenden Quelle der Zentralbankgeldversorgung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot;&amp;gt;Otmar Issing/Bernd Rudolph, [https://epub.ub.uni-muenchen.de/6575/1/6575.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Rediskontkredit&amp;#039;&amp;#039;], 1988, S. 41 f. (PDF; 6,8&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1986 war der Anteil der [[Diskontkredit]]e an der Mittelaufnahme auf 60 % gesunken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;issing&amp;quot; /&amp;gt; Der Diskontsatz spielte bis 1987 die entscheidende Rolle bei der [[Refinanzierung]] der Kreditinstitute durch die Bundesbank und als Leitzins, denn die Banken konnten sich durch Verkauf von bundesbankfähigen [[Wechsel (Urkunde)|Wechseln]] [[Liquidität]] zum Diskontsatz beschaffen. Die Funktion eines [[Referenzzinssatz]]es kam dem Diskontsatz zu, weil er als Bezugsgröße in Verträgen und Gesetzen genannt wurde. Seit 1987 hatte die Diskontierung von Wechseln an Bedeutung verloren, so dass der [[Lombardsatz]] in den Vordergrund trat.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Ehrlicher/Diethard B. Simmert, &amp;#039;&amp;#039;Wandlungen des geldpolitischen Instrumentariums der Deutschen Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;, 1988, S. 134 ({{Google Buch|BuchID=4dVL8lDl3KsC|Seite=134}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wechselrefinanzierung trat im Vergleich zu den neuen offenmarktpolitischen Instrumenten der Bundesbank sukzessive in den Hintergrund; ihr Anteil an den gesamten Notenbankkrediten belief sich 1994 nur noch auf 29,5 % gegenüber 83,5 % im Jahre 1980.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die Geldpolitik der Bundesbank&amp;#039;&amp;#039;, Oktober 1995, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; An ihre Stelle waren die [[Wertpapierpensionsgeschäft]]e getreten. Betrug deren Anteil an der Gesamtrefinanzierung 1980 lediglich 6 %, so machten sie 1994 bereits 69,7 % aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Europäische Währungsunion]] verlor die Bundesbank auch ihre Rechtsmacht zur Festlegung der Leitzinsen an die [[Europäische Zentralbank]]. Diese ist seit Januar 1999 für die Bestimmung der Leitzinsen zuständig und hat sich für drei [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregate]] entschieden, und zwar für einen Zinssatz für das [[Hauptrefinanzierungsgeschäft]], für die [[Spitzenrefinanzierungsfazilität]] und für die [[Einlagefazilität]]. Zudem verstärkte sie ihr Instrumentarium durch die [[Offenmarktpolitik#Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB)|Offenmarktgeschäfte im Euroraum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Januar 1999 musste deshalb in Deutschland der Diskontsatz, soweit dieser in Verträgen und Vorschriften als Referenzzinssatz für Zinsen und andere Leistungen verwendet wurde, in {{§|247|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] durch den [[Basiszinssatz]] ersetzt werden. Der Basiszinssatz wird seit Januar 2002 mit dem Inkrafttreten des [[Schuldrechtsmodernisierung|Gesetzes zur Modernisierung des Schuldrechts]] permanent ermittelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festlegung des Leitzinses ==&lt;br /&gt;
Die Entscheidung über die Veränderung des Leitzinses obliegt dem zuständigen [[Organ (Recht)|Organ]] einer Zentralbank. Das ist bei der [[Europäische Zentralbank|EZB]] der [[Europäische Zentralbank#Organe|EZB-Rat]], bei der Bundesbank war es der [[Zentralbankrat]]. Da die Bundesbank seit Januar 1999 im Hinblick auf die Festlegung der Leitzinsen lediglich ein Ausführungsorgan der EZB ist, sind dem Zentralbankrat die Aufgaben der Leitzinsfestlegung entzogen. Er wurde deshalb als Organ im April 2002 abgeschafft. Der EZB-Rat entscheidet über den Zeitpunkt, das Ausmaß und die Richtung (Erhöhung/Senkung) der Leitzinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen des Leitzinses ==&lt;br /&gt;
Maßnahmen der Zentralbanken müssen &amp;#039;&amp;#039;autonom&amp;#039;&amp;#039; (nur von der Entscheidung der Zentralbank abhängig), &amp;#039;&amp;#039;reversibel&amp;#039;&amp;#039; (sowohl Erhöhung als auch Senkung sind möglich) und &amp;#039;&amp;#039;flexibel&amp;#039;&amp;#039; (jederzeit einsetzbar und zurücknehmbar) sein und einen [[Kontrahierungszwang]] bei den angeschlossenen Geschäftsbanken auslösen. Der Leitzins erfüllt diese Funktionen nicht immer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geldpolitisches Steuerungsmittel ===&lt;br /&gt;
Die Leitzinsen sind die Zinssätze, zu denen sich Kreditinstitute bei Zentralbanken Geld beschaffen ([[Zentralbankgeld]]) oder anlegen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Glossareintraege/L/002_Leitzinsen.html |titel=Glossar Bundesfinanzministerium |abruf=2022-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bereich der EZB entfaltet die Veränderung der Leitzinsen Signalwirkung auf die Volkswirtschaften der Mitgliedsstaaten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd O. Weitz, Anja Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;VWL Grundwissen.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 116 ({{Google Buch|BuchID=A94CPbxgP_gC|Seite=116}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Erhöhung des Leitzinses verteuert die Liquiditätsbeschaffung der Banken, so dass sie gezwungen sind, diese Verteuerung an ihre Bankkunden zu überwälzen, wenn sie keine Gewinneinbußen hinnehmen wollen. Umgekehrt wird bei einer Leitzinssenkung die Geldaufnahme der Geschäftsbanken erleichtert, wodurch ihnen eine Weitergabe an ihre Bankkunden ermöglicht wird. Damit beeinflusst der Leitzins indirekt auch die [[Preisentwicklung]], weil niedrige Leitzinsen eine [[Inflation]]sgefahr in sich bergen und umgekehrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildmann&amp;quot;&amp;gt;Lothar Wildmann: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie, Geld und Währung.&amp;#039;&amp;#039; 2007, S. 128 ({{Google Buch|BuchID=lh9wT3vVaagC|Seite=128}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einer Geldpolitik, die darauf gerichtet ist, den Leitzins dauernd niedrig zu halten, wird von [[Niedrigzinspolitik]] gesprochen, verhält sie sich umgekehrt, ist von Hochzinspolitik die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leitzins beeinflusst auch die [[Geldschöpfung]] der Kreditinstitute, indem eine Leitzinserhöhung die Geldschöpfungsmöglichkeiten der Institute einschränkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Cezanne: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 416 ({{Google Buch|BuchID=fsStP8nQ-SsC|Seite=416}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und umgekehrt. Die Geldschöpfungsmöglichkeiten der Banken wirken sich auf die [[Geldmenge]] aus. Will die Zentralbank die Geldmenge einschränken, so kann sie das über eine Erhöhung der Leitzinsen indirekt bewirken. Eine direkte Maßnahme zur Reduzierung der Geldmenge wäre die Erhöhung der [[Mindestreserve]]n. Die Steuerung der Geldmenge über den Leitzins ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung des [[Preisniveau]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Währungspolitisches Steuerungsmittel ===&lt;br /&gt;
Leitzinsveränderungen haben zudem auch eine Veränderung des [[Außenwert]]s der [[Währung]] zur Folge, denn eine Leitzinserhöhung führt zu einem Anstieg des [[Wechselkurs]]es der betroffenen Währung. Das wiederum hat negative Folgen für den [[Export]] und verbilligt die [[Import]]e, verschlechtert also die [[Terms of Trade]]. Leitzins und Wechselkurs verhalten sich mithin reziprok zueinander, da eine harte Währung einen niedrigen Leitzins zulässt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot;&amp;gt;Oliver Brand: &amp;#039;&amp;#039;Das internationale Zinsrecht Englands.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 77 ({{Google Buch|BuchID=ygDdnDcoQwEC|Seite=77}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Folglich spiegeln sich im Leitzins auch die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Wechselkursen und Inflation wider.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot; /&amp;gt; Die Bank of England berücksichtigt bei der Festlegung des Leitzinses die „{{lang|en|balance of payment position}}“ und die zu erwartende Inflationsrate.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brand&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beeinflussung von Wirtschaftswachstum und Arbeitslosenquote ===&lt;br /&gt;
Der US-amerikanische Ökonom [[John B. Taylor]] hat 1993 mit der [[Taylor-Regel]] die grundlegenden Richtlinien für die Bestimmung des Zinssatzes entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Olivier Blanchard, &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 4. aktualisierte Auflage, Pearson Studium, München u.&amp;amp;nbsp;a., 2006, ISBN 978-3-8273-7209-3, S.&amp;amp;nbsp;725&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Zentralbanken bestimmen demnach den Leitzins nicht mehr nur aufgrund des Geldmengenwachstums und der Inflation, sondern auch Richtgrößen wie [[Arbeitslosenquote]] und Abweichungen vom natürlichen [[Wirtschaftswachstum]] fließen in die Bestimmungen ein. Damit wurde das klassische [[LM-Funktion|LM-Modell]] modifiziert. Die Leitzinspolitik der Zentralbanken hat deshalb auch die Funktion übernommen, die Arbeitslosenquote und das Wirtschaftswachstum zu beeinflussen. Billiges Geld ermuntere Investoren und Verbraucher dazu, Investitionen auf Kredit zu tätigen und begünstige dadurch Wirtschaftswachstum.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-1068152&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/federal-reserve-us-notenbank-erhoeht-leitzins-die-folgen-a-1068152.html |titel=Geldpolitik: So verändert Amerikas Zinswende die Welt |autor=Stefan Schultz |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2015-12-17 |zugriff=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings gibt es keinen empirischen Beweis für die positive Wirkung einer Zinssenkung auf das Wirtschaftswachstum. Eine Studie aus dem Jahr 2018 ermittelte sogar eine umgekehrte Kausalität, d.&amp;amp;nbsp;h. Leitzinsen werden vom Wirtschaftswachstum bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kang-Soek Lee, Richard A. Werner: [https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800916307510 &amp;#039;&amp;#039;Reconsidering Monetary Policy: An Empirical Examination of the Relationship Between Interest Rates and Nominal GDP Growth in the U.S., U.K., Germany and Japan&amp;#039;&amp;#039;] Ecological Economics, April 2018. Abgerufen am 14. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orientierungsfunktion ===&lt;br /&gt;
Leitzinsveränderungen werden an prominenter Stelle in den [[Nachrichten]] präsentiert und von der Wirtschaft sensibel registriert. Eine Veränderung der Leitzinsen signalisiert der Volkswirtschaft, dass die Zentralbank mit ihren geldpolitischen Möglichkeiten die Wirtschaft in eine bestimmte Richtung lenken möchte. [[Wirtschaftssubjekt]]e richten sich mit ihrem Reaktionsverhalten auf Leitzinsänderungen ein. Am sensibelsten reagiert meist die [[Börse]], denn Leitzinssenkungen führen oft zu [[Aktienkurs]]steigerungen und umgekehrt. Das liegt daran, dass man eine Verbesserung der Unternehmenssituationen erwartet und/oder wegen sinkender Anleihe[[rendite]]n die [[Anleihe]]n zugunsten von Aktien umschichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Leitzins ist aber in den letzten Jahren eine zunehmende Entkopplung zu den tatsächlich erhobenen [[Sollzins|Soll-]] und [[Habenzins]]en der Geschäftsbanken zu beobachten.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadine Oberhuber: [https://www.zeit.de/2011/16/F-Banken-und-Zinsen &amp;#039;&amp;#039;Von Bankers Gnaden.&amp;#039;&amp;#039;] Zeit Online, 14. April 2011. Abgerufen am 13. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl der Leitzins ([[Hauptrefinanzierungsinstrument|Hauptrefinanzierungssatz]]) ab Oktober 2008 drastisch abgesenkt wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Statista: [https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201216/umfrage/ezb-zinssatz-fuer-das-hauptrefinanzierungsgeschaeft-seit-1999/ EZB-Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschaeft seit 1999]&amp;lt;/ref&amp;gt; hatten die Kreditzinsen sich nicht entsprechend verhalten, während die Habenzinsen deutlich zurückgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/key_ecb_interest_rates/html/index.en.html EZB Frankfurt, Leitzinssätze seit Einführung des Euro] (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/openmarket.htm Fundrate der US-Notenbank seit 1990] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4405008-2}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldtheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zinsgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mathze</name></author>
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